» »

Studie Naloxon & Haloperidol, Risiken insbesondere f. Gehirn

gwlolv:e17 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe Interesse an einer Studie mitzumachen, bei welche mir Naloxon & Haloperidol verabreicht wird.

Ich würde nun noch vorher etwas über die Risiken wissen.

Mich bedrückt besonders die Frage, inwieweit Naloxon & Haloperidol Ausiwrkungen auf das Gehirn haben?

Und ob beide Stoffe, soweit sie denn die Blut-Hirn Schranke überwinden (zumindest bei Haloperidol weiß ich das es so ist) abgebaut werden.

Denn Stoffe wie Amalgan ode Quecksilber bleiben ja für immer im Gehirn wenn sie einmal die Blut-Hirn Schranke überwunden haben, wie sieht das mit Naloxon & Haloperidol aus?

Ergänzung:

Ich habe die Studie nicht erfunden, ich könnte sogar die Studienunterlagen zusenden, weiß aber nicht ob das erlaubt ist. Aber sicherlich darf ich sagen, dass sie am UKE in Hamburg-Eppendorf stattfindet.

Mir gehts hauptsächlich um das Haloperidol, Naloxon soll sich ja abbauen.

Es sollen 2mg Haloperidol einmalig verabreicht werden.

Wie gesagt mir geht es vor allem um das Haloperidol und ob es sich abbaut oder ob man das Zeug dauerhaft im Hirn hat, das wäre mir nämlich viel zu gefährlich und dann würd' ich's auch sein lassen?

Grüße

Antworten
S,unflogwerx_73


Bzgl. des Naloxon würde ich mir keine allzu großen Gedanken machen. Es ist ein Opioid-Antagonist, d.h. er hebt die Wirkung von Opioiden an den Rezeptoren auf. Die Wirkungsweise ist gut belegt; Naloxon wird häufig in der Notfallmedizin eingesetzt und ist auch standardmäßig einigen Schmerzmitteln beigefügt, um deren Suchtpotenzial zu reduzieren. Der Wirkmechanismus ist gut belegt. Hätte kein Problem damit, es mal zu nehmen.

Beim Haloperidol würde ich aber streiken. Es ist ein altes Neuroleptikum, und damit einher geht das Risiko der am meisten gefürchteten Nebenwirkungen: Dyskinesien ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Sp%C3%A4tdyskinesie)]] und extrapyramidale Bewegungsstörungen (parkinsonähnliche Symptome).

Zwar treten die i.d.R. erst nach längerer Gabe auf, aber es gibt beschriebene Einzelfälle, wo eine einmalige Gabe (wobei mir da die Dosis gerade nicht bekannt ist) zu Problemen geführt haben. Ein Teil der Dyskinesien ist nicht reversibel, d.h. das Problem kann lebenslänglich erhalten bleiben (habe schon Patienten damit gesehen – nicht schön).

Dauerhaft hat man das Zeug nicht im Gehirn – weiß leider die Halbwertzeit nicht und habe mein Buch gerade nicht zur Hand. Sonst bräuchte ja jeder Patient nur eine einmalige Gabe und schwupps, die Substanz wäre für immer im Körper. Dem ist nicht so; Haloperidol wird abgebaut.

Fazit:

Haloperidol ist ein wichtiges Medikament, v.a. bei Schizophrenie. Aber es sollte wirklich nur nach genauer Abwägung der Risiken vs. des Nutzens eingesetzt werden – was es bei Schizophrenen ja auch wird, und wo es sinnvolle Dienste leistet (wobei man es da auch nur in der Akutphase gibt und nach Möglichkeit auf neuere, atypische Neuroleptika ausweicht, die geringere Risiken mit sich bringen).

Aber als Gesunder im Rahmen einer Studie würde ich es NICHT nehmen.

tfh7e-cxaver


Das Risiko, von einmalig 2mg Haloperidol eine Spätdyskinesie zu krigen, dürfte extrem gering sein – und zum Ausgleich des Risikos gibt es ja ein entsprechendes Honorar.

Zur Verweildauer im Körper: Die Halbwertszeit von >haloperidol liegt in der Größenordnung von 24 Stunden, die von Naloxon bei einer Stunde.

Grüße

S>unflowXer_73


@ the-caver:

Hast Du nähere Angaben/Quellen bzgl. Risiko der Einmalgabe von Haldol? Bei mir ist (noch aus Praktikumszeiten) leider sehr lebendig hängen geblieben, dass ein Patient nach Einmalgabe Dyskinesien entwickelt hat... Habe daher vermutlich eine verzerrte Risiko-Einschätzung.

t he-c]aver


Nein, habe ich leider nicht. War das wirklich ein Fall von Spätdyskinesien? Akut kann Haldol natürlich auch nach Einmalgabe Dyskinesien machen, aber die verschwinden ja wieder.

Immerhin ist Haldol eines der weltweit meistverwendeten Medikamente gegen Opioid-Übelkeit, und auch in der Anästhesie hat man früher massenhaft hochpotente neuroleptika verwendet, ohne dass das ein erhebliches Problem gewesen wäre.

Grüße

g9lolkvex17


Danke für eure Antworten,

das Naloxon ist für mich nicht das Problem, aber das Haloperidol hat mich halt hellhörig werden lassen.

Da ist mir dann auch die Bezahlung es nicht wird, zumal wenn ich Dinge lese, dass sich Teile des Gehirn für kurze Zeit stark verkleinern, dann zwar wieder die ursürongliche Größe annimmt, da krieg' ich dann schon irgendwo das Schaudern.

Ich bin kein Weichei, aber ich habe kein gutes Gefühl dabei.

Natürlich wird angeführt, dass es jahrzehntelang angewendet werde, aber was heißt das schon, zum Thema Impfen gibt es ja z. B. nach wie vor kontroverse Meinungen.

Und da bin ich mit Sunflower_73 einer Meinung und wer weiß welche Wirkungen das Zeug noch vielleicht später hat.

Ich blase meine Teilnahme ab, das Zeug ist mir zu heftig, auch nur bei 2mg, am besten sind immer noch 0.

Aber vielen Dank für eure Hilfe, ihr habt mir sehr weitergeholfen. :)=

SXunfl(owxer_73


@ the-caver:

Danke! Waren definitiv Spätdyskinesien, reagierten nicht auf Medikamente und waren auch Monate später noch da.

@ glolve17:

Teile des Gehirns verkleinern sich? Wo hast Du das denn her?

gSloluvce17


Z.B. hier

[[http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=41492]]

Ist wohl reversibel, aber klingt für mich trotzdem gruselig.

SAunflonwerp_7x3


@ glolve:

Danke für den Link – ZI Mannheim ist immerhin auch eine seriöse Quelle!

Wusste ich noch nicht – wieder was gelernt beim Rumtreiben im Internet! ;-D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gesundheitswesen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH