verordnung ausserhalb des regelfalls

hallöchen meine lieben, ich wollte fragen, ob hier jemand schon mal verordnungen ausserhalb des regelfalls bekommen hat, und wenn ja, wie wurde das begründet ???

lautmeines KGlers bräuchte ich weseltlich mehr anwendungen als die kasse im normfall bezahlt.

in meinem fall liegen folgende beschwerden vor:

querschnittlähmung TH4/5

verspannungen im hals/nackenbereich

schulterverspannungen

dauerschmerzen im rücken durch verspannungen bzw alte rippenbrüche und halswirbelverletzungen

dauerkopfschmerzen

migräneanfälle ausgelösst durch verspannungen

handgelenk, ellbogen und schultergelenkschmerzen

beginnende reizung des karpaltunnels beidseitig, laut neuro auch ausgelösst durch hws blokierung-verspannung

ich glaub das wars...

kann mir hier jemand helfen ???

danke schonmal @:)

iss frös|chle

Aber Fröschi! Wo liegt das Problem? Selbstverständlich brauchst du eine Verordnung ausserhalb des Regelfalls. Begründung sind dein Diagnosen / Beschwerden, vor allem Querschnitt. Ohne jeden Zweifel brauchst du da Dauerbehandlung. Wird dir das verwehrt?

W$olf7g;anxg

Ich habe mal ein halbes Jahr lang Physiotherapie "außerhalb des Regelfalls" bekommen nach zwei Oberschenkel-OPen am Ende einer Schwangerschaft – musste davor und danach insgesamt 11 Wochen liegen. Da war natürlich Muskelaufbau vonnöten, damit ich das Bein überhaupt wieder belasten konnte.

Auf der Verordnung meiner Hausärztin stand einfach "außerhalb des Regelfalls". Die Krankengeschichte ist der KK ja bekannt.

Wer macht denn bei dir Schwierigkeiten? Bekommst du das Rezept nicht oder will die Kasse nicht zahlen?

Luilxa

Ich glaube, das Procedere hängt z.T. von der Krankenkasse ab!

Ich bin bei der DAK und wg. diverser Knie- & Rückenprobleme seit September 2003 quasi in Dauerbehandlung. Anfangs 2-3 x wöchentlich, momentan 1x wöchentlich oder alle 14 Tage.

Mein Arzt hat z.T. nicht mal das Kreuzchen bei "Verordnung außerhalb des Regelfalls" gesetzt, sondern stumpf immer wieder KG verordnet. Es gab NIE Probleme. Zwischenzeitlich (Budget-Probleme beim Doc und massive Regressforderungen) habe ich die Verordnung an meine Hausärztin ausgelagert, die dann zwar brav "außerhalb des Regelfalls" ankreuzte. Da man bei der DAK das Rezept aber nicht zur Genehmigung vorlegen muss, war es derselbe Ablauf wie immer: Physiotermine vereinbaren und hingehen, unterschreiben, Zuzahlung leisten – fertig.

Gerade bei DEINER Problematik sollte es doch kein Problem darstellen!

Was helfen kann (darauf weiche ich aktuell aus, da die letzten OP's schon ein Jahr her sind):

Auf der Verordnung steht ja immer drauf, für welche Körperregion. Also nicht nur im Text, sondern auch in der Verschlüsselung (z.B. Ex3a oder so – darin ist codiert, wie viele Termine stattfinden dürfen!). Ich habe momentan immer Rezepte im Wechsel: 1x Extremitäten (für's Knie), dann LWS (für Rücken), dann HWS (wg. Schulter/Nacken, hatte vor einigen Wochen Unfall mit erheblichem Schleudertrauma). Jetzt kommt noch eine aktuelle Schulterproblematik dazu, die auch "verwurstet" wird. Bislang auch hier keine Rückmeldung der Krankenkasse, dass es nicht geht. Ich mache also immer schön im Wechsel Physio für die verschiedenen Baustellen – auf dem Papier. In der Realität wird das behandelt, was gerade am meisten Probleme macht. Wie mein Physio sagt, siegt da häufig auch einfach Dreistigkeit. Meine Ärzte lassen es drauf ankommen, weil sie die Notwendigkeit halt sehen.

Viel Erfolg!

S0unf'lowser_7x3

erst mal danke für die vielen antworten!!! @:) @:) @:) @:) @:)

mir wurde erst vor kurzem von dieser möglichen verordnung erzählt..

und da ich zum 1.2. dieses jahres die KK gewechselt habe, hab ich noch keinen antrag gestellt, da meine alte kasse das mit sicherheit nicht gezahlt hätte... >:(

aber die neue dürfte da eigentlich kein proble machen... :)^

ich werd mal zum doc guggen (den ich auch erst vor kurem gewechselt hab :=o ) und dann schauen was machbar ist!!!

danke nochmal!!!

its -fr0öschle

Da musst du keinen Antrag stellen. Im schlechtesten Fall muss das Rezept von der Krankenkasse "bewilligt" werden, d.h., die müssen das vorher sehen und unterschreiben. Das sollte in deinem Fall aber kein echtes Problem darstellen. Falls der Arzt Sich querstellt, so hilft oft auch ein Gespräch vom Physiotherapeuten zum Arzt mit einer Erklärung, warum, wieso, weshalb...

W]olmfg}anxg

Klart, mit einer Lähmung hast du wahrscheinlich immer Verspannungen.

Ich habe seit ein paar Jahren eine Hemiparese und seitdem durchgehend Ergo- und Physiotherapie, Physio als Doppeleinheiten. Der HA wusste es anfangs auch nicht so genau, da bekam ich erst mal das Rezept wieder mit und die KG hat dort angerufen, weil die Diagnose und Therapie anders da stehen mussten (z.B. KG ZNS) und Verordnung außerhalb des Regelfalls. Geht bei solchen Diagnosen. Außerdem bat die KG, dann mindestens 10 Doppelbehandlungen auf ein Rezept zu schreiben, damit die Zuzahlungen etwas niedriger werden.

Außerhalb des Regelfalls bedeutet, dass die Rezepte nicht ins normale Budget des Arztes mitgerechnet werden.

Bei manchen Kassen muss man die Rezepte erst genehmigen lassen, die meisten verzichten aber darauf, z.B. alle Ersatzkassen.

PCaul9inex11

Hallo,

also ich hab seit 2005 durchgehend Physio – Rezepte – und zwar außerhalb des Regelfalles.

Bei mir wurde es damit begründet, dass ich auf grund meiner Körperbehinderung regelmäßig Behandlungen brauche. Und so habe ich seit Mai 2005 jede 1-2 Behandlungen bei meinem Physio und das ohne Probleme mit der KK,

Du schreibst du hast eine Querschnittslähmung – dann fällst du eigentlich unter der Personenkreis der eine Dauerverordnung bekommen. Sprich doch mal deine KK an und laß das dort klären. Ich hab es von mit der KK geklärt und konnte so meinem Hausarzt sagen ,dass ich das ohne Probleme bezahlt bekomme.

t]edOdy7x6

Ich hab es von mit der KK geklärt und konnte so meinem Hausarzt sagen ,dass ich das ohne Probleme bezahlt bekomme.

Das entscheidet übrigens letztlich nicht die Krankenkasse, sondern die Kassenärztliche Vereinigung, die die Abrechnungen macht. Und die stellt nur fest, ob ein Arzt über dem Durchschnitt seines Fachgebiets liegt und kürzt ihm ggf. die Abrechnung (prozentual, nicht auf einzelne Patienten bezogen). Dann muss er aufwendig verhandeln und mit Besonderheiten seiner Praxis begründen - wenn er Glück hat, wird das akzeptiert oder die Kürzung zumindest abgemildert. Den Aufwand scheuen viele.

Einige chronisch kranke Patienten , die ich kenne, "verteilen" deshalb solche Verordnungen auf verschiedene Ärzte, also Ergo-Rezept vom Hausarzt, Physio vom Neurologen (die haben für sowas ohnehin ein höheres Budget), Logopädie vom HNO-Arzt usw.

Bei mir hat die Hausärztin bisher kein Problem damit, vielleicht hat sie sehr wenige solcher Patienten?

P'auliSne1x1

Ärzte dürfen das durchaus, nur viele tun es leider nicht. Genauso wie viele auch gar keine KG verordnen. Am besten informieren und gezielt drauf ansprechen!

M/e^llimadus2x1

Ein Orthopäde hat meinem Vater diese Woche erklärt, dass es eine neue Regelung gäbe, nach der Orthopäden gar keine Krankengymnastik mehr verordnen dürften. ]:D Anruf bei der Krankenkasse war dann sehr informativ, denn die Aussage war komplett gelogen.

S[unfslower_}73

Manch lügen sich echt einen zureche, da würde MÜnchhausen vor Neid erblassen ]:D

Moelljimatuxs21

Nun, ganz so einfach ist's leider nicht. Fakt ist. Wenn man sich bei der Kasse beklagt, heißt es immer: "Der Arzt kann alles Nowendige verordnen". Die Abrechnungen prüft allerdings nicht die Kasse, sondern die Kassenärztliche Vereinigung; und die kürzt auch die Zahlungen an den Arzt, wenn der deutlich über dem "Budget" liegt (oder auch nicht, wenn er es sehr nachvollziehbar mit vielen Seiten zu den Diagnosen seiner Patienten begründen kann).

Ich hab gestern auch mal meinen Hausarzt gefragt. Anlass war, dass mein Neurologe angeboten hatte, einen Teil meiner laufenden Verordnungen zu übernehmen, und eine Therapeutin sich immer schon wunderte, nur Rezepte vom Hausarzt zu erhalten ("ist ungewöhnlich, die Neurologen haben doch ein viel höheres Budget dafür"). Dem HA war das sehr recht, er habe laufend Probleme, weil er jedes Quartal über seinem Budget liege (bei Hausärzten, glaub ich, durchschnittlich ca. 30 EUR pro Patient und Quartal, für Rentner etwas mehr). Verordnungen außerhalb des Regelfalls fallen übrigens auch ins Budget (was ich nicht wusste), man könne sich nur hinterher leichter rechtfertigen mit diesen Patienten.

Auf diesen Ärger haben eben viele Ärzte keine Lust...

fröschle, frag doch auch mal den Neurologen - hast du doch sicher auch?

PKaul?in|e11

Das ist richtig, aber bei Patienten mit solchen Erkrankungen sieht es ja nun auch etwas anders aus. Da sollten Ärzte da mitarbeiten. Es geht ja nicht um nen gebrochen Arm sondern um einen Querschnittpatienten mit diversen anderen Problemen.

MQetllimVaus2x1

Pauline schrieb:

Außerhalb des Regelfalls bedeutet, dass die Rezepte nicht ins normale Budget des Arztes mitgerechnet werden.

SWun#floPwer_73

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