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Aok kontra Dak

mbediigirl hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute, *:)

soeben erhielt ich einen Anruf von der AOK, ob ich nicht interesse hätte wieder zur AOK zu wechseln (ich war bis zu Beginn meiner Lehrzeit über meinen Vater mitversichert). Dann habe ich mich aus verschiedenen Gründen für die DAK entschieden.

Vielleicht eins vorweg, in meiner Kindheit und auch heute waren viele orthopädische Operationen und Hilfsmittel nötig, die meinen Eltern erst nach einem harten Kampf von der AOK genehmigt wurden. Deshalb auch mein Wechsel.

Seit 1998 bin ich nun also bei der DAK und weitgehend auch zufrieden. Ich bekam bisher alle Operationen und Hilfsmittel etc. anstandslos genehmigt und zahle deshalb auch gerne den "Zusatzbeitrag" von 8 Euro.

Jetzt hält mir der Sachbearbeiter natürlich einiges entgegen, ... von wegen die Fusion der DAK ist geplatzt, in naher Zukunft werden Geschäftsstellen der DAK schliessen etc. Jetzt stellt sich mir die Frage, wird auch an den Leistungen gekürzt? Bei der DAK weiß ich was ich im Moment habe, weiss aber nicht was die Zukunft bringt.

Ist die AOK wirklich soviel besser, das sich ein Wechsel lohnt??

Ich selbst habe beruflich viel mit Krankenkassen und Pflegekassen zu tun (ich arbeite in der Verwaltung eines Alten- und Pflegeheims. Klar kriegt man da so einiges negatives der einzelnen Kassen mit, aber was tut man wenns um einen selbst geht?!?

Schreibt mir doch einfach Eure Erfahrungen und Ansichten!

Vielen herzlichen Dank

Lieben Gruss

Antworten
Pbaul7inhe1x1


Vergiss es!

Die DAK hat zwar mit Einführung des ZB reichlich Mitglieder verloren; von einer drohenden Pleite war aber in seriösen Quellen nie die Rede. Nur davon, dass sie Verwaltungskosten einsparen müssen, also einzelne Geschäftsstellen schließen usw.

Ich verstehe die Panik wegen des ZB überhaupt nicht: Die Beitragsunterschiede zwischen den Kassen machten früher ein Vielfaches des ZB aus, aber niemand hat deswegen geschrien.

Kassen mit überdurchschnittlich gut verdienenden Mitglieder, also Ersatzkassen, leiden natürlich unter dem Gesundheitsfond: Die Beiträge fließen jetzt alle in den Fond, die Kassen bekommen Gelder strikt nach Mitgliederzahl zurück, nicht nach IHREN Einnahmen. Bei Leistungen werden die Ersatzkassen also auch sparen müssen, aber schlimmstenfalls reduzieren sie auf das Niveau der meisten AOK!

Für mich als seit ein paar Jahren Behinderte haben die Ersatzkassen folgende Vorteile:

Sie haben in ihren Satzungen bundesweit (bzw. eu-weit) freie Krankenhauswahl festgeschrieben, man muss also für Eingriffe nicht eines der nächstgelegenen nehmen. Dass man Mehrkosten selbst übernehmen müsste, bedeutet im Inland Kosten für Anreise und Krankentransporte. Ersteres ist mir egal,; Krankenwagen zahlen sie faktisch auch, wenn das Krankenhaus gut begründet, warum die Op o.a. dort sein musste.

Wichtig für mich auch, dass ich seit ein paar Jahren laufend Verordnungen für Physiotherapie habe. Bei Ersatzkassen gelten die mit der Ausstellung automatisch als genehmigt, bei der AOK müsste ich jedes Rezept wieder einzeln genehmigen lassen.

Lade dir doch mal die Satzungen im Internet runter und vergleiche!

mxedigwirl


Hallo Pauline,

vielen Dank für Deine interessante Antwort. Mir scheint Du hast Dich mit der Materie schon mehr befasst wie ich.

Wo finde ich denn die von Dir erwähnten Satzungen?

Vielen Dank für Deine (weitere) Hilfe.

Lieben Gruss

Petra

PVaulZinFe11


Sorry, in der Satzung der DAK habe ich nichts dazu gefunden.

Ich kam darauf, weil ich mich 400 km entfernt zu einem stationären Eingriff angemeldet hatte und plötzlich jemand erzählte, das ginge nicht bei jeder Kasse. Laut Satzung meiner Kasse ging es aber. Bin auch mal in ein UPD-Büro, das ich auf dem Weg schon öfters gesehen hatte. Die erklärten auch, bei den Ersatzkassen ginge es. Notfalls bei denen nachfragen, die sing gut informiert und neutral:

[[http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/]]

Und zu den Heilmitelverordnungen (Physio-/Ergotherapie) berichten viele, dass ihre Kasse nur eine Weile genehmigt und sie dann wieder einige Monate pausieren müssen, ich gehe schon unbeanstandet über 3 Jahre – da merkt man die Vorteile schon, denn mehrere Monate Pause machen das meiste wieder zunichte.

RtHW


Hallo,

die Satzungen sind (fast) auf der jeweiligen Homepage der Kasse:

[[http://www.gkv-spitzenverband.de/ITSGKrankenkassenListe.gkvnet]]

Bei den Leistungen gibt es häufig Unterschiede bei Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege, Präventionskursen, Impfungen und Modellvorhaben.

Bei Stiftung Warentest gibt es einen (kostenpflichtigen) Krankenkassenvergleich.

Gruß

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