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Frage zu Organspende

H<aseAnreixch


Eine Quelle habe ich aus meinem Bekanntenkreis - man hat trotz ausdrücklicher Verweigerung der Augen-Entnahme die Augen trotzdem entnommen - obwohl nur die Nieren freigegeben waren!

ExhemaligeIr Nutzer (#x282877)


Und welche Konsequenzen hatte das für den entnehmenden Arzt? Wurde eine Beschwerde eingereicht?

Hlasen_rei?cxh


Natürlich wurden die Ärzte damit konfrontiert - es entstand ein jahrelanger zermürbender Schriftwechsel zwischen den Angehörigen und den zuständigen Ärzten, der schlussendlich in dem Totschlagargument der Ärzte endete, dass die Entnahme der Augen keinen Patienten sondern einen Toten beträfe und deshalb in den Krankenakten nicht dokumentiert sei.

Die Angehörigen ihrerseits waren mittlerweisle schon allein vom Tod des Sohnes und dann noch von dem unbefriedigenden Schriftwechsel so fertig, dass sie schließlich nur noch - verständlicherweise - ihre Ruhe haben wollten.

Eehema0lige]r NAutzerx (#2828x77)


Und der eine Fall reicht aus um auf alle zu schließen? Dann dürfte ich auch nicht mehr zum Gyn weil mir einer mal ne absolut überflüssige Untersuchung aufgeschwatzt hat.

HMas5enTreixch


Auch Nebenwirkungen bei Medikamenten müssen - selbst wenn sie einmalig auftraten - aufgeführt werden.

Warum soll ich diesen Fall verschweigen, nur weil es vielleicht "nicht alle" so machen - auch werden längst nicht "alle" an allen aufgeführten NW erkranken - doch sie müssen erwähnt werden!

Nichts anderes habe ich hier in diesem Fall getan - eine Erwähnung eines - möglichen - Risikos.

Die Entscheidung bleibt allein bei jedem selbst.

E(hemali$ger Nutzerg (#3-959x4x1)


Hm, das Ganze verunsichert mich jetzt ziemlich.

Ich finde es sehr schade, dass sich so wenige Leute als Spender zur Verfügung stellen und ich finde, gerade deshalb sollten die letzten Wünsche respektiert werden, weil man sonst noch mehr Leute verschreckt.

Es besteht das Risiko, das gerade eines der Organe das Du ausgeschlossen hast sehr wohl entnommen werden kann – nämlich dann, wenn es gesund ist – dazu auch noch dringend gebraucht wird – und / oder schon eine Person, die als Empfänger auf der Dringlichkeitsliste ganz oben steht und deren Parameter bekannt sind auserkoren ist und zufällig mit Deinen Parametern übereinstimmen könnten! – Dieses Risiko, ein ausgeschlossenes Organ zu verlieren steigt zusätzlich dann, wenn von Dir freigegebene Organe wegen medizinischer Mängel nicht für eine Transplantation infrage kommen!

Dieses Risiko besteht deshalb, weil Du ja schon ein "halbes" Ja gegeben hast!

Sicher? %:|

Es werden zwar nur die Hornhäute gebraucht aber die Augen als Ganzes entnommen. Diese werden dann durch Glasaugen ersetzt und die Augenlieder mit Sekundenkleber verschlossen.

Das finde ich nicht mehr ganz so schlimm, als wenn die Augen fehlen würden. Rein gedanklich ist es für mich wichtig, außen sichtbar komplett zu sein. Glasaugen wären also noch akzeptabel.

gNato


Ich finde es sehr schade, dass sich so wenige Leute als Spender zur Verfügung stellen

Ich finde, der verunsichernde Beitrag von Hasenreich trägt nicht gerade dazu bei. Mit solchen Horrorgeschichten gewinnt man sicher keine neuen potentiellen Organspender.

a,gnxes


Hasenreich hat generell eine sehr negative Einstellung zu Transplantation (siehe ihre anderen Fäden).

Zum Thema Hornhaut:

Bei der Hornhautspende werden entweder die Augäpfel oder die Hornhautscheiben entnommen. Je nach vorliegendem Einverständnis wird die eine oder die andere Methode durchgeführt.

Bei der Entnahme der gesamten Augäpfel werden Kunstaugen eingesetzt, bei der Entnahme der Hornhautscheibe wird eine Kontaktlinse aufgesetzt. Die Augenlider werden geschlossen und der Gesichtsausdruck bleibt unverändert. Äußerlich ist die Entnahme der des Augapfles bzw. der Hornhaut nicht zu erkennen.

Ich finde es immer schade, wenn Leute gerade ihre Hornhaut nach dem Tode nicht hergeben wollen. Die Erfolgsraten bei Hornhautransplantaten sind fantastisch und man kann keine von Verwandten bekommen. Andererseits ist "nur" eine Niere natürlich auch ein fantastisches Geschenk für den Empfänger.

Ich betreue etwa 100 Leute, die auf eine Niere +/- Pankreas warten. Die ganze Abteilung feiert, wenn jemand tranplantiert wird. Die Lebensqualität und -erwatung der Leute ist mit einem Transplantat soooo viel besser.

S#unflHowerx_73


Wir hatten in meiner Familie Ende letzten Jahres einen schwere Unfall mit Koma – und anschließender Freigabe der Organe zur Organspende. Da wurde SEHR genau mit den Angehörigen abgesprochen, wozu sie einwilligen. Es lag ein Organspendeausweis vor (mit Einschränkungen), das wurde direkt seitens der Ärzte angesprochen um zu signalisieren, dass man es registriert hat und sich daran halten wird.

Ich habe einen Orgaspendeauweis – und habe eindeutig einer Entnahme von Hornhaut und Gehörknöchelchen widersprochen, da ich da irgendwie "unversehrt" sein möchte. Ist halt einfach so ein Gefühl. Und – so krass es klingt: Es sind keine überlebenswichtigen Organe.

Wenn Du unsicher bist:

Frag' doch direkt beim Arbeitskreis Organspende nach, wie man diese Wünsche am besten formuliert!

PRedd`i


Ich weiß nicht, wie lange die Geschichte von Hasenreich her ist. Und ich weiß nicht, ob sie ein Einzelfall ist. Und in welchem Land das war.

Ich beschäftige mich notgedrungen seit Wochen mit diesem Thema, habe seit meinem 18.lebensjahr einen Organspendeausweis, aber nie lang drüber nachgedacht. Naja, nun lese ich viel über dieses Thema, von allen Seiten.

Fakt ist, dass seit 1997 das Transplantationsgesetz in Deutschland alles sehr streng regelt.

Wer eigene Fragen hat, kann diese stellen, hier

Wer lieber telefonisch fragt: Antworten gibt es auch unter der gebührenfreien Nummer 0800-90 40 400 beim Infotelefon Organspende. Das ist ein gemeinsamer Service der BZgA und der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Das Infotelefon ist montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Auch ich finde es gut, dass lncognito hier das Organspende thematisiert.

GLG

Petra

Ssu3nfl|owefr_73


Ansonsten finde ich Organspende sehr sinnvoll. Die Mutter einer Freundin hat eine Niere bekommen, ein Nachbar ein Herz. Ds sind drastische Verbesserungen der Lebensqualität.

Und:

Wenn ich tot bin, bin ich tot. Entweder vermodere ich dann im Boden, oder werde verbrannt. Ob da ein Organ fehlt, ist doch egal.

Und es ist ja auch nie gesagt, dass ALLES entnommen wird. Selbst bei dem beschriebenen Fall in der Verwandtschaft, wo gezielt die lebenserhaltenden Apparate abgestellt wurden (in Koordination mit ALLEN einfliegenden Transplantationsteams!), wurden nicht mal ALLE Organe entnommen, die man hätte entnehmen können/dürfen.

E6hem6aliYge0r Nut9zer a(#39594x1)


Wie sieht es jetzt mit den Gliedmaßen aus. Sollte ich die wirklich noch mit aufschreiben? Für mich ist es halt wichtig, von außen her unversehrt zu sein. Alle Innereien sind ok. Sonst kann ich mich damit nich tidentifizieren/wohlfühlen. Und eine Menge innere Organe sind besser als nichts. :)^

Pted+di


schreibe doch alles auf einen Zettel und knipse ihn einfach an den Ausweis dran *:) Wär das ne Idee??

E0hemalfigemr Niutzer (C#395941)


Oder auf PC klein ausdrucken und draufkleben, dann ist es leserlich und trotzdem vollständig :)z

ap.fixsh


Kann man Organspendeangelegenheiten eigentlich auch in seiner Patientenverfügung niederschreiben? Da hätte man ja ausreichend Platz, sehr genau zu formulieren.


Danke an alle, die sich damit auskennen, für eure sachlichen Infos. Ich kann wirklich jedem nur ans Herz legen: wenn ihr euch mit dem Thema beschäftigt, wendet euch an die Experten und lasst euch die Fakten nennen.

Das Thema wird leider viel zu häufig zu emotional und recht unsachlich diskutiert.

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