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Falsche Arztrechnung Beweispflicht

trhe-c/aveqr


Was sagt denn Deine Versicherung dazu?

Ob die Ärztekammer Dir weiterhilft, hängt davon ab, in welchem Bundesland bzw. welchem Kammerbereich Du wohnst – nicht alle Ärztekammern hbaen Schlichtungsstellen für Privatrechnungen.

Ansonsten ist Deine Beweislage ja eher dünn – ohne Anwalt würde ich mich da mal nicht zu weit aus dem Fenster lehnen...

Grüße

L~einz11


Hallo the-caver,

nrw, und die haben eine schlichtungsstelle. wieso sind meine beweise dünn? Die Verrechnungsstelle hat Mahnverfahren angekündigt, wenn ich nicht zahle! Spätetens dann muss ich zum Anwalt, aber jetzt warte ich mal ab. Es kann doch nicht angehen, dass man übers Ohr gehauen wird und nichts tun kann?

Der Kasse habe ich nur kurz telefonisch davon berichtet.

tMhe -cavTer


Die Kasse hat ein Interesse daran, nicht mehr als nötig zu zahlen – und sie hat Juristen, die wissen, wie das geht.

Deine Beweislage ist mehr als dünn – was hast Du denn in der Hand? Dass eine homöopathische statt einer gleich teuren Ernährungsanamnese abgerechnet wurde, dürfte ein schlichter Übertrgungsfehler sein, wird zumindest die Praxis sagen. Und alle berechneten Maßnahmen wird der Arzt mit ziemlicher Sicherheit auch dokumentiert haben, was ein Anscheinsbeweis zu seinem Gunsten ist, den Du erst mal erschüttern müsstest – ich bezweifle, dass ein fehlendes Aufklärungsformular (schriftliche Aufklärung ist nicht zwingend vorgeschrieben) dazu ausreicht. Und die Arzthelferin wird kaum gegen ihren Chef aussagen...

Sobald übrigens ein Gerichtsverfahren anhängig ist, wird die Schlichtungsstelle ihre Arbeit einstellen.

Grüße

L>enzx11


für spritzen in den peridualraum und infiltrationsbehandlung muss man nichts unterschreiben?

auf gut deutsch, jeder arzt der will kann abzocken bis zum umfallen und der dumme ist der patient?

sicher wird die helferin nichts gegenteiliges sagen und das die daten der nicht erfolgten spritzen dokumentiert ist, wird mir auch klar sein. aber was kann man denn tun? sich alles gefallen lassen?

tgh?e-ca@ver


Strenggenommen ist eine schriftliche Aufklärung nie verpflichtend (außer bei klinischen Studien) – mündlich genügt. Trotzdem klärt so ziemlich jeder Arzt auch schriftlich auf, sonst hat er ein Beweisproblem, was den Umfang der Aufklärung angeht. Ob allerdings eine fehlende schriftliche Aufklärung als Anscheinsbeweis dafür gewertet wird, dass die Maßnahme gar nicht durchgeführt wurde, dürfte der freien Beweiswürdigung des Richters unterliegen (die Juristen Deiner Krankenversicherung wissen sicherlich, ob es dazu Rechtsprechung gibt).

Mal ne ganz andere Frage: Woher weißt Du eigentlich, dass die beiden "Piekser" nicht vielleicht eine PDA und eine FB waren? OK, FB geht eigentlich nur mit Kontrolle durch Röntgen/Ultraschall/CT, aber so mancher Orthopäde glaubt, er könne es ohne...

L|enz,11


die piekser waren am po.... ;-) außerdem dauerte das ganze nur ein paar sekunden. rechtspieks, links pieks,fertig....

L{enZzy11


the-caver, ich glaube du bist arzt!?

ich mache bestimmt nicht einfach so aus jux und dollerei so einen aufstand. und ich kann ne peridualspritze etc. sehr wohl von einer einfachen unterscheiden und zählen kann ich auch. außerdem weiß ich, dass es unangeneh mist und ich eh eine angst vor spritzen habe, hätte ich es eh nie machen lassen. zudem bin ich nach dem piekser direkt aufgestanden,termin gemacht und nach hause gefahren. hätte ichgarnicht gedurft, wenn die angeblichen spritzen bekommen hätte, soweit ich weiß. es stinkt doch zum himmel, die frage ist, wer steht nachher dumm da.

und mal im ernst - warum weigere ich mich, wenn es die kasse doch zahlen würde ( den wirklich erbrachten teil der rg. habe ich ja bezahlt, die rg. aber entsprechend gekürzt ), ich habe ja keine vorteile und dass korrekt abgerechnet wurde und der kasse die kürzung mitgeteilt ist, ist ja prüfbar und erledigt.

und wie gesagt, die beiden anderen rg.be ich garnicht erst eingereicht.

zUuxza


also einen wirklichen supergau sehe ich hier noch nicht ;-)

wenn der arzt dir eine kopie deiner akte nicht schickt, so gehst du einfach hin und holst sie dir ab ;-D du hast doch nichts falsch gemacht, also verabschiede dich von dem gedanken "in die höhle des löwen zu gehen". für dich steht nichts auf dem spiel, für den arzt jedoch so einiges. sei freundlich verbindlich und hole dir deine dokumente ab.

die mahnung(en) der verrechnungsstelle sammelst du schön – wenn ein gerichtlicher mahnbescheid kommt, widersprichst du diesem ... es kommt dann zur verhandlung.

zu deinem erarbeiteten ernährungsplan hast du doch sicherlich material erhalten? weisst du, welches produkt die arztfrau vertreibt?

die anmerkungen von the caver sind für mich übrigens nicht wirklich nachvollziehbar – durch die mittlerweile in jeder praxis in hintertupfingen vorhandene it-infrastruktur ist dem betrug und der urkundenfälschung ja tür und tor geöffnet ....

Lienzx11


zuza, haben keinen plan erhalten, gibt ja keinen, zumindest damals nicht. jetzt mag es einen geben ;-) wie das produkt heißt, weiß ich. wer hat noch nicht, wer will noch mal für teuer geld? darf man den namen hier schreiben?

hast recht, könnte ja echt hinfahren, dann aber am besten mit zeugen.

für mich ist es ein supergau ;-).

z"uza


nein, ist kein super-gau ;-) solche dinge sind unheimlich bereichernd ;-D sieh es einfach als projekt, dass deine durchsetzungsfähigkeit trainiert – und das auch noch freundlich-bestimmt ... erfreue dich an der panik, die du in dieser praxis stiftest 8-)

falls ein gerichtlicher mahnbescheid irgendwann ins haus flattert, musst du diesem aber unbedingt widersprechen – ansonsten gilt dies quasi als anerkenntnis.

übrigens kann es dir ganz egal sein, ob der arzt irgendwas deiner pkv mitteilt – das ist nur irgendein geblubber. du hast nichts eingereicht und stehst in kontakt mit deinem "laden" .... du kannst dir sicher sein, dass der arzt ziemlich sehr genau weiss, um was es hier geht ... hast ihn schon angeschossen ;-D *jaul*

L]enzx11


zuza, dir macht es ja richtig spaß.. :-D

halte die interessierten auf dem laufenden. allerdings mache momentan nichts anderes mehr als kopien, briefe schreiben und telefonieren....

bin echt gespannt, wie es ausgeht. wegen kleinkram würde ich nichts sagen, aber hier ist ganz offensichtlich gemogelt worden und zwar dicke. leider den falschen patienten rausgepickt. andere mögen auf ihre rg. niht gucken -ich schon. ist mir davor erst einmal passiert solh große mogelei und ratet mal bei welchem facharzt!? der war aber ganz schnell einsichtig ;-).

tihe-xcaver


anmerkungen von the caver sind für mich übrigens nicht wirklich nachvollziehbar

Und was ist daran nicht nachvollziehbar? Dass die Aufklärung nicht in Schriftform erfolgen *muss*, ist ein Faktum, dass Du in jedem Artikel zu dem Thema nachlesen kannst. Ebenso wie die Tatsache, dass die Dokumentation einer Maßnahme einen Anscheinsbeweis für die Durchführung darstellt (wohlgemerkt *Anscheins*beweis, der kann natürlich erschüttert werden).

durch die mittlerweile in jeder praxis in hintertupfingen vorhandene it-infrastruktur ist dem betrug und der urkundenfälschung ja tür und tor geöffnet

Offenbar kennst Du Dich mit medizinischen Dokumentationssystemen nicht sonderlich aus: Elektronische Dokumentation ist im Gegensatz zur Papierdokumentation sogar ziemlich (ver-)fälschungssicher, weil nachträgliche Veränderungen, Neuanlagen u.s.w. nicht unbemerkt möglich sind, das wird von den Systemen mitprotokolliert und ist vom Anwender nicht veränderbar. Wenn in der praxis also elektronisch dokumentiert wird, kann nichts nachträglich verändert worden sein, jedenfalls nicht unbemerkt.

darf man den namen hier schreiben?

Das wäre gar keine gute Idee, da Du ihn in der Diskussion auch schon als "Gauner" bezeichnet und ihm Betrug unterstellt hast. Den Namen solltest Du nur nennen, wenn Deine Beweise auch für eine strafrechtliche Verurteilung ausreichen würden – und das sehe ich hier noch nicht. Ansonsten droht Dir reichlich Ärger und vierstellige Kosten (solange Du ihm keinen Betrug nachweisen kannst, ist das üble Nachrede, von zivilrechtlichen Unterlassungsansprüchen mal ganz abgesehen). Also lass es lieber.

und wie gesagt, die beiden anderen rg.be ich garnicht erst eingereicht.

*seufz* – zum dritten mal: Wenn Du der Kasse die Rechnungen schickst und dabei mitteilst, dass die Leistungen Deiner Ansicht nach nicht erbracht worden sind, wird die Kasse schon in eigenem Interesse prüfen, wie die Rechtslage ist, dafür hat sie Fachleute. Warum wurschtelst Du als juristischer und medizinischer Laie da rum, wenn es auch Profis gibt, die das machen würden?

Auch der Rechtsschutzversicherung würde ich die Sache mal zumindest mitteilen – falls Du sie später doch noch brauchst, werden Sie sich sonst möglicherweise weigern, mit der Begründung, das Du vertragliche Verpflichtungen verletzt hast (ich vermute mal, in Deinen Versicherungsbestimmungen steht drin, dass Du sie bei einem sich anbahnenden Rechtsstreit umgehend informieren musst). Angabe aber ohne Gewähr – ich hab keine Rechtsschutzversicherung.

Der Hinweis mit dem Mahnbescheid ist übrigens wichtig: Wenn Du dem nicht fristgerecht beim Gericht widersprichst (geht erst mal auch ohne Begründung) wird es später *sehr* schwierig, noch was zu erreichen!

Grüße

MRsEincsam


the caver :)^

ich frage mich immer, warum immer die gleichen in diversen Fäden mit Halbwissen zu ärztlichen Abrechnungen glänzen müssen %-|

Swil8keKx.


Offenbar kennst Du Dich mit medizinischen Dokumentationssystemen nicht sonderlich aus: Elektronische Dokumentation ist im Gegensatz zur Papierdokumentation sogar ziemlich (ver-)fälschungssicher, weil nachträgliche Veränderungen, Neuanlagen u.s.w. nicht unbemerkt möglich sind, das wird von den Systemen mitprotokolliert und ist vom Anwender nicht veränderbar. Wenn in der praxis also elektronisch dokumentiert wird, kann nichts nachträglich verändert worden sein, jedenfalls nicht unbemerkt.

Da würde mich interessieren, in welchem Umfang "the-caver" mit solchen Dokumentationsprogrammen in der ärztlichen Praxis arbeitet! Nichts abändern, ohne dass das System alles abspeichert? – Vielleicht. Aber abändern geht jederzeit und welche Versicherung prüft bitte das System bzgl. der zeitlichen Einträge, wenn der Arzt einen Ausdruck seiner Notizen und Vermerke zur Verfügung stellt? Da sieht man nix von Abänderungen, da steht das Behandlungsdatum, die Anamnese, die Therapie usw. drin.

Dass die Aufklärung nicht in Schriftform erfolgen *muss*, ist ein Faktum, dass Du in jedem Artikel zu dem Thema nachlesen kannst.

Das ist ja durchaus korrekt, jedoch ist jeder gut versierte Arzt darauf aus, eine Unterschrift auf den Aufklärungsbogen zu bekommen.....gerade z. B. bei Injektionen im Peridualraum ist es auch eine Absicherung für den Arzt.

Beispiel: Eine Bekannte von uns war im letzten Jahr wegen schwerer Rheumaschübe in einer orthopädischen Spezialambulanz. Sie hoffte, dort endlich Hilfe und Schmerzlinderung zu erfahren. Der Oberarzt klärte sie mündlich über die Injektion in den Peridualraum auf. Unsere Bekannte ist gelernte Krankenschwester, fragte nach dem Aufklärungsbogen, den sie unterschreiben wollte. "Das ist nicht zwingend erforderlich. Wir haben das ja mündlich gemacht und sie sind ja auch vom Fach!" war der Kommentar des Oberarztes.

Kurz darauf lag unsere Bekannte im großen Behandlungsraum, 2 Krankenschwestern und der Oberarzt dabei und der begann dann mit der Injektion. Unsere Bekannte spürte einen Schmerz bei der Injektion, dann bekam sie keine Luft mehr, wurde bewusstlos. 2 Stunden später rief sie ihren Mann heulend von der Intensivstation aus an. "Schatz, kannst Du bitte kommen. Die Schwester hält mir das Telefon ans Ohr und der Oberarzt glaubt, dass ich querschnittsgelähmt bin!" Das hat sich leider bestätigt. Heute, etwas mehr als ein Jahr nach der fehlgeschlagenen Injektion besteht für unsere Bekannte kaum noch Hoffnung, dass die Querschnittlähmung nochmal aufgehoben werden kann. Irreparable Schäden wegen der Injektion und der Arzt hat nun ein Verfahren wegen Körperverletzung am Hals. Die Versicherungen sind scharf drauf, dass solche Bögen vorliegen und für den Arzt wäre es durchaus von Vorteil gewesen, er hätte sich die Unterschrift geben lassen. Mal ein Beispiel dafür, wo es für einen Arzt mehr als eng werden kann.

Mal ne ganz andere Frage: Woher weißt Du eigentlich, dass die beiden "Piekser" nicht vielleicht eine PDA und eine FB waren?

Also den Unterschied zwischen einer PDA und einer "stinknormalen" intramuskulären Injektion wird wohl jeder Patient gut unterscheiden können. Wobei eine PDA ja auch nicht in ein paar Sekunden gehalten ist.

bin echt gespannt, wie es ausgeht. wegen kleinkram würde ich nichts sagen, aber hier ist ganz offensichtlich gemogelt worden und zwar dicke.

Wenn Du diesen Verdacht hast, Lenz, dann sind umgehende schriftliche Beschwerden bzw. Informationen für die Versicherung zwingend erforderlich. Da schließ ich mich the-caver voll und ganz an, denn wenn die Fristen erstmal verstrichen oder das Mahnverfahren am Laufen ist, wird es schwer sein, überhaupt noch was zu erreichen. Und die Versicherungen reagieren am Besten, wenn man ihnen schwarz auf weiß alle notwendigen Informationen umgehend zukommen lässt.

ich frage mich immer, warum immer die gleichen in diversen Fäden mit Halbwissen zu ärztlichen Abrechnungen glänzen müssen

@ MsEinsam

Weil es für viele ein interessantes Thema ist und viele aufgrund "gefundener Informationen" (wikipedia und google sei Dank) hier einiges reinposten können. Ich wundere mich hier sehr oft, welche Dinge gepostet werden. Dann frage ich mich immer, was ich in meiner jahrelangen Tätigkeit im Bereich der privaten Abrechnung verpasst habe. Vor allem, wenn es um Fachbegriffe und Rechnungspositionen geht.

M"AC]BxA


*seufz* – zum dritten mal: Wenn Du der Kasse die Rechnungen schickst und dabei mitteilst, dass die Leistungen Deiner Ansicht nach nicht erbracht worden sind, wird die Kasse schon in eigenem Interesse prüfen, wie die Rechtslage ist, dafür hat sie Fachleute. Warum wurschtelst Du als juristischer und medizinischer Laie da rum, wenn es auch Profis gibt, die das machen würden?"

Mein Mann ist privat versichert. Für eine Augenoperation wurden von ihm 45tausend € verlangt. Da ein Laie ja nicht nachvollziehen kann,

wie der Arzt auf diesen Betrag kommt, haben wir seine Versicherung gebeten, die 5 Seiten lange Rechnung von Fachleuten – sprich Ärzten -

prüfen zu lassen. Zuerst wollte die Versicherung nämlich nicht alles bezahlen.

Die Versicherung kann nicht sagen, das zahlen wir nicht, sie muss prüfen und nachweisen. Und sie hat bezahlt.

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