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AU-Bescheinigung an die Krankenkasse schicken – sinnvoll?

SAan*uk hat die Diskussion gestartet


Für morgen bin ich krank geschrieben und habe die AU-Bescheinigung für AG und KK erhalten.

Die Bescheinigung an meinen AG geht sofort in die Post, die für die Krankenkasse nicht, weil ich darin keinen Sinn erkennen kann.

Das mache ich so, seit es diese Regelung gibt und habe nie eine Aufforderung oder dergleichen erhalten.

Vor Jahren war ich mal längere Zeit krank, so dass es an die 6-Wochen-Grenze ging, wo die KK dann Krankengeld übernimmt. Habe mit der KK telefoniert und ich konnte die Bescheinigungen nach reichen.

Letztendlich war es dann doch nicht nötig, aber die KK-Mitarbeiterin konnte mir auch nicht erklären, wozu die Bescheinigungen eingereicht werden sollen, außer für diesen Fall.

Kennt von euch jemand die Idee hinter der AU-Bescheinigung für die Krankenkasse?

Antworten
R6HW


Hallo,

die unterlassene Einreichung hat in bestimmten Fällen negative Auswirkungen.

Die Frist für die Einreichung der Bescheinigung bei der Krankenkasse beträgt 1 Woche (§ 49 SGB V).

Es kann in folgenden Fällen Probleme geben:

◦in den ersten 4 Wochen einer neuen Beschäftigung ist der Arbeitgeber häufig nicht zur Entgeltfortzahlung verpflichtet.

◦Wenn verschiedene AU-Zeiten auf der selben Ursache beruhen, darf der Arbeitgeber diese Zeiten ggf. addieren und braucht INSGESAMT nur 6 Wochen Entgeltfortzahlung (EFZ) leisten.

◦Wenn mehrere AU-Zeiten mit maximal 6 Monaten Abstand auftreten, fragen viele Arbeitgeber bei der Krankenkasse nach, ob das auf der selben Ursache beruht. Wenn die Krankekasse keine Daten hat, kann der Arbeitgeber ggf. die EFZ verweigern, bis die Ursache geprüft ist (und das kann dauern, wenn der Kasse nichts vorliegt).

◦Bei einem Kurantrag/Rehaantrag (auch der Rentenversicherung) oder anderen teuren Leistungen kann es ggf. auch Probleme bei der Bewilligung geben (wenn keine Krankheitsdaten vorliegen). Die Notwendigkeit der Leistung wird für den Leistungsträger nicht deutlich.

Gruß

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