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Ablauf Krankengeld und Ärger mit BG

T2hommyx_72 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leutz

evtl. kann mir hier einer helfen. Ich hatte am 17.03.2009 einen Arbeitsunfall.( Fuß umgeknickt und auf den Hintern gefallen mit voller wucht auf ein Stativ von einer Standlampe)

War darauf ca.3 Wochen krank geschrieben, bin dann aber wieder nach 3 Wochen Arbeiten gegangen. ( Ich bin Maler und Lackierer ) Nach einiger Zeit sind vermehrt Schmerzen im rechten Bein aufgetreten, die nach und nach immer schlimmer geworden sind, bis hingehend zur kompletten Taubheit. Nach langem hin und her ist raus gekommen, das ich einen Bandscheibenvorfall hab.

Ab dem 20.08.2009, bin ich dann erst mal durchgehend bis heute krank geschrieben worden.

Mit dieser Sache war ich nun bei sehr vielen Ärzten, die Meinungen gehen stark auseinander, Von der, ob es nun ein Arbeitsunfall war oder eher nur Verschleiss ist-

Nun habe ich das Problem, das ich bald meine 78Wochen durchgehend krank geschrieben bin.

2 OP´s habe ich nun hinter mir und ich komme wohl nächsten Monat wieder unters Messer zur 3te. OP

Nach wie vor stehe ich aber eigentlich noch im Arbeitsverhältnis, bin also ungekündigt.

Da aber nun die 78Wochen bald rum sind, habe ich heute ein Schreiben von der KK bekommen das ich bald keine Leistungen mehr von der KK bekommen werde (Zeitrahmen ist ausgeschöpft).

Im letzten Jahr wurde mir von der Rentenversicherung eine Umschulungsmaßnahme zugesichert, wenn die Behandlung dann mal endlich abgeschlossen ist.

Nun meine Fragen........

Soll ich mich von meinem Chef kündigen lassen in der Zeit, die mir noch bleibt, bis die 78Wochen rum sind, um nicht ins Hartz zu rutschen (hätte Anspruch auf ALG I)?

Wie bin ich nach den 78 Wochen krankenversichert?

Welche Leistungen bekomme ich und wie werden sie berechnet?

Wer kennt sich mit BG Fällen aus und kann mir da helfen, da die BG nicht nur sagt, es wäre keine 'Berufskrankheit sondern nun auch sagt, das die Krankheit '( Bandscheibenvorfall ) nicht durch meinen Sturz gekommen ist, sondern schon vorher war. ( obwohl ich nie Rücken probleme hatte.........)

Ich bin im mom echt am ende, was das finanzielle angeht. Bin nun in der Situation wo ich keinen Rat mehr weiß.

Danke schonmal vorab.

Antworten
G$riesuGhx1


Hallo, da deine Fragen sehr in Richtung Rechtsberatung gehen, rate ich dir suche einen Rechtsanwalt der sich im Sozialrecht auskennt. Dieser kann dir dann genaue Antworten geben und dir zu weiterem Handeln raten.

JPu&lxey


Also ich weiß ja nicht, wie es ist, wenn man auf eine Umschulung wartet... ":/

Bei mir war es so: Krankengeld ist ausgelaufen, ich habe auf meinen Rentenbescheid gewartet, der kam aber nicht, und ich hatte in der Zwischenzeit (von Ende Krankengeld bis Anfang Rente) Anspruch auf ALG I, obwohl ich noch in einem (ruhenden) Arbeitsverhältnis bin... (ich wusste bis dato nicht, dass man trotz Arbeitsvertrag ALG I beziehen kann)

T-h}ommKy_7x2


Hmmmmmm :°( :°( :°(

MSarkusp2006


Auch ich empfehle dir DRINGEND einen Anwalt einzuschalten. Immerhin geht es hier um eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Mach es bevor irgendwelche Fristen verstreichen.

RBH@W


Hallo,

bezüglich der Ansprüche bei der BG würde ich die Krankenkasse fragen. Dort gibt es Experten dafür (häufig in der Zentrale). Die Krankenkasse freut sich, wenn die Behandlung von der BG bezahlt wird. :-)

Bei der Arbeitsagentur nachfragen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um nach dem Krankengeldende trotz Arbeitsunfähigkeit Arbeitslosengeld zu bekommen. Aussagen und/oder Anträge am besten schriftlich geben lassen.

Wenn Arbeitslosengeld bezogen wird, werden die Krankenversicherungsbeiträge von der Arbeitsagentur an die Krankenkasse gezahlt. Sonst besteht besteht ggf. kostenlose Familienversicherung über den Ehegatten. Ansonsten kostet eine freiwillige Krankenversicherung ca. 140 Euro monatlich.

Beratung gibt es neben Rechtsanwälten auch bei Gewerkschaften oder Sozialverbänden (z.B. vdk).

Gruß

T#hommy7_x72


Hallo Leutz

Also, nachdem ich nun beim AA war, wurde mir gesagt, das ich nach ablauf des Krankengeldes, 1 Jahr lang A1 bekommen werde.

BG und AA haben nichts miteinander zu tun, wollten sich da aber auch nicht einmischen. Also nun doch wohl zum Anwalt.

Sage schon mal Danke an alle, hoffe nur es klappt alles.

Gruß Thomas

t!he-Kcaver


Den Tipp mit dem Anwalt hast Du ja schon bekommen, die Info, dass Du nicht kündigen solltest, ebenfalls.

Was Du Dir allerdings aus dem Kopf schlagen solltest, ist die Anerkennng enes Bandscheibenvorfalls als Arbeitsunfall oder Berufserkrankung: Unfallverursachte bandscheibenvorfälle sind seltene Verletzungen, die bei erheblichen Traumata auftreten, nicht aber bei einem einfachen Umknicken und Hinfallen. Außerdem sind die Schmerzen im Beine rst später aufgetreten. Mit anderen Worten: Der Bandscheibenvorfall hat mit dem Unfall nichts zu tun, das wird jeder Gutachter genauso sehen. Es ist gut möglich, dass Du ihn schon lange vorher hattest - 20% der schmerzfreien Bevölkerung haben einen Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule, ohne es zu wissen.

Als Berufskrankheit könnte es nur dann anerkannt werden, wenn folgendes erfüllt wäre:

Bandscheibenbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule durch langjähriges Heben und Tragen schwerer Lasten oder durch langjährige Tätigkeiten in extremer Rumpfbeugehaltung, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben ursächlich waren oder sein können

Das wird bei einem Maler ziemlich selten der Fall sein: "Schwere Lasten" meint deutlich mehr als farbeimer, und Du wirst wahrscheinlich auch nicht den ganzen Tag Fußbodenleisten gestrichen haben, oder?

Weiteres Geld von der BG zu kriegen, dürfte also ziemlich schwierig werden.

Grüße

TWh$o2mmyz_x72


Hallo the-caver,

danke für deine Antwort.

Zu meinem Sturz muss ich sagen, das es nicht einfach nur ein umknicken und hinfallen war, sondern ich bin beim Sturz von der Leiter mit dem Steißbein auf ein Lampenstativ gestürzt. Und was die Tätigkeit in ständiger Rumpfbeugehaltung angeht, so muss ich in meinem Beruf viele Arbeiten in Bodennähe machen, so das ich sehr häufig in gebückter Haltung arbeiten musste.

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