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Krankenversicherung, privat oder gesetzlich

M&a3nn(i70 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

als Selbständiger bin ich privat krankenversichert.

Bedeutet, dass ich bei Arztrechnungen immer den 2,3 fachen Satz bezahlen muss.

Gibt es eine Möglichkeit, dass ich mich so versichern lassen kann, sodass ich wie die gesetzlich Versicherten den normalen, einfachen Satz zu bezahlen habe?

Denn die Krankenversicherungsbeiträge wachsen mir über den Kopf, dabei gehe ich so gut wie nie zum Arzt.

Für hilfreiche Antworten wäre ich dankbar!

Antworten
RuHW


Hallo,

es gibt in der PKV den Basistarif:

[[http://www.bmg.bund.de/glossarbegriffe/kontrahierungszwang.html]]

[[http://www.pkv.de/positionen/basistarif/]]

[[http://www.pkv.de/recht/allgemeine_versicherungsbedingungen_2009/allgemeine_versicherungsbedingungen_basistarif_mb_bt_2009_pdf.pdf]]

[[http://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/regierung-bewertet-basistarif-107194.php]]

Vor einer Entscheidung sollte man ausführliche Gespräche mit derr PKV und der Verbraucherzentrale führen.

Ggf. hilft auch dieser Link:

[[http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/]]

Gruß

RHW

g1lück{liche6x3


guten morgen

wie wäre es denn mit einem wechsel zur freiwilligen versicherung bei einer gesetzlichen krankenkasse?

beitrag wird nach einkommen berechnet und die komplette abwicklung beim arztbesuch ist wie bei gesetzlicher pflichtversicherung.

spart zeit und geld.

war jahrelang so bei der barmer. nie probleme.

schönes wochenende

RPHW


Hallo Glückliche,

als Selbständiger kann man aus der PKV nicht mehr in die GKV wechseln – auch als Arbeitsloser nicht.

Gruß

RHW

MDanni7x0


Vielen Dank, für eure Hinweise!

Ich werde mal den Versicherungsvertreter meiner PKV fragen, ob ich nicht zum Basistarif wechseln kann bzw. prüfen, ob dieser Tarif für mich von Vorteil wäre.

Mhaur.iceBL*N


Wenn du nie zum Arzt gehst, dann ist es doch egal mit welchem Satz abgerechnet wird??

M!a\nn@i70


Wenn du nie zum Arzt gehst, dann ist es doch egal mit welchem Satz abgerechnet wird??

Ich gehe davon aus, dass ich einen niedrigeren monatlichen Beitrag zu zahlen hätte, wenn ich bei Arztrechnungen nur den einfachen Satz zahlen müsste.

Es geht um den monatlichen Beitrag, dieser ist mir viel zu hoch.

rvomixe


Ich werde mal den Versicherungsvertreter meiner PKV fragen, ob ich nicht zum Basistarif wechseln kann bzw. prüfen, ob dieser Tarif für mich von Vorteil wäre.

Einen Basistarif kann ich absolut nicht empfehlen. Der Tarif kostet häufig so viel wie der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung, hat aber wesentlich schlechtere Leistungen. Außerdem musste die Regierung in der letzten Woche bestätigen, dass es keine Behandlungspflicht der Ärzte für Basistarif-Versicherte gibt.

[[http://www.krankenkassen-direkt.de/news/news.pl?val=1300574192&;news=277749990]]

Entstanden ist dieser Tarif nur, weil die privaten Krankenversicherungen dazu gezwungen wurden, da mit der Gesundheitsreform 2007 niemand in Deutschland mehr ohne Krankenversicherung dastehen sollte.

Menschen, die in der privaten Krankenversicherung sich ihren bisherigen Tarif nicht mehr leisten können, müssen ohne weitere Gesundheitsprüfung in diesen Tarif aufgenommen werden. Das hat zur Folge, dass in diesem Tarif überwiegend kranke Menschen versichert sind. Da der Basistarif sich selbst tragen muss, sind die Beiträge entsprechend hoch.

Ich würde daher nach einer anderen Lösung suchen.

MJannri7#0


Mir geht es schlicht darum, dass ich nicht einsehe, dass ich nach einem Arztbesuch das 2,3-fache von dem zahlen muss, was ein gesetzlich Versicherter zahlen muss.

Im Supermarkt muss doch auch jeder den gleichen Preis zahlen.

Weshalb also muss ich beim Arzt für ein und dieselbe Leistung deutlich mehr zahlen als ein anderer?

Dem entsprechend hoch sind meine monatlichen Beiträge an die Kasse.

Das möchte ich so nicht. Daher suche ich nach einer Möglichkeit, dass auch ich nur den einfachen Satz und damit einen niedrigeren Beitrag zu zahlen habe.

MjsEbinsaxm


Deine Argumentation ist nicht korrekt. 2.3 fach ist der Satz nur von dem was vor Jahrzehnten als Preis im Katalog festgelegt wurde. Die Kassenpatienten haben einen völlig anderen Katalog mit ganz anderen Sätzen. In meinem Bereich (zahnheilkunde) ist der 1.7fache Satz in der Mehrheit das Äquivalent von dem, was der Kassenpatient "bezahlt".

rromixe


Mir geht es schlicht darum, dass ich nicht einsehe, dass ich nach einem Arztbesuch das 2,3-fache von dem zahlen muss, was ein gesetzlich Versicherter zahlen muss. Im Supermarkt muss doch auch jeder den gleichen Preis zahlen.

Du hast Dir doch die Private irgendwann einmal ausgesucht und das gesetzliche System verlassen...

Und Versicherte werden doch gerade mit der besseren Behandlung beim Arzt von den privaten Versicherungen gelockt. Sie bekommen doch viel schneller einen Termin, mehr Medikamente, der Chefarzt persönlich schüttelt die Hand. So etwas hat dann natürlich seinen Preis.

Warum hast du denn die gesetzliche Krankenversicherung verlassen?

Und: Ist es bei deiner privaten Krankenversicherung denn nicht so, dass du ein paar Monatsbeiträge zurück bekommst, wenn du ein Jahr lang keine Leistungen in Anspruch genommen hast? Du schreibst doch, dass du nie krank bist. Diese müsstest du dann auf den Monat gerechnet von deinem Beitrag abziehen.

Und: Wieso ist dein Beitrag überhaupt hoch, wenn du so gesund bist? Der Beitrag wird doch u.a. entsprechend des Alters und des persönlichen Krankheitsrisikos festgesetzt. Demzufolge kann er nicht so hoch sein.

MQannRi70


Hallo, romie,

ich war nie gesetzlich krankenversichert.

Zunächst war ich über meine Mutter (Beamtin) versichert, dann habe ich mich selbst bei dieser PKV versichert.

Ja, wenn ich keine Rechnungen einreiche, erhalte ich 3 - 4 Monatsbeiträge zurück. Aber dies ist ja kein Zustand.

Mein monatlicher Beitrag wächst ständig an, und das, obwohl ich seit Jahren keine Rechnungen eingereicht habe.

Zuletzt wieder um 20 Euro. Ich zahle nun ca. 300 Euro monatlich, nur für mich als Einzelperson. Selbst wenn ich keine Rechnungen einreiche und die Beiträge teilweise zurück erhalte, zahle ich also rund 2500 Euro jährlich für nichts und wieder nichts.

Da mein jährliches Nettoeinkommen bei etwa 12000 Euro liegt, ist dies für mich ein unverhältnismäßig großer Betrag.

rgomixe


Hallo Manni,

du zahlst auf jeden Fall weniger Beiträge als du in der gesetzlichen Krankenversicherung als Selbständiger zahlen würdest (am Beispiel deines Netto-Einkommens berechnet):

Private Krankenversicherung:

12.000 Euro Einnahmen / Jahr = 1.000 Euro / Monat / 300 Euro Monatsbeitrag

Rückerstattung von vier Beiträge im Jahr: 300 Euro x 4 = 1.200 Euro

1.200 Euro : 12 Monate = 100 Euro

300 Euro Monatsbeitrag – 100 Euro Beitragserstattung = 200 Euro Monatsbeitrag

Gesetzliche Krankenversicherung:

12.000 Euro Einnahmen / Jahr = 1.000 Euro / Monat

Gesetzliche Mindestennahme, die zur Beitragbemessung herangezogen wird: 1.916,25 Euro

Absicherung ohne Krankengeld: 1.916,25 Euro x 14,9 % = 285,52 Euro

Absicherung mit Krankengeld: 1.916,25 x 15,5 % = 297,02 Euro

Klar, 200 Euro bei 1.000 Euro Monatseinnahmen sind recht viel. In der gesetzlichen Krankenversicherung würdest du als Selbständiger aber mehr zahlen.

D3er wkleineu Prixnz


Ich werde mal den Versicherungsvertreter meiner PKV fragen, ob ich nicht zum Basistarif wechseln kann bzw. prüfen, ob dieser Tarif für mich von Vorteil wäre.

Wenn ich dir das mal so sagen darf: wenn du dich über 300 Euro im Monat beschwerst, wirst du mit dem Basistarif der PKV nichts anfangen können, der liegt nämlich bei ca. 600 Euro, allerdings inkl. Pflegeversicherung.

MCan0ni7x0


Wenn ich dir das mal so sagen darf: wenn du dich über 300 Euro im Monat beschwerst, wirst du mit dem Basistarif der PKV nichts anfangen können, der liegt nämlich bei ca. 600 Euro, allerdings inkl. Pflegeversicherung.

Der Basistarif kostet also mehr als mein jetziger Tarif?

Ergibt das einen Sinn?

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