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Blutspende und vertraulicher Selbstausschluss

TBheHanxgover hat die Diskussion gestartet


hallo zusammen,

wozu genau dient der vertrauliche selbstausschluss?

ich beschäftige mich aktuell mit dem thema "blutspende", da ich selbst in kürze blut spenden möchte – meine mum war anfang des jahres bei einer op auf blutkonserven angewiesen und ich würde nun gerne etwas dankbarkeit zeigen und blutspender werden.

was ich nicht so ganz verstehe, ist folgendes:

ich gehe zur blutspende, fülle den fragebogen aus und bekomme im laufe des verfahrens einen weiteren fragebogen (den vertraulichen selbstausschluss), um die möglichkeit zu haben, mein blut doch nicht freizugeben – warum auch immer. ist das korrekt?

wenn ja, wird mein blut dann trotzdem gecheckt oder bekomme ich somit keine infos über meinen gesundheitszustand?

falls dem so ist, hat das (beispielsweise) krankenhaus doch gar nichts davon und hat lediglich kosten, aber keine blutspende von mir.

denke ich richtig oder verstehe ich etwas falsch?

Antworten
Ekhema-liger <Nutze\r (#69x928)


Es dient dazu, dass man gemäß des öffentlichen Druckes Blut spenden kann, dessen Tauglichkeit dabei aber auch heimlich ausschließen. Wenn beispielsweise alle Kollegen Blut spenden gehen wollen, du aber nicht, stellt sich die Frage, warum nicht: Bist du homosexuell? Hast du eine sexuell übertragbare Krankheit? Das verleitet, Blut zu spenden, obwohl es untauglich ist. Damit kommt der Selbstausschluss der Gesundheit des Empfängers zugute. Soweit ich weiß, wird das Blut dann einfach verworfen, aber hier bin ich mir nicht sicher, vielleicht weiß da jemand mehr.

SgpriXngc"hi<ld


Hallo Hangover,

der Selbstausschluss bedeutet, dass Dein Blut nicht für Bluttransfusionen etc. genutzt wird, sondern für Forschungszwecke oder sowas. Es ist sinnvoll, den Selbstausschluss anzukreuzen, wenn Du z. B. einen HIV-Risikokontakt hattest. Und es wird natürlich trotzdem untersucht.

Suchildkprötxe007


Das ist zum Beispiel so, der ganze Verein geht Blut spenden, freiwillige Feuerwehr, oder die ganze Firma.

Dann spenden erst einmal alle unter dem Gruppenzwang. Wenn jetzt aber ein Mann krank ist, Sex mit Prostituierten hatte, Schwul ist, usw... dann darf das Blut nicht verwendet werden.

Wenn man das unter den Kollegen nicht möchte, dass sie es wissen, dann kann man auf dieser Karte nach der Spende ankreuzen und das Blut wird vernichtet.

Gaerb}ilElovber


Hey,

aber das bringt doch dann nur einmal was?

Wenn man z.B. Hiv hat und das dabei festgestellt wird, dann wird man doch automatisch gesperrt und darf nicht mehr spenden, nie wieder.

Dann erfahren es die Kollegen doch eh, dass man nicht spenden darf?!

LG

Gmiuse"ppxe


Gleich am Anfang bekommt man den Fragebogen und den Selbstausschluss. Du füllst den Fragebogen aus und falls dann noch was sein sollte Du Dich aber nicht trauen würdest von der Blutspende zurückzutreten oder warum auch immer dann kannst Du Blutspenden und Dein Blut aber nicht freigeben. Da gibt es 2 Aufkleber mit Barcode, Du nimmst entweder den zur Freigabe oder den zur nicht Freigabe und klebst ihn auf die vorgesehe Stelle. Das Blut wird dann glaube ich nur zur Forschung verwendet. Infos zum Blut bekommt man nur falls bei der Überprüfung Deines Blutes etwas auffällt.

T_heHaxngovxer


direkt so viele antworten :) dankeschön.

d. h. dann also auch, jeder der "nur" seinen gesundheitsstatus checken möchte, kann zur blutspende gehen, kreuzt sicherheitshalber "nein" beim selbstausschluss an und wartet dann auf post vom blutspendedienst?

GKi4usepxpe


Um Deinen Gesundheitszustand überprüfen zu lassen bist Du beim Arzt bestimmt besser aufgehoben. Nach der ersten Blutspende bekommst Du Deinen Blutspendeausweis per Post zugestellt. Da steht aber nur die Blutgruppe drauf, keine Werte.

q,uengxler


warum wird hier schon zweimal erwähnt, Schwule dürfen nicht spenden?

G/igu@s:epxpe


vielleicht falls man es beim ersten Mal überlesen hat? ;-D

T.heHOangovexr


Um Deinen Gesundheitszustand überprüfen zu lassen bist Du beim Arzt bestimmt besser aufgehoben

das denke ich auch.

Da steht aber nur die Blutgruppe drauf, keine Werte

ok. aber falls krebs oder sonstiges festgestellt wird, wird die betreffende person doch sicher benachrichtigt.

habe gerade einen möglichen fragebogen gefunden:

[[http://www.uniklinik-freiburg.de/blutspende/live/spendetechniken/fragebogen.pdf]]

wenn ich die fragen da so lese, wird mir schon leicht komisch.

die meisten fragen könnte ich mit "nein" beantworten, allerdings kann ich so im nachhinein betrachtet nicht die hand für meine ex ins feuer legen, ob sie mir treu gewesen ist, was mich gerade leicht verunsichert – wobei ich bei solchen themen immer ein riesen schisser bin.

mein hiv-test zu beginn bzw. kurz vor unseren beziehung war negativ – was anderes wurde (vielleicht etwas fahrlässig von mir) nicht getestet.

G(ius0epxpe


Ja, sollte etwas auffälliges bei der Blutüberprüfung festgestellt werden wird der Spender benachrichtigt. Daher ist es schon auch eine Kontrolle des eigenen Blutzustandes.

q3uenglxer


verstehe ich das richtig: Schwule dürfen nicht spenden ??? ?

g?wend-olynn


@ quengler

Ja, hast du richtig verstanden. Da läuft auch gerade ein anderer Thread dazu.

THhbeHangHovexr


habe ich auch so verstanden bzw. schon mal gehört/gelesen.

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