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Darf ein Krankenhaus jmd. mit Einweisung ablehnen?

dsanae8x7


Ich hab bisher an einer rezeption gesessen, gekellnert, verkauft und, der Job mit der höchsten unhöflichkeits-quote, einem FastFoodgeschäft Küche und Bestellannahme am Telephon gemacht. Doch ja, in 99% aller Fälle war ich höflich, auch wenn ich alleine war, auch wenn ich als "Fotze" angebrüllt wurde. Nicht liebenswürdig, aber sachlich und höflich ohne den anderen abzuwerten und als dumm und weinerlich (beides schon in der Notaufnahme gehört) zu bezeichnen. Ein oder zwei meiner Kunden würden es sicher anders beurteilen, aber da mir meine Fahrer sogar Trinkgeld reingebracht haben, für die nette Frau am Telephon, würde ich sagen, im Großen und Ganzen war es gut.

Meine Erwartungshaltung geht dahin: Beschwert euch bei den Verantwortlichen, den Chefs, den Kassen, der Politik. Streikt meinetwegen wochenlang, da hab ich wirklich Verständnis, für mehr Kollegen und weniger Überstunden. Ich stell mich gerne auch dazu, wirklich, aber lasst es nicht an den Deppen aus die auch nur versuchen irgendwie durchzurudern.

b}eetlZejcuicTe2x1


Ohhh... aber wehe man streikt, denn gerade das Pflegepersonal hat dafür doch überhaupt keine Lobby. Bei jedem wird verstanden wenn er streikt, aber der Pfleger doch nicht... "das sind doch MENSCHEN... da darf man doch nicht ans Geld denken oder an andere bessere Bedingungen. Das tut man rein aus Samaritertum und am besten noch für Luft und Liebe... haben die Nonnen doch auch jahrhunderte getan....

Und eigentlich kann den Beruf ja sowieso jeder, ihr braucht euch also gar nicht so anstellen."

alles in den "---" wurde uns schon an den Kopf geworfen als bei uns mal die Ärzte gestreikt haben, da hatte das Pflegepersonal nicht mal was mit am Hut...

Und ich hab hier mindestens schon eine Meinung gelesen die auch meinte in der Medizin müsste man doch ganz andere Gedanken haben als Geld verdienen oder arbeit... das tut man doch wegen den armen Leuten.

Kinder NA in der Nacht ist auch was feines... "Mein Kleiner kann nicht abführen"... ähm ja seit wann? Seit 2 Tagen... aber nachts um 4 fällt das dann plötzlich auf.

Oder warum ein Kindergarten Kind was 4 mal gekotzt hat in die NA muss versteh ich auch nicht... klar Magendarm ist fies, aber da gibts nicht mal medikamente die man nicht ohne rezept in jeder Apotheke bekommt... da würde immer der Kinderarzt reichen (ausnahme ein Säugling das akut null mehr trinkt und exikiert.

Oder klar Brüche, Platzwunden etc... oder auch Gehirnerschütterungen, aber dann wird sich noch über die 48 std Aufnahme gewundert wegen Monitorüberwachung... dann wird rumgepampt das sei doch nicht nötig... da haben wir einige auf eigenen Wunsch wieder gehen lassen müssen... {:(

S`chmjidti7x0


Ich denke, ein bestimmter Umgangston sollte schon sein...von beiden Seiten. Das gehört für mich zum normalen menschlichen Miteinander.

Wir hatten neulich auch unfreiwillig mit der Notaufnahme zu tun. Da waren durchweg alle nett und freundlich...von der Schwester bis zum diensthabenden Arzt. Aber auch da erzählte uns der eine Pfleger (sorry, wenn das jetzt nicht die korrekte Berufsbezeichnung ist!), dass dort locker 75% der Patienten keine Notfälle seien, die in eine Notfallambulanz gehörten. Leider kämen eben Viele mit Lappalien, weil sie keinen Arzttermin am Tage bekämen oder was auch immer. Und das dann zu Lasten echter Notfälle gehe...(vom Personal ganz zu schweigen).

Und leider führt das offensichtlich dann dazu, dass deren Nerven auch mal blank liegen. Anschreien etc. sollte trotzdem nicht sein, da schließe ich mich an. Ein normaler Tonfall sollte schon drin sein. Tauschen möchte ich aber nicht, denn man bekommt ja auch den Tonfall mancher Patienten mit, bei dem sich mir auch manchmal (auch in Arztpraxen) die Fußnägel hochrollen.

dmanaex87


Beetlejuice

Stimmt, einige erwarten Heilige in den Jobs, aber das Problem hatten ja auch die Zugbegleiter und eigentlich jeder der streikt. Die Streikkultur in Deutschland ist einfach im Eimer. Obwohl die Hebammen es gut gelöst und viele Patienten mit ins Boot geholt haben. Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit um den Druck zu erhöhen, also im Pflegesektor.

M;oxyi


Vor allem weil in manchen Fällen Missbrauch solcher offenkundig ist und die Leute dort zum Teil so oft aufschlagen, dass man sie schon beim Namen kennt.

Du, wenn man zu dehnen dann mal echt unfreunldich wird, dann verstehe ich das voll und ich glaube das ist auch nötig.

Aber ich finde es nicht gut, wenn dann andere, die damit nichts zu tun haben, angemotzt werden, weil sie zufällig danach dran sind und dann alles abbekommen. Und ja, ist mir schon passiert und ich hatte sogar das Gefühl, meine devote Art in dem Moment, weil ich völlig verunsichert war, hat nur noch mehr angefeuert. Und da hört mein Verständnis auf. Was der mir alles unterstellt hat :-o , ich hatte nicht ein Wort gesagt bis dahin und er wusste schon, dass ich mir die Verletzung selbst zugefügt habe( hatte mir auf der Arbeit die Hand eingeklemmt). Zum Glück war der Arzt danach sehr nett und hat die Situation gerettet und meine Verletzung sah wohl wirklich kurios aus, wie bei jemanden der gegen eine wand geschlagen hat...daher habe ich am Ende lachen können, auch weil es wegen der Schwellung alles taub war und ich keinerlei Schmerzen hatte. Was auch immer der Mann an der Anmeldung für ein Problem hatte, ich fand es nur daneben.

M.oyi


zu denen, nicht zu dehnen |-o .

b}eet!lejuCice21


Ach so und bitte nicht falsch verstehen, ich bin auch gegen anschreien und du durch die Gegend meckern... ich kann es nur nach so 10 std oder auch nach 20 std einer Ärztebereitschaft einfach etwas verstehen. Vorkommen darf das sicher nicht... genauso wie eine Verkäuferin (oder hier anderen Dienstleister einsetzen) eigentlich immer freundlich zu sein hat, jedoch samstags abends 20 uhr im Weihnachtsgeschäft kann ich auch verstehen wenn diese Dame dann einfach mal an der grenze ist.

ich versteh nur nicht warum andere Berufe das "dürfen" man aber im Gesundheitswesen dann den Aufstand probt, dass das doch nicht ginge...

Viele Leute sind bereit ganz viel zu zahlen, für die Gesundheit sind es komischerweise die wenigsten... auch da könnte man mal ansetzen... das Personal arbeitet eben auch nicht umsonst.

c1r#iech[ar(lie


Ein Verwandter ist Kardiologe in eine Uni-Klinik.

Er wird nachts zum Notfall gerufen, der Mann war post-op und kam mit Beschwerden wieder rein. An sich ging es ihm gut, aber aufgrund der Vorgeschichte wurde mein Verwandter gerufen. Der Mann und seine Frau sitzen nachts um 2 Uhr neben meinem Verwandten und er beginnt die Anamnese und der Mann redet nichts, reagiert nicht. Mein Anverwandter macht sich schon Sorgen, gleichzeitig sitzt ihm de Zeit im Nacken, weil er in der Nach für 87 Betten auf der Kardio und auf der Intensivstation verantwortlich ist. 87 Betten mit schwerstkranken.

Der Mann redet immer noch nicht und irgenwann bekommt er dann doch raus, dass er auch nicht vor hat, zu reden, weil er hat sich mit siener Frau gestritten und hat beschlossen, in ihrer Gegenwart nichts mehr zu sagen.

Mein Verwandter ist übrigens Arzt in der 3. Generation, ist Bruder und Neffe von Ärzten, er kennt bestimmt alle Facetten dieses Berufes und natürlich macht er sich Sorgen um die Leute und fühlt auch schon mal mit,

z.B. hat er 3 Tage versucht, einen Opa auf der Intensiv zu retten, auch noch mit einem seiner besten Freunde, einem fähigen anderen Arzt zusammen und es ist ihm nicht geglückt und das ist ihm schon nahe gegangen.

Aber: es ist für ihn halt einfach ein abwechslungsreicher Beruf, bei dem man viel denken darf, es ist keine Berufung, würde ich mal tendentiell sagen.

D`ezspMe!r&o


Ich hatte gerade die Diskusion mit meiner Freundin, nachdem ich unhöflich von einer Verkäuferin angemacht wurde. Im jeden Beruf wird die schlechte Laune akzeptiert, aber wenn ich als GuK so was machen würde, wäre die Hölle los. Zum Glück kann ich mich tierisch zusammen reißen in meinem Job. Und es wurde mir schon öfters gesagt, dass man diesen Beruf macht um Menschen zu helfen. Also darf ich mich auch nicht beschweren und wehe ich kotz mich mal aus. Natürlich gibt es Ausnahmen und Personal was sich unpassend verhalt, aber das trifft nicht auf alle zu. Nur gut das uns negative Erinnerungen besser prägen.

W'inter?fest


Ich finde das, was Moyi angemerkt hat, nicht zu vernachlässigen: Gerade wenn es Leute echt nicht kapieren, dass sie wegen dreitägiger Verstopfung kein Notfall in einer Notaufnahme sind und dann immer wieder kommen um sich Abführmittel abzuholen (und damit nicht selbst für Dulcolax zahlen zu müssen)...alles übrigens live miterlebt, keine urban-legend...dann hilft vielleicht auch nur Direktheit. Keine Abwertung vielleicht, aber Direktheit und sehr wenig Mitgefühl. Auch wenn es in meinen Augen schon krass ist, aber ich hab die Geschichte der Verstopfung nur deshalb mitbekommen, weil sie die betreffende Dame im Wartezimmer "behandelt" haben. Stundenlang. Vielleicht überlegt man es sich nach solche einer Erfahrung das nächste Mal, wie schlimm es wirklich ist und ob es tatsächlich sein muss, das alles auf sich zu nehmen.

Hart und nicht ganz korrekt, aber vielleicht der einzige Weg, den Missbrauch wenigstens etwas einzudämmen?

ErhemalCigerq NvutKzer N(#3257x31)


Im jeden Beruf wird die schlechte Laune akzeptiert, aber wenn ich als GuK so was machen würde, wäre die Hölle los.

Du musst das ja auch auseinanderhalten. Die Verkäuferin macht das um die Miete zu zahlen, die medizinischen Berufe machen das aus reiner Hingabe zum Beruf und haben gefälligst den armen Patienten zu hofieren, schließlich ist er krank, oder meint es zumindest zu sein.

Meine Brötchen bekomme ich übrigens kostenlos beim Becker und meine Vermieterin verzichtet auch auf die Miete, immerhin habe ich ja keinen Beruf, sondern das ist reine Berufung was ich nur aus Liebe zum Menschen und zur Befriedigung meines Helfersyndroms mache ]:D Aber ich arbeite ja auch in der Schwarzwaldklinik :=o

AWlexaXndxraT


Aber ich arbeite ja auch in der Schwarzwaldklinik

Bei euch haben sie ja damals gefilmt... in welcher Folge sehen wir Dich?

DwieK^rueimxi


Ohhh... aber wehe man streikt, denn gerade das Pflegepersonal hat dafür doch überhaupt keine Lobby. Bei jedem wird verstanden wenn er streikt, aber der Pfleger doch nicht... "das sind doch MENSCHEN... da darf man doch nicht ans Geld denken oder an andere bessere Bedingungen

naja, im Pflegedienst bzw im Krankenhaus generell schneidet man sich mit Streik für mehr Lohn ins eigene Fleisch. Das System ist leider so perfide ( Bepreisung der DRG, InEK-Kostenkalkulation aus Datenbasis, die 2 jahre alt ist etc blabla), dass eine 3%ige Lohnerhöhung sofort eine 3%ige Personaleinsparung zur Folge hat, da von den Krankenkassen nicht ein Cent für die Leistung mehr gezahlt wird. aber das nur so am Rande.......

L0ittlOe-mit-)Lotxte


dass eine 3%ige Lohnerhöhung sofort eine 3%ige Personaleinsparung zur Folge hat, da von den Krankenkassen nicht ein Cent für die Leistung mehr gezahlt wird. aber das nur so am Rande.......

Ist überall im Gesundheitswesen so, nicht nur beim Pflegepersonal. Meine beste Freundin ist Hebamme und meinte kürzlich dass früher immer 2 Ärzte da waren, inzwischen einer allein...bei gestiegenen Patientenzahlen!!

A<lex1andDraxT


Und wie lange dauerts eigentlich noch bis das System so wie es jetzt ist vor die Hunde geht.... einen Kollaps erleidet?

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