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Falsche Diagnose: Wo melden?

MTayanxa


Man hat bei mir einen männerfaustgroßen Leistenbruch übersehen. 3 Jahre lang. Die Schmerzen waren natürlich immer psychisch bedingt. Ich konnte kaum noch laufen.

24!!! Ärzte sind zu dem Ergebnis gekommen, mir würde (außer der Psyche) nichts fehlen.

In einem Bericht steht sogar, ich hätte das Münchhausensyndrom.

Ich muß beweisen, dass der Leistenbruch bereits seit 3 Jahren bestand. Wie sollte ich das? Hätte ich mich dazu schon einmal selbst operieren sollen?

Ich habe anfangs auch versucht, diesen ganzen Mist zu korrigieren. Ich kann nur sagen: alles nur nervenaufreibend. Anwalt? Kostet auch viel Geld und selbst ein auf medizinsche Belange versierter winkte müde ab.

Leistenbruch? Das lohnt sich nicht. Appes Bein, das würde sich lohnen. Wir sind nicht in Amerika, da lohnen sich solche Prozesse...

Wir sind in Deutschland. Und hier ist körperlich nicht einmal ein Schaden entstanden (juristisch gesehen). Vergiß es....

c}heekyanxgel81


@ mayana

erst mal tut es mir wahnsinnig leid, was du durchmachen musstest. Aber die Versicherungen sind da knallhart. Alles was psychisch bedingt ist, ist ein Ausschlusskriterium. Ein Darmverschluss ist da was anderes als wenn es vom Kopf her kommt. Du bekommst da keine BU (und die ist wirklich wichtig) oder nur gegen hohen Aufschlag. Glaub mir - ich habe keine bekommen.

Was die Sache mit den Ärzten angeht, ist wieder was anderes. Wobei ich mich frage, warum das mit der Übelkeit etc. vom Freund der TE nicht erwähnt wird. Gewichtsverlust ist nur ein Zeichen von MS. Es bedarf einiger Indikationen um diese Diagnose zu stellen, gerade weil Gewichtsverlust so viele Ursachen haben kann. Dat verstehe ich nicht ganz an der Sache...

szamplxe


habe mir jetzt nicht alles durchgelesen, aber vielleicht sollte man sich an die ärztkammer wenden??

MEayanxa


Ich bin eh in Rente und BU ist somit kein Kriterium mehr, aber ich kann nur sagen, dass man Fehldiagnosen kaum korrigiert bekommt.

Ich habe mich damit jahrelang gequält, das richtig zu stellen, mit NULL Ergebnis. Heute weiß ich: Nerven schonen...

BU ist etwas, was man ja auch nicht unbedingt erwarten muß im Leben. Und wenn doch: auch da werden einem STeine in den Weg gelegt und so manche Versicherung legt sich quer, weil sie nicht zahlen will. Und dann war auch diese Versicherung für die Katz...

c<heek;yangxel81


es geht mir ja auch im den Freund der TE und dessen Zukunft, denn:

auch da werden einem STeine in den Weg gelegt und so manche Versicherung legt sich quer, weil sie nicht zahlen will. Und dann war auch diese Versicherung für die Katz...

nicht so denken, denn dann brauchen wir alle keine Versicherung mehr, so traurig es ist. Ich kann dich nach der Odyssee zwar auch verstehen, aber gibt der TE die Chance, auch wenn sie minimal ist.

aPlinaOg,irl


Wow, erstmal danke für eure vielen Antworten. @:)

Und nein, es ist so das mein Freund weder mir noch uns allen etwas verheimlicht hat. Ich durfte bei seinen Arztgesprächen sogar öfters dabei sein weil er wütend war und einen Zeugen haben wollte. Die Diagnose "Magersucht" bekamen wir wenige Stunden nach seinem Eintreffen in der Klinik zu hören und waren entsetzt weil wir wussten das es ein totaler Schmarrn ist und das es überhaupt nicht passt!

Und daran hat sich nach dem ganzen Aufenthalt auch nichts geändert. Er meint auch das das was er sagte einfach ignoriert wurde und er belächelt wurde. Seinen Erzählungen nach war die Betreuung wirklich :(v

Er hatte auch ein Mal die Idee das es vom Medikament kommen könnte worauf die Ärzte meinten das er sein psychisches Problem nicht auf die Medikation schieben soll. >:( Es war für uns alle traumatisch und nervenaufreibend!

Es geht uns nicht einmal um die private KV sondern ums Aufklären diese Misstände! So wie die Herrschaften arbeiten kann man allen und jedem jede Diagnose andichten!

Und ja, sein Hausarzt kam bei der Übelkeit SOFORT mit der psychischen Schiene! Ich habe auch schon beim Arzt gearbeitet, nichts wurde gemacht und schon gar nicht eine Gastroskopie! Aber was will man tun? Man kann ja niemanden dazu zwingen. In die Psychiatrie sind wir nur gegangen um die psychische Komponente auszuschliessen bzw einen Brief zu bekommen er sei psychisch gesund. Und dann kamen sie schon mit der Magersucht. Eine Hand wäscht die andere. Ich glaube auch nicht das sie etwas daran ändern werden aber man will es auch nicht einfach auf sich sitzen lassen. :(v

Er war jetzt mehrmals bei einem Psychiater der Chef in einem anderen Krankenhaus ist. Dieser bestätigte noch einmal das die Beschwerden Nebenwirkungen des Medikaments waren und das nicht einmal annähernd die Rede von Magersucht sein kann! Mein Freund hat ihn gebeten einen Brief zu schreiben in dem er die Diagnose wiederlegt. Tja, der Psychiater meinte, das müsse er sich noch mal sehr gut überlegen ob er sowas schreibt! Dabei meint er die ganze Zeit das die Diagnose Schwachsinn sei. Aber schreiben will ers nicht. >:( Noch nicht... bitte drückt uns die Daumen.

Was werden wir jetzt tun? Es ist mal die Patientenanwaltschaft eingeschaltet. Ein Exemplar des Briefes will er noch an die Ärztekammer schicken.

@ Mayana

Oh Mann, das tut mir so schrecklich leid für dich!! :°_ Mein Freund hat übrigens einen Mann in der Psychiatrie kennengelernt der körperlich sehr krank war (er hatte einen Katheter und so) und den Münchausensyndrom verpasst bekommen hat bevor man die körperlichen Erkrankungen (viel zu spät!) diagnostiziert hat. Er war dort um gegen das Münchausensyndrom anzukämpfen und das ganze richtig zu stellen. Er ist kläglich gescheiert. :°( Wie geht es dir mit dieser Diagnose? Hast du nicht versucht dagegen vorzugehen? Dir zumindest von einem anderen Psychiater schreiben zu lassen das es Käse ist? :°_ :)*

Ach ja, hier schrieb jemand das er doch die Klinik wo die Diagnose gestellt wurde meiden sollte. Das geht leider nicht denn es handelt sich um die Universitätsklinik. Alle Notfälle gehen dorthin. Er braucht sich nur den Arm brechen und kommt automatisch wieder hin. Halt auf eine andere Station aber der Brief ist überall abrufbar.

Mein Freund war schon immer ein grosser Perfektionist und ich sehe wie er mit dieser Sache zu kämpfen hat. Wie er wütend ist. Und ich, ich kann nicht einmal was tun ausser ihm mit den Briefen helfen. %:|

cEheeky\angelx81


@ alinagirl

da haben wir es "eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus"...

aber wenn dein Freund es wirklich will, dann hast du ja schon einige Dinge genannt:

- Ärztekammer, Bundesärztekammer, Krankenkassen, Patientenantwälte bzw. spezielle Beratungsstellen.

Schreibt alles auf. Urzeiten, Tage, Gesprächsverläufe etc. einfach alles und versucht immer mindestens zu zweit zu sein!

Wenn ihr wirklich den Kampf aufnehmt, dann seid gewappnet. Das wird hart, denn gerade psychische Erkrankungen kann man sehr schwer richtig, aber auch sehr schnell falsch diagnostizieren. Wenn ihr den Schritt geht, dann viel Glück, noch mehr Erfolg :)z

MDa)y}axna


Mein Freund hat ihn gebeten einen Brief zu schreiben in dem er die Diagnose wiederlegt. Tja, der Psychiater meinte, das müsse er sich noch mal sehr gut überlegen ob er sowas schreibt! Dabei meint er die ganze Zeit das die Diagnose Schwachsinn sei. Aber schreiben will ers nicht. >:( Noch nicht... bitte drückt uns die Daumen.**

Genau das ist der Punkt. Kein Arzt schreibt, dass der Kollege sich geirrt hat.

Und selbst wenn: es ändert ja nichts daran, dass der 1. Arzt eben eine andere Diagnose hat. Und die wird er ums verrecken nicht ändern.....

Ich will ja niemanden entmutigen, aber ich habe auf der Arbeit mal eine Vergiftung gehabt, selbst das ist in Gutachten widerlegt worden. Ich habe klagen müssen – wobei das 10 Jahre gedauert hat, bis es zu einem Urteil kam. Inzwischen war ich die Arbeit los, sozial am Ende.

Das mit dem vergeigten Leistenbruch kam später.

Ich habe über ein Jahrzehnt versucht, bestimmte Dinge zu erreichen. Ich kann nur sagen: ich würde das nicht wieder so machen. Es hat keinen Sinn, sich mit Ärzten zu streiten. Auch wenn sie noch so unrecht haben – sie sind die Stärkeren.

R~HW


Hallo,

die meisten Krankenhäuser haben eine Beschwerdestelle/Patientensprecher etc. Vielleicht können die weiterhelfen. Vielleicht kann man eine "Gegendarstellung" zu den Akten nehmen (mit aktuellem Gewicht).

Ist er damals geheilt entlassen worden? Oder wurden weitere Maßnahmen empfohlen?

Vielleicht kann man da ansetzen?

Bei der Krankenkasse hat man vielleicht einen Ansatz, da ja eine falsche Krankheit behandelt wurde und der Kasse ggf. höhere Kosten entsanden sind. Aus Sicht der Kasse möglicher Behandlungsfehler.

Eine dritte Möglichkeit ist vielleicht UPD:

[[http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/]]

Gruß

RHW

a5li+nagixrl


Hallo *:)

wir kommen gerade aus der psychiatrischen Klinik und ich habe gute Nachrichten. Wir haben uns einen Termin bei der Hauptärztin, also der Leiterin des Krankenhauses ausmachen können. (über die Ombutsfrau) Sie hat ihn lediglich gefragt ob die Diagnose für ihn den überhaupt nicht hilfreich sei und als er "nein" sagte und noch einmal alles erzählte, meinte sie das es überhaupt kein Problem wäre die Diagnose zurückzusetzen. Sie hat den Ärztebrief im Computer (selber) editiert und neu ausgedruckt. :-D Wir sind alle total erleichtert! Es ist nur ein ganz kurzer Brief in dem seine Symptome aufgelistet sind und von einer Medikamentenunverträglichkeit berichtet wird.

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