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Organspendeausweis

E"hem+aligexr Nutz?er I(#87546x)


Außerdem muss man auch die andere Seite betrachten – in dem Zeit-Artikel steht, dass möglicherweise eine Frau sich mit Creutzfeldt-Jakob angesteckt hat, aufgrund eines Implantates.

Also alleine deswegen müsste ein offenerer Umgang mit Gewebespenden herrschen, nicht nur damit die Spender/Angehörige darüber in vollem Ausmaß informiert sind, sondern damit mit diesen Spenden auch die Begleiterkrankungen erfasst werden.

SCca0rsicxk


man sollte dabei aber auch bedenken, was man seinen angehörigen damit möglicherweise antut.

dieses argument "mir doch egal, was man danach mit meinem körper macht, ich kriegs ja eh nich mehr mit" trifft auf einen selbst zu, aber dass die angehörige damit ein problem haben könnten, bedenkt man dabei selten.

drum sollte man rechtzeitig darüber sprechen.

wenn einem die meinung des partners/der kinder/der eltern in dem fall egal ist, dann soll man halt sein ding durchziehn. aber man übersieht manchmal, dass das auch für die hinterbliebenen wirklich schlimm sein kann.

für mich wäre es eine grausame vorstellung, dass einer meiner liebsten so ausgenommen wird :-/

aber vll liegt das an den bildern in meinem kopf, die werde ich einfach nicht los.

BSarxcelonxeta


man sollte dabei aber auch bedenken, was man seinen angehörigen damit möglicherweise antut.

dieses argument "mir doch egal, was man danach mit meinem körper macht, ich kriegs ja eh nich mehr mit" trifft auf einen selbst zu, aber dass die angehörige damit ein problem haben könnten, bedenkt man dabei selten.

Ich muss an der Stelle sagen, dass das dann wirklich das persönliche Pech meiner Angehörigen wäre. Denn das wäre dann wirklich Egoismus, wenn sie von mir erwarten würden, meine Prinzipien (damit Leben zu retten) zu ignorieren, nur weil sie nicht loslassen wollen, oder für die 15 Minuten, die sie mich danach vielleicht noch sehen. Ich kann vielleicht verstehen, dass sie in ihrer Trauer da irrational werden würden und sich an alles mögliche klammern (in dem Fall meine körperliche Unversehrtheit als einzig noch erreichbares), aber genau deswegen muss ich versuchen, ihnen diese Entscheidung aus der Hand zu nehmen und festzulegen, solange noch alle "klar" sind, und nicht rein emotional handeln. Dsa hat für mich etwa den selben Stand, wie wenn Angehörige einen Wachkomapatienten, bei dem klar ist, dass er wirklich nie mehr wird, krampfhaft nicht gehen lassen wollen, damit sie sich nicht mit dem Tod auseinander setzen müssen – ist für mich auch purer Egoismus.

Für jemanden, der nicht spenden will, wäre es ja genauso bescheuert, wenn er seine Organe freigibt, nur um seiner Familie einen gefallen zu tun. Da sollte ebenfalls dem Willen des Toten Folge geleistet werden, und nicht dem, was sich die Hinterbliebenen wünschen.

Zum Glück habe ich das Problem nicht. In meiner Familie sind alle Organspender mit Patientenverfügung, einige arbeiten auch daran, falls sie nicht Spendegeeignet sind (das ist eh ziemlich unwahrscheinlich), dann wenigstens auf dem Seziertisch der Uni zu landen, oder als Präparat. Von daher zweifle ich nicht daran, dass meine Angehörigen gegen meinen Willen handeln ;-) Daher: Immer alles doppelt und dreifach festhalten, egal ob pro und contra, um die Emotionen der Angehörigen im Ernstfall so weit wie möglich weg zu halten und sie so wenig wie möglich selbst entscheiden zu lassen. Das macht es dann auch für die Angehörigen leichter, die sich je nach Entscheidung vielleicht schlecht fühlen würden, wenn sie sie selbst treffen müssten.

B(arcemlonetxa


Von daher zweifle ich nicht daran, dass meine Angehörigen gegen meinen Willen handeln

Soll natürlich heißen, ich zweifle nicht daran, dass sie nach meinem Willen handeln :-p

p^iaI_}ni/stin


Aber wozu sich mit harten Fakten beschäftigen, wenn man gleichzeitig Sätze aus dem Zusammenhang reißen und sich aufregen kann

Das von mir gewählte Zitat war lediglich ein Beispiel für den gesamten Thread, Kadhidya. Äußert sich ein Befürworter wird sofort Beifall geklatscht und ihm zu seiner Fachkenntnis gratuliert. Bei den Nichtspendern ist es genau umgekehrt. Das stört mich einfach. >:(

Bezeichnend auch, dass ich nun zum dritten Mal erklären muss, worum es mir eigentlich geht...

Ich merke übrigens irritiert, dass auf meine Ansichten, die KAO würde sich bewusst mißverständlich ausdrücken, um Panikmache zu schüren (mit Beispiel), keiner der Gegner und auch die Dame, die die Seite KAO verlinkt hat, reagiert

Habe mal auf der Seite geguckt. Meinst du damit diese Aussage?

Etwa 95 von 100 Menschen, denen Organe entnommen wurden, haben nicht selbst zugestimmt.

Ob die Zahlen stimmen, kann ich nicht beurteilen, ich verstehe es so, dass bei 95% keine Erklärung vorlag und daher die Angehörigen die Einwilligung zur Spende gegeben haben. Wie ist es denn sonst gemeint?

E`h"emali}ger Nvutzer @(#8u75x46)


@ pia_nistin

Also, direkt darüber stand, dass die Ärzte schon Untersuchungen an Patienten vornehmen, die nur der Einschätzung der Transplantationsverwendungen und der Vorbereitung dienen, ohne dass die Angehörigen das wissen...

Und diese Satz Das passiert, ohne dass die Angehörigen das wissen", ein oder zwei Punkte über der Zahl mit den 95 %, hinterlassen bei mir einen schalen Beigeschmack... Vielleicht liegt es daran, dass ich direkt die Stimme einer Bekannten im Kopf hatte, die das so verstanden hätte...

Ich finde es mißverständlich, dass nur gesagt wird "ohne zugestimmt zu haben" – ohne zu sagen, WER da zugestimmt und das organisiert hat – und dazu noch das mit "Ärzte machen ohne dass jemand es weiss" direkt darüber

:-/

Evhem6aAliger, Nutzper (#p87546)


Vielleicht bin ich auch im Studium zu sehr auf genaues Formulieren getrimmt wurde, oder auf Quellenanalyse, also ich habe mir diese Sätze noch ein zweites Mal durchgelesen. Und dann habe ich festgestellt, dass das letzte, worauf man das beziehen kann, auch ganz objektiv gesehen dieser Satz mit den Untersuchungen wäre... Die waren das letzte Subjekt (also im Sinne von Handelnder), die genannt wurden... Ich finde es nur natürlich, diese beiden Sätze dann unterbewusst zu verbinden, und das hat mich sehr geärgert, es kann Ungeschick sein, aber mir kam es wie Absicht vor...

pHia_Pnisxtin


@ Kadhidya

Nach erneutem Lesen der KAO-Aussagen gebe ich dir Recht, dass Leute, die sich noch nie mit dem Thema Organspende befasst haben oder nur wenig darüber wissen, diese Sätze missverstehen können.

Für mich war klar, dass die Angehörigen entschieden haben, aber man sollte nicht von sich auf andere schließen. Asche auf mein Haupt! ;-)

Hiascenrexich


Tut mir leid, aber ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was an diesen Aussagen "missverständlich" sein soll... ":/

Es ist eine Aufzählung von verschiedenen Punkten, man könnte sich auch vorstellen, die Ziffern 1. - 2. - 3. usw. voranzustellen - was bitte soll daran missverständlich sein ??? - Und ja, Pia_nistin hat es schon richtig verstanden, dass die Angehörigen entschieden haben - aber das geht doch ganz klar aus der Formulierung hervor: "...haben nicht selbst zugestimmt"

Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich selbst Betroffene kenne, die die Aussagen dieser Menschen bestätigen, weil sie ähnliches erlebt und erlitten haben.

NWanni7x7


Also in meiner Familie wird auch sehr offen mit dem Thema umgegangen. Wir haben alle einen Organspenderausweis, gehen Blut spenden und sind teilweise typisiert für Knochenmarkspenden (ich darf wegen meiner Depressionen nicht). Meine Mutter und ihr Freund sind gerade dran eine Patientenverfügung zu machen. Ich finde das unglaublich wichtig, den wenn ich sterbe kann ich mit meinen Organen nichts mehr anfangen und vielleicht hilft es jemandem weiter. Der Gedanke das mein Tod dann vielleicht einen Sinn hatte finde ich irgendwie beruhigend. Da wir in unserer Familie auch alle wollen das wir nach dem Tod verbrannt werden "fehlt" im Grab nachher auch nichts.

Ich kann aber auch verstehen wenn manche Menschen das nicht wollen oder können. Es ist wirklich die Entscheidung jedes einzelnen. Aber ich denke wenn jemand einen Organspenderausweis hat sollten sich dann die Angehörigen auch nicht über diesen Wunsch hinwegsetzen nur weil sie nicht damit klar kommen. Schließlich hat sich der Spender etwas dabei gedacht als er den Ausweis ausgefüllt hat.

N_odaEhte#m


@ Mellimaus:

Wegen der Frage, ob Alkoholkranke eine Leber bekommen:

Vor paar Jahren tat die Leber einer Bekannten nicht mehr mit. Sie war Alkoholikerin. Es war so, das die Leber (vermute ich mal)mit ihren Aufgaben nicht mehr zurande kam. zBsp. wollte sie etwas Trinken und nahm an, das Radio war die Flasche. Sie war also komplett verwirrt.

So, sie kam ins KH und dort wird der Patient einem Psychologen vorgestellt, der dann entscheidet, ob diese Person wirklich bereit ist, ihr leben zu ändern. Und nur dann wenn er denkt, ja, dieser Patient würde es schaffen, bekommt er eine neue Leber.

So war es zumindest in diesem "Fall".

A*nvnal


@Nodahtem Eigentlich müssen die Patienten auch seit min. 2 Jahren clean sein.

b7lGackbloKod22


Ích habe auch einen Organspendeausweis!! Seit ich 17 gewesen bin , bin nun 22. Finde ich wichtig.

Auch viele meiner Freunde haben sich nach und nach einen angeschafft...

Ist doch ne gute Sache, was will ich mit all den Organen wenn ich tot bin. Die werden eh von den Würmern gefressen!! dann kan ich auch was Gutes tun und die spenden... :-p

<ach ja , ist jemand von euch bei der dkms (knochenmarkspenderkartei) regestriert?? Habe ich letztes Jahr gemacht und finde das auch ganz toll und wichtig.. nur mal nebenbei.. :=o :)^

W%ei@denfxee


Ja, ich bin auch bei der DKMS @:)

Diese Woche kam erst ein Jubiläumsheftchen :-D

Mkeiste7r_Glaxnz


Leider darf ich weder Blut noch Knochenmark spenden. Sonst wär ich auch da dabei.

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