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Krankenversicherung, privat oder gesetzlich

PtroblUemLebexn84


@ romie

Wenn Du 80 % Zahnersatz als minimale Leistung verstehst... ansonsten fast überall 100 % Erstattung, Psychotherapie, Heilpraktiker usw. - ich finde das ist ganz ordentlich, vor allem wenn ich mir andere Tarife so anschaue. Da fehlt mancherorts sogar die vernünftige Absicherung von Heilmitteln. Vorsorgeuntersuchungen außerhalb der Selbstbeteiligung und Beitragsrückerstattung ganz zu Schweigen...

Pnro4blemLrebenx84


@ romie

Ein Lockangebot ist ein Tarif, der erst ganz neu am Markt ist und erstmal billig ist. Ein gutes Angebot ist ein Tarif, den es seit minimum 5 Jahren gibt und seit dem auch keine hohen Anpassungen hat... die Gesellschaftsform - VVaG oder AG spielt auch eine Rolle. KT ist keins mit drin, kostet aber z.B. 50 € nach 6 Wochen nur 20 € mehr. Ist die Frage, ob er jetzt schon eins drin hat.

Tarifvergreisung? Naja, manche Tarife schließen halt einfach. Tarifvergreisung ist es nicht, wenn eine ganze Gesellschaft aufgrund immer weiter steigenden Tarifpreisen (unter anderem wegen falscher Kalkulation) vergreist.

Ja, auch unabhängige Makler bekommen Provisionen, im Idealfall aber von allen Gesellschaften gleich viel => somit unabhängig. Mit dem Sozialversicherungsrecht muss man sich als Makler nicht bis ins Detail auskennen, da reichen einige Eckdaten. Ist halt immer die Frage ob man sich die Sache aus einer einzigen Ecke oder ganzheitlich betrachtet.

Hier habe ich das Gefühl, es bestehen soviele Vorurteile, dass eine Diskussion nicht nur müßig sondern auch überflüssig ist.

RxHW


Hallo kleiner Prinz,

Außerdem, warum sollte ich damals wählen? Ich war über meine Eltern (Gärtnerkrankenkasse, Ersatzkasse, GKV) familienversichert, bis zum 25. oder 26 Lebensjahr, so weit ich mich erinnern kann. WEnn es zu jener Zeit was zu wählen gab, müßten die ja noch die Unterlagen haben.

Mit dem Ende der kostenlosen Familienversicherung bestand eine Wahlmöglichkeit zwischen GKV und PKV. Der Schüler-/Studententarif in der GKV war relativ günstig. Die Gärtner Krankenkasse hat übrigens vor einigen Jahren mit der Techniker Krankenkasse fusionioert.

Irgendwie war das damals so, dass man sich als Selbständiger nur freiwillig versichern konnte. Eine freiwillige Versicherung bei der GKV war immer sehr teuer, weil man ja den Höchstbeitrag zu zahlen hatte und es keinen Arbeitgeber gab, der hälftig mitzahlte. Deshalb kam die GKV nie in Frage, da die PKV nicht nur ein bisschen, sondern erheblich preiswerter war. Sie kostete etwa die Hälfte oder ein Drittel, das weiß ich nicht mehr genau.

Als Selbständiger ist man (abgesehen von einigen wenigen Berufen) freiwilliges Mitglied in der GKV. Die Beiträge in der GKV sind immer einkommensabhängig. Die Mindestbeiträge für Selbständige waren bis 1987 deutlich niedriger als heute. Es gab damals aber auch größere Unterschiede zwischen den Krankenkassen bezüglich der Beitragshöhe. Höchstbeiträge sind nur zu zahlen, wenn die Beiträge über der Beitragsbemessungsgrenze liegen bzw. lagen.

Wenn die die Beiträge in der GKV immer höher als in der PKV waren, ist es doch gut, wenn man in der PKV versichert. Oder macht sich jetzt der Fehler bemerkbar, dass man nur die aktuellen Beiträge, aber nicht die lebenslangen Beiträge verglichen hat? Evtl. beginnt jetzt der Lebensabschnitt in der die PKV teurer als die GKV ist. Am Lebensende weiß man dann, was insgesamt günstiger gewesen ist.

Gruß

RHW

rEomixe


Problemleben

Wenn Du 80 % Zahnersatz als minimale Leistung verstehst...

Da hast du recht. Beim Zahnersatz zahlt die private Versicherung mehr als die gesetzliche Versicherung. Leistungen bei Zahnersatz ist eines der Vorteile der privaten Krankenversicherung.

ansonsten fast überall 100 % Erstattung, Psychotherapie, Heilpraktiker

Das stimmt nicht. 100% Erstattung haben auch die privaten Tarife nicht mehr. 20%ige Zuzahlungen bei verschiedenen Leistungen sind dort mittlerweile üblich, denn auch die privaten Versicherungen müssen sparen.

So gibt es z.B. auch in der privaten Versicherung eine Art "Hausarzttarif", welcher festlegt, dass zuerst der Hausarzt aufgesucht werden muss und andernfalls der Versicherte statt der 100% nur 80% der Kosten erstattet bekommt. Das bedeutet, dass der Privatversicherte nicht einfach zu einem Facharzt gehen kann sondern erst den Hausarzt zwecks einer Art Überweisung konsultieren muss. Das haben nicht alle privaten Tarife, aber in den neuen Tarifen kommt das durchaus vor.

Und auch wird bei den Medikamenten gespart. Die von den gesetzlichen Versicherungen ausgehandelten Arzneimittelrabatte werden seit Jahresanfang auch von der privaten Versicherung genutzt. Und auch Generika statt Originalpräparate sind in der privaten Versicherung mittlerweile ein Thema.

Diese Beispiele zeigen deutlich die Entwicklung in der privaten Krankenversicherung, denn wie man sieht, muss auch die private Versicherung an allen Ecken und Enden sparen und es ist längst nicht alles so toll, wie es auf den ersten Blick aussieht.

Letztendlich muss jeder selbst wissen, wie er sich versichert, denn mit den Folgen muss jeder selbst klar kommen. Dazu ist aber eine umfassende Aufklärung notwendig. Ich finde es deshalb nicht in Ordnung, den Menschen vorzugaukeln, dass sie in der privaten Versicherung grundsätzlich billiger und besser versichert seien, denn das stimmt einfach nicht.

Eine perfekte Beratung würde das Wohl des Versicherten in den Mittelpunkt stellen und ihn deshalb auch hinsichtlich Nachteile aufklären. Aber da private Versicherungen als Ziel die Gewinnoptimierung haben, steht dieses wohl kaum an erster Stelle.

Mit dem Sozialversicherungsrecht muss man sich als Makler nicht bis ins Detail auskennen, da reichen einige Eckdaten.

Das kann doch jetzt nicht wirklich dein Ernst sein. Wie soll ein Makler beraten können, wenn er sich nicht vernünftig auskennt?

Ist halt immer die Frage ob man sich die Sache aus einer einzigen Ecke oder ganzheitlich betrachtet.

Richtig. Man sollte es von beiden Seiten betrachten. Wobei du dir selbst widersprichst, wenn du schreibst, dass es reicht, dass ein Makler lediglich ein paar Eckpunkte des Sozialversicherungsrechts kennen muss.

Hier habe ich das Gefühl, es bestehen soviele Vorurteile, dass eine Diskussion nicht nur müßig sondern auch überflüssig ist.

Das sind keine Vorurteile und das müsstest du genauso gut wissen wie ich. ;-)

rUomxie


Wenn die die Beiträge in der GKV immer höher als in der PKV waren, ist es doch gut, wenn man in der PKV versichert. Oder macht sich jetzt der Fehler bemerkbar, dass man nur die aktuellen Beiträge, aber nicht die lebenslangen Beiträge verglichen hat? Evtl. beginnt jetzt der Lebensabschnitt in der die PKV teurer als die GKV ist. Am Lebensende weiß man dann, was insgesamt günstiger gewesen ist.

;-)

Dger `kleOine P~rinz


;-)

Das mit dem Lebensende war nicht nett.

Zeit zum Abtreten. Gut nur, dass ich ziemlich schmerzbefreit bin ;-D

o-ll+e txante


Nicht nach Basistarif fragen, sondern nach Standardtarif!

[[http://www.pkv.de/publikationen/info_broschueren/der_standardtarif.pdf]]

Der Basistarif ist für Leute, die sich nicht mehr gesetzlich versichern können, aber wegen Vorerkrankungen usw. gar nicht mehr in die PKV kämen! Den Standardtarif bieten sie aber angeblich ungern an.

Sonst einen unabhängigen Versicherungsmakler fragen, wenn du noch nicht zu alt bist, könntest du auch in eine andere PKV oder in einen anderen Tarif bei deiner, meist mit mehr Selbstbehalt.

RxHW


Hallo,

hier noch einige Infos zum Standardtarif:

[[http://www.kvberlin.de/20praxis/70themen/pkv_tarife/infoblatt_pkv_tarife.pdf]]

[[http://books.google.de/books?id=7XPfmWICl9EC&pg=PA317&lpg=PA317&dq=standardtarif+voraussetzungen+2009+%C2%A7+vvg&source=bl&ots=RTKDSiIlCG&sig=MaESVPsusXHxFDodTFOma3W5INY&hl=de&ei=e4iJTYC_OIXMsgaH4fWqDA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=2&ved=0CB8Q6AEwAQ#v=onepage&q=standardtarif%20voraussetzungen%202009%20%C2%A7%20vvg&f=false]]

aktueller § 257 SGB V:

(2a) Der Zuschuss nach Absatz 2 wird ab 1. Januar 2009 für eine private Krankenversicherung nur gezahlt, wenn das Versicherungsunternehmen

....,

3.

soweit es über versicherte Personen im brancheneinheitlichen Standardtarif im Sinne von § 257 Abs. 2a in der bis zum 31. Dezember 2008 geltenden Fassung verfügt, sich verpflichtet, die in § 257 Abs. 2a in der bis zum 31. Dezember 2008 geltenden Fassung in Bezug auf den Standardtarif genannten Pflichten einzuhalten,

[[http://bundesrecht.juris.de/sgb_5/__257.html]]

Meistens ist der Standardtarif erst ab 55 bzw. für Frührentner möglich:

ab Seite 7:

[[http://www.pkv.de/publikationen/info_broschueren/der_standardtarif.pdf]]

Gruß

RHW

PS: Das mit dem Lebensende war nicht böse gemeint: es wird uns alle irgendwann betreffen (unabhängig von der Krankenversicherung) ;-)

RrHW


HEUTE 13-14 UHR!!!!

Hallo,

die Möglichkeit per Chat Fragen zur PKV an eine Finanztest-Redakteurin zu stellen:

[[http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/Chat-Private-Krankenversicherung-Billigtarife-Expertin-antwortet-4213716-4213718/]]

Gruß

RHW

K|atrixn79


Ach Quatsch der Basistarif ist der günstigste Tarif den die private Krankenversicherung zu bieten hat. Mit dem Basistarif erreicht man schon die Leistungen der gesetzlichen Versicherung zu einem sehr günstigen Beitrag. Der Beitrag wird sich beim Basistarif so ungefähr bei 100 Euro einpendeln. Man fährt in den meisten Fällen immer günstiger und besser mit der privaten Krankenversicherung. Ich gebe also Romie recht.

Ich habe mich schon ziemlich gut eingelesen in das Thema, such aber immer noch ein Seite auf der ich mal richtig vergleichen kann. Kennt jemand so eine Seite? Das ganz sollte so in etwa wie bei den Autoversicherungen aufgebaut sein.

Danke für die Hilfe.

Deer kle/ine Prixnz


Tut mir leid, dir sagen zu müssen, dass du völlig ahnungslos bist, und das bei Vortäuschung totaler Selbstsicherheit.

I!lluEsixo


Ich verstehe Manni voll und ganz.

Abgesehen von der Frage, ob Selbstständige überhaupt in der gesetzlichen Krankenversicherung sein dürfen, leide ich auch unter der Kostenbelastung.

Das mit der Rückerstattung ist nämlich problematisch:

Beispiel:

Ich habe mich wiederholt (sorry) "kotzelend" gefühlt. Trotzdem bin ich nicht zum Arzt gegangen, weil ich finanziell auf die Rückerstattung angewiesen bin.

Und wie ist das etwa bei Vorsorgeuntersuchungen? Letztlich werden auch diese Kosten auf die Rückerstattung angerechnet, so dass man es sich dreimal überlegt, ob man die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen mitmacht. Oder irre ich?

Schließlich muss man stets in Vorlage treten. Wenn jemand, wie Manni, nur 1.000 EUR brutto hat, kann das zu enormen Engpässen führen.

Auch ich würde lieber heute als morgen in die Gesetzliche übersiedeln. Und zwar unabhängig davon, dass bei Angestellten der hälftige Beitrag vom Arbeitgeber zu zahlen ist.

Es ist zum Verzweifeln.

Gruß

D(erU kle(iKne Prixnz


Wenn du in die GKV wechseln möchtest, kannst du das doch tun. Was hindert dich daran?

oclle t>antxe


Die PKV ist jedenfalls abhängig von Alter und Vorerkrankungen meistens billiger als die GKV

Wie soll das gehen? Bessere Leistuungen, d.h. höhere Arzthonorare und alle denkbaren Untersuchungen und Behandlungen werden bezahlt, die (hohen) Prämien für die Vertreter, gute Dividenden für die Aktionäre, und das alles für weniger Geld? Mein Mann jedenfalls zahlte nach 10 Jahren in der PKV insgesamt über 100 % mehr Beiträge, und im Alter schlagen die erst richtig zu. Wechseln geht auch nicht mehr, weil man die Altersrückstellungen nicht mitnehmen kann (da zahlte sich die politische Lobbyarbeit der PKV aus).Vorher informieren nützt wenig, weil Jüngere mit Billigtarifen gelockt werden und gegen spätere Erhöhungen ist man machtlos.

Basistarif ist keine Lösung; löchere deinen Versicherungsvertreter wegen billigerer Tarife in deiner Versicherung, meist rücken die ungern damit raus, und oft haben die höheren Selbstbehalt. Und guck deinen Tarif im Einzelnen an, oft sind Sachen drin, die man ohne große Probleme reduzieren kan.

Jtens? Lovxer


@ Manni

Da mein jährliches Nettoeinkommen bei etwa 12000 Euro liegt, ist dies für mich ein unverhältnismäßig großer Betrag.

Bei dem geringen Einkommen solltest du dir ernsthaft überlegen, ob eine Selbständigkeit überhaupt Sinn macht. Du musst davon ja auch für deine Altersvorsorge dir was zurücklegen, denn du bekommst ja keine Rente. Such dir eine Stelle als Arbeitnehmer, dann kannst du auch in die Gesetzliche zurück.

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