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Arbeiten mit Gips am Arm?

dwopsxe77 hat die Diskussion gestartet


Hallo Forumsmitglieder

Ich hoffe, dass Ihr mir mal wieder helfen könnt. Folgende Situation:

Ich wurde am 11. Februar, wegen einem Riss im Diskus rechtes Handgelenk, operiert. Habe einen Gips bekommen. Erst letzte Woche Freitag wurde der Gips entfernt. Ich bin Rechtshänder. Ich war insgesamt 6 Wochen krankgeschrieben.Davon 5 Wochen mit Gips und eine Woche ohne, um die Hand wieder etwas gelenkiger zu machen. Das ist allerdings nicht gelungen. Die Hand lässt sich immer noch nicht richtig bewegen und schmerzt manchen Bewegungen richtig dolle. Das Tastaturenschreiben geht, wenn ich die Hand auf der Tastatur habe. Ich weiss allerdings, dass ich nach diesem Bericht die Hand von der Tastatur nehme und Schmerzen haben werde. Eine weitere Krankmeldung habe ich allerdings nun abgelehnt, weil ich doch etwas Schiss in der Hose habe vor dem Arbeitgeber.

Während dem Krankenschein hatte mich mal die Firma angerufen und gebeten mit auf eine Messe zu fahren. Zuerst habe ich nicht abgelehnt. Allerdings fragte ich auch, wer die Verantwortung übernimmt, bei einem eventuellem Unfall. Mit dieser Frage wollte ich mich absichern. Mein Vorgesetzter antwortete mir, dass ich in so einem Fall privat dort gewesen wäre. Daraufhin habe ich abgelehnt. Ich wäre gerne hingefahren, wenn man mir Sicherheit gegeben hätte.

Nächste Woche werde ich wieder arbeiten gehen. Mir wurde nun zugetragen, dass es Ärger geben wird. Die Geschäftsführung hat die Meinung, dass man mit Gips an der Hand arbeiten gehen kann und mit Gips am Bein nicht. Sicherlich hätte ich hier und dort etwas machen können, aber das meiste nicht. Arbeite im Einzelhandel Mobilfunkbereich. Da wir ausschließlich die ganzen Aufträge via PC oder handschriftlich machen, hätte ich schon ein Problem gehabt. Mit Kunden reden wäre ja nicht das Problem gewesen. Telefonieren wäre kein Thema gewesen, aber soviel Anrufe tätigen wir auch nicht. Zudem liegt mein Arbeitsplatz 35 km von mir entfernt. Eine gute öffentliche Anbindung gibt es nicht. Fahrzeiten wären zwischen 1,5 Std. und 2 Std. gewesen. PKW konnte ich nicht fahren.

Wie hätte es versicherungstechnisch ausgesehen, wenn ich mit Gips am Arm arbeiten gegangen wäre? Der Gips ist ja offensichtlich, dass man krank ist. Krankschreibungen kann man ja auch auf eigene Verantwortung ablehnen. Wer wäre bei einem Unfall etc. aufgekommen?

Antworten
S~uTnfl$owver_x73


Arbeiten während Krankschreibung ist rechtlich total heikel – ich würde es NICHT riskieren. Wenn Du eine Krankschreibung ablehnst, bist Du halt arbeitsfähig. ich bin letztes Jahr 2x schon eine Woche nach Knie-OP arbeiten gegangen – was dämlich war. Zwar nur stundenweise, den Rest der Zeit habe ich HomeOffice gemacht. Beim 2. Mal habe ich mir ziemliche Probleme damit eingehandelt und mein Arzt hat ordentlich mit mir geschimpft.

Ansonsten:

Nicht Dein Arbeitgeber entscheidet, wann eine Krankschreibung erforderlich ist, sondern der Arzt. Oder Art und Patient zusammen. Hängt ja auch immer vom Arbeitsplatz ab!

A\sigqa


Man kann...mit einem Gips am Arm arbeiten...

Aber:

Mein Vorgesetzter antwortete mir, dass ich in so einem Fall privat dort gewesen wäre

Na also. Privat. Und nicht geschäftlich. Dein Arbeitgeber lebt wohl nach dem Motto "wasch mich aber mach mich nicht nass"

KRnabcks


Die Geschäftsführung hat die Meinung, dass man mit Gips an der Hand arbeiten gehen kann

Ja, der Meinung kann man sein. Nach deiner Beschreibung kannst du aber bestimmte Arbeiten nicht machen.

Mal abgesehen von dem Fahrproblem würde ich mit dem Arbeitgeber abklären, welche Arbeiten ohne die rechte Hand möglich sind.

Wenn du sooo wichtig bist, stellen sie dir vielleicht einen Automatik-Pkw zur Verfügung? Wahrscheinlich ist die Miete für den AG günstiger als dein Ausfall.

Eyhemalig%er Nutzler (#3J25731x)


Ja aber zum Glück entscheidet das nicht der Arbeitgeber wann man krank ist. Und wenn der Arzt sagt man kann nicht arbeiten, dann ist das so. Dann kann der Arbeitgeber sich auf den Kopf stellen und mit den Füßen hurra schreien ;-)

Krnabcks


@ Mellimaus21

Ich glaube, du hast was überlesen.

Eine weitere Krankmeldung habe ich allerdings nun abgelehnt, weil ich doch etwas Schiss in der Hose habe vor dem Arbeitgeber.

E,hemaliger qNutzuer (P#3O25731x)


Muss jeder selber entscheiden, meist rächt es sich aber wenn man zu früh wieder arbeiten geht ...

d%opsxe77


Vielen Dank für die Antworten. Ich werde mal am Montag allen Mut zusammen nehmen und ihn fragen, wie er das beurteilen kann ob ich arbeiten hätte gehen können oder nicht. Woher er sich das Recht rausnimmt sowas zu sagen. Werde ihm aber auch gleich zu verstehen geben, dass ich bedenken habe mit meiner Arbeit und der Hand. Werde Unterstützung vom Unternehmen verlangen und diese einfordern, um meine Gesundheit nicht zu gefährden.

Am Dienstag werde ich wohl nochmal mit dem Arzt reden müssen.

Ich frag mich eigentlich warum ich Schiss habe. Ich bin doch in der Gewerkschaft. Am liebsten würde ich meine Gewerkschaftskarte kopieren und ihn bitten sich mit denen zu unterhalten. 14 Jahre Betriebszugehörigkeit von mir sind ja nicht gerade wenig.

M4au/ricbeBLN


Gesundheit geht immer vor. Auch schlimmstenfalls vor dem Job. Nur der Arbeitgeber darf dir gar nicht wegen krankheit kündigen. Und wenn ers doch macht, kann man auf Wiedereinstellung klagen.

Und merkwürdig finde ich das Verhalten schon von deinem Arbeitgeber, dass du "privat" während du krank geschrieben bist auf eine Messe sollst. Finde ich voll unseriös.

Ich würde erst wieder arbeiten, wenn du dich persönlich dazu in der Lage fühlst.

Ich war selbst vor kurzem 3,5 Monate krank und mein Arbeitgeber hat nicht rumgezickt.

d2unvkeklsüß


Das ist mal wieder typisch Arbeitgeber %-|

mach dir bloß keine Gedanken, und lass dir auf gar keinen Fall ein schlechtes Gewissen einreden, du hast alles richtig gemacht! @:)

Deinen Chef interessiert es einen Dreck wie es dir geht, und wenn du dich verletzt hättest ect wäre es denen auch egal. Sowas dankt einem niemand, es ist DEINE Hand, und die brauchst du noch dein Leben lang! Wer möchte, findet immer was zum lästern! Wärst du jetzt zur Messe erschienen, hätten sie darüber gelästert das du zu wenig gearbeitet hast, wetten wir?

RJotsch'opf2


. Ich werde mal am Montag allen Mut zusammen nehmen und ihn fragen, wie er das beurteilen kann ob ich arbeiten hätte gehen können oder nicht.

Woher er sich das Recht rausnimmt sowas zu sagen.

Also ich weiß nicht, ob ich mit meinem Chef in diesem Tonfall reden würde. :-X

Ich persönlich würde am Montag zum Arzt gehen und sagen, dass du wohl etwas zu voreilig gewesen bist, die Krankmeldung abzulehnen und dass du dich lieber auf seinen fachlich kompetenten Rat verlassen willst als am Ende durch verfrühtest Arbeiten noch Folgeschäden zu behalten.

Dann teilst du deinem Chef mit, dass du krank bist, und du läßt dich auf weitere Diskussionen nicht ein. Deinen Krankenstand musst du nicht rechtfertigen.

Werde ihm aber auch gleich zu verstehen geben, dass ich bedenken habe mit meiner Arbeit und der Hand.

Dann wird er dich entweder fragen, warum du dann zur Arbeit erschienen bist. Oder er wird sich seinen Teil denken :=o , dich arbeiten lassen, und wenn es Probleme gibt (z.B. gesundheitliche Folgen für dich), dann wird er sagen "der Mitarbeiter wirkte fit, und ich hatte keine Ahnung, dass der Gips ihn für die ihm zugewiesenen Arbeiten behindert; da der Arzt ihn nicht mehr krank schrieb, ging ich davon aus, dass es okay ist, wenn er arbeitet. Der Arzt wird ja wissen, was er tut." ]:D

Werde Unterstützung vom Unternehmen verlangen und diese einfordern, um meine Gesundheit nicht zu gefährden.

Wie stellst du dir die Untersützung vor, und was machst du, wenn er sie verweigert?

Ich habe den Eindruck, dass du dir alles ein bisschen einfacher vorstellst als es dann sein wird.

Am Dienstag werde ich wohl nochmal mit dem Arzt reden müssen.

:-o Warum erst am Dienstag ???

Wenn ihr am Montag streiten solltet, dann wird er dir (falls der Arzt dich am Dienstag krankschreibt) am Ende noch unterstellen, du hättest dir eine Gefälligkeitskrankmeldung geholt.

Ich frag mich eigentlich warum ich Schiss habe. Ich bin doch in der Gewerkschaft. Am liebsten würde ich meine Gewerkschaftskarte kopieren und ihn bitten sich mit denen zu unterhalten. 14 Jahre Betriebszugehörigkeit von mir sind ja nicht gerade wenig.

Ja, das frage ich mich auch.

@ dopse77

djopDse7x7


Witzig. Was man über Kollegen alles erfährt. Wie hinterfurzig. Es werden nun zwei Abteilungen zusammengelegt und ich bekomme die Verantwortung für Mobilfunk aberkannt. Oje. Das gibt Stress im Geschäft.

i4xcxhx7dxoZxcxh


Ja nicht mit Gips arbeiten, der gips ist ja nicht umsonst da. er soll nicht nur aussen stabilisieren, sondern auch verhindern, dass durch eine innere bewegung der Knochen Frendmaterial im ungünstigen Fall in die Blutbahn kommt, das ist z.B. eine Fettembolie und dann bekommst Du die "schwarze Essensmarke". Du kannst natürlich arbeiten, aber wenns dich erwischt würde keine versicherung zahlen.

AssiKgxa


Du kannst natürlich arbeiten, aber wenns dich erwischt würde keine versicherung zahlen.

Genau das ist die Frage, ob das sooo stimmt. Soweit ich weiß, ist eine Krankmeldung eine "Empfehlung" die der Arbeitnehmer - wenn ER sich fit fühlt - auch ablehnen kann.

Lediglich wenn Krankengeld gezahlt wird, der Arbeitnehmer aber zur Arbeit kommt, das würde Ärger geben, dann müsste man sich offiziell wieder gesund schreiben lassen.

In diesem Fall will aber der ARbeitGEBER den Arbeitnehmer zwingen, zu arbeiten. Und das dann auch noch "privat" laufen lassen. Und das sind wohl nicht die einzigen "Sauereien"

r-osa_NSchäxfchen


Es werden nun zwei Abteilungen zusammengelegt und ich bekomme die Verantwortung für Mobilfunk aberkannt.

Aber nicht wegen deiner Krankschreibung, oder? Wenn doch, kannst du dich dagegen wehren. Ich würd mir allerdings überlegen, ob ich für so jemanden überhaupt noch arbeiten will...

Ansonsten kopiere ich mal meine Antwort aus deinem anderen Thread hier rein:

Erkläre deinem Arbeitgeber, dass du ihm gegenüber verpflichtet bist, nichts zu tun, was der Heilung deiner Hand schadet. Heißt, du bist krankgeschrieben, darfst aber durchaus z.B. spazieren gehen, du darfst sogar auf ne Party, aber deine Hand darfst du nicht so benutzen, dass deine Krankschreibung verlängert werden könnte. Wenn du viel im PC eingibst ist das ja durchaus eine Mehrbelastung deiner Hand und wenn du danach Schmerzen hast, ist das kein gutes Zeichen. Normalerweise sollte ein AG das selber einsehen (-> Fürsorgepflicht).

Zwingen kann er dich sowieso nicht. Ich würde meine Hand auf jeden Fall noch schonen und nicht arbeiten gehen.

Wie hätte es versicherungstechnisch ausgesehen, wenn ich mit Gips am Arm arbeiten gegangen wäre?

Versicherungsschutz hättest du gehabt.

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