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Pkv: Huk oder Central oder doch eine andere?

o't"toIHH hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich hoffe hier auf ein paar nützliche Infos von eurer Seite die bereits in einer "guten" bzw. Leistungsstarken PKV sind bzw. sich umfangreich bereits mit diesen auseinandergesetzt haben.

Ich befasse mich nun seit Wochen bereits mit diesem Thema, weil ich gerne in die PKV wecheln würde. Natürlich ist das eine Lebensentscheidung und möchte die richtige Wahl treffen. Ich möchte nicht wirklich sparen. Meine Prio liegt auf den Leistungen, aber selbst da scheint es Unterschiede zu geben, die ich jedoch noch nicht herausfinden konnte.

Ich habe nun einige PKV'n verglichen und derzeit sind zwei, die HUK und die Central, in der engeren Auswahl. Ich habe bei beiden Versicherern die höchsten Tarife gewählt, d.h. bei der HUK den Komfort-Tarif und bei der Central den Top-Tarif. Die Tarife verstehen sich über alle Bausteine, d.h. ambulant, stationär, zahn usw. Es sind bei beiden Versicherern die besten Leistungspakte. Dazu habe ich ein Tagegeld mit rund 110,- € gewählt sowie eine Selbstbeteiligung von rund 600,- €.

Nun komme ich auf den Punkt der mich verunsichert. Bei der HUK liegt der Beitrag bei aufgerundet 300,- € bei der Central für die gleichen Leistungen, vergleich der Leistungstabellen, liegt der Beitrag fast doppelt so hoch. Die Werte beinhalten den AG- und AN-Anteil. Die HUK scheint mir in dem ein oder anderen Punkt sogar besser zu sein. Aber warum so ein gravierender unterschied in den Beiträgen ??? Bezahle ich den Namen der Central? Beide PKV'n haben ihre Auszeichnungen bekommen usw. Muss ich aufpassen was die Hilfsmittelbezahlung angeht? PKV'n haben doch alle den gleichen geschlossenen Katalog, oder!?

Wie ist die Zahlungsmoral dieser PKV'n? Wie ist die Kundenberatung/Betreuung im Ernstfall? Gibt es gravierende Probleme mit der einen oder anderen? Kleine Probleme gibt es immer, die interessieren mich nicht. Ich bin weiterhin auf Informationssuche aber wenn ihr den einen oder anderen hilfreichen Link habt, gerne her damit. Vielleicht habt ihr auch den ein odere anderen guten Rat für eien adnere PKV, die mit den Leistungspakten mithalten kann.

Ich hoffe auf rege Wortbeiträge.

Viele Grüße und Danke im vorraus!!!

Antworten
Sxilber;tigxer


hallo otto,

ich habe mich zu diesem thema auch ausführlichst informiert und auch diverse makler angehauen, die mir alle unterschiedliche gesellschaften angeboten haben. Dies liegt in der natur der sache, es gibt unzählige anbieter und tarife im markt, daher gibt es nicht DEN besten, es gibt nur eine gute lösung für dich. dabei solltest du auf mehrere dinge achten und dich daher besser beraten lassen, im zweifelsfall auch mehrmals - wie ich es getan habe, da ich keinem makler so richtig getraut habe.

nun zu deinen fragen: es gibt versicherer mit offenem hilfsmittelkatalog, beispielsweise die alte oldenburger. zum thema beitrag: es gibt ködertarife, die günstig anfangen und dann explodieren. ziel der gesellschaften ist hier nur, möglichst viele leute hineinzubekommen, die preis-leistungskalkulation wird aber nie aufgehen (du kannst nicht alle leistungen zu einem geringen preis bekommen, ist ganz simple grundlagen-bwl). blöd nur, wenn jemand in diesen tarifen ist, der möglicherweise durch krankheit keine chance zum wechseln hat. meiner meinung nach ist die huk kein anbieter, der sich durch beitragsstabilität einen namen gemacht hat. und was das thema auszeichnungen betrifft: die kannst du direkt in die tonne kloppen. das system pkv ist derart kompliziert, dass es sich nicht in ein einfaches bewertungsschema pressen lässt, das dann den anspruch erhebt, eine nummer eins zu ermitteln...

meine empfehlung: lass dich umfassend beraten, es ist wirklich eine entscheidung fürs leben, daher nichts überstürzen. dein beitrag zeigt, dass du noch ganz am anfang stehst und die wichtigen punkte (beitragsstabilität, begrenzung auf goä/goz ja - nein, ausland, bre, beitragsstabilität etc.) noch nicht mit in deine überlegungen einbezogen hast.

lg

oEttoxHH


:-D Hallo Silbertiger,

vielen Dank schon mal für deine Antwort! Ich gebe dir vollkommen Recht mit dem was du sagst. Eine Lebensentscheidung muss gut durchdacht sein!

In meinem Beitrag wollte ich nicht zu weit ausholen mit dem was ich mir schon an Wissen oder Untersuchungen angeeignet habe. Aber ich kann sie versuchen kurz darzulegen.

Was die Beitragsstabilität der HUK und der Central angeht, kann ich nur sagen, ja es gibt Beitragserhöhungen so gut wie jedes Jahr und die fallen immer recht "human" aus, wobei diese langfristig gesehen natürlich sehr stark angestiegen sein werden. GOÄ/GOZ Begrenzungen bei der HUK ja bei der Central ja oder nein. Ich glaube eine Wahl war gegeben auch über diesen abrechnen zu lassen. Natürlich mit Mehrkosten. Auslandskrankenversicherung sind bei beiden vorhanden und meiner Meinung nach recht gut. Was die Beitragsrückerstattungen angeht, ist das für mich nur ein netter Zusatz mit dem man meiner Meinung nach jedoch nie kalkulieren sollte. Die Central rechnet mit 6 MB und die HUK mit 3 MB. Aber das ist meiner Meinung nach noch keine Rechtfertigung für den enormen Presiunterschied. Ich frage mich wo ist der Leistungsunterschied. Ich werde ihn finden und wenn es das letzte ist was ich tue :-D

Klar liegt die Central mit der Menge der Versicherten weit vor der HUK und die Beitragsrückstellungen der Central sind mit Sicherheit auch höher, aber das ja nur aufgrund der Jahre die die Central bereits auf dem Markt etabliert ist. Die HUK scheint da aber auf einem aufstrebendem Ast zu sein!? Der Verwaltungskostenanteil ist auch immer mit zu bedenken. Da ist die HUK weit vorn. Aber ist das vielleicht so weil dort viel an Leistungen abgeschmettert werden ???

Es wäre klasse wenn du oder auch die weiteren Beitragsteilnehmer kurz mitteilen könnten ob sie selber in der PKV sind und vielleicht bei welcher, wenn es ihnen nichts ausmacht.

Ich hoffe auf weitere Beiträge.

Danke euch!

S\ilbert7igexr


hallo otto,

ich wollte jetzt zum jahreswechsel in die alte oldenburger, aber ich bin weiblich und da sind die beiträge auch etwas anders bzw. überhaupt die entscheidung für oder gegen pkv noch etwas schwieriger, da kinder ja gegebenenfalls irgendwann auch eine rolle spielen. ich bin auch alles andere als ein spezialist und habe durch mehrere beratungen gelernt, dass keine versicherung perfekt ist, es gibt für mich eigentlich nur die "leistungsperspektive", bedeutet: wo erhalte ich optimale leistungen zu angemessenem preis, und auf der anderen seite die beitragsstabilität: wenn eine gesellschaft sehr viele leistungen in einen tarif packt, der zudem auch noch nicht alt ist, und ständig neue tarife auf den markt schmeißt, dabei alte schließt, dann ist diese gesellschaft für mich einfach nicht tragbar. beim thema beitragsstabilität wurden mir drei gesellschaften empfohlen: alte oldenburger, süddeutsche oder debeka. bei meinen leistungsanforderungen lagen wieder andere gesellschaften vorne: mannheimer (aber teuer), r+v und axa. ein weiterer berater hatte mir den deutschen ring empfohlen (auch weitgehend offener hilfsmittelkatalog, die tarife esprit und comfort sind allerdings erst seit 2002/2003 am markt, daher bisher geringe beitragssteigerungen). beim deutschen ring gab es vor ca. 20 jahren immensen abgang (viele kündigungen), damals konnte man die rücklagen noch nicht mitnehmen, daher hat die gesellschaft einen stabilen finanziellen hintergrund, vor dieser perspektive vielleicht keine schlechte wahl.

aber meine erfahrungen würden seiten füllen und dir dabei doch wenig weiterhelfen. vielleicht bist du schon auf dem richtigen weg und deine favoriten sind für dich wirklich die besten, ich kann das leider nicht beurteilen. hauptsache ist, du fühlst dich wohl damit und hast dich umfassend informiert.

lg

DeerSch#onWixeder


Zur Central und ihren Tricks zur Leistungsverweigerung:

[[www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/tid-6859/krankenversicherung-die-tricks-der-privaten_aid_66732.html]]

Bei solch absurd hohen Beitragsunterschieden sollte die Antwort ohnehin klar sein: Differenz ansparen und für zukünftige Beitragserhöhungen bzw. eigene Kosten verwenden.

axno1nym20x09


Wenn ich jung wäre, würde ich die HUK Coburg wählen! Leider bin ich bei einer anderenPKV mit wesentlich höheren Beiträgen!

Über eine hilfreiche Empfehlung (vielleicht vom Forenarzt..) würde ich mich freuen!

a;n~onym2x009


@ silbertiger:

Warum istdie Huk deiner Meinung nach keine Versicherung, die sich durch Beitragsstabilität einen namen gemacht hat? Wenn eine andere versicherung, die annähernd doppelt so viel kostet, beitragsstabil ist, was nutzt es dir dann?

zQuza


man sollte v.a. auch bedenken, dass ein großteil der behandlung nach einem unfall nicht von einem arzt durchgeführt wird, sondern durch sog. heilhilfsberufe erfolgt. nach einer schweren verletzung/unfall/schlaganfall wird meist extensiv über einen längeren zeitraum oder gar lebenslang physiotherapie/ergotherapie/logopädie benötigt (oder z.b. auch bei einer krebserkrankung lymphdrainage). auch diese berufe arbeiten nicht umsonst, was bei einer begrenzung dieser heilmittel bei gleichzeitiger berufsunfähigkeit zu erheblichen finanziellen problemen führen kann – oder gar zu einer einstellung/reduzierung der behandlung aus kostengründen.

zudem sollte darauf geachtet werden, in welchen einrichtungen stationäre rehamaßnahmen durchgeführt werden dürfen: nur in kliniken oder auch reinen rehaeinrichtungen?

außerdem sollte der hilfsmittelkatalog nicht geschlossen sein; orthesen oder prothesen, die heute aktuell sind, werden in 20 jahren out of date sein ....

schlussendlich psychotherapie, denn: psychische probleme stellen einen großteil der eintritte in die berufsunfähigkeit dar – 20 einheiten sind da nicht ausreichend und sind im vergleich zu den leistungen der gkv ein witz!

gruß,

vgolldaxmpf


Hallo OttoHH,

ich bin seit etwa 20 Jahren in der DKV, hatte bisher ausser steigenden Beiträgen keine Probleme mit der Kasse. Ich bin nun 61 Jahre jung und je älter man wird, desto höher werden die Beiträge. Das funktioniert in etwa so, dass man Mitglied in einer bestimmten Tarifgruppe ist für die die PKV einen Topf Geld bereitstellt, der sich aus den Beiträgen ergibt. Wenn nun die Mitgliedschaft durch Ausfälle der Beitragszahler (Tod) abnimmt geht der Pott durch immer weniger, das heißt der Beitrag steigt. Das geht natürlich nicht immer so weiter, aber es werden die machbaren Grenzen ausgelotet.

Du kannst dann natürlich einen Eigenanteil und etwas reduziertere Leistungen einplanen, zusätzlich würde ich Dir empfehlen Rückstellungen über die PKV zu bilden (bieten die meisten Kassen an) damit Du im Alter nicht überrascht wirst. Diese Rückstellungen haben den Charme, dass die in Deinen Beitrag mit eingerechnet werden und der Arbeitgeber halt seinen Anteil dazu beiträgt ;-D

Noch ein Beispiel von mir, die DKV wollte ab 2011 etwa 720€ Beitrag von mir, ich habe jetzt das Leistungspaket etwas gedrosselt, 420€ Selbstbeteiligung, keine Chefarzt Behandlung und Zahnerstz 50 %, uns spare dadurch monatlich 339€. Ich habe in den letzten 5 Jahren etwa jährlich 2000€ Arztkosten gehabt, da ist das immer noch ein gutes Geschäft.

gruß BB

oZttoHxH


Hallo zusammen,

Danke für die weiteren Wortbeiträge!

Klasse finde ich es, wenn man so wie von volldampf, auch ein alter erfährt und wie die Beiträge aussehen in diesem Alter. Danke dafür!

Das mit den Tarifen habe ich auch bereits, bei der HUK, angesprochen. Nicht das der Tarif zugemacht wird und gemeinsam altert. So soll es nicht sein. Der für mich interessante Komfort-Tarif besteht mit dem Einsteiger-Tarif seit anbeginn. Nur der Select-Tarif ist vor ein paar Jahren hinzugekommen. Es wurde auch soetwas gesagt wie, dass es bei denen auch nicht darum geht wer in einem Tarif drinne ist sondern die Beitragsrückstellungen sind Tarifübergreifend, was ich persönlich nicht schlecht finde. Man kann mich vom Gegenteil überzeugen.

Weiterhin bilde ich mir natürlich ein, dass wenn ich den Komfort-Tarif wähle - was soll da noch besseres kommen. Ich wähle schon das beste. Aber bestimmt kann es in der Zukunft noch bessere Leistungen geben, die dann mein Vertrag wieder nicht abdeckt. Könnte mir aber vorstellen für die Zukunft erstmal recht gut gewappnet zu sein.

Was ich mir auch selber gesagt habe ist, dass ich, wenn ich derzeit die Hälfte zu dem Central Tarif oder zu anderen Tarifen anderer PKVn zahle, dann investiere ich das Geld entsprechend und lasse es zum positiven hin arbeiten, so dass es sich fürs alter entsprechend vermehrt hat.

Was ich jedoch auch nochmal mitnehme sind die Anmderkungen von zuza zu den Hilfsmittelkatalogen, Rehaeinrichtungen usw. Sehr interessant, vielen Dank!

Was mich ebenfalls interessieren würde sind Erfahrungen mit Arztrechnungen. Mit was hat man aktuell zurechen bei bspw. Vorsorgeaufwendungen im Zahn- oder Krebsbereich usw. Darüber würde ich mich ebenfall freuen!

Viele Grüße zusammen

D}erScChonW.iedexr


Nicht das der Tarif zugemacht wird und gemeinsam altert. So soll es nicht sein.

Aber genauso wird es sein. Oder gibt es irgendeine PKV die nicht über geschlossene Tarife verfügt? Nur über diesen Trick kann man attraktive Tarife für Neueinsteiger bieten.

Ich bin nun 61 Jahre jung und je älter man wird, desto höher werden die Beiträge. ...

Noch ein Beispiel von mir, die DKV wollte ab 2011 etwa 720€ Beitrag von mir, ich habe jetzt das Leistungspaket etwas gedrosselt, 420€ Selbstbeteiligung, keine Chefarzt Behandlung und Zahnerstz 50 %, uns spare dadurch monatlich 339€. Ich habe in den letzten 5 Jahren etwa jährlich 2000€ Arztkosten gehabt, da ist das immer noch ein gutes Geschäft.

Im Klartext: Chefarzt etc. hat man, solange man gesund ist und ihn nicht braucht. Wenn man älter ist, kann man es sich nicht mehr leisten. Ausnahme natürlich wie immer: Beamte.

RXHW


Hallo Otto,

beim Vergleich GKV - PKV sind die Beiträge und die Leistungen zwei entscheidende Punkte. Da es meistens eine lebenslange Entscheidung ist, sollte man auch zukünftige Veränderungen mit in die Überlegung einbeziehen:

- Kurzarbeit, Selbständigkeit, Insolvenz, Altersrente, Frührente, Sabbatjahr, ...

- Familiengründung: Nachwuchs, nicht berufstätiger Ehegatte (Beiträge ggf. nach der Hälfte der Einnahmen des Berufstätigen), Stiefkinder, Elternzeit, Familienpause

bei behinderten Kindern:

[[www.rehakids.de/phpBB2/forum21.html]] (Stichwort "PKV" als Suchbegriff eingeben)

Bei den Leistungen sollte man besonders auf folgende Punkte achten:

- Reha/Kuren: Dauer, Zuschusshöhe, Einrichtungen (für Arbeitnehmer zahlt die Rentenversicherung Rehamaßnahmen; für Rentner aber nicht mehr)

- Hilfsmittel:

Zum Vergleich der GKV-Hilfsmittelkatalog:

[[db1.rehadat.de/gkv2/Gkv.KHS]]

- Heilmittel: Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie (auch Erstattungshöhe)

- Psychotherapie: Dauer und Zuschusshöhe

- Krankentagegeld:

a) bei Beginn nach 43 Tagen kann es Probleme geben, wenn ein Erkrankung wiederholt auftritt: der Arbeitgeber braucht nur 1x insgamt 42 Tage zu zahlen

b) Absicherung in der Rentenversicherung: aktuell 19,9% (in der GKV zahlt die Krankenkasse mindestens die Hälfte der Beiträge)

c) bei Bezug von Krankentagegeld besteht weiterhin Beitragspflicht

d) Das Krankentagegeld endet in den meisten Tarifen, wenn die PKV Berufsunfähigkeit festgestellt hat (unabhängig von einem evtl. Rentenbescheid).

Sehr wesentlich sind auch die Gesundheitsfragen: Es werden Krankheiten und Beschwerden in den letzten Jahren abgefragt. Ein "Krankheitstagebuch" ist sehr hilfreich. Es gab im Internet schon Diskussionen um ein Schnarchergerät, da das Schnarchen im PKV-Antrag nicht angegeben wurde. Bei vergessenen Angaben kann das PKV-Unternehmen noch Jahre später den Vertrag einseitig kündigen (was praktisch nur bei teuren Diagnosen bzw. Anträgen passiert).

Bei den geschlossenen Tarifen ist es häufig so, dass ein Tarif offiziell nicht geschlossen wird, sondern nicht mehr beworben wird (bei Vertretern, bei Maklern und im Internet). Somit gibt es in diesem Tarif keinen "Nachwuchs" mehr. Ich würde bei dem PKV-Unternehmen und den anderen Stellen immer klären, welche Tarife sind in den letzten 10-20 Jahren neu auf den Markt gekommen sind.

Bei den Zahlen werden häufig Durchschnittszahlen für ein Unternehmen genannt. Entscheidend ist aber die tatsächliche Erhöhung für den jeweiligen Tarif (auch in den vergangenen Jahren). Überigens bekommt man dann teilweise heraus, dass es den Tarif doch noch nicht so lange gibt. :-) Es gibt auch einzelne Versicherte mit z.b. 37% Beitragserhöhung.

Die Zahl der Versicherten in einem bestimmten Tarif ist auch sehr interessant (wird aber teilweise als Betriebsgeheimnis behandelt). In einer kleinen Gruppe hat z.B. ein Dialysepatient sehr viel gravierendere Auswirkungen als in einer großen Versichertenzahl. Entscheidend ist immer die Versichertenzahl in dem Tarif, nicht in dem Unternehmen, da jeder Tarif einzeln kalkuliert wird.

In den PKV-Musterbedingungen gibt es einen interessanten Punkt:

(2) Übersteigt eine Heilbehandlung oder sonstige Maßnahme,

für die Leistungen vereinbart sind, das medizinisch notwendige

Maß, so kann der Versicherer seine Leistungen auf einen angemessenen

Betrag herabsetzen. Stehen die Aufwendungen für die

Heilbehandlung oder sonstigen Leistungen in einem auffälligen

Missverhältnis zu den erbrachten Leistungen, ist der Versicherer

insoweit nicht zur Leistung verpflichtet.

Quelle: [[www.pkv.de/recht/musterbedingungen/mb_kk_2009.pdf]]

Die Prüfung der Notwendigkeit erfolgt meistens im Nachhinein (wenn der Leistungserbringer bereits einen Vergütungsanspruch hat).

Im Krankheitsfall werde ich immer Probleme haben, zu einer anderen Privatversicherung wechseln zu können (keine Aufnahmeverpflichtung). In der GKV gibt es aktuell 160 Krankenkassen mit Aufnahmepflicht, wenn man nicht in einer Privatversicherung ist (unabhängig von der Erkrankung).

Vielleicht interessant:

[[www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/tid-5429/krankenversicherung-zehn-irrtuemer-ueber-die-privaten_aid_52165.html]]

[[www.bundderversicherten.de/app/download/BdV_PKV-Broschuere.pdf]]

[[www.krankenkassentarife.de/forum/index.php?mode=thread&id=21087#p21092]]

[[www.pkv-ombudsmann.de/taetigkeitsbericht/]]

[[www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,672078,00.html]]

[[www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/privatekrankenversicherung/private-krankenversicherung-privileg-oder-mogelpackung_aid_10590.html]]

[[www.bafin.de/cln_161/nn_723414/DE/Verbraucher/FAQVerbraucher/Versicherungen/Privat_20Krankenversicherung/privatkrank<span class="u">node.html?nnn=true]]

[[www.welt.de/finanzen/versicherungen/article10461947/Privatversicherten-droht-Beitragsexplosion.html?wtmc=RSS.Geld.Versicherungen]]

[[www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_07_10/der_chefarzt_als_phantom.html]]

[[www.bafin.de/cln_179/nn_723250/DE/Service/Statistiken/st<span class="u">beschwva.html]]

[[www.online-pkv.de/pkv-bu-blog/blog-tag/heilmittel/]]

[[www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/private-krankenversicherung-kunden-bezahlen-fuer-systemfehler;2689920]]

Es sind sehr viele Links geworden (ich hoffe, nicht zu viele :-) ). Aber die Wahl eines PKV-Tarifes ist ähnlich wichtig wie ein Hauskauf.

Es gibt auch die Möglichkeit die GKV mit PKV-Zusatzversicherungen zu kombinieren. Einige wenige PKV-Unternehmen bieten auch einen Ergänzungstartif zu der Kostenerstattung in der GKV an.

Sehr sinnvoll sind ausführliche Gespräche mit PKV-Expertten und GKV-Experten. Wenn die eigene gesetzliche Krankenkasse bei der Beratung enttäuscht, kann man sich auch bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse ausführlich informieren (dann hat man auch gleichzeitig deren Beratungsqualität getestet :-) ).

Wenn weitere Fragen auftauchen, einfach melden. Zu einzelnen PKV-Tarifen kann ich aber nichts sagen.

Viel Erfolg bei der richtigen Entscheidung!

Gruß

RHW

w>aJyne2 010


Ich würde zu den von Dir genannten auch mal Angebote vom Deutschen Ring und der Barmenia einholen. Die gehörten alle zu dem Kreis, der mir vor ca. 1 Jahr empfohlen wurde. Beitragserhöhungen gibt es immer – aber die GKV wird ja auch gerade mal wieder erhöht. Wichtig ist, sich in den einzelnen Tarifen einer PKV umzuschauen , am besten über einen Makler. Es gibt innerhalb der PKV´s ja auch stärker und weniger stark steigende Tarife. Ich bin mit meiner ca. 5 % Erhöhung ganz gut bedient... Habe da nun schon andere Fälle gehört. Viel Erfolg bei der Auswahl!

optt/oHH


Hallo zusammen,

vielen Dank für eure weiteren Antworten. Ebenfalls danke für die ganzen Links. Besser viele als zu wenig. Man kann sich in dem Bereich kaum zu wenig informieren.

Ich haabe eine weitere Frage. Bei der HUK steht folgendes in der Komfort-Tarif-Beschreibung zu Hilfsmitteln:

Als Hilfsmittel gelten Hörgeräte und Sprech geräte (elektronischer

Kehlkopf), Krankenfahrstühle bis zu einem Rech nungsbetrag von

2.000 €, Bandagen, Geh- und Stützapparate, Kunst glieder, ferner die

aus medizinischen Fachgeschäf ten bezogenen Bruchbänder, Leibbinden,

Gummistrümpfe, orthopädischen Schuhe und Einlagen.

Erstattungsfähig sind auch die Kosten für das Ausleihen und die

Reparatur eines Hilfsmittels.

Der letzte Satz lässt mich ein wenig freundlicher stimmen. Generell ließt man hier eine geschlossenen Hilfsmittelkatalog aber der letzte satz scheint ihn wieder sehr weit zu öffnen, man muss bloß auf eine Ausleihe zurückgreifen wenn die HUK mal kein neu angeschafftes Gerät bezahlt bzw. die Erstattung vor dem erwerb ablehnt. Sehe ich das ein wenig zu optimistisch? Was sagt ihr?

Außerdem würde mich interessieren, wie es bei der HUK mit der künstlichen Ernährung, d.h. die Geräte und der Präperate aussieht. Wird soetwas im großen und ganzen stationär durchgeführt oder auch abulant oder zu Hause? Muss soetwas explizit irgendwo stehen ???

Über weitere Infos würde ich mich freuen.

Viele Grüße

Christian Wahrmann

R6HW


[[]]Hallo Otto,

Als Hilfsmittel gelten Hörgeräte und Sprech geräte (elektronischer//

Kehlkopf), Krankenfahrstühle bis zu einem Rech nungsbetrag von

2.000 €, Bandagen, Geh- und Stützapparate, Kunst glieder, ferner die

aus medizinischen Fachgeschäf ten bezogenen Bruchbänder, Leibbinden,

Gummistrümpfe, orthopädischen Schuhe und Einlagen.

Erstattungsfähig sind auch die Kosten für das Ausleihen und die

Reparatur eines Hilfsmittels.

Für mich ist das eindeutig: Im ersten Satz wird definiert, was ein Hilfsmittel ist. Im zweiten Satz wird zugesichert, dass die Miete und Reparaturkosten von Hilfsmitteln bezahlt wird. Auch im 2. Satz kann nur die Definition der Hilfsmittel des ersten Satzes gelten. Für nicht aufgeführte Hilfsmittel werden weder die Gesamtkosten noch Miete noch Reparaturkosten übernommen.

Künstliche Ernährung erfolgt oft im häuslichen Umfeld. Oft wird dann auch ein Pflegedienst benötigt (bei der Abgrenzung Kranken- und Pflegeversicherung bin ich mir im Moment nicht sicher) :

[[bundesrecht.juris.de/sgb_5/__37.html]]

[[www.g-ba.de/downloads/62-492-436/RL-HKP-2010-04-15.pdf]]

Seite 9,+19/20 Leistungen der GKV für Sondennahrung:

[[www.g-ba.de/downloads/62-492-470/AM-RL-2010-09-16_4.pdf]]

In den PKV-Tarifen ist nur das versichert, was in den Verträgen aufgeführt ist.

Gruß

RHW

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