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Muss ich den Ausfall der Stunde wirklich bezahlen?

E:hemal!ige r Nuttzer* (#393910)


Ich würde auf keinen Fall zahlen. Erstens warst Du krank und konntest nicht eher absagen, zweitens hast Du 1 Tag vorher abgesagt und das ist ausreichend und drittens. Warum kommt er erst 3 Monate später damit an? Warum hat er das nicht schon viel früher erwähnt, nämlich genau zu dem Zeitpunkt, zu dem Du abgesagt hast? Steht in dem Vertrag auch drin, wie teuer die Stunde ist oder hat er das jetzt erst erwähnt?

kmatinxka25


Naja wir hatten die Therapie kurze Zeit ausgesetzt weil ich viel geschäftlich und privat unterwegs war.

Ich find auch das er das hätte am Tel sagen können,dann hätte ich mich hingequält.

Die 80 Euro standen im Vertrag.aber ich dachte nicht,das soetwas bei Krankheit zählt,schließlich hat er ja auch schon abgesagt und das per SMS oder Email aufs Handy war's eher und am selben Tag.

Woher weiß ich denn das er wirklich krank war und für mich war's auch ok.

Ich meine ich hab eh jeden Tag 11 h Arbeit und dann insgesamt 1 Stunde hin und herfahren plus die 30 min und manchmal mehr wegen warten.

Das sind auch insgesamt knapp 13 Stunden. Mein Tag ist so schon kurz.

S"hezlly


wenn er ein guter Therapeut ist

Wenn er auf Zahlung besteht, kann er kein guter Therapeut sein. Er hat das Telefongespräch ja offensichtlich selber angenommen und sie nicht nochmal daraufhingewiesen, dass sie die ausfallende Stunde dann aus eigener Tasche zu zahlen hat, weil sie einen Tag vorher statt eine Woche vorher absagt. Wenn er ein guter Therapeut wäre, dann wüßte er, dass sich eine solche Forderung negativ auf das Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Patient(in) auswirkt und das somit auch die weitere Zusammenarbeit negativ beeinflussen kann. Denn, dass man krank wird, dass weiß man in den wenigsten Fällen eine Woche vorher!

Katinka, frag doch nächste Woche mal bei der [[http://www.psychotherapeutenkammer.de/ Psychotherapeutenkammer]] Deines Bundeslandes nach, ob er von Dir wirklich verlangen kann, dass Du die Therapiestunde selber zahlen mußt, wenn Du ihm weniger als eine Woche vorher telefonisch Bescheid gibst, dass Du nicht kommen kannst, weil Du krank bist!

arlithTeaxa


Katinka, ich habe vor vielen Jahren das Gleiche erlebt. Ich hatte einen heftigen Migräne-Anfall, konnte nicht mal aus dem Bett...ich musste (damals 120,-DM) zahlen. Meine Therapeutin hat es damit begründet, dass ich Verantwortung übernehmen müsse und sie sonst einen Verdienstausfall hätte. Ich fand das sehr ungerecht, habe aber gezahlt, weil ich das Verhältnis nicht weiter belasten wollte. Später habe ich eine 2. Therapie gemacht und diese neue Therapeutin hat mir gleich am Anfang die "Bedingungen" mitgeteilt, war dann aber sehr kulant in der Handhabung. 100,-€ sind ein normaler Satz für eine Sitzung bei einem Verhaltenstherapeuten - und es kann auch sein, dass er seine therapeutischen Gründe hat, mit Dir so umzugehen...

WPolfg axng


Die Bezahlung der therapeutischen Leistung ist in einem verbindlichen Leistungskatalog geregelt. Für jede Position ist eine bestimmte Anzahl von Punkten festgelegt. Eine Einzeltherapiesitzung aller zugelassenen Therapieschulen (50 Minuten) kostet seit 2009 ca. 81 Euro, eine probatorische Sitzung liegt bei ca. 61 Euro.

Hast du denn schon eine ordentliche Rechnung bekommen oder soll das schwarz bar Kralle bezahlt werden?

Weaterxli


Boah, meine verlangt nie was, wenn ich absage. Die ist nur froh, dass ich überhaupt regelmäßig komme... :-/ Jetzt habe ich wieder verschlafen, diese Woche, da muss ich nochmal anrufen. Allerdings kann man bei der auch nicht einfach so anrufen, sondern nur begrenzt an bestimmten Wochentagen... und auf Anrufbeantworter quatschen finde ich scheiße, da kriegt man nie mit, ob der andere das jetzt so verstanden hat... :|N

E5mma_POeexl


Mich beschleicht bei so einer Handhabung auch der Verdacht, dass der gute Mann gerne zwei Mal kassiert. :=o Und normalerweise sind Therapeuten so gut ausgebucht, dass sie immer ein paar Patienten als Springer haben, die nur darauf warten, dass jemand absagt. So bin ich damals überhaupt erst reingerutscht.

Ansonsten würde ich mal 10 Euro in die öffentliche Rechtsauskunft investieren und mich beraten lassen. @:)

z=uzxa


stell' du ihm doch mal seine kurzfristigen ausfälle in rechnung – vielleicht schult dies ja auch seine termintreue!

S{unfloower_k73


Ich finde es nicht okay, auf dem Ausfallhonorar zu bestehen. Sicherlich hast Du den Vertrag unterschrieben und theoretisch ist das Ausfallhonorar okay. Aber rein praktisch kann man schlecht eine Woche vorher wissen, dass man krank wird. Krankheit stellt für mich einen Ausnahmefall dar. Eine Woche Frist finde ich ehrlich gesagt auch zu lange.

Dort, wo ich arbeite, gilt die 48-Stunden-Regel bzgl. Absage und Ausfallhonorar. Was ich zwar recht kurzfristig finde, da ich Termine dann i.d.R. nicht mehr vergeben bekomme und letztlich einen echten Verdienstausfall habe. Aber insgesamt finde ich die 48 Stunden angemessener, als eine ganze Woche. Und bei Krankheit stelle ich NIE ein Ausfallhonorar in Rechnung, weil man es eben nicht kalkulieren kann. Auch wenn es dann wieder kein Einkommen für mich bedeutet. V.a. wenn jemand regelmäßig/zuverlässig kommt und nicht 3x im Monat wg. "Krankheit" absagt – aber in so einem Fall ist es angebracht, das Thema auf den Tisch zu bringen. Aber eben nicht, auf dem Ausfallhonorar zu bestehen (wie viel sollst Du denn zahlen?)

Ich würde da nochmals das Gespräch suchen – und mach' Dir bitte auch klar, dass dieses "der sieht mich nie wieder" einen Therapieabbruch bedeutet. Mit möglichen negativen Konsequenzen, solltest Du in den nächsten Jahren erneut eine Therapie benötigen – dann kann die Kasse nämlich die Kostenübernahme mit Verweis auf den Abbruch verweigern.

Und ganz ehrlich:

Es klingt nicht nach einer guten therapeutischen Beziehung, wenn kein klärendes Gespräch bzgl. des Ausfallhonorars möglich ist und Du leichtfertig sagst "der sieht mich nie wieder"! Das mal nur am Rande...

Swunfl&owe}r_73


@ Emma:

Doppelt abkassieren ist in dem Fall nicht möglich! Das ginge ja auf das feste Kontingent und dem Pt. würde auffallen, wenn da plötzlich schon Ende ist. Das ist schon okay mit dem Ausfallhonorar.

Und Patienten, die springen können, haben Therapeuten eher selten. Sicherlich rutscht man mal zwischen, wenn man flexibel ist und der Thera einen dadurch irgendwie reinquetschen kann. Wenn ich aber heute meine Patiententermine für die nächste Woche gemacht habe, führt eine kurzfristige Absage nur zu Verdienstausfall. Weil ich den Pt., den ich neu dazunehme, ja auch langfristig versorgen muss, und nicht nur nächste Woche mal irgendwie sehe (um ihn dann auf in 4 Wochen zu vertrösten – was unseriöserweise auch viel zu oft von Therapeuten gemacht wird!).

@ Wolfgang:

Das sind GROBE Richtwerte. Klar ist nur, dass eine VT-Sitzung nicht UNTER 57€ bringen kann (reguläre Sitzung; Probatorik bringt weniger). Die Punkte pro Leistung stehen fest; der Geldwert e Punkt aber nicht. Also schwankt das, was man pro Stunde bekommt – und in den letzten 2 Quartalen (und damit meine ich IV/2009 und 1/2010; man bekommt das Geld i.d.R. mit 3-6 Monaten Verzögerung!) lag der Wert für eine Sitzung unter 81€. Mit viel Glück bekommt man 75€ (Angaben unter Gewähr, ich bekomme nur 30% bzw. 20€ garantiert, wenn 30% weniger als 20€ sind in der Ambulanz, in der ich arbeite).

Wir nehmen übrigens 40€ Ausfallhonorar – was ich in so Fällen wie mehrmaliges Verschlafen durchaus einfordere. Da ist dann m.M.n. doch Disziplin und Motivation gefragt!

Sounflowfer_x73


Sorry, ich hätte besser erstmal alle Beiträge lesen sollen!

Die 100€ klingen nach Privatrechnung: 1,7facher Satz könnte evtl. hinkommen. Zu hoch! Entweder Psychotherapeutenkammer kontaktieren, oder die zuständige Kassenärztliche Vereinigung!!!

Ähem – und Du bekommst nur 30-Minuten-Sitzungen? Lt. Gesetz muss eine Therapiesitzung "mind. 50 Min." dauern. Man kann zwar auch halbe Sitzungen abrechnen (dafür dann doppelt so viele) – aber das muss vorher beantragt und begründet werden (Zustand des Pt.,...).

Und es macht auch nicht viel Sinn, weil man in 30 Min. nie richtig in Themen einsteigen kann. Und bei längerer Anfahrt macht es noch weniger Sinn – und ist insgesamt sehr unüblich.

Kurz gesagt:

Es klingt alles nicht sehr seriös, erkundige Dich daher wirklich bei den entsprechenden Stellen!

(Seriöserweise solltest Du ein Exemplar der Therapievereinbarung haben, wo Du das mit dem Ausfallhonorar unterschrieben hast!)

K3et2zercixn


"Lt. Gesetz muss eine Therapiesitzung "mind. 50 Min." dauern."-

Also ich kenne das auch nur mit 50 minütigen Sitzungen.

Kqetzexrin


@ Sunflower_73:

Also ich kenne das mit Springern auch. Eine Therapeutin hat mit den "Einstieg" in die Therapie bei ihr für den Anfang nur als Springer angeboten. Es war auch nicht absehbar, wann ich vom Springer zum "Regulären" hätte wechseln können. Ich bin dann nicht zu ihr gegangen.

EFmmZa_BPeel


sunflower

Das ginge ja auf das feste Kontingent und dem Pt. würde auffallen, wenn da plötzlich schon Ende ist.

Ich meine eher, dass er einen anderen Patienten für die Stunde findet, aber trotzdem das Ausfallhonorar abrechnet. Bei einer Woche Vorlaufzeit ist das wohl weniger schwer. ;-)

was unseriöserweise auch viel zu oft von Therapeuten gemacht wird!

Ich finde es nicht unseriös, einem Patienten zunächst ein paar Springertermine anzubieten, wenn es demjenigen akut ziemlich schlecht geht und die Wartezeit ansonsten bis zu zwei Jahren beträgt. @:)

A~nvaxl


Habe als ich damals meinen Führerschein gemacht habe eine Doppel Fahrstunde verpasst auf Grund von Kindern im Gleisbereich.

Habe zwar noch Angerufen zahlen musste ich trotzdem. (Kann ich aber auch verstehen da mein Fahrlehrer das Geld sonst auch fehlt und sonst war er wirklich super.) Fand es damals nur schade das es super Aufwändig gewesen wäre das Geld von den Eltern der Kinder ein zu klagen. (Was vom Prinzip her meiner Meinung nach eigentlich der Richtige weg gewesen wäre. Einfach schon um denn Eltern einen kleinen Denkzettel zu verpassen.)

Anval

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