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Ende der Familienversicherung

LDavlax336 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich brauche dringend eure Hilfe....

Ich bin 24, wohne noch bei meinen Eltern und habe jetzt schon seit 3 Jahren eine Sozialphobie und bin aufgrund dessen arbeitslos.

Ich war bis 23 bei meinen Eltern familienversichert. Danach bekam ich von der IKK einen Brief wo drinstand,dass ich mich ab jetzt selber krankenversichern muss.

Da ich aber keinen Job habe, habe ich das Sozialamt und das Arbeitsamt gefragt,ob die mir weiterhelfen können.

Allerdings meinte das Amt zu mir,dass wenn ich bei meinen Eltern wohne und unter 25 bin keine Unterstützung bekomme und meine Eltern noch für mich verantwortlich sind.

Die IKK ist nun zur AOK geworden und ich habe heute ein Schreiben bekommen, dass ich jetzt jeden Monat den Versicherungsbeitrag von 140 Euro zahlen soll und noch zusätzlichen 980 Euro (für den Zeitraum von April 2010-jetzt).

So dann kommt auch noch dazu,dass die IKK wohl auch noch Geld haben will, weil die gesetzliche Krankenversicherung ab 23 Jahren ja weiter läuft.

Das heisst,dass ich dann wohl von August 2009 bis März 2010 die monatlichen Beiträge auch noch nachzahlen muss....

Wie soll ich das machen?

Wie soll man, wenn man kein Geld hat, soviel Geld zahlen?

Meine Eltern können das Geld auch nicht bezahlen...

Ich weiss echt net mehr, was ich machen soll.

Bin echt nervlich total am Ende.

Was kann ich tun?

Wer kann mir helfen?

Antworten
M0ercamrioxr


da wird dir wohl leider niemand "helfen" können, da so nun mal die Regelungen sind.

Wenn du Schüler oder Student wärst, dann wäre die Familienversicherung noch bis 25 weitergelaufen, aber ohne diesen "Status" endet die Familienversicherung ab einem Alter von 23 Jahren. Das wird dir die Krankenkasse sicherlich auch rechtzeitig mitgeteilt haben.

Offenbar hast du dich da längere Zeit nicht drum gekümmert und musst daher halt jetzt auch noch nachzahlen – selber Schuld kann man da nur sagen.

Was du machen solltest? Such dir einen Job, wo du krankenversichert bist.

m-oo;nnigxht


du bist nicht arbeitslos gemeldet oder?? denn da ist man ja krankenversichert.. ":/ und sonst kann ich meinem vorredner zustimmen auch wenn es hart klingt.

Lfalaa3U36


Job suchen mit einer Sozialphobie ja?! Leichter gesagt als getan...

Ich habe mich extra nicht drum gekümmert, weil ich dachte,dass ich dann auch keine dicke Rechnung bekomme.... aber mir war klar,dass irgendwann was kommt.

Zumal kann und konnte ich die 140 Euro monatlich auch nicht zahlen.

Das Arbeitsamt hat mir gesagt,dass ich Leistungen erst ab 25 bekomme und also auch erst mit 25 über das Amt krankenversichert werden kann...

Als ich dann die gefragt habe, wie ich das dann zahlen soll, meinten die das meine Eltern dafür zuständig sind und sonst zahlen müssten... Können sie aber auch net.

m:oonnixght


ich weiß es leider nicht wie es ist wenn man noch nie gearbeitet hat, aber ich bin selbst auch nach der lehre krankenversichert gewesen vom AA.

jetzt musst halt in den sauren apfel beißen und sparen und die rechnung zahlen. :-X

mJoonAnighxt


und gegen deine sozialphobie würde ich an deiner stelle eine therapie empfehlen. @:)

LRalab33x6


Das ist echt n Teufelskreis... kann jetzt auch erst wieder meine Therapie weitermachen,weil ich jetzt erst ne neue Krankenkassenkarte bekommen habe.

Sparen kann ich nix, weil ich kein Geld habe oder bekomme....

Die Krankenkasse will in 4 Tage schon 140 Euro von meinem Konto abbuchen.

Es ist aber nix drauf,also kommen dann auch noch Gebühren oder ähnliches dazu...

Ich weiss nicht mehr weiter.... :°(

Gibt es irgendwelche anderen Stellen wo man sich beraten lassen kann oder Anwälte die nix kosten oder so?

mFoonynighxt


Es gibt spezielle Beratungsstellen. Bei uns jedenfalls, allerdings weiß ich nicht wie es heißt. Bei uns ist es eine Beraterin für alles.Schau einfach mal im Telefonbuch oder Internet nach.

Edlessuar6x9


Hallo,

erst mal zur Klärung. Es gibt:

1. Arbeitsamt (wenn du nicht gearbeitet hast, hast du dort keinen Anspruch)

2. die ARGE (hier besteht evtl. ein Anspruch auf Arbeitslosengeld 2 = AlgII, wenn du als GRUNDSÄTZLICH arbeitsfähig eingestuft wirst)

3. Sozialamt (hier, wenn du als voraussichtlich auf Dauer nicht arbeitsfähig bist)

Wenn du Leistungen bekommen willst, ist zunächst die Frage zuklären, ob von 2 oder 3. Egal wer zuständig ist, würde zunächst geschaut, ob du mit deinen Eltern eine Bedarfsgemeinschaft bildest und daher deine Eltern vorrangig deinen lebensunterhalt sicherstellen können. Können die es nicht, dann hast du einen Anspruch auf AlgII oder Sozialhilfe.

Auch falls ein Anspruch jetzt festgestellt werden sollte, würde dieser NICHT für die Vergangenheit bestehen. D.h. die ausstehenden Beiträge von der Krankenkasse musst du selbst bezahlen. Gewöhnlich kannst du dort aber eine (kleine) Rate oder Stundung vereinbaren.

L=umi[dus


Lala der erste Schritt und das gleich morgen früh muss zur Krankenkasse führen. Hingehen und die Sachlage nett und freundlich aber mit Nachdruck darlegen. Um Stundung bitten und dann gehts weiter. Nochmal aufs Sozialamt gehen und da dasselbe Spielchen. Du musst denen erklären wo die Problematik liegt und um Hilfe bitten. Notfalls einen Vorgesetzten verlangen.

Dann solltest du dich mal an eine charitative Einrichtung wie die AWO oder ähnliches wenden. Und selbst wenns nur um seelischen Beistand geht. Aber manchmal können die weiterhelfen. Solltest du alleine nicht klarkommen oder dir das zuviel werden, nimm jemanden mit (Mutter,Freund(in) oder sonst jemanden).

Auf keinen Fall darfst du jetzt den Kopf in den Sand stecken. Das Kind ist nunmal jetzt in den Brunnen gefallen, aber es muss auch wieder raus da. Du musst es nur auch wollen.

Wichtig ist das du der Krankenkasse auch klar machst das du eine Therapie brauchst, die aber ohne Versicherung nicht bekommst. Aber ohne Therapie du auch nicht vorran kommst bzw keinen Job annehmen könntest.

Letzter Schritt müsste/könnte ein Weg zum Rechtsanwalt für Sozialrecht sein, der wenn du kein Einkommen hast durch PKH (Prozesskostenhilfe)bezahlt würde.

Viel Glück und Kopf hoch

SVilWkeKx.


Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Was mir aber gerade mal beim Googeln nach "Sozialer Phobie" aufgefallen ist:

Es gibt verdammt viele Foren (kostenlose!!!) und auch viele Selbsthilfegruppen in Deutschland, wo Du mit Sicherheit Ansprechpartner oder Gleichgesinnte findest. Und vielleicht hat dort auch noch jemand eine Idee, wie man Deine Situation am besten für Dich lösen kann.

Ewl:essawr469


Letzter Schritt müsste/könnte ein Weg zum Rechtsanwalt für Sozialrecht sein, der wenn du kein Einkommen hast durch PKH (Prozesskostenhilfe)bezahlt würde.

PKH gibt es nur bei einer Klage. Hier käme die Beratungshilfe in Betracht. Das wären genau 10 Euro für dich, die du dann an den Rechtsanwalt zahlen müsstest. Der Rest wird vom Staat gezahlt.

R+HW


Hallo,

der Weg zum Sozialamt bzw. zur Arge wird nicht zu einer Krankenversicherung führen.

Ausnahme: Es wird eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BVB), eine Einstiegsqualifizierung für Jugendliche (EQJ) oder Ähnliches bewilligt.

Eine Alternative wäre ein Schulbesuch oder Studium. Dann ist die kostenlose Familienversicherung bis zum 25. Geburtstag gegeben.

Sonst einen 400-Euro-Job suchen und davon die Beiträge inkl. Rate für die Rückstände zahlen.

Oder eine Arbeitnehmertätigkeit mit mehr als 400 Euro suchen: dann läuft die komplette Sozialversicherung über den Arbeitgeber.

Wenn die Eltern ein sehr niedriges Einkommen haben, kann bei der Arge für die gesamte Familie Arbeitslosengeld II beantragt werden (die monatliche Krankenversicherung von 140 Euro zählt auch zum Bedarf). Wenn die Einnahmen doch höher sind, sollte die Familie Kontakt mit einer Schulderberatungsstelle suchen.

Auf jeden Fall schnellstmöglich die Krankenkasse aufsuchen. Sonst wird bald der Gerichtsvollzieher klingeln.

Ich habe mich extra nicht drum gekümmert, weil ich dachte,dass ich dann auch keine dicke Rechnung bekomme.... aber mir war klar,dass irgendwann was kommt.

Das ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Ein klassischer Fall von Denkfehler!

Gruß

RHW

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