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Gutachten wegen Krankengeldzahlung von Pkv veranlasst

SIchnulpfennxase hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin grade mal fix und fertig. Krankgeschrieben bin ich seit Anfang Juli wegen Burn-Out. In der Zeit hatte ich noch einen heftigen Infekt welcher mich alleine schon ziemlich auf´s Krankenlager warf. Gleich nach ein paar Tagen. Hat wohl auch das Immunsystem versagt. Ich habe dann nach Ausheilung sogar eine Röntgenaufnahme der Lunge machen lassen da bis dahin auch immer der Verdacht auf Asthma war. Das ist komplett weg. Bis jetzt. Vermutlich auch psychisch bedingt und da ich aus dem Verkehr gezogen bin war das offensichtlich auch für dieses Krankheitsbild ganz gut. Worüber ich sehr froh bin. Meiner Lunge geht es sehr gut. Nervlich nicht so, war aber auf dem Wege der Besserung. Psychologische Betreung hatte ich nicht in der Form. War halt beim Hausarzt und eben wegen der erforderlichen Erholung krankgeschrieben.

Jetzt zur Krankenkasse:

Die Krankentagegeldzahlung geht seit der 2. August-Woche. Alle 14 Tage muss ich mit einem Formular bei meinem Arzt vorsprechen auf dem er die Krankmeldung fortlaufend einträgt. Bezahlt bekomme ich das immer erst nach Ablauf der 14 Tage und auch erst dann wenn quasi die weitere Krankmeldung wieder hingeschickt wurde. Man ist echt gezwungen alle 14 Tage zum Arzt zu gehen. Bereits nach kurzer Zeit wurden mir "weitere Unterlagen" angekündigt die dann mein Arzt ausfüllen müsse. Es könnte ja sein daß ich evtl. in Frührente gehe. Ich habe dann zu der Dame gesagt daß ich das weder vorhabe noch daß ich mir das überhaupt leisten könnte. An sowas hatte ich nie einen Gedanken verschwendet. Mir hat es halt die Füße weggezogen und das dauert halt ein bisschen. Alle 14 Tage wurde ich daraufhin von der KK angerufen. Das ging immer auf selbe raus. Das mit den "Weiteren Unterlagen" sei aber normal und Vorschrift. Inzwischen kam ein erforderlicher Eingriff im HNO-Bereich dazu da ich auch unter einer heftigen NNH-Enzündung litt. Verursacht u.A. durch Polypen.

Die Kostenübernahme wurde von der KK genehmigt. Auch heute im Briefkasten vorgefunden.

Ebenfalls einen Brief von der KK das ich mich übernächste Woche (das wäre 1. Tag nach der OP, da bin ich noch im KH) bei einem Gutachter einfinden soll. Natürlich bei einem den die KK rausgesucht hat. Ist noch nichtmal in meinem Wohnort und ich wohne in der Großsstadt. Also keine "weiteren Unterlagen" für meinen Hausarzt auf dem er vielleicht alles ein wenig detaillierter ausführt, sondern gleich Gutachter.

Jetzt meine Frage an euch: Ist das gerechtfertigt? Nicht nur das ich eh schon psychisch angegriffen war und mich quasi alle 14 Tage rechtfertigen musste. Jetzt auch noch das. Ich habe mit sowas Null Erfahrung. Kann mir da jemand weiterhelfen und evtl. beruhigen? Bin grade echt scheisse drauf deswegen.

Danke.

Antworten
R`HxW


Hallo,

ich habe da keine Erfahrung.

Ich würde aber mal in den Vertragsunterlagen nachlesen, wie lange das Krankentagegeld gezahlt wird. Häufig wird es ohne zeitliche Begrenzung gezahlt, es wird aber eingestellt, wenn Berufsunfähigkeit vorliegt.

Die Versicherung möchte wahrscheinlich prüfen, ob dieser Punkt hier vorliegt (oder sonst evtl. Arbeitsfähigkeit besteht).

Vielleicht kann diese Stelle weiterhelfen:

[[http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/]]

Gute Besserung!

Gruß

RHW

SwilKke6Kx.


Ohne nun Partei für Deine KV ergreifen zu wollen:

Ich hab eher die Vermutung, dass die KV herausfinden möchte, in welchem Maße ggf. noch eine Arbeitsunfähigkeit besteht und ggf. wird der Gutachter ja dann auch schreiben, dass - wenn das Burn-out-Syndrom weiterhin besteht - eine weitergehende Behandlung erforderlich ist. Denn nur mit einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung löst man nicht wirklich ein Burn-out (ich hatte so was vor einigen Jahren auch mal und nur mit Krankschreibung war das bei mir nicht gelöst....Jobwechsel usw.....danach gings mir wieder richtig gut).

Dass von den Krankenversicherungen meist ausgewählte Gutachter angegeben werden, hängt auch mit der Tatsache zusammen, dass man z. B. die Ärzte am Wohnort kennt (wohlgleich das in einer wirklichen Großstadt eher nicht zutreffen wird) und somit ggf. beeinflussen könnte. Außerdem gibt es von den Kassen ausgesuchte Gutachter....mein Mann musste zur Feststellung einer Berufserkrankung 140 km zu einem Allergologen fahren, um die Tests machen zu lassen, obwohl im Umkreis von 50 km mindestens 5 supergute Fachärzte dieses Bereiches angesiedelt sind. Aber die BG hat das damals vorgeschrieben. Hätten wir den Besuch bei diesem genannten Arzt abgelehnt, hätte die BG die weitere Prüfung auf BU einfach abgesagt. Die sitzen am längeren Hebel und wissen, wie sie es mit ihren Versicherten anstellen :(v :-(

HEerbstwqin?d


Hat man Dir noch keinen Vorschlag für eine Reha gemacht? Da kann man feststellen, ob Du erwerbsunfähig bist.

Wahrscheinlich wird das auch vom Gutachter veranlasst.

Bei welcher KK bist Du?

HYerb5stwRind


Krankengeld gibt es maximal 78 Wochen, nicht unbegrenzt.

S?ilve>rPeaxrl


Da muss ich SilkeK leider recht geben. Die KK hat eigene Gutachter, bei denen Du dann vorstellig werden musst. Verweigerst Du das, können die Dir das Geld komplett streichen.

Und mit den zwei Wochen. Das ist nicht, um Dir eins reinzuwürgen. Das ist ganz normal, dass man den Auszahlschein erst im Nachhinein und immer nur für 2 Wochen bekommt. Das ist so vorgeschrieben.

RuHW


@ Herbstwind

Hallo Herbstwind,

die 78 Wochen gelten nur bei gesetzlichen Krankenkassen. Bei Privatversicherungen sind immer die gesamten Vertragsunterlsgen zum Krankentagegeld maßgebend.

Hallo Schnupfennase,

die Versicherung wird sich vermutlich auf § 9 Absatz 3 der Musterbedingungen berufen.

Absatz 5 kann auch wichtig sein (Berufswechsel).

[[http://www.pkv.de/recht/musterbedingungen/krankentagegeldversicherung_mb_kt_2009_pdf.pdf]]

Nach § 10 kann die Versicherung das Krankenragegeld einstellen, wenn man nicht beim Gutachter erscheint.

In §15 ist geregelt, wann das Krankentagegeld bei Berufsunfähigkeit endet.

In § 14 sind die Voraussetzungen genannt, in denen die Versicherung das Krankentagegeld kündigen kann.

Da es hier um die Musterbedingungen geht, kann die Versicherung aber hiervon in den tatsächlichen Vertragsunterlagen abweichen. Am besten genau nachlesen.

Gruß

RHW

Srchnu2pfe{nnasxe


@ RHW

Besten Dank für den Link. Ich war erstmal geschockt das einen da die Versicherung quasi in die Berufsunfähigkeit treiben kann. Der entsprechende Gutachter braucht bloss sich passend dazu äussern. Angenommen es hat jemand eine schwerere Erkrankung (ich wage es gar nicht auszudenken) dann wird bloss Entsprechendes begutachtet und schon ist die Versicherung ihre Zahlungsverpflichtungen los. Im Extremfall wird der Patient von Gutachten zu Gutachten getrieben und keiner zahlt. Mein Got, man schliesst sowas ab um im Fall eines Falles abgesichert zu sein.

Ich habe heute die halbe Nacht schon über einen Wechsel in die GKV nachgedacht und mich da ein wenig eingelesen. Und zwar nur aus einem Grund: Den Beitrag kann man wenigstens noch eher zahlen im Falle einer Erwerbsminderung als die PKV, welche letztendlich nichts unversucht läßt Mitglieder mit einem entsprechenden Alter (ich bin 53) auch dahin zu treiben.

Hast du auch wertvolle Tipps zum Wechsel in die GKV für mich? Ich weiss das man das 55 Lebensjahr noch nicht vollendet haben darf und das man unter die Beitragsbemessungsgrenze (wie hoch ist die eigentlich im Moment?) fallen muss. Stimmt es das man 1 Jahr quasi schon unter der Beitragsbemessungsgrenze arbeiten muss um überhaupt aufgenommen zu werden? Irgendwie habe ich da nicht so ganz durchgeblickt.

Danke.

M,arkIusxH


Hast du auch wertvolle Tipps zum Wechsel in die GKV für mich? Ich weiss das man das 55 Lebensjahr noch nicht vollendet haben darf und das man unter die Beitragsbemessungsgrenze (wie hoch ist die eigentlich im Moment?)

Was du hast ist schlimm aber mal ehrlich findest du sowas ok? Die GKV lebt davon das die Jungen nicht soviel Versorgung brauchen und somit die Älteren etc bezahlen. Eben solidarisch. Und du willst jetzt in die GKV wechseln nachdem du als du jung warst alle Vorteile der PK hattest und nichts für das System der GKV getan hast? So eine Mitnahmeeinstellung ist milde gesagt Sch****!!!

Suchnupftenna(se


@ Markus

Und du willst jetzt in die GKV wechseln nachdem du als du jung warst alle Vorteile der PK hattest und nichts für das System der GKV getan hast? So eine Mitnahmeeinstellung ist milde gesagt Sch****!!!

Das ist, gelinde gesagt, unverschämt was du hier schreibst. Ich habe mit keinem Wort geschrieben das ich bereits als Junge in der PKV war. Ich habe von 1972 bis 2000 in die GKV eingezahlt, und zwar ununterbrochen !! Da habe andere schon weit mehr wieder rausgeholt.

Dann wurde ich aus der GKV regelrecht "rausgeschmissen" weil ich denen zuviel verdiente ! Wie Scheisse ist das denn ?? Glaubst du ich habe mir das ausgesucht? Da hies es, entweder privat versichern oder freiwillig versichern. Da legt man sich in den bis dato vergangenen 28 Berufsjahren krumm und kriegt dann die Schaufel auf´s Dach? Ich bin dann noch 1 Jahr bei der GKV freiwillig versichert geblieben, ich wollte keineswegs der stolze Privatpatient sein, ich war nämlich mit meiner Versicherung sehr zufrieden.

Allerdings ging ja damals in der freiwilligen Versicherung der Beitrag logischerweise gleich auf den Höchstsatz. Das war für mich ein Haufen Geld. Als Single, davon viele Jahre alleinerziehend, mit Steuerklasse 1, ohne Haufen Kindergeld und Erziehungsgeld, bleiben da keine Reichtümer. Für´s Alter und Unvorhergesehenes muss man ja auch nach allen Seiten abgesichert sein. Das kostet auch einen Batzen Geld. Und du kannst mir glauben, von dem was ich schon bezahlt habe da haben andere aber auch schon gut gelebt. Eben die Solitargemeinschaft.

Meine Versicherung, bei der ich übrigens alle Versicherungen abgeschlossen hatte, schon viele Jahre, hat mir dann eben das Angebot für die Private KV gemacht. Ich muss zugeben, ich habe mich eben damals auch nur auf das verlassen was man bis dato eben wusste (weitaus zu wenig) oder schwarz auf weiss vorlag.

Die Beitragssteigerungen dann hinterher haben mir auch nicht gefallen. Das dies mal sein muss ist verständlich. Aber da musste ich als Frau schon heftig schlucken. Die Männer sind nach wie vor günstig versichert. Das zahlen wir Frauen alles mit... Das ist ebenfalls Sch.....eisse !

Arbeitszeit reduzieren, um wieder in die Versicherungspflicht der GKV zu rutschen konnte ich damals nicht. Eigentlich habe ich immer sehr gerne Vollzeit gearbeitet. Nachdem man aber irgendwann jedem zu teuer wird, dem Arbeitgeber und der Versicherung, muss ich mich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen.

Wenn ich arbeitslos werden sollte oder in die Erwerbsminderungrente oder BU getrieben werde hat keiner mehr was davon. Die KV nicht weil ich die nicht mehr zahlen kann , die Rentenversicherung nicht weil da kein Geld mehr reinkommt sondern rausgeht, die Solidargemeinschaft nicht weil ich denen nur auf der Tasche liege, und am allerwenigsten ich selber.

Und dafür habe ich mit bis dato 38 Jahre Beruf nicht krummgelegt. Das kannst du mir aber glauben.

SEchnunpfdennaqse


Und weil wir jetzt grade mal so schön dabei sind: Ich habe auch meine PKV nicht ausgenutzt. Meine Ärzte habe ich, bis auf einen, schon 20 Jahre und darüber. Bei denen bin ich eine ganz normale Patientin. Die wissen das ich das System nicht ausnutze. Bei mir werden keine evtl. unnützen Untersuchungen gemacht bloss weil irgendwelche Geräte bezahlt werden müssen. Vom Zahntarif bekomme ich (auch in meinem Alter) immer mal ne Beitragsrückerstattung, eben weil alles i.o. ist. Tja, schön blöd wenn man sich nicht gleich die Zähne auf´s Tollste machen lässt bloss weil man in der PKV ist. Zahnpflege und einigermassen gesunde Ernährung tut auch heute noch Wunder.

Ich lasse mir auch keine Kopfwehtabletten oder Magnesium oder sowas verschreiben (als Beispiel), bloss weil es die KV zahlt. Ich nehme auch die günstigere Alternative als Medikament, das wissen auch meine Ärzte. Gibt auch günstigere Pharmafirmen die ganz gutes haben. Und wenn ich Schnupfen habe renne ich nicht zum Doc (ausser es muss was verschreibungspflichtiges her) sondern laufe in die Apo und hole mir was.

Trotz alledem kommt man irgendwann auf die Verliererseite? Das ist auch ganz schön..... Sch.....e !

R_HW


Hallo Schnupfennase,

aus grundsätzlichen Überlegungen werde ich hier keine Tipps zu einer Rückkehr aus der PKV in die GKV geben.

Im Übrigen sind alle Tipps nur momentane Aussagen und können bereits zum 01.01.2011 wieder hinfällig sein.

Ich bitte um dein Verständnis!

Gruß

RHW

SlchnlupfenYnasxe


@ RHW

Natürlich verstehe ich dich. Keine Frage. Was könnte sich zum 01.01.2011 ändern? Keine Auskunft, klar. Aber kann ich vielleicht was nachlesen?

RxHW


Zum 01.01.2011 gibt es mal wieder eine Gesundheitsreform. Häufig sind da auch kleine Änderungen zur Abgrenzung GKV und PKV enthalten. Im Moment wird aber noch alles im Bundestag bzw. Gesundheitsausschuss diskutiert.

S?c7hnuWpfenxnase


@ RHW

Habe zwischenzeitlich bisschen gegoogelt und mich ein wenig eingelesen. Weisst du, ich werde im April 54 Jahre ;-D Da hat man für evtl. noch nicht beendete Diskussionen einfach keine Zeit mehr. Wenn man nur bis 55 ggfs. in die GKV wechseln kann, bei bestimmten Vorraussetzungen. Das belastet mich halt.

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