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Arzthelferin – Arzt

s|unn]y_8x4


So jetzt grabe ich meinen Angsthasenfaden mal aus der Tiefe. Heute habe ich meinem Hausarzt von meiner Tetanus-Spritzenangst erzählt. Er meinte, dass er es natürlich machen wird. Im Jan.-Febr. werde ich es dann hinter mich bringen...

Jetzt eine Frage zu dieser Aussage:

Impfungen in den "Pomuskel" sind obsolet

Welche "Dinge" werden denn noch in den Po gespritzt? Heute beim Arzt hat er mir etwas muskellockerndes in den Pomuskel gespritzt. Wo liegt dann der Unterschied zu einer Impfung? Ich steig da grad nicht durch ":/

SNilk*eK.


Erstmal etwas zu der Sache mit den Impfungen in den Gesäßmuskel:

Die Injektion von aktiven Impfstoffen in den Gesäßmuskel (Musculus glutaeus maximus) gilt aufgrund geringerer Wirksamkeit und häufigeren Komplikationen laut der STIKO als obsolet. Passive Immunisierungen hingegen werden häufig in den Gesäßmuskel verabreicht.

Bezüglich der Nebenwirkungen:

Als sogenannte Impfreaktion werden kurzzeitig und vorübergehende Lokal- und Allgemeinreaktionen bezeichnet. Diese können als temporäre, leichtere Nebenwirkungen Schmerzen, Spannung und Schwellung an der Injektionsstelle, Abgeschlagenheit oder Kopf- und Gliederschmerzen auftreten.

Bei der Bewertung von Reaktionen nach einer Impfung muss stets bedacht werden, dass Impfungen von vielen Menschen als ernster Eingriff empfunden werden, der in Erwartung schwerer Nebenwirkungen zu einer gesteigerten Selbstbeobachtung führt

Da die TE schon jetzt bei längerem Schreiben bzgl. dieses Themas verschwitzte Hände bekommt und sich Sorgen um den bevorstehenden Impftermin macht, muss man doch hier eher von einer allgemeinen "Impf-Angst" ausgehen, die aufgrund der aufgetretenen Nebenwirkungen nach der letzten Impfung aufgetreten ist.

Jeder Patient hat das Recht, die "Behandlung", sprich die Durchführung der Impfung durch eine Helferin zu verweigern und den Arzt darum zu bitten, diese selbst durchzuführen.

Dazu möchte ich noch ein persönliches Erlebnis hinzufügen:

Ich wurde bisher nur 2x von einem Arzt selbst geimpft und hatte stets einen dicken Arm bzw. auch einmal vor einigen Jahren das "Glück", dass er bei einer Impfung in den Gesässmuskel gleich 2x ein kleines Gefäß getroffen hat, so dass er nochmals neu stechen musste. Das sind nun keine wirklich großen Geschehnisse, aber wenn ich diese Erlebnisse Revue passieren lasse, bin ich persönlich immer froh, wenn ich von einer Helferin geimpft werde. Nicht, weil ich selbst AH bin, sondern weil ich weiß, dass die Helferinnen durchaus viel öfter Injektionen verabreichen, Infusionen anlegen und/oder Blutentnahmen machen. Dabei tritt natürlich eine gewisse Routine ein, die in der Regel auch den Patienten zu gute kommt. Natürlich kann auch bei einer Impfung durch eine AH eine Nebenwirkung auftreten. Das hat allerdings nichts mit der AH zu tun, sondern mit der Möglichkeit auftretender Nebenwirkungen nach erfolgter Impfung.

Und zu der Sache bzgl. "ich bin Privatpatient":

Ich bin froh, dass in den Praxen, in denen ich gearbeitet habe, kein Unterschied zwischen Privatpatienten und Kassenpatienten gemacht wurde. Weiterhin kommt es auch wieder drauf an, wie sich vor allem die Privatpatienten verhalten. Da gibt es einerseits die Privatpatienten, die ihre Privatversicherung nur nennen, weil man sie bei der Anmeldung zur Sprechstunde/Behandlung danach fragt und dann gibt es andererseits die Privatpatienten, die ihre Privatversicherung in jeder Sekunde des Praxisbesuches herauskehren und komplett auf eine Arzt-Behandlung bestehen. Egal, ob das nun Blutentnahmen sind, EKG´s, Injektionen oder sonstige Dinge. Generell entscheidet dann der Arzt, welche Leistungen er persönlich durchführt und auch aufgrund des Zeitaufwandes und der Praxisorganisation machen kann und welche Leistungen er an seine Helferin delegiert.

Ja, dein Arzt wird es machen, wenn du ihn darum bittest. Es kann nur sein, dass du zusätzlich warten musst, wenn du es nicht angekündigt hast.

Aber dir soll bewusst sein: Es wird immer ein Risiko an Nebenwirkungen vorhanden sein, genauso gut kann dein Arzt eine Ader durchstechen oder sonst was

Das denke ich auch. Offene Gespräche über Ängste bzgl. erfolgter Behandlungen sind sehr wichtig für einen guten Arzt-Patienten-Kontakt. Vielleicht kann der Arzt ja auch Bedenken ausräumen oder die Impfung einfach selbst übernehmen. Ein gewisses Risiko bzgl. der Nebenwirkungen besteht halt auch, wenn der Arzt das macht.

sFun*nxy_84


Danke für deinen Beitrag. Was ist eine passive Immunisierung?

Und nein, ich würde nicht sagen, dass ich allgemein unter einer Impfangst leide, sondern unter einer TETANUS-Impfangst. :-(

S`etze{n6


Man sollte natürlich Verständnis für deine Ängste haben. Da aber dein negatives Ereignis vor 10 Jahren vermutlich nichts mit den Fähigkeiten der Arzthelferin zutun hat sondern viel eher mit dem Impfstoff (bei Tetanusimpfungen kommen diese Nebenwirkungen wie hier bereits genannt in der Tat häufig vor!), solltest du versuchen, deine Angst zu bewältigen. Natürlich, vielleicht ist dein Arzt so ein netter Kerl, der dich gerne selbst impfst, wenn du drum bittest, aber ehrlich gesagt finde ich es etwas "anstrengend".

Impfungen bekomme ich übrigens grundsätzlich von den Arzthelferinnen (ich bekomme mehrere pro Jahr)

Bei mir musste neulich eine Arzthelferin viermal stechen um Blut zu bekommen. Sie hat sich mehrfach entschuldigt und es war ihr wirklich peinlich. Sie fragte, ob sie den Arzt kommen lassen soll, was ich verneinte. Als es dann klappte, war sie sichtlich erleichtert. Es ist nicht schön, viermal gestochen zu werden, aber ich habe schon weitaus schlimmere Schmerzen in meinem Leben ertragen müssen.

Mein Tipp für dich: Steiger dich nicht rein, sei tapfer und hinterher stolz auf dich! Ich weiß, dass du das so aber sicherlich nicht hören willst

:)* :)* :)*

S,ilkxeK.


Ich setz Dir mal nen Link hier rein und dann kannst Du da mal unter Simultanimpfungen nachsehen. Da wird genau beschrieben, wie das z. B. mit dem aktiven und passiven Teil der Impfung aussieht.

[[de.wikipedia.org/wiki/Tetanus]]

sgunn<y_8x4


Danke, was eine passive Immunisierung im Zusammenhang mit Impfungen zu tun hat, hab ich jetzt verstanden. Aber das, was mir mein Arzt heute gespritzt hat war ja keine Impfung. Sowas ist dann im Pomuskel auch in Ordnung?

KBad5hidyxa


Ich bin froh, dass in den Praxen, in denen ich gearbeitet habe, kein Unterschied zwischen Privatpatienten und Kassenpatienten gemacht wurde. Weiterhin kommt es auch wieder drauf an, wie sich vor allem die Privatpatienten verhalten. Da gibt es einerseits die Privatpatienten, die ihre Privatversicherung nur nennen, weil man sie bei der Anmeldung zur Sprechstunde/Behandlung danach fragt und dann gibt es andererseits die Privatpatienten, die ihre Privatversicherung in jeder Sekunde des Praxisbesuches herauskehren und komplett auf eine Arzt-Behandlung bestehen.

In meiner Klinik werden Patienten manchmal motzig, wenn sie merken dass es ne Hausordnung gibt, bauen sich auf und sagen dann "Aber ich bin Patient Erster Klasse"

%-|

Beim ersten Mal war ich perplex, beim zweiten Mal belustigt, danach stocksauer.

Sollte das nochmal vorkommen, strahle ich einfach und sage "In diesem Haus gibt es keine Menschen Erster Klasse, für alle Patienten gelten die gleichen Regeln"

s/unn[y_8x4


@ Setzen6

Klar, ich versuche mich nicht reinzusteigern, aber das waren damals nicht nur "normale" Nebenwirkungen. Mir machen Nadeln/Spritzen überhaupt nix aus, ich lasse mich seit 22 Monaten monatlich 3fach hyposensibilisieren. Aber bei der Erinnerung an die Impfung damals läufts mir eiskalt den Rücken runter. Wäre es damals umgekehrt gewesen (also diese schmerzhafte Erfahrung bei einem Arzt) würde ich heute wohl eine AH anbetteln mich zu impfen... Und ganz klar siegt mein Verstand diesen sch*** auffrischen zu lassen über alles andere. Und ich werde hingehen, nur soll das möglichst, rein aus Kopfsache, anders ablaufen als damals.

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