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Medikamente zu teuer, Alternativen?

Q uinxoat-KeNks


Nochmal: Mit einer Therapie habe ich keine Möglichkeit mehr jemals meinen erlernten Beruf auszuüben. Das heisst 7 Jahre Studium waren vollkommen umsonst. Da ich auch nichts anderes gelernt habe kann ich gleich Hartz IV beantragen. So halte ich mich eben mit Medikamenten über Wasser, kann aber wenigstens arbeiten gehen.

Um eine Krankheit loszuwerden, ist es an erster Stelle wichtig, sie anzunehmen, als vorhanden anzuerkennen.

Und du meinst, wenn ich 100% davon überzeugt bin an Narkolepsie zu leiden, geht die Krankheit dann schon weg? Und überhaupt, wie soll ich wirklich daran glauben diese Krankheit zu haben, wenn mir nur jeder Arzt sagt "ja wahrscheinlich haben Sie das, sicher sind wir uns aber nicht".

Kaaraxtel-ady


Was hast Du für einen Beruf, der Dir mit Psychotherapie, nicht aber Narkolepsie verwehrt wird?

Kenne da nur die Probleme bei der Verbeamtung, aber müsste da Narkolepsie nicht auch schon ein Hinderungsgrund sein?

s*chn*attKerAguxsche


Quinoa-Keks

Ob die 7 Jahre Studium umsonst waren, liegt an Dir. Ich habe auch nach dem Studium nur reichlich 7 Jahre in meinem Beruf arbeiten können. Ein Dreivierteljahr zu Hause, und ich habe es nicht mehr ausgehalten. Aber deswegen Hartz-IV (damals hieß das noch Sozialhilfe)? Nicht mit mir! Seitdem habe ich in einer fremden Branche in Berufen gearbeitet, für die ich überhaupt keine Ausbildung habe. Zweimal studiert, und ich hätte es mir schenken können? Keinesfalls! Ich habe im Studium sehr viel mehr gelernt als die fachlichen Inhalte. Nichts anderes gelernt? Ja und – das heißt nicht, dass ich nichts anderes könnte. Ich mußte nur nach diesen Praxisjahren nochmal ganz von vorn anfangen.

Um eine Krankheit loszuwerden, ist es an erster Stelle wichtig, sie anzunehmen, als vorhanden anzuerkennen.

Und du meinst, wenn ich 100% davon überzeugt bin an Narkolepsie zu leiden, geht die Krankheit dann schon weg?

Oha, Vorsicht! Bitte lies nochmal genau, was ich geschrieben hatte! Du hast so ziemlich das Gegenteil herausgelesen:

1) Es geht nicht darum, sich von seinem Leiden zu überzeugen. Auch das wäre bereits kontraproduktiv. Es geht darum, die Krankheit als Krankheit wahrzunehmen und mit ihr umgehen zu lernen. Das schwächt die Verdrängung und stärkt die Aufmerksamkeit für die Symptome.

2) Durch das Annehmen geht die Krankheit nicht weg. Ich schrieb "es ist an erster Stelle wichtig", nicht "es ist allein wichtig" oder gar "es ist ausreichend".

Und überhaupt, wie soll ich wirklich daran glauben diese Krankheit zu haben, wenn mir nur jeder Arzt sagt "ja wahrscheinlich haben Sie das, sicher sind wir uns aber nicht".

Wie wichtig ist es Dir, diese Krankheit zu haben bzw. zu wissen welche es ist und wie sie genannt wird?

Q/uin<oa-IKeCkxs


@ Karatelady:

Ich studiere Lehramt. Narkolepsie wäre eine chronische Krankheit/Behinderung. Im Sinne der Gleichstellung dürfte ich damit nicht benachteiligt werden. Eine Psychotherapie schliesst aber eine Ausübung des Berufes aus.

@ schnattergusche;

Natürlich interessiert mich nichts mehr als zu wissen was ich wirklich habe. Aber das geht bei mir nunmal nicht. Also finde ich mich damit ab und beschäftige mich eher mit der Frage was ich gegen die Symptome tun kann.

sIchnatte[rguscxhe


Im Sinne der Gleichstellung dürfte ich damit nicht benachteiligt werden. Eine Psychotherapie schliesst aber eine Ausübung des Berufes aus.

Schließt nicht bereits die Erkrankung die Ausübung des Berufes aus? ":/ Wie stellst Du Dir vor, Ausfälle während des Unterrichts sicher verhindern zu können?

Natürlich interessiert mich nichts mehr als zu wissen was ich wirklich habe. Aber das geht bei mir nunmal nicht. Also finde ich mich damit ab und beschäftige mich eher mit der Frage was ich gegen die Symptome tun kann.

Lese ich da nur Resignation heraus, oder ist die tatsächlich in Deinen Worten enthalten?

Du scheinst mir dem klassischen Patientenbild verfallen zu sein. Ich muss wissen was ich habe, damit ich dann etwas dagegen unternehmen kann. Wenn das nicht geht, will ich möglichst nichts von der Erkrankung bemerken. Das ist die übliche Denkweise, wenn jemand gegen etwas kämpfen will. Dazu muss man den "Gegner" möglichst genau kennen.

Es mag schrecklich lapidar sein, scheint mir hier als Bemerkung aber angebracht: Eine Erkrankung ist Ausdruck einer Störung eines der vielen körpereigenen miteinander verflochtenen Regelsysteme. Der Körper selbst ist bestrebt, seine dynamische Balance wiederherzustellen. Das eröffnet uns neben dem Kampf gegen Krankheiten auch die Möglichkeit, etwas für die Gesundheit zu tun. Was im allgemeinen als Prophylaxe verstanden wird, kann gleichzeitig Therapie sein. Die Stärkung der Gesundheit hat natürlich die logische Folge, dass Krankheiten zurückgehen müssen. Aus der Physik kennen wir das Naturgesetz, dass jede Kraft sich dann entfalten kann, wenn wir eine andere Kraft entgegensetzen. Warum sollte das in Biologie und Medizin anders sein? Gegen eine Krankheit zu kämpfen, erzwingt geradezu ihre Verstärkung.

Ich sehe z.B. in einer begleitenden Psychotherapie eine Chance dafür, dass Dein Körper die Medikamente besser annimmt und umsetzt. Auch wenn sie nicht direkt gegen die relativ nebulöse Krankheit helfen, stärken sie doch die anderen Regelsysteme so, dass Du symptomarm leben kannst. Auch wenn die Ursache dabei bleibt. Damit kannst Du Dich natürlich abfinden. Es gibt allerdings auch Möglichkeiten, den Körper so zu unterstützen, dass er die Ursachen auflöst, auch wenn sie medizinisch noch nicht abklärbar sind.

EyinKpaet,zchen


@quinoa Du kriegst "nur" ein Problem mit der Verbeamtung, wenn du ne Psychotherapie machst/gemacht hast. Das gilt aber für alle chronischen Erkrankungen.

S8chilFdkrjöte030x7


Wenn das so ein Problem ist, dann kannst du nach dem Ref das Bundesland wechseln. In den meisten Bundesländern gibt es kein Berufsverbot wegen Psychotherapie.

Kdarate1lady


Wenn das so ein Problem ist, dann kannst du nach dem Ref das Bundesland wechseln. In den meisten Bundesländern gibt es kein Berufsverbot wegen Psychotherapie.

Berufsverbot nicht, aber eben Probleme mit der Verbeamtung....ich sehe aber nach wie vor nicht den Unterschied zur Narkolepsie, meinen Recherchen nach sind alle chronischen Krankheiten, die u.U. zur Dienstunfähigkeit führen können, ein Problem ":/

S0childk!röte0z087


Auch das könnte man dann doch in einem anderen Bundesland versuchen, oder wird man gesperrt?

Soweit ich informiert bin, sind die Kriterien von Land zu Land verschieden.

Kmaratexlady


Also bei Lehrerverbeamtungen kenne ich mich nicht so ganz aus....aber grundsätzlich dürften die Kriterien überall die gleichen sein: Keine (chronischen) Krankheiten, die eine Dienstuntauglichkeit befürchten lassen....So ist es zumindest bei den Juristen in allen Bundesländern....und bei Lehrern sind die Anforderungen an die Gesundheitsprüfung sogar noch strenger, weil alternativ immer noch die Möglichkeit eines Lehrers zur Anstellung besteht, eine Verbeamtung also zur Berufsausübung nicht zwingend notwendig ist...

Psychische Probleme sind regelmäßig ein K.O.Kriterium...

Q$uinoFa-Kexks


Schließt nicht bereits die Erkrankung die Ausübung des Berufes aus?

Und wenn das so ist, habe ich dann kein Recht auf Medikamente? So unter dem Motto "Die bekommt später eh mal Hartz IV, für die brauchen wir kein Geld für unnötige Medikamente ausgeben"?

Stchilvdkröxte007


Also, ich kenne es eigentlich nur so, dass das mit der Verbeamtung meistens vollkommene Willkür des jeweiligen Arztes ist. Da braucht man sich in jungen Jahren gar keine Gedanken über irgendwelche Kriterien machen, die nicht existieren.

So ist auch das offizielle Statement der Gewerkschaft für Erziehung und Bildung, welche Untersuchungen darüber führt. Schreibt die an und ihr werdet die gleiche Antwort bekommen. Das einzige Kriterium ist, dass die Gefahr eines vorzeitigen Ausscheidens aus dem Dienst ausgeschlossen werden soll.

Ob ein Arzt jedoch eine Krankheit dafür in Betracht nimmt, ist ermessenssache.

Beispiele, die bekannt sind: Ein Mann hat völlig ungefährliche Weißfleckenkrankheit an den Händen. Verbeamtung ausgeschlossen. Klar kann man es theoretisch begründen, die helle Haut ist gegen Sonnenlicht an der Hand ungeschützt, aber praktisch sehr unwahrscheinlich dadurch aus dem DIenst auszuscheiden.

Anderes bekanntes Beispiel: Eine Frau, welche viele Jahre unter Magersucht gelitten hat und beinahe deswegen gestorben wäre, macht heute einen guten gesundheitlichen Allgemeineindruck, nur ein bisschen Übergewicht, geht noch in die Gruppentherapie. Verbeamtung ohne Probleme, da Rückfälle laut Psychiatergutachten in der Zukunft ausgeschlossen sind.

Es können also leichte Probleme genau so gewichtet werden wie schwerste Krankheiten. Außerm ist es mit den Ärzten dort ähnlich wie in der zivilen medizinischen Versrorgung, es gibt Glücksfälle und totale Stümper.

Wobei ich damit nicht behaupten möchte, dass das bei Ärzten häufiger der Fall ist als in anderen Berufsgruppen.

sKchn+atterxgusche


Quinoa-Keks

Schließt nicht bereits die Erkrankung die Ausübung des Berufes aus?

Und wenn das so ist, habe ich dann kein Recht auf Medikamente? So unter dem Motto "Die bekommt später eh mal Hartz IV, für die brauchen wir kein Geld für unnötige Medikamente ausgeben"?

Deine Antwort war für mich etwas befremdlich. Zum einen ohne erkennbaren Zusammenhang zur zitierten Frage, zum anderen inhaltlich nicht schlüssig. ALG-II zu beziehen macht schließlich niemanden gesund. Deshalb habe ich habe nochmal alle Beiträge gelesen. Allerdings konnte ich auch nirgends etwas finden, dass Dir jemand Dein Recht auf Medikamente streitig machen wollte. Standen nicht gerade in Deinem Eingangstext Deine eigenen Kosten dafür im Vordergrund?

Meine Frage ging in eine andere Richtung. Kannst Du mit diesen Medikamenten (auch zukünftig) die Symptome ausreichend unterdrücken, damit als gesund erscheinen und als Lehrerin arbeiten?

rA a4 FlB xf


sorry ich hätte Angst mein Kind einem Lehrer anzuvertrauen der sich mi t Medikamenten vollstopft-

und fast BTM´s im Ausland besorgt- wie kann so jemand auf dem Schulhof den Kindern beibringen dass sie nicht rauchen sollen oder sich nicht schlagen.

probier es doch mal bei einem anderen ARZT ":/ ":/ ":/ ":/

Q~u7inoaQ-xKeks


Welchen Grund sollten Schüler haben zu rauchen oder gewalttätig zu sein?

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