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Gründe für eine Ablehnung bei der Pkv

V#eOeb


Autorin66 (und natürlich an marie_christin)

Ich weiß nicht, wie alt Du bist aber ein Wechsel in die PKV kann langfristig sehr teuer werden und auch der Basistarif liegt bei fast 600 Euro, wobei die Leistungen zum Teil unter GKV-Niveau liegen.

Das ist kompletter Unsinn. Natürlich kannst du dich teuer versichern, wenn du willst, dass die Kasse dir jede Kopfschmerztablette zu 100% bezahlt. Viele machen den Fehler, dass sie keine oder nur eine sehr geringe Selbstbeteiligung vereinbaren. Wer sich aber privat versichern kann, kann sich in der Regel auch leisten, ein bisschen was selber zu bezahlen.

Ein Beispiel für die Kosten bin ich selbst. Ich bin seit 40 Jahren voll privat versichert, dabei werden mir Krankenhauskosten zu 100% bezahlt und zwar einschließlich (ggf.) Einbettzimmer und Chefarzt. Zusätzlich bekomme ich im KH noch 30 € täglich für Nebenkosten, also Telefon u.a.

Wobei ich mich selbst beteilige, sind die ambulanten Kosten, also Arztbesuche und Medikamente. Diese Kosten bezahle ich bis zur Höhe von derzeit insgesamt 2.700 € im Jahr selbst. Alles was darüber hinaus geht, egal wie hoch, bezahlt dann die Kasse und in jedem Jahr, in dem ich die Kasse nicht beanspruche, z.B. weil ich die Selbstbeteiligung nicht erreiche und auch nicht im KH war, bekomme ich eine Beitragsrückerstattung von mehreren hundert Euro. Mein Monatsbeitrag beträgt derzeit ca. 300 €, die ich allerdings allein zahlen muss, da ich Rentner bin (werde 70) und nur einen relativ mickrigen Zuschuss von der staatlichen Rentenversicherung bekomme. Trotzdem ist das noch heute (mit fast 70), selbst bei voller Einrechnung der Selbstbeteiligung, die ja nicht zwingend beansprucht wird, kaum teurer als der Höchstbeitrag in der GKV.

Allerdings habe ich schon mit 29 gewechselt. Teuer kann es in der Tat werden, wenn man erst im Alter (z.B. mit 60 oder noch später) in die PKV wechselt. Ich nehme aber an, dass eine Beamtin auf Widerruf wesentlich jünger als 60 ist! ;-D Meine Tochter ist Beamtin und sie war damals in diesem Stadium 26. Freu dich also marie_christin, die private Versicherung zu 50% (neben der Beihilfe für Beamten) hat nur Vorteile. Lass dich wegen der Selbstbeteiligung beraten, nachhaken, wenn dir etwas nicht sonnenklar ist. Der Vertreter verdient ja sein Geld mit dir. Du bist auf jeden Fall als Einzelperson und Beamtin billiger und besser versichert, als in der GKV!

t<he-c^avJer


Am besten vergisst Du ganz schnell wieder, was Veeb geschrieben hat – Erfahrungen von jemandem, der sich vor 40 Jahren privat versichert hat, sind absolut ohne Wert für jemanden, der sich*heute* privat Versichern will (Stichwort "demographischer Wandel").

Aber ist ja egal – Du hast ja momentan keine andere Möglichkeit als die PKV. Nach Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis kannst Du übrigens sofort wieder zurück in die GKV – eine Möglichkeit, die ich herzlich gerne genutzt habe!

Grüße

V@eexb


the-caver

Abgesehen davon, dass ich 40 Jahre bei einem Finanzdienstleister tätig war (keine Krankenversicherung!), bis Ende 2004, stimmt das Prinzip auch heute noch. Als Einzelperson kannst du dich in der PKV auf jeden Fall besser und billiger versichern, als in der GKV. Der von dir zitierte "demographische Wandel" macht ja gerade die GKV immer teurer und ineffizienter. Du kennst doch sicher die krampfhaften Bemühungen der Politik, das in den Griff zu kriegen (Stichwort "Gesundheitsreform").

marie-christin sollte sich von einer seriösen Versicherung (z.B. (nur als Beispiel!!) der DBV, die spezielle Angebote für Beamte hat) beraten lassen. Wenn du mit Begeisterung zurück in die Geldvernichtungsmaschine GKV bist, ist das dein rivatvergnügen. marie-christin kann und braucht das auch nicht, wenn sie in 2 oder 3 Jahren Beamtin auf Lebenszeit wird.

Im übrigen habe ich mich als Beispiel genommen, um ein Prinzip zu erklären, das bei der PKV auch heute unverändert gilt. Stichwort Kapitaldeckung, Stichwort Alterungsrückstellung. Ich habe nicht behauptet, die Zahlen würden 1.1 auf heute anwendbar sein, aber auch und gerade die GKV ist heute ungefähr dreimal so teuer wie vor 40 Jahren!

VGeexb


Sorry, sollte heißen "Privatvergnügen" und "1:1".

tzhe-8cavxer


Abgesehen davon, dass ich 40 Jahre bei einem Finanzdienstleister tätig war (keine Krankenversicherung!), bis Ende 2004, stimmt das Prinzip auch heute noch. Als Einzelperson kannst du dich in der PKV auf jeden Fall besser und billiger versichern, als in der GKV

Völliger Unsinn! Bei sehr vielen PKVs steigen die Beiträge rasant – und welche das in den nächsten Jahren sein werden, ist absolut unvorhersagbar. In 5 Jahren können sich die Beiträge da schon mal um ein Drittel erhöhen (war in meiner PKV so, trotz Ärztetarif). Nach uingefähr drei Jahren in der PKV war mein Beitrag höher, als er in der GKV mit Arbeitgeberbeteiligung gewesen wäre (und das vor meinem 40. lebensjahr). Hör einfach damit auf, Deine Erfahrungen von vor 40 Jahren als aktuelle Weisheiten zu verkaufen...

rvunning' #womxan


Muss Veeb Recht geben: Habe für mich (36 Jahre alt) mal alles durchgerechnet und die PKV war für mich billiger als die Gesetzliche. Das konnte man drehen und wenden, wie man wollte. Also bin ich jetzt privat versichert und fahre ganz gut damit. :-D

rBun;nin&g womxan


...ach ja, und Beitragserhöhungen gab es bis jetzt nicht.....

ovlle tRante


Für Beamte ist PKV wirklich viel günstiger, alle anderen können schnell ziemlich alt aussehen damit, vor allem wenn man dann im Rentenalter Höchstbeiträge zahlt..

Mein Mann z.B. hatte allein dieses Jahr eine Beitragserhöhung von 10 % (bei Beamten fallen die angeblich niedriger aus) und wenn du mal lange drin bist, kannst du auch nicht mehr wechseln, weil du den Großteil deiner Altersrückstellungen eben nicht mitnehmen kannst. Er hatte keine Wahl mehr, da er erst Beamter war und später immer über der Beitragsbemessungsgrenze.

Wichtig: Wirklich sämtliche Vorerkrankungen und behandelnden Ärzte angeben für den Zeitraum, nach dem im Antrag gefragt ist. Angeblich wiegeln die Vertreter aus Angst um ihre Provisionen beim Ausfüllen gern ab: "Das spielt doch keine Rolle (mehr)". Und wenn dann die erste größere Arzt- oder KH-Rechnung eintrudelt, die auch nur vage damit zusammenhängen könnte, "entdeckt" die Versicherung deine fehlenden Angaben und zahlt nicht oder kündigt bei größeren Sachen gleich deinen Tarif.

t8heZ-cxaver


...ach ja, und Beitragserhöhungen gab es bis jetzt nicht.....

Um so wahrscheinlicher ist es, dass sie in den nächsten Jahren kommen. Da hat schon mancher in die Röhre geschaut, der aus Beitragsstabilität in der Vergangenheit auf die Zukunft schließen wollte...

Fakt ist: Die zukünftigen Beitragsentwicklungen in der PKV kann niemand vorhersagen - schon deswegen, weil sie massiv von gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängen. Der Gesetzgeber muss nur auf die Idee kommen, die Pflichtversicherungsgrenze erheblich zu erhöhen oder die Beihilferegelungen für Neu-Verbeamtungen abzuschaffen - und schon explodieren die PKV-Beiträge, weil der Nachschub an jungen Versicherten ausbleibt (und die Altersrückstellungen sind für so was *nicht* ausreichend). Und da der Regierung primär die Stabilität der GKV-Beiträge wichtig sein muss, werden solche Ideen kommen...

Bisher sind diejenigen, die sich aus der Solidargemeinschaft verabschiedet haben, meist gut damit gefahren (übrigens längst nicht immer - ich kenne genug Leute, die liebend gern in die GKV zurückgehen würden!) - ob das auch noch in der Zukunft so sein wird, steht auf einem ganz andrenBlatt. Wer behauptet, PKV sei für Einzelpersonen "auf jeden Fall besser und billiger", hat die Lage nicht so ganz begriffen.

Da das Ganze aber mittlerweile nichts mehr mit der ursprünglichen Fragestellung zu tun hat, ziehe ich mich hier jetzt zurück.

Grüße

GXour\metxa


Ich denke auch nicht, dass die PKV dich komplett ablehnen würde ( obwohl, dürfen, dürfen sie schon). Es wird wohl so sein, dass du entweder mehr bezahlen musst, oder, dass Varizen und deren Folgeerkrankungen von der Versicherungsleistung ausgeschlossen werden. Varizen neigen zu Rezidiven. Bei mir war das so, als sich für mich die Frage nach einer privaten Versicherung stellte, auch mit Beihilfe. Bei mir wurden Nierenerkrankungen und Wirbelsäulenerkrankungen und deren Folgererkrankungen von der Leistung ausgeschlossen. ( Ich hatte in der Frühschwangerschaft 1x Nierenkoliken und war ein Jahr vorher wegen eines Hexenschusses bei Arzt). Natürlich konnte ich so einen Vertrag nicht abschließen und bin in der GKV geblieben. Vorteil ist natürlich, dass die Kinder bei mir so beitragsfrei mitversichert sind. Ich denke, vom Beitrag her ist es für uns drei billiger.

rnunninPg wom;axn


the caver

Kann ja sein. Aber man kann auch sehr schwarz malen und ich bin kein Schwarzmaler.

Wenn sich die Beiträge erhöhen, dann tun sie das eben. Ich lebe jetzt!!!!

Und die Beiträge der Gesetzlichen erhöhen sich auch ständig.

Außerdem kann ich die Beiträge drücken, wenn ich alle zwei Jahre meinen Gesundheitscheck abschließe. Das kann man in der gesetzlichen auch nicht.

Für mich ist es jedenfalls besser.

VAeeb


the caver

Ich habe es gewiss nicht nötig, mich mit dir herumzustreiten. Ich habe natürlich keine Ahnung, welcher unseriöse Vertreter dir so einen Mist aufgeschwatzt hat, wie du ihn (in Form seiner finanziellen Folgen) beschreibst. Natürlich kann man sich, schlecht beraten, in der PKV sehr, sehr teuer versichern und so die Provision des Vertreters maximieren helfen und sich sinnlos überversichern. Es gibt da sogar noch Schlimmeres, was bei uns (siehe unten) zur fristlosen Entlassung und Anzeige führte, wenn es herauskam. Und unsere Stichproben waren recht erfolgreich. Eine seriöse Firma legt auf gute Beratung ihrer Kunden wert, leider gibt es bei tausenden von Vertretern halt auch schwarze Schafe.

Deine Behauptungen sprechen von wenig Fachwissen, dafür sind sie um so mehr von Ideologie geprägt. Ich war 30 Jahre lang Revisor bei einem der größten Sach- und Lebensversicherer der Welt (siehe oben), aber wenn es dich glücklich macht zu behaupten, dass ich hier nur Unsinn verzapfe, dann sei es so.

VLeeb


Vorteil ist natürlich, dass die Kinder bei mir so beitragsfrei mitversichert sind. Ich denke, vom Beitrag her ist es für uns drei billiger.

Natürlich ist die GKV für Familien mit Kindern billiger, weil ihr Beitrag ausschließlich vom Gehalt des Versicherten abhängt, egal ob er allein lebt, oder verheiratet ist und 7 Kinder hat. In beiden Fällen ist er bei gleichem Gehalt gleich hoch.

Ich sprach von Einzelpersonen. In der PKV hängt der Beitrag bei Abschluss ausschließlich vom Umfang der Leistungen und der vereinbarten Selbstbeteiligung ab. Jede Person, ob Erwachsener oder Kind, muss eigenständig versichert werden und den ermittelten Beitrag zahlen.

R~ogerRa)bbixt


Diese Kosten bezahle ich bis zur Höhe von derzeit insgesamt 2.700 € im Jahr selbst.

2700 Euro Selbstbehalt :-o ? Das würde für mich dann heißen, dass ich zusätzlich zu meinen über 300 Euro Monatsbeitrag auch noch meine Arztbesuche (die ich z.B. letztes Jahr hatte) selbst zahlen hätte dürfen. Ich verdiene gut, aber so gut, dass mir das nichts ausmachen würde nun auch wieder nicht. Ich gehe davon aus, dass du Referendarin wirst, marie-christin? Da würde ich auf keinen Fall einen Tarif mit Selbstbehalt nehmen (wovon soll man das denn bezahlen?). Je nach Bundesland muss man auch berücksichtigen, dass es evtl. einen Selbstbehalt bei der Beihilfe gibt. Zu deiner ursprünglichen Frage kann ich allerdings nichts Verlässliches beitragen ;-)

G~ourmexta


Ich sprach von Einzelpersonen.

Und ich habe der TE erklärt, warum ich in der PKV abgelehnt wurde. %-|

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