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Hausarztinterne (hausarztzentrierte) Versorgung

GOesunpdMen/s7chx80 hat die Diskussion gestartet


Hallo! :-)

Die AOK bietet momentan eine sog. hausarztinterne Versorgung (hausarztzentrierte Versorgung) an. Die Teilnahme des Versicherten bzw. Patienten ist gesetzlich geregelt (lt. SGB V – 4. Kapitel, § 73b) und freiwillig.

Allerdings verpflichtet sich der Versicherte bei einer Teilnahme an der Versorgung, für ein Jahr mindestens nicht den Hausarzt zu wechseln. Zudem ist er verpflichtet alle überwiesenen Fachärzte bzw. Verordnungen von seinem Hausarzt zu akzeptieren. Nur mit Ausnahme eines wichtigen Grundes kann der Versicherte eine Verordnung bzw. Überweisung ablehnen.

- Welche Vorteile und welche Nachteile ergeben sich bei freiwilliger Teilnahme an dieser hausarztinternen Versorgung?

Hat der Versicherte mehr Vorteile? ???

Antworten
lZokxo


erste frage die mir hierzu einfiel

was ist wenn dieser Hausarzt eine fehlentscheidung trifft?

was ist wenn man eine zweitmeinung brauch??

Ghesun5dMensxch80


Das ist auch meine Denkweise, aber ich habe nun mal voreilig unterschrieben. In den sauren Apfel gebissen. :-(

Sbchnveehexxe


– Welche Vorteile und welche Nachteile ergeben sich bei freiwilliger Teilnahme an dieser hausarztinternen Versorgung?

Hat der Versicherte mehr Vorteile? ???

Vorweg mal, ich habe mich ins HA-Modell der AOK eingeschrieben.

1. Ich zahle nur einmal im Jahr die Praxisgebühr.

2. Mein Arzt bekommt eine bessere Vergütung, und das sichert langfristig den Erhalt der Hausarztpraxen (Wer von euch will in ein medizinisches Versorgungszentrum, wo man von einem x-beliebigen Arzt behandelt wird ..... den vertrauten HA gibt es dann nicht mehr )

3. Es gibt jährlich einen Gesundheits-Check (sonst alle 2 Jahre) mit erweitertem Umfang (incl. Vorsorge-Ultraschall)

Ich empfinde es als keinen Nachteil, wenn der HA die Koordination übernimmt. Wenn man wirklich eine zweite Meinung braucht (z.B. wegen einer anstehenden OP) kann man sicher mit dem HA darüber reden (habe ich auch schon gemacht und eine Überweisung bekommen).

t.atuxa


Ist eine Alternative, wenn man seinen Hausarzt gut kennt und einschätzen kann.

Wenn das nicht der Fall ist, würde ich davon abraten.

Ich hätte jedefalls keine Lust mit dem Doc zu diskutieren, dass er mich nicht zum Orthopäden sondern zum Neurologen überweisen soll oder ähnliches... Speziell mit der Kombi, dass man dann auch den Hausarzt nicht wechseln kann, wenn Uneinigkeit über die weitere Behandlung oder Diagnostik besteht, geht das gar nicht.

Zu den zusätzlichen Vorsorgechecks für die teilnehmenden Versicherten...

Entweder sind die notwendig und wichtig und dann solllten sie allen Versichterten angeboten werden, oder sie sind überflüssig, dann kann man das Geld zur Behandlung kranker Menschen ausgeben! :(v

Ich bin übrigens in einem medizischen Versorgungszentrum und habe trotzdem einen festen Hausarzt.

Der Vorteil ist, dass auch ausserhalb der "Kernöffungszeiten" und auch am Samstag jemand da ist. Das ist dann nicht unbedingt "mein" Hausarzt aber immerhin meine vertraute Praxis :)z

S9chne<ehexxe


Ist eine Alternative, wenn man seinen Hausarzt gut kennt und einschätzen kann.

Ich bin schon über 30 Jahre in der selben Praxis, da war es für mich keine Frage.

t"at_ua


Gut für dich, Schneehexe ;-)

Ich persönlich hätte auch keine Probleme, mich so zu binden und ich lasse meinen Hausarzt gern koordinieren.

Aber schlecht für alle, die ihren Hausarzt nicht wirklich kennen (weil sie kaum krank waren..)

Vor allem dann schlecht, wenn die KK das irgendwann zur Pflicht machen, nach einer Testphase :-( :(v

SIchneehXexxe


Wer weiß schon was da nicht noch alles auf uns zukommt :(v . Die Reform, von der Reform usw. %-|

Gee(sun"dMecnsch80


@ schneehexe:

nur einmal im Jahr die 10,- Praxisgebühr? Aha, muss ich am besten nächstemal bei der Arzthelferin ansprechen.

- Kannst Du mir erklären wieso nur einmal?

Ich vertraue meinem Hausarzt, er ist sehr kompetent und kommt echt gut klar mit mir.

Man sollte seinem Arzt vertrauen.

dbuYmmTefrxage


Bei solchen von dem Krankenkassen koordinierten Versorgungszentren etc. frage ich mich ein bißchen, wie unabhängig die wirklich sind. Vielleicht behandeln die auch sehr im Sinne der Krankenkassen, soll heißen sie verordnen das, was die Krankenkassen am wenigsten kostet anstatt das, was wirklich wirksam ist.

OK, bei den "normalen" Hausärzten kommt es auch ab und an vor, dass sie ganau das Medikament verordnen, von dessen Herstellerfirma sie vorher zu einem Wellness-Wochenende eingeladen wurden, obwohl was anderes vielleicht besser wirkt. Aber dennoch: ich bevorzuge meinen Hausarzt, den ich seit Jahren aufsuche, wenn ich denn überhaupt mal zum Arzt gehe. Und nachdem ich mich bester Gesundheit erfreue, kann der bisher nicht so viel verkehrt gemacht haben...

Meandy6x8


Ich geh wohl auch zu selten zum Arzt, obwohl ich meine HAs echt cool und kompetent finde, da werd ich mich mal informieren, ist mir grad total neu...

SschnmeeIhexe


@ GesundMensch80

nur einmal im Jahr die 10,- Praxisgebühr? Kannst Du mir erklären wieso nur einmal?

Das soll wohl ein Anreiz für den Versicherten sein, sich ins HA-Modell der AOK (ob das bei anderen Krankenkassen auch so ist, weiß ich nicht) einzuschreiben ":/ . Ich denke dass auch die AOK im HA-Modell für sich Vorteile sieht (kein Ärztehopping mit Doppeluntersuchungen mehr, durch HA-Koordination) und somit auch eine Kostenersparnis.

@ Mandy68

da werd ich mich mal informieren, ist mir grad total neu...

Information ist in der heutigen Zeit nie schlecht :)z, denn man sollte immer auf dem Laufenden sein ;-) . Das HA-Modell gibt es übrigens schon länger (zumindest bei der AOK).

XPen%obxine


Das HA-Modell gibt es übrigens schon länger (zumindest bei der AOK).

Das gabs auch bei der Barmer schon, wurde dann aber nach paar Jahren wieder abgeschafft, weiß die Gründe nicht mehr genau, hatte irgendwas mit Wettbewerbsverzerrung zu tun.

Ich finds gut, Du sparst in 3 Quartalen die Praxisgebühr.

Und davon ab, wenn Dein Doc alles weiß, dann auch welche Medis Du eventuell schon nimmst und ob sich das mit neu zu verschreibenden verträgt.

Klar ist das auch ne Frage, ob Du Deinem Hausarzt vertraust. Aber bei Vertrauen denk ich, kann man sehr wohl drüber reden, zu welchem Arzt ich überwiesen werde und ob ich nicht lieber zum Orthopäden Z statt X gehen möchte.

Und letztlich, wenn ich so einen Hausarzt habe, dem ich seit Jahren schon vertraue und mich da in der Praxis gut aufgehoben fühle, ja, warum soll ich da nicht wenigstens für ein Jahr die Vorteile des HA-Modells ausprobieren? Läufts schlecht, kann ich ja nach einem Jahr wieder zum alten Modell zurück.

t=atuja


Und nachdem ich mich bester Gesundheit erfreue, kann der bisher nicht so viel verkehrt gemacht haben...

Reichlich naiv, oder?

Wenn du gesund bist, kann dein Hausarzt nix falschmachen...wenn du ne unkomplizierte, einfach zu behandelnde Krankeit hast, auch nicht. Erst wenn du was Ernstes und oder eine chronische Krankheit hast, zeigt sich, ob dein Hausarzt was auf dem Kasten hat.

RhHxW


Die Vorteile des Hausarztmodells der jeweiligen Krankenkasse stehen meist ausführlich auf der jeweiligen Homepage der Krankenkasse und sind je nach Krankenkasse unterschiedlich (insbesondere bei der Praxisgebühr). Jede AOK (der 14 AOKn) hat je nach Bundesland ein eigenes Hausarztmodell.

Um die Nachteile beurteilen zu können, sollte man auf jeden Fall die Bedingungen genau lesen, unter denen man einen anderen Arzt ohne Überweisung aufsuchen kann (eigener Urlaub, Dienstreise, Urlaub des Arztes, Augenarzt, Frauenarzt). Vertraut man der Urlaubsvertretung genauso wie dem Hausarzt? Oder hat der Hausarzt keine namentlich benannte Vertretung?

Hausärzte, die am Hausarztmodell teilnehmen (d.h. auch die entsprechenden Voraussetzungen dafür erfüllen) erhalten einen höhere Vergütung pro Patient und haben daher ein Interesse daran, dass möglichst viele Patienten am Hausarztmodell ihrer Krankenkasse teilnehmen.

[[http://www.umweltjournal.de/AfA_gesundheit/16992.php]]

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