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53€ für ein Attest?

zmi#ppezapp hat die Diskussion gestartet


hallo an alle erstmal!

also:

vor ein paar wochen bin ich morgens aufgewacht und es ging mir nicht gut, weshalb ich entschied nicht zur arbeit zu gehen. ich rief also bei einem hausarzt an und fragte nach einem attest. eine sekretäring sagte mir ich solle doch am montag vorbeikommen und eigentlich sollte es keine problem sein mir ein ärztliches attest auszuschreiben.

also bin ich am montag da hin. eine sekretärin schrieb meine daten auf und bat mich noch kurz im wartezimmer platz zu nehmen. ein paar minuten später sollte ich der leitenden ärztin der praxis folgen. sie hat mich kurz befragt warum ich ein attest benötige und daraufhin (sehr aufdringlich wie ich finde) gleich gesagt, sie würde ja mit allen neuen patienten eine vollkörperuntersuchung machen. (sie betonte noch, sie wolle das nicht nur mit mir machen weil ich privatkrankenversicher bin, sie mache das mit allen patienten ":/ ) sie meine auch irgendwie ich könnte ja akne haben (!?!) wegen ein paar für mein alter nicht ungewöhnlichen rötungen, pickeln, was auch immer...

ich lehnte freundlich ab und meinte ich würde mir das erstmal überlegen und mich dann melden. (natürlich schon mit dem hintergedanken nie wieder zu diesem arzt zu gehen)

daraufhin habe ich mein attest bei der sekretärin abgeholt und bin gegangen.

nun fand ich heute eine rechnung in meinem briefkasten:

Beratung, auch telefonisch: 10,72€

Kurze Bescheinigung,Zugnis,AU: 5,36

Symptombezogene untersuchung: 10,72€

Eingeh. neurolog. Untersuchung: 26,14€

Porto bis 20g: 0,55€


Rechnungsendbetrag: 53,49€ !!!

Diagnosen: Magen- darm- Infekt; Akne ???

mal ganz davon abgesehen dass ich nichtmal untersucht wurde, habe ich auch nie um irgendwelche diagnosen gebeten sondern wollte mir nur ein attest abholen. das habe ich auch mehrmals zu sekretärin und ärztin gesagt.

ist sowas rechtens?

ich denke nicht... was soll ich jetzt machen?

bis jetzt habe ich das ganze erstmal ignoriert, bzw ich war im urlaub und hab den brief erst heute gesehen.

da steht noch: bitte überweisen sie o.g. betras bis zum 17.08.10 auf mein konto......

bitte um hilfe!

danke =)

Antworten
Awleonxor


Ich würde dir empfehlen dich mal mit deiner Krankenkasse in Verbindung zu setzen und ihnen den Sachverhalt zu schildern.

Dort kann man dir bestimmt weiter helfen.

RZHW


Hallo,

bei Privatversicherten gibt es immer wieder Überraschungen!

Praktisch habe ich drei Möglichkeiten:

1) Ich bezahle schnell die Rechnung und reiche sie an die Privatversicherung weiter (in der Hoffnung, dass dort entsprechend des Vertrages erstattet wird). Bei der nächsten Beitragserhöhung für alle Versicherten meines Tarifs weiß ich dann auch, wie das zu Stande kommt.

2) Ich informiere die Versicherung über nicht erbrachte Leistungen. Schlimmstenfalls wird dann die Leistung bei der Erstattung gekürzt und der Rest ist Versichertensache.

Günstigstenfalls kümmert sich die Versicherung darum, dass weitere Stellen eingeschaltet werden, stellt einen Musterbrief zur Verfügung etc.

3) Ich erkundige mich bei der Ärztekammer, welche rechtlichen Möglichkeiten ich habe.

Evtl. kann auch UPD weiterhelfen:

[[http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/]]

Ggf. macht es auch Sinn, den unstrittigen Teil sofort zu überweisen. Bei Mahnungen hat man dann eine bessere Ausgangslage.

Gruß

RHW

J3ulUey


Also abgesehen davon, dass du gar nicht untersucht wurdest (dazu komme ich später), denkst du wirklich, du kannst einfach so bei nem Arzt reinspazieren und dir eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung holen, ohne von einem Arzt gesehen zu werden? Wenn das so einfach wäre, glaub mir, würden viele viele Menschen sehr oft zuhause bleiben und nicht arbeiten gehen ]:D Die brauchen doch einen Grund, um dich krankzuschreiben!!

Zum anderen: Das ist natürlich nicht korrekt, was diese Praxis da gemacht hat. Ich hatte den Fall auch mal bei einer stationären Behandlung, da wurden mir eine Menge Leistungen abgerechnet, die nicht erfolgt sind (z.B. Krankengymnastik auch am Sonntag und so ein Mist). Ich habe mich dann mit der Abrechnungsfirma in Verbindung gesetzt (das KH hat seine Abrechnungen nicht selbst gemacht sondern über eine externe Firma machen lassen) und der Dame den Sachverhalt erklärt, daraufhin sollte ich ihr die Rechnung zurückschicken und die Punkte streichen, die nicht erfolgt sind. Irgendwann habe ich dann eine neue korrekte Rechnung erhalten :)z Also wende dich an die Stelle, die die Rechnung erstellt hat (also entweder die Praxis selbst oder eine Abrechnungsfirma) und erhebe Einspruch gegen die Rechnung!

S>ilkxeK.


Wie soll Dir denn ein Arzt ein Attest ausstellen, wenn er Dich nicht mal kennt bzw. untersucht hat? Ein Attest bzw. eine Krankmeldung ist doch kein Urlaubsschein, den man sich eben mal telefonisch bestellen kann. Wer wegen einer Erkrankung nicht arbeiten gehen kann, hat die Zeit, sich von seinem Arzt untersuchen zu lassen, um ein Attest zu bekommen. Ich kenne solche Vorgehensweisen aus meiner Tätigkeit als Arzthelferin durchaus zur Genüge. Ein kurzer Anruf mit den Worten "ich brauche eine Krankmeldung für heute und morgen" (oder so ähnlich) und dann ein angewendeter unfreundlicher und durchaus aufgeregter Tonfall, wenn man dem Patienten dann sagt, dass es eine Krankmeldung erst geben kann, wenn er sich zumindest mal zur Untersuchung bzw. zum Arztgespräch in die Praxis begibt. Und da haben meine Chefs auch keinen Unterschied zwischen Kassen- oder Privatpatienten gemacht. Keine Krankmeldung ohne Untersuchung und das finde ich auch absolut richtig so. Wenn man den Patienten einen solchen "Freiraum" geben würde, dann hätten wir täglich nur noch Atteste ausstellen können.

sie hat mich kurz befragt warum ich ein attest benötige und daraufhin (sehr aufdringlich wie ich finde) gleich gesagt, sie würde ja mit allen neuen patienten eine vollkörperuntersuchung machen. (sie betonte noch, sie wolle das nicht nur mit mir machen weil ich privatkrankenversicher bin, sie mache das mit allen patienten ) sie meine auch irgendwie ich könnte ja akne haben (!?!) wegen ein paar für mein alter nicht ungewöhnlichen rötungen, pickeln, was auch immer...

Aufdringlich? Was bitte ist denn da aufdringlich? Egal ob Privat- oder Kassenpatient, ein sog. Ganzkörperstatus mit Abfrage der Krankenvorgeschichte gehört bei jedem neuen Patienten zur "Grundinformation" und sollte in jeder guten Praxis erfolgen. Also nichts, was Du als falsche Deutung bzgl. der Äußerung werten könntest. Einfach nur eine gute Ärztin. Ärzte, die so ein bequemes Spiel von "ich bestell mir eben mal ein Attest für heute" unterstützen und mitmachen sind in meinen Augen auch keine guten Mediziner. Denn so schnell wie diese Ärzte Atteste ausstellen, untersuchen viele auch im Akutfall, wenn man "mal richtig akut erkrankt ist". Da gibts bei vielen dann auch nur schnell ein "Hallo" und ein Rezept und gut ist. Da würdest Du Dich dann sicherlich auch wieder nicht gut aufgehoben fühlen, oder?

Zu der falschen Abrechnung: Du überweist einfach nur den Betrag der erbrachten Leistungen und kürzt den Endbetrag um die Leistungen nach den GOÄ-Ziffern 5 (symptombez. Untersuchung) und 800 (eingeh. neurol. Untersuchung). Dann fallen ja knapp 37 Euro weg. Oder Du kannst wegen der Rechnung zunächst einen Widerspruch bei der Ärztin einlegen und um eine korrigierte und korrekte Abrechnung bitten. Hilft dies nicht, dann gibts noch den Weg zur Krankenkasse mit ausführlicher Erläuterung, welche Leistungen wirklich erbracht wurden und was zuviel aufgeführt ist. Dann kann die Krankenkasse entweder die Rechnung um die nicht erbrachten Leistungen kürzen oder sie wird Kontakt zu der Ärztin aufnehmen. In der Regel gibt aber jede private Krankenkasse diesbezüglich auch gerne Auskunft über das beste Vorgehen im einzelnen Behandlungsfall. Da kannst Du ggf. auch mal nachfragen. Letztendlich gibts auch noch die Ansprechpartner bei der Ärztekammer, wo man die Ärztin wegen Falschabrechnung usw. anschwärzen kann.

W(at]erlxi


Hast du eine neurologische Untersuchung bekommen? Nein? Dann würd ich mich weigern, die zu bezahlen. Zum Glück hat die ja mit dem Magen-Darm-Infekt, wegen dem du krankgeschrieben wurdest, nicht viel zu tun. :=o

Wie kommen die dazu, irgendeine Untersuchung zu erfinden? Find ich ja dreist...

Wrolfiganxg


Ich finde das völlig korrekt. Ein Arzt kann doch nicht wegen Nichts irgendein Attest ausstellen. Du warst das erste Mal bei diesem Doktor, dann muss er doch erst mal gucken, wen er vor sich hat. Das ist seine pflichtgemässe Arbeit und dafür möchte er bezahlt werden. Natürlich kostet das, denn der Arzt arbeitet um davon zu leben und nicht aus purer Nächstenliebe. Mein Hausarzt, zu dem ich schon seit vielen Jahren gehe, kennt mich und der hätte das auch mal aus "Freundschaft" gemacht, aber wenn du völlig unbekannt zu einem neuen Arzt gehst – noch dazu mit dem Vorsatz "zu dem gehe ich sowieso nicht mehr" – dann finde ich das völlig in Ordnung und im Rahmen.

leitenden ärztin der praxis folgen. sie hat mich kurz befragt warum ich ein attest benötige und daraufhin (sehr aufdringlich wie ich finde) gleich gesagt, sie würde ja mit allen neuen patienten eine vollkörperuntersuchung machen.

Was ist daran auch nur eine Spur aufdringlich? Sie hat dir gesagt, wie es bei ihr läuft. Da hättest du immer noch gehen können. Du bist da geblieben. Dadurch hast du dein Einverständnis erklärt und – nochmals – wenn die Ärztin zu arbeiten beginnt, so kostet das.

WAolfgxang


Welcher Handwerker arbeitet schon für 53,49 € ??? Soviel kostet schon immer die "Anfahrt", wenn der Kundendienst für die Waschmaschine ins Haus kommt, noch ehe der überhaupt den Schraubenzieher in die Hand genommen hat. :-(

Agleonoxr


Welcher Handwerker arbeitet schon für 53,49 €

Das dürfte ja nicht der einzige Patient in der Stunde gewesen sein.

Aber ich frage mich trotzdem wie man bei einem Magen-Darm Infekt eine neurologische Untersuchung abrechnen kann?

W#olfgxang


Es ging dir nicht gut! Dann wirst du doch irgedetwas gehabt haben – so zwischen "Kater nach der letzten Partynacht (eine Form der Alkoholvergiftung) und Vogelgrippe – Das muss die Ärztin abklären. Wenn sie etwas übersieht und du brichst auf dem Nachhauseweg im Strassenverkehr zusammen, so haftet sie. Wo ist das Problem?

W5olfg%anxg


Das dürfte ja nicht der einzige Patient in der Stunde gewesen seinNatürlich verdient ein Arzt an Privatpatienten mehr als an Kassenpatienten. Das ist einfach so. Aber muss man nun wirklich erklären, dass mit den Gebühren für "Attest" nicht alleine die Arbeit des Unterschreibens und die Abnutzung des Kugelschreibers abgedeckt werden, sondern auch Praxis mit allen Nebenkosten, Arzthelferin etc etc?

Wqolf0gang


Huch, wollte nicht fett schreiben, sondern zitieren. |-o

F[r~au jDingxens


Das liegt wohl darin, dass man einen bezahlten Tag Urlaub haben wollte, aber nicht bereit ist, dafür zu zahlen ":/ ]:D

A/leonoor


Aber muss man nun wirklich erklären, dass mit den Gebühren für "Attest" nicht alleine die Arbeit des Unterschreibens und die Abnutzung des Kugelschreibers abgedeckt werden, sondern auch Praxis mit allen Nebenkosten, Arzthelferin etc etc?

Das ist schon klar. Aber es gab doch Beratung per Telefon, symptombezogene Untersuchung, Ausstellungsgebühr und Porto.

Wenn die Praxis sich Untersuchungen ausdenken muss um ihre Kosten zu decken stimmt doch da was nicht.

W*oClfgBang


Warum soll die Ärztin sich Untersuchungen ausdenken? Wir wissen doch nicht wörtlich, was abgelaufen ist, aber stelle dir doch mal vor, da kommt ein neuer Patient in die Praxis und sagt "Ich möchte bitte ein Attest." Er sagt nix weiter, sondern nur dieses. Dann sagst du als Arzt doch: "Hä ??? Ja, wie bitte ??? Warum, was fehlt Ihnen denn?"

Dann beginnt die Tragödie. Der Patient sagt: "Ich habe da so ein dumpfes Drücken." "Aha", denkt der Arzt, "Das könnte etwas zwischen verklemmten Furz und Gallenkolik sein." und er beginnt eine Untersuchung und wenn er ein guter Arzt ist, wird er zu einem Ergebnis kommen. Warum aber sollte er das für lau machen?

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