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Krankenversicherung, privat oder gesetzlich

r(omi!e


zuza

das finde ich missverständlich ausgedrückt:

Habe ich mir schon gedacht und es deshalb bereits an einem Beispiel verdeutlicht. ;-)

Der kleine Prinz

Nein zuza, mit Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung wird man zwar in allen Zweigen der Sozialversicherung versicherungspflichtig, das ist soweit richtig. ABER: wenn Versicherungsfreiheit festgestellt wurde, bezieht sich diese Versicherungspflicht NICHT auf die GKV.

Das trifft nur zu, wenn man sich zuvor aktiv von der Versicherungspflicht hat befreien lassen.

Beispiel:

Hans (20) ist in der PKV versichert, seine Eltern ebenfalls.

Nun nimmt er ein Studium auf und wird somit als Student versicherungspflichtig.

Er muss sich somit als Student pflichtversichern und den Studentenbeitrag zahlen.

Wären seine Eltern gesetzlich versichert, würde allerdings der Anspruch auf kostenlose Familienversicherung vorgehen, so dass er bis zum 25. Lebensjahr bei ihnen kostenlos mitversichert wäre.

Da nun aber seine Eltern privat versichert sind, entsteht durch die Immatrikulation Krankenversicherungspflicht als Student.

Wenn er nun aber weiter in der PKV versichert werden möchte (z.B., da er dort weniger Beitrag zahlen muss, da er einen Beihilfeanspruch durch seine Eltern hat und sich somit nur zu 20 % krankenversichern muss und dieses kostengünstiger wäre als der Studentenbeitrag), muss er aktiv einen Antrag auf Befreiung von der Krankenversicherungspflicht stellen. Und diese Befreiung gilt dann auch für sein weiteres Versicherungsleben. Und hier trifft nun dein Beispiel zu.

Anders ist es aber, wenn jemand z.B. mit 25 Jahren aus der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Versicherung wechselt, da er mit seinem Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze liegt und dann mit 32 Jahren eine neue Beschäftigung aufnimmt und mit seinem Gehalt wieder unter der Versicherungspflichtgrenze liegt. Dann entsteht in dem Moment wieder Versicherungspflicht zur allen Zweigen der Sozialversicherung (also auch zur Krankenversicherung).

Und hier bezog ich mich gestern schon auf das eine Jahr Vorversicherungszeit (hallo zuza! ;-) *:) ): Wenn mit dem Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung nicht mindestens ein Jahr wieder Versicherungspflicht vorliegt, also nicht mindestens ein Jahr das Gehalt unter der Versicherungspflichtgrenze liegt, würde er wieder aus der gesetzlichen Versicherung " 'rausfliegen", da er 1. das eine Jahr Mindestfreist nicht erfüllt hat und 2. auch keine Versicherungspflicht in den vorangegangenen 5 Jahren für mindesten 24 Monate bestanden hat.

rYomSie


Manni70

Vielleicht findest du hier ja auch noch Antworten! *:)

[[http://www.bundderversicherten.de/krankenversicherung]]

E(hemaloiger Nkutzer_ (#1x49187)


Das** trifft nur zu, wenn man sich zuvor aktiv von der Versicherungspflicht hat befreien lassen.

Und was ist, wenn man nie sozialversicherungspflichtig war, und mit beispielsweise 56 Jahren versicherungspflichtig wird?

r2omixe


Und was ist, wenn man nie sozialversicherungspflichtig war, und mit beispielsweise 56 Jahren versicherungspflichtig wird?

Das ist dann etwas völlig anderes. Ab 55 Jahre kann man nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung zurück, egal, ob man versicherungspflichtig wird.

Aaaaber: Mit 54 schon... ;-)

Verstehe mich nicht falsch. Ich finde es im Grunde nicht richtig, dass man überhaupt zurück kann. Wer einmal, wenn er jung war das Solidarsystem verlässt und somit dem System seine "Kraft" vorenthält, darf dann im Alter, wenn er tatsächlich Leistungen braucht (und die Private nicht mehr zahlen kann) diese nicht von der Solidargemeinschaft verlangen. Das ist egoistisch und würde das System noch schneller in die Knie zwingen. Schließlich hat es schon genug mit dem demographischen Wandel zu kämpfen.

Gerechter wäre es, finde ich, wenn die 55 Jahre-Grenze abgesenkt werden würde. Dann würden diejenigen, die wieder versicherungspflichtig werden, wenigstens noch eine längere Zeit Beiträge beisteuern, bevor sie schließlich Rente beziehen, also weniger zahlen und um so mehr Leistungen brauchen (Kosten verursachen), weil sie alt und gebrechlich sind. Fände ich einfach gerechter.

Aber dann gäbe es wahrscheinlich viel zu viele Sozialfälle, die mit der Regelung, so, wie sie jetzt ist, über die Kassen abgefangen werden sollen.

r[omxie


Korrektur:

wenn er jung ist

z:uzxa


es gilt § 6 Abs. 3a SGB V:

"3a) Personen, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig werden, sind versicherungsfrei, wenn sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert waren. Weitere Voraussetzung ist, dass diese Personen mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder nach § 5 Abs. 5 nicht versicherungspflichtig waren. Der Voraussetzung nach Satz 2 stehen die Ehe oder die Lebenspartnerschaft mit einer in Satz 2 genannten Person gleich. Satz 1 gilt nicht für Personen, die nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 versicherungspflichtig sind."

mir ist nicht klar, wie du auf den begriff der versicherungsfreiheit im fall von manni kommst? er hat während des studiums auf die versicherungspflicht als student verzichtet § 8 SGB V (und dieses gilt dann nur für den zeitraum des studiums und nicht für die spätere aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen beschäftigung!) und konnte sich als selbständiger nicht freiwillig gesetzlich versichern, da ihm logischerweise die vorversicherungszeiten fehlten. wenn er jetzt eine sozialversicherungspflichtige beschäftigung aufnimmt, wäre alles paletti, ....

Svun+fl8ower_x73


Aufgr. des Beispiels meiner Freundin (im Studium auf Versicherungpflicht verzichtet, jetzt im Wechsel selbstständig & privat bzw. angestellt & gesetzlich) muss zuza mit ihrem letzten Beitrag richtig liegen!

EWhema_liger WNutzerb (/#149187)


romie,

ich finde deine Argumentation richtig.

Aber

Wer einmal, wenn er jung war das Solidarsystem verlässt und somit dem System seine "Kraft" vorenthält,

was ist mit jemandem, der das Solidarsystem nicht verlassen hat, weil er nie drin war? Also mit jemandem, der nie

sozialversicherungspflichtig war, weil er zum Beispiel immer selbständig war?

zuza,

ich komme deswegen auf der Begriff der Versicherungsfreiheit, weil mannis Studium ja vorbei zu sein scheint. Er schreibt ja, dass er selbständig ist.

Als Selbständiger versichern kann er sich nicht, weil ihm die Vorversicherungszeiten fehlen, auch klar.

Aber jetzt meine Frage: solange er unter 55 Jahre alt ist, kann er jederzeit eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen, die dann automatisch dazu führt, dass er gesetzlich krankenversichert ist?

Wenn er über 55 Jahre alt ist, kann er zwar eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufnehmen, zahlt alle Zweige der Sozialversicherung, wird aber nicht gesetzlich krankenversichert?

DARF die GKV ihn nicht aufnehmen oder KANN sie ihn aufnehmen, MUSS es aber nicht?

rQomie


was ist mit jemandem, der das Solidarsystem nicht verlassen hat, weil er nie drin war? Also mit jemandem, der nie

sozialversicherungspflichtig war, weil er zum Beispiel immer selbständig war?

Das finde ich jetzt ein wenig konstruiert. Eine Ausbildung (oder Studium) steht wohl am Anfang eines jeden Berufslebens. Schließlich muss man ja irgendwo sein Wissen für die Senständigkeit erwerben.

DARF die GKV ihn nicht aufnehmen oder KANN sie ihn aufnehmen, MUSS es aber nicht?

Die Frage ging zwar nicht an mich, aber wenn ich schon mal dabei bin.... Sie DARF nicht!

Und: Ich habe noch einmal nachgesehen: Auch wenn man sich als Student hat befreien lassen von der Krankenversicherungspflicht, kann man zurück in die gesetzliche Krankenversicherung, nämlich dann, wenn man erstmals eine Beschäftigung aufnimmt. Diese Beschäftigung muss dann noch nicht einmal versicherungspflichtig (Entgelt > Versicherungspflichtgrenze) sein (§ 9 Abs.1 Nr.3 SGB V). Diese Regelung ist aber noch recht jung.

rGomie


Senständigkeit = Selbständigkeit

P1robleDm Lebexn84


Eine PKV für einen 40-Jährigen (Jahrgang 70) gibt es ab 200 € monatlich. Selbstbeteiligung ist da ähnlich hoch wie jetzt schon...

Ich arbeite momentan in der Branche, will aber keine Werbung machen. Der Preis gilt nur, wenn man gesund ist.

Aufgrund der Selbstbeteiligung, die der Ersteller genannt hat, denke ich, er ist bei ander Krankenversicherung, die in den letzten Jahren sehr instabil war. Das liegt daran, dass die Leute dort immer älter werden, aber kaum noch neue dazukommen.

Einfach einen unabhängigen Makler beauftragen, sich das ganze vernünftig erklären lassen und wechseln. Einfacher geht es nicht. Bitte vorher noch raussuchen, wie genau der Tarif heißt, ob man Krankentagegeld drin hat, und wann Versicherungsbeginn war, das erleichtert die Suche und auch der Vorgang, zu wechseln, wird dann erlichtert und erläutert.

Viel Glück.

Vom Basistarif rate ich übrigens auch ab... der ist für Leute, die im Alter über 600 € PKV zahlen...

Ach ja, und die Gebührensätze... da kann man nur mit dem Arzt sprechen... die PKV kann da erstmal nichts dafür. Wichtig ist, dass man einen Tarif wählt, der überall den 3,5-fachen Satz abgesichert hat, denn bis zu dem Satz darf der Arzt ohne Rücksprache maximal abrechnen.

rLoxmKie


Eine PKV für einen 40-Jährigen (Jahrgang 70) gibt es ab 200 € monatlich.

... mit minimalsten Leistungen... ;-)

Manni macht sich doch zusätzlich Sorgen, dass er im Krankheitsfalle keine Leistungen bekommt. Ob ihm da mit so einem Lockangebot geholfen ist? Ich weiß nicht... Ist ein Krankentagegeld denn mit drin bei dem Preis? Wie hoch ist das Krankentagegeld? Ist nicht unwichtig und darf nicht zu niedrig sein, schließlich muss der Kunde davon ja auch noch seinen monatlichen Beitrag während der Krankentagegeldbezuges weiterzahlen.

Aufgrund der Selbstbeteiligung, die der Ersteller genannt hat, denke ich, er ist bei ander Krankenversicherung, die in den letzten Jahren sehr instabil war. Das liegt daran, dass die Leute dort immer älter werden, aber kaum noch neue dazukommen.

Nennt sich Tarifvergreisung und ist u.a. eins der Probleme der privaten Krankenversicherung.

Einfach einen unabhängigen Makler beauftragen, sich das ganze vernünftig erklären lassen und wechseln.

Auch unabhängige Makler bekommen Provisionen... Und ob die sich mit dem Sozialversicherungsrecht auskennen? Habe ich bislang noch nicht erlebt.

E)hemaligerg Nu9tzer (B#14918x7)


romie,

Das finde ich jetzt ein wenig konstruiert. Eine Ausbildung (oder Studium) steht wohl am Anfang eines jeden Berufslebens. Schließlich muss man ja irgendwo sein Wissen für die Senständigkeit erwerben.

Ist nicht konstruiert, ist schließlich meine Geschichte.

Ich war genau 21 Monate lang sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1973 bis '75 bei der Bundeswehr. Danach habe ich studiert, die Krankenversicherung, die zur Immatrikulation bzw. Rückmeldung notwendig war, hatte ich über die Familienversicherung. Nach dem Studium habe ich mich selbständig gemacht, sozialversicherungspflichtig beschäftigt war ich nie und eine KV-Pflicht gab es nicht. Also wozu krankenversichern? Und wenn ja, warum und auf welche Weise gesetzlich?

DAnke für die Antwort mit dem DARF nicht.

RvHxW


Hallo kleiner Prinz,

bei Beginn des Studiums bestand eine Wahlmöglichkeit zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung (unabhängig von der Versicherung der Eltern).

Bis 1988 bestand auch für Selbständige mit einem Verdienst unter der Versicherungspflichtgrenze ein Beitrittsrecht zur GKV:

[[http://books.google.de/books?id=gfUTM8lRfaUC&pg=PA11&lpg=PA11&dq=%C2%A7+176+RVO&source=bl&ots=0SPYRC7vc5&sig=1oKXn5Oos_2diSGxlbX0aoQz5iU&hl=de&ei=z504Tc7UC4z2sgbJw6zzBg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=5&ved=0CDUQ6AEwBA#v=onepage&q=%C2%A7%20176%20RVO&f=false]]

Es gab also 1 bis 2 Möglichkeiten der GKV beizutreten.

Wenn es nie eine Möglichkeit gegeben hätte, waäre es evtl. ein Fall für den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages.

Gruß

RHW

ENhemaljiger NuotzeArS (#1S4918x7)


Hallo RHW,

keine Ahnung, ob zu Beginn des Studiums eine Wahlmöglichkeit bestand. Das war 1975, also vor 36 Jahren, und an eine solche Wahlmöglichkeit kann ich mich nicht erinnern.

Außerdem, warum sollte ich damals wählen? Ich war über meine Eltern (Gärtnerkrankenkasse, Ersatzkasse, GKV) familienversichert, bis zum 25. oder 26 Lebensjahr, so weit ich mich erinnern kann. WEnn es zu jener Zeit was zu wählen gab, müßten die ja noch die Unterlagen haben.

Irgendwie war das damals so, dass man sich als Selbständiger nur freiwillig versichern konnte. Eine freiwillige Versicherung bei der GKV war immer sehr teuer, weil man ja den Höchstbeitrag zu zahlen hatte und es keinen Arbeitgeber gab, der hälftig mitzahlte. Deshalb kam die GKV nie in Frage, da die PKV nicht nur ein bisschen, sondern erheblich preiswerter war. Sie kostete etwa die Hälfte oder ein Drittel, das weiß ich nicht mehr genau.

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