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Organspendeausweis

LbuisWe7Z2


Vor einiger Zeit hat ein neunjähriges Mädchen in unserer Gemeinde eine Hirnblutung erlitten. Durch ein angeborenes Aneurysma.......Trotz sehr schnelle Norärztliche Hilfe kam für sie jede Hilfe zu spät...sie wurde nach sechs Tagen im KH für Hirntod erklärt. Trotz des unglaublich große Schmerzes der Eltern die ihre einzige Tochter verloren haben, haben sie sich für eine Organspende entschieden!!!

Dadurch haben viele andere Kinder die Chance auf ein Leben!!!!!

Diese Entscheidung hat mir so imponiert dass ich mir daraufhin auch einen Organspendeausweis besorgt habe. Diese Eltern haben von mir den größten RESPEKT so eine Entscheidung zu treffen, zwei Tage voe Weihnachten!

LG

aLd0r^e


Diese Entscheidung imponiert mir noch tausendmal mehr - es ist die eine Sache, selbst Organspender zu sein, aber eine unendlich schwerere Last, wenn man ein Kind verliert und man in so einer schlimmen Situation noch so eine Entscheidung treffen muss.

LWadyxZ


Fragt doch mal ne OP-Schwester, die bei nen Organentnahme dabei war, wie "angenehm" das für sie war? Manche können das ihr ganzes Leben nicht mehr verdauen! Weitere Details möchte ich euch ersparen.

Keine OP-Schwester kan vom Arbeitgeber gezwungen werden bei einer Explantation zu assistieren.

Wenn eine Schwester oder ein Arzt die Durchfuehrung oder die Assistenz bei einer Explantation verweigert gild das nicht als Arbeitsverweigerung und man kann die Person deswegen nicht belangen. Das ist vom Gesetzgeber so geregelt. Das gleiche gilt im Uebrigen bei Abtreibung.

C4ardosxo01


In Irland hat man eine klasse Sache eingeführt. Da hat man auf der Rückseite seines Führerscheins ein Feld in welchem man nur unterschreiben muss um sich zum Organspenden bereit zu erklären. Dies erhöht die Zahl der Spender erheblich.

A+nvxal


erst mal: Ich bin für Organspenden aber man muss sich auch eingestehen dass eine Organspende in der Durchführung keine schöne Sache ist. (Aber nun mal nötig.)

Der Körper wid an einen OP-Tisch geschnallt und die Organe rausgeschnitten.

Schwachsinn. Geschnallt wird da gar nichts. Das einzige was eventuell gemacht wird ist ein Releaxan zur Vermeidung des Lazarus-Phänomens. Außerdem geben manche Teams auch ein Schmerzmittel. Dies ist aber nicht für den Patienten sondern ein rein Psychologischer Trick für das Team. Der Patient sieht zu beginn der OP noch lebendig aus. (Er sieht so aus, ist es aber nicht.)

Welche Qualen der "Tote" bzw. seine Seele dabei erleidet, wird nicht berücksichtigt.

Wenn du mir nun noch erklärst wie die Seele (wenn es sie den gibt) ohne Hirn fühlen soll...

Fragt doch mal ne OP-Schwester, die bei nen Organentnahme dabei war, wie "angenehm" das für sie war?

Nein es ist nicht angenehm. Genau so wenig wie arge Fälle mit Kindern, schwere Autounfälle und so gut wie alle Unglücke im Gleisbereich. Trotzdem gehören sie zum Job. (Und wie bereits von jemandem Geschrieben: Niemand muss teilnehmen. Die meisten Krankenhäuser haben ein festes Team für solche Eingriffe.)

Dann hast du wohl noch nichts vom Lazarus-Syndrom gehört?

Und du hast von gehört dich aber nicht mit beschäftigt...

Man meint damit zwei Dinge. Ein mal das von mir Oben angesprochene: Reflex Reaktionen des Toten Körpers. (Die kannst du Teilweise sogar bei Amputierten Froschbeinen nachweisen.) Es scheint als wäre Leben vorhanden aber dem ist nicht so. Dies führt besonders bei Organspenden zu Fehlinterpretationen weil der Körper zusätzlich auch noch lebendig aussieht.

Zweite Möglichkeit: Der Kreislauf setzt unerwartet wider ein.

Auch hier musst du das gelesene Verstehen. Bei Organspendern Funktioniert der Kreislauf noch.

Das funktionieren vom Kreislauf bringt dir aber nichts da dein Hirn unwiderruflich tot ist.

R\umpe/lstilbzGchDen x66


Hallo Schwarzes Blut,

ich empfinde genauso wie du,

allerdings habe ich von der GGB Lahnstein die Information,

daß es ein neues Gesetz gibt, das besagt, daß z.B. von einem hirntoten Unfall-Opfer eine Organspende entnommen werden darf, wenn derjenige dem zuvor nicht widersprochen hat. Ist nun das hirntote Unfall-Opfer wirklich tot ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??

Wie schon erwähnt, wer sich diesbezüglich genauestens informieren möchte, dem empfehle ich die Kassette von dem erwähnten Vortrag. Die Thematik ist so umfangreich, daß sie sich kaum in einem kurzen Beitrag zusammenfassen lassen kann.

Aufgrunddessen trage ich immer einen Ausweis bei mir, auf dem geschrieben steht:

Ich bin kein Organspender !

und möchte auch kein Fremdorgan haben !


Name, ..........Vorname,.......

Adresse,.......... Geb.Datum,..........

Ort,........ Datum,............. Unterschrift...................

Diesen Vordruck habe ich von der GGB Lahnstein, Taunusblick 1a, 56112 Lahnstein

Telefon (0 26 21) 91 70 17 oder 18

Telefax (0 26 21) 91 70 33

HYyperixon


Rumpelstilzchen66

st nun das hirntote Unfall-Opfer wirklich tot ???

Ja

Lies hier

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Hirntod]]

Aus Wikipedia heißt es:

Der Hirntod ist das in der Medizin gängige Todeskriterium und bedeutet das irreversible Ende aller Hirnfunktionen.

Mit Feststellung des Hirntodes ist naturwissenschaftlich-medizinisch der Tod des Menschen festgestellt. Nach abgeschlossener Hirntoddiagnostik und festgestelltem Hirntod wird die Todesbescheinigung ausgestellt.

Wenn in deinem Gehirn das absolute Steuerorgan alle Funktionen erloschen sind ist auch ein Weiterleben an Geräten welche nur noch die Organe aufrecht erhalten sinnlos. Mit dem vollständigen erlöschen der Gehirnfunktionen ist man auch tot.

Hnype/rioxn


Organspendeausweis

Habt ihr einen?

Wie steht ihr dazu?

Ich finde, jeder sollte einen Ausweis bei sich tragen, man kann dadurch im Falle des Todes einem anderen Menschen das Leben retten.

Ich habe einen Organspendeausweis. Ich kann keine Organe mit in das nä "Leben" nehmen und bevor sie in der Erde verfaulen, finde ich es sinnvoller wenn ein anderer Mensch z.B. Kinder damit weiterleben oder gerettet werden können.

Meine Seele geht in das Jenseits und nicht meine Organe, die können dann auf der Erde bleiben und anderen ein neues Leben geben 8-)

A*nRvaxl


Ist nun das hirntote Unfall-Opfer wirklich tot

Sagen wir mal so:

Das Hirn ist tot. Es bewirkt nichts mehr.

Scheint ja hier Leute zu geben die dass noch als Lebendig definieren.

Kann natürlich für sich jeder machen, wissenschaftlich sollte man da aber bei der üblichen Definition bleiben.

jLunge- Kat{zxe


Ich habe einen Organspendeausweis. Ich kann keine Organe mit in das nä "Leben" nehmen und bevor sie in der Erde verfaulen, finde ich es sinnvoller wenn ein anderer Mensch z.B. Kinder damit weiterleben oder gerettet werden können.

Ich habe auch einen, weil ich das genauso sehe.

Fragt doch mal ne OP-Schwester, die bei nen Organentnahme dabei war, wie "angenehm" das für sie war? Manche können das ihr ganzes Leben nicht mehr verdauen! Weitere Details möchte ich euch ersparen.

Ich denke, wenn man gegen eine Organspende ist, dann kann man vielleicht wirklich so eine OP schlecht "verdauen". Ich war einmal dabei und hatte damit keine Probleme. Ich war auch bei einer Herztransplantation bei einem Kind dabei. Das waren ganz bewegende Momente. Vor allem als das Kind entlassen wurde und sein Leben zurück hatte.

Pee3ddi


** Jeder sollte für sich selber entscheiden, was er will, und dies schriftlich kundtun.

Dieser Meinung bin ich. Niemand sollte überredet werden, ein Organspender zu werden. Ich würde aber auch niemanden überreden, kein Organspender zu sein, der es möchte.

Man sollte aber auch nicht Berichte überbewerten, was ich meine ist, ein Menschenleben wird durch Transplantation nicht gerettet, sondern verlängert. Mit vielen weiteren Medikamenten, Imusupresiva, Antibiotika, usw. Das ganze zeitlich sehr genau täglich. Mehrmals. Aber es ist dann ein sehr lebenswertes Leben. Damit hat junge Katze recht.

Umgekehrt sollte aber auch Berichte über Organentnahme genauso vorsichtig genossen werden. Damit meine ich nicht fachliche Berichte, sonder eher Gerüchte manche Menschen, die sich wichtig machen wollen. Lieber in Fachbüchern stöbern.

Schlimm finde ich Behauptungen mancher Leute, die sich was aus den Fingern saugen.

pria_8nis~txin


Someone & Peddi,

[...]oder auch solche die mit Halbwissen prahlen.

Schlimm finde ich Behauptungen mancher Leute, die sich was aus den Fingern saugen.

Wen und welche Aussagen meint ihr konkret?

P#edxdi


Hallo Pianistin, Ich musste mich mit dem Thema beschäftigen. Mehr als mir lieb war.

Es wird nicht sofort an einem Menschen rumgeschnippelt,(Ich finde manche Ausdrucksweise unschön. (Aufschlitzen, usw) sobald die Hirnströme nicht mehr meßbar sind. Sondern es müssen vorher drei unabhängige Ärzte den Hirntot festgestellt haben. Dies geschieht auch durch Untersuchungen, nicht nur durch Messungen der Hirnströme.

Auch mit Organspendeausweis werden die Hinterbliebenen gefragt, ob sie der Organentnahme zustimmen. Tun diese das nicht, dann wird auch nicht entnommen.

Ein Raucher wird kein Organ bekommen, da Organe so wertvoll sind und Leben verlängern. Ebenso wird ein Trinker keine neue Leber bekommen.

Es gibt in Deutschland sehr wenig Kliniken, die Hirntote wirklich an Leinen melden. (Sitz der Transpalantationszentrale) Einfach, weil es teuer ist, die Hirntoten an den lebenserhaltenden Maschinen zu halten, und zum zweiten, weil zum Teil die Ärzte nicht ausgebildet sind, die Hinterbliebenen so feinfühlig wie möglich nach einer eventuellen Organspende vorzubereiten, zu fragen.

Ein Mensch, der eine neue Lunge bekommt, wird damit ungefähr 7 bis 10 Jahre weiterleben, dann muss retransplantiert werden. Das Leben wird verlängert, nicht gerettet. Eine Transplantation ist auch heute noch mit vielen Gefahren verbunden. Ich habe kleine Freunde gehabt, die das nicht überlebt haben. Ein Kind, das ein neues Herz bekommt, muß ebenfalls nach ca. 10 jahren retransplantiert werden. Ein Kinderherz wächst nicht mit. Wenn der Körper dann noch mitspielt, weil sämtliche Medikamente den Körper angreifen und Krebs verursachen können. Der Patient wird nächtens überwacht, mit einem Monitor, der an das Krankenhaus verkabelt ist. Schlägt dieser an, dann ab ins Krankenhaus. Also nix neues Organ, Patient gesund, aber die Lebensqualität steigt an. Ich will das sagen, weil eben viele Transplantierte nicht verstanden werden, die eben weiter Patient sind, diese müssen sich immer und immer wieder erklären, aber sie leben gerne.

Es wird auch nur jener Patient transplantiert, welcher es auch wirklich will. Sogar ein Kind, dass dies nicht möchte wird nicht transplantiert, selbst wenn die Eltern dies wollen.

Noch mal, eine solche Diskussion wie diese ist wirklich wichtig.

Ich kann nur an jeden appelieren, mit dem Mann, Freund , Freundin, Vater Mutte über dies Thema zu reden und den eigenen Willen kund zu tun. Dies ist im Falle einfach wichtig für den Hinterbliebenen, das richtige zu tun. Alles andere sind zusätzliche Seelequalen.

Seitdem ich meine Tochter habe, denken viele Freunde über dieses Thema nach. Einige sagen, sie würden nie spenden wollen, und nun wissen dies aber zumindest die Partner. Andere haben ein Ja in den Ausweis gesetzt.

GLG

Peddi

jquPnge rKatxze


Peddi

:)^ :)=

SDilb<ermonJdauge


Hallo !

Ich habe einen Organspenderausweis, obwohl ich vielleicht wegen Diabetes und Hashimoto gar nicht alles spenden darf(Krankheiten sind im Ausweis vermerkt) - aber vielleicht kann ich wenigstens durch 2x Hornhaut zwei Leute vorm erblinden retten ! Das ist auch was wert !

Ich finde die österreichische Regelung gut. Wer nicht widerspricht, ist Spender.

Man kann auch im Organspendeausweis vermerken "spende nur Hornhaut" oder "spende kein Herz"

LG Silbermondauge

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