» »

Arzthelfer(innen) und die liebe Hygiene

mloonnnigxht


Und ich kenne ein KH, da ist sowas schon fast an der Tagesordnung :|N Im Gegensatz zum anderen KH 2 Km weiter. ":/

Ich frage mich wirklich, warum es so massive Unterschiede gibt.

b`eetlejsuice2S1


also ich abeite zur zeit in der häuslichen kinderintensivpflege, das heißt kinder sind beatmet und echt schwer krank, irgendeinen keim hat da jeder.. mrsa, pseudomonas etc... alle auch resistent entweder aus dem kh mitgebracht oder sonstwoher... meistens im tracheostoma... aber wir tun da auch nix mehr gegen, ist halt so... nen gesunden erwachsenen hauts nicht um, ich hab die keime also sicher auch, ich bin halt nur täglich nur bei einem kind, kann also nix von a nach b bringen... da siehts eben im heim heikler aus.

sYchnfatterGguscxhe


tatua

Es kann doch nur darum gehen, dass wir alle an einem Strang ziehen, um wieder mehr Geld in die Pflege zu bekommen – sonst gibt es ein ganz böses Erwachen...

Wieder mehr Geld in die Pflege? Wir haben eine Vielzahl von Einrichtungen, die alle das gleiche machen: Kassen, die unser Geld verwalten. Damit sind ungefähr genau so viele Menschen beschäftigt wie im medizinischen Bereich arbeiten. Die müssen auch alle bezahlt werden. Dazu kommen die Kosten für Medikamente, Untersuchungen und Geräte. Warum liegen die in Deutschland höher als in den meisten anderen Ländern? Warum gibt es das gleiche Medikament hinter der offenen(!) Grenze für weniger Geld?

In Deutschland hat sich eine industrielle Lobby um das Gesundheitsthema geschart. Aber nicht, um uns gesund zu machen, sondern um an unseren Krankheiten zu verdienen. Das Gesundheitswesen ist weitgehend privatisiert und damit der staatlichen Regelung entzogen. Seit Jahren werden immer mehr staatliche und kommunale Einrichtungen privatisiert. Die Folgen sind Lohndumping, weiter ausufernde Bürokratie (denn nur so kann der Staat wenigstens noch Papier kontrollieren) und natürlich Qualitätsverluste. Wenn es schon staatliche Regelungen für die Arbeitszeiten gibt, warum werden die durch Sonderregelungen im medizinischen Bereich wieder außer Kraft gesetzt?

Das System läuft dem Abgrund entgegen. Ich hätte den Kollaps lieber heute als morgen. Ihm werden viele Menschen zum Opfer fallen. Aber erst wenn alles zusammengebrochen ist, wird aus den Trümmern Neues entstehen.

s.chnatjtergkuschxe


Monika65

Das Grundwissen der Patienten über Hygiene reicht doch aus, das Personal schlechtzureden.

Nein, tut es nicht, die Kenntnis über Krankenhauskeime geht wirklich weit über Grundwissen hinaus. Hier gehts nicht um ein paar Alltagsbakterien, wer nicht speziell in diesem Bereich ausgebildet ist, hat in der Regel so gut wie kein Wissen darüber, außer vielleicht dass sie existieren.

Wir reden da wohl mit den gleichen Worten von verschiedenen Dingen. Ohne Frage geht das Wissen über diese Keime über die Allgemeinbildung hinaus. Aber bei der Einschätzung der Gefahren durch OneOnly zu Beginn dieses Fadens konnte ich nicht viel Wissen erkennen, sondern eine ziemlich diffuse und dadurch schwer zu packende Angst. Vielleicht hätte ich auch einfach einen Smiley hinter meinen Satz stellen sollen, um den Sarkasmus darin deutlicher zu machen.

Es liegt ja auch nicht nur am Personal, sondern an den Abläufen an sich, deshalb werden ja jetzt auch Maßnahmen ergriffen, Hygieneverordnungen, mehr Hygienefachkräfte in den Krankenhäusern.

Ich befürchte, dass das nicht viel bringen wird. Mehr Hygienefachkräfte? Woher? Aus welchen Bereichen werden sie abgezogen? Wer bezahlt sie? Die Hygieneverordnungen sind ziemlich sicher ausreichend. Sie nützen nur nichts, wenn sie nicht eingehalten werden.

Viel besser wäre es, die Arbeit im medizinischen Bereich lukrativer zu machen. Attraktiv durch gute Löhne, die der Verantwortung für das Leben anderer Menschen auch gerecht werden. Wenn dann wieder mehr qualifizierte Menschen in diesem Bereich arbeiten, entsteht automatisch ein Wettbewerb. Die Einhaltung der bereits vorhandenen Hygienevorschriften kann dann mit darüber entscheiden, ob man seinen Job behält oder andere Interessenten nachrücken. So lange aber das vorhandene Fachpersonal verschlissen wird, um dann unterbezahlten Hilfskräften den Platz frei zu machen, steuern wir in die entgegengesetzte Richtung. So können wir auch nicht die Bürokratie abbauen, die sich eher hemmend auswirkt als unterstützend. Denn der Anteil unbezahlter Arbeiten steigt ständig. Angefangen von der "Praxisgebühr", die für die Kassen durch die Praxen kassiert werden, ohne dass die für den Aufwand bezahlt werden, bis hin zu den vielen Vorschriften des MDK, die praktisch schon kaum noch durch diesen selbst kontrolliert werden können. Er kontrolliert dafür das Papier, das das medizinische Personal als Dokumentation für ihn ausgefüllt hat. Natürlich auch, ohne dafür entsprechend bezahlt worden zu sein.

tJatuxa


schnattergusche

Wieder mehr Geld in die Pflege?

Ja, aber in die Pflege.. nicht in die Gesundheitsbürokratie, Pharmalobby,...

Mehr Gehalt für Pflegende und mehr Planstellen.

Das System läuft dem Abgrund entgegen. Ich hätte den Kollaps lieber heute als morgen.

Ihm werden viele Menschen zum Opfer fallen.

Unter anderem ich. Und ich möchte nicht noch kränker werden oder sterben.

Dir gehts jetzt noch gut und du hoffst, dass sich das System wieder regeneriert hat, wenn du es mal ernsthaft brauchst? Da muss man mal einen oder anderen Kollateralschaden in Kauf nehmen?

Kommt ziemlich zynisch rüber! >:(

s*chnattoe'rguPsche


Das gegenwärtige System IST bereits zynisch. Ob es sich regeneriert hat, wenn ich es mal brauchen sollte, weiß ich nicht. Aber eins weiß ich: Ich verlasse mich nicht auf solche Systeme. Weder auf das Gesundheits- noch auf das Rentensystem.

Wenn ich selbst zu den "Kollateralschäden" gehöre, nehme ich das billigend in Kauf, wenn es dafür zu einer Erneuerung des Gesundheitssystems kommt. Denn einen anderen Weg sehe ich nicht. Es wird sich nicht aus sich selbst heraus reformieren. Wenn es zusammenbricht, während ich es brauche, gehöre auch ich zu den Leidtragenden. Bricht es vorher oder nachher zusammen, sind das nur andere. Wäre es egoistisch, wenn ich sagen würde, "Hauptsache nicht während ich es brauche"? Meinetwegen soll der Zusammenbruch hinausgezögert werden, bis ich zu den Leidtragenden gehöre. Dann kann ich mir sagen, ich habe es ja so gewollt. ;-)

D$er kle5ine fPrixnz


Ich gestehe, ich bin einer von denen, die früher immer gerufen haben "raus mit dem Staat ... rein mit Privaten, dann wird die Organisation endlich klappen und alles wird billiger ..." – (frei nach dem Motto "Konkurrenz belebt das Geschäft"), aber nach den Erfahrungen der letzten 20 Jahre bin ich kuriert.

Das gesamte Gesundheitswesen gehört in staatliche Hände!

Ich bin Wessi, war niemals Ossi, hab die Ossies früher auch nicht gemocht, weil sie mich (als Westberliner) drangsaliert und schickaniert haben, mag sie heute, weil sie aufgestanden sind, und muss dennoch sagen, dass das Gesundheitswesen nur in den Händen des Staates gut aufgehoben ist.

dJenabxen


Bin regelmässig in unterschiedlichen Arztpraxen. Das mit dem Finger/desinfizieren von der ersten Seite find ich nicht so besonders aufsehenserregend. Im Normalfall waschen die sich regelmässig die Hände, vorm Blutabnehmen.

Was ich leider miterleben muss (immer wiieder): Es scheint nicht unbedingt Standard zu sein, dass sich das Personal (auch der Arzt selbst ) nach der Toilette die Hände wäscht oder desinfiziert. Ich finde das immer ganz schön bedenklich.

bpeetldejui@cex21


wie kann man denn personal beim Toilettengang beobachten... ???

wenn die rauskommen aus ihrer meist alleinigen Personaltoilette ist doch alles schon passiert...lach

WENN es so ist, dann ist es eklig, ohne Frage, aber ich zweifle leicht dran...

m&o\onni;ght


diese Frage wollte ich auch schon stellen. Man sieht das Personal doch gar nicht aufm und im WC. ":/

Lnill6yB


Leider ist es so dass hier bei uns im Krankenhaus Jahr für Jahr im Winter eine Station geschlossen werden muß, weil zu viele Patienten u. vor allem auch das Personal an Noro Viren erkrankt sind.

Ebenso geht es jedes Jahr in einigen Pflegeheimen zu.

Das müßte doch mit vernünftiger Hygiene nicht unbedingt sein, oder??

Ich arbeite selber in einer Arztpraxis u. bei uns wird im Winter zur Grippezeit mehrmals täglich die Anmeldung, die Türklinken u. die PC-Tastaturen mit geeignetem Desinfektionsmittel abgewischt.

Bei der Toilette passiert das Ganzjährig. Wir haben Kitteltaschen mit Desinfektionsmitteln, die wir so jederzeit zur Hand haben u. benutzen können.

Da aber in den Krankenhäusern u. Pflegeheimen das Personal derarzt knapp ist, bleibt den Leuten oft gar nicht die Zeit für vernünftige Hygienemaßnahmen.

Und das ist absolut traurig. Der Wille ist ja schließlich da, aber es scheitert oft einfach am Personalspiegel. So lange sich das nicht ändert wird es auch immer so weitergehen.

Armes Deutschland!!

S}üntxje


Ebenso geht es jedes Jahr in einigen Pflegeheimen zu.

Das müßte doch mit vernünftiger Hygiene nicht unbedingt sein, oder??

doch.

Wie willst du verhindern, dass erkrankte Patienten ihre Viren herumschleudern ohne sie einzusperren? Isolieren reicht eben oftmals nicht, da bei bestimmtem Patientenklientel die Einsicht fehlt auchin ihren Zimmern zu bleiben und schwupps.....

Gerade der Noro-Virus ist hoch infektiös, da braucht es nicht viel und er wird auch nicht nur fäkal-oral übertragen.

b{eetl5ejuiycex21


Jo, also gerade Noro ist ne Seuche, da steckst du dich im KH genauso an wie im Supermarkt oder im Bus...

m3o-onniighxt


Ja Norovirus ist so eine Sache. Meist werden sie Sachen ja auch von Besuchern eingeschleust und man bemerkt es erst wenns eben ausbricht. Dann ist es schon so gut wie zu spät. Meiner Mama ist es letztes Jahr in der Reha so gegangen. Da ging es von Zimmer zu Zimmer. Bei einem hats angefangen und beim anderen hats aufgehört.

bmeet<lej$uixce21


Klar du legst 2 Leute oder 3 in ein Zimmer, einer bringt es von daheim mit, wenn man es merkt zu spät... dann sind die Besucher auch krank die auf die gleiche Toilette gehen, die laufen durchs ganze Haus etc...

Du kannst die Zimmer zwar DANN bei Ausbruch isolieren, macht aber z.b. keinen Sinn wenn da noch ne Not OP laufen muss oder so, und dann sind sie isoliert, das Virus ist aber schon längst überall...

Das gleich mit nicht 1 Überträger sondern mit 4 und das ganze KH ist voll....

Aber genauso eben Klassen, Kindergartengruppen, Ferienfreizeiten, oder Bürogemeinschaften.

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Gesundheitswesen oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH