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Arzthelfer(innen) und die liebe Hygiene

sLchna#ttehrguSschxe


Der kleine Prinz

... und muss dennoch sagen, dass das Gesundheitswesen nur in den Händen des Staates gut aufgehoben ist.

Vorausgesetzt, der Staat kann sich das Gesundheitswesen leisten. Wäre ich der Staat, dann würde ich zuerst die Kostenverursacher ausfindig machen wollen, um sie auszuschalten. Nur noch eine staatliche Krankenkasse. Medikamentenprüfungen nicht mehr durch den Hersteller oder in seinem bezahlten Auftrag, sondern durch unabhängige Stellen. Ausweitung der Rezeptpflicht, um die Folgen falscher Selbstmedikation zu reduzieren. Pflichtschulungen für medizinisches Personal aller Ebenen. Gesundheits- und Sozialerziehung an den Schulen. Verbot von Medikamentenwerbung, dafür Anleitungen zum Erlernen der Eigenverantwortung für die Gesundheit. Mit solchen Maßnahmen würde ich als Staat das Bewußtsein zu stärken versuchen, dass Gesundheit mehr ist als dauerhaft mit Medikamenten unterdrückte Symptome.

b[eetliejui*cex21


:)^ :)=

Klingt im Ansatz nicht schlecht....

Weißt du was ich mich nur immer Frage (ist jetzt nicht gegen dich persönlich das frage ich mich immer wenn ich gute Vorschläge lese)

Sind die Leute die soweit denken denn alle in den falschen Positionen? Wieso kommt keiner "da oben" darauf?

Entweder sind die alle hohl, oder aber es ist Illusion, dass das alles so einfach mal zu verwirklichen ist. Sind es daher Stammtisch Schwätzer wie die alten Herren auf dem Sofa, die auch alles als Trainer ihrer Fußballmanschaft besser machen würden?

Woran liegt es?

Ich les deine Ideen und find sie gut, wäre auf vieles nicht gekommen, aber du. Aber wieso kein anderer der auch in der richtigen Position dafür ist? Oder ist es eben nur Wunschtraum? %:|

tCat9ua


Wieso kommt keiner "da oben" darauf

Die Vertreter der Pharmalobby haben noch viel bessere Argumente als Schnattergusche. Zumindest haben die Summen auf den Schecks genügend Nullen vor dem Komma. :-|

s6chjnauttergus~cxhe


... gerade bei Dir gefunden:

Als ich sagte, dass das so nicht ok ist, weil die beiden Punkte, wo die Kontakte anlagen, meine Haut verbrennen – es stank richtig nach verbranntem Fleisch – sagte die arrogante Kuh zu mir, ich solle mich nicht so anstellen, wer so mit dem Moped abfliegt, dass die ganze Mittelhand über Monate geprellt ist, kann auch ein bisschen Reizstrom aushalten.

Hier zeigt sich, wie wichtig die Schulung ist. Ich komme von genau der anderen Seite – in mehrfacher Hinsicht.

Zum einen habe ich während meiner Ausbildung Sinn und Wirkung von Reizstrom kennengelernt. Die Geräte kannte ich aus den Effeff. Vergangenheitsform, weil ich dieses Wissen nach über 20 Jahren nicht mehr griffbereit habe. Als ich vor Jahren an Kopfschmerzen wie ein Hund litt, tagelang nicht mehr schlafen konnte und wie ein Zombie durch die Botanik geisterte, hat mein damaliger Hausarzt alles versucht. Medikamente schlugen nicht mehr an. Er meinte, Opiate wären die nächste Stufe, aber nicht angebracht. Er wollte es noch mit Reizstrom versuchen. Die arrogante Kuh, bzw. der arrogante Ochse, war ich dabei selbst. Die Mitarbeiterin war offensichtlich an dem Gerät ausgebildet und weigerte sich, die Einstellungen weiter hochzusetzen. Das dumme war – ich merkte noch überhaupt nichts.

Als Patient hat man auch Rechte und Möglichkeiten. Du hättest Deine Behandlung abbrechen können. Ich hätte (und habe) Verbrennungen in Kauf genommen. Gegen den Rat der Angestellten und die ausdrückliche Warnung vor möglichen Verbrennungen habe ich auf eigene Verantwortung eine andere Wellenform und eine höhere Stromstärke einstellen lassen.

An diesem Tag konnte ich endlich wieder schlafen.

sechnat=termgusche


Ups, Ihr wart schneller. Mein Text ging noch an den Prinzen.

s/chnaatteKrguscxhe


beetlejuice21

Weißt du was ich mich nur immer Frage (ist jetzt nicht gegen dich persönlich das frage ich mich immer wenn ich gute Vorschläge lese)

Sind die Leute die soweit denken denn alle in den falschen Positionen? Wieso kommt keiner "da oben" darauf?

Pass mal in den Nachrichten auf, wann wieder eine der Über-fünf-Prozent-Parteien ihren bundesweiten Parteitag hat. Egal welche. Fahr als Besucherin hin. Du wirst natürlich nicht in den Saal vorgelassen werden. Aber der Blick durch die Lobby des Veranstaltungsortes wird Dir Deine Frage beantworten. (Wobei ich mich gerade frage, ob das im Hotel übliche Wort Lobby nicht genauer den Nagel auf den Kopf trifft als ich in diesem Satz meinte.)

Eine der Folgen schlechter Bezahlung im Gesundheitswesen ist, dass niedergelassene Ärzte sowie Kliniken (nicht nur auch, sondern gerade im universitären Bereich) sich nur zu gern an Medikamentenstudien beteiligen. Junge Mediziner können die Daten erfassen, auswerten (oder ihre Freunde aus dem Fachbereich Mathematik um Hilfe bitten) und daraus eine Promotionsarbeit machen. Das läßt sich die Pharmaindustrie einiges kosten.

Frag mal einen niedergelassenen Arzt, wann er seine letzte Weiterbildung z.B. in Schmerztherapie hatte. Er muss Geld verdienen, um die Miete für die Räume, das Gehalt der Angestellten, die Zinsen für die Kredite und ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Da muss der Besuch des Pharmaverterters als Weiterbildung reichen.

Aber zurück zu den Politikern, die ja letzten Endes den Staat ausmachen.

Sind es daher Stammtisch Schwätzer wie die alten Herren auf dem Sofa, die auch alles als Trainer ihrer Fußballmanschaft besser machen würden?

Nein. Es sind Menschen, die den Erwartungen ihrer Parteien und deren Finanziers gerecht werden müssen. Es geht dabei um Macht und Einfluß. Um in einem Fall ihre eigenen Ideen einbringen zu können, müssen sie in 99 anderen Fällen machen, was von ihnen erwartet wird. Denn nur so können sie sich in der Position halten, die sie brauchen, um diesen einen Fall durchziehen zu können.

s'hel(lybabxy93


am schlimmsten finde ich es, wenn arzthelferinnen künstliche fingernägel haben :=o

N$ormaele)r_KNerl


Man sollte bei der ganzen (teilweise lächerlichen" Hygienediskussion nicht vergessen, dass diese Keime erst in den Krankenhäusern durch den zu sorglosen Einsatz von Antibiotika und Desinfektionsmitteln gezüchtet worden...oder red ich da stuss? ":/

Naja, auch egal, das Monster ist erschaffen, wir werden alle zu Zombies und uns gegenseitig fressen.

Ich hab gehört das schlimmste was man als Patient im Krankenhaus machen kann, ist dem Arzt die Hand zu geben, auch wenn sich immer alle einschleimen wollen.

So genug unqualifizerten Mist geschrieben...

Wenn sich die gute Dame nach dem letzten Patienten die Hände desinfiziert hat ist alles gut.

Aber das zeigt mal wieder das vielen Menschen ein mikrobiologisches Grundverständnis fehlt. Hauptsache schreien, da könnte ja irgendwo ein pöhses Pakterium sein.

Die MRSA und Krankenhaushygiene Diskussion bewegt sich meiner Meinung nach auf einer ganz anderen Ebene und ist nicht von der hand zu weisen.

bDeYet/lejuiceV21


Also im KH werden künstliche FIngernägel verboten, wie auch Nagellack, weil sich darunter Bakterien sammeln und durch Desinfektionsmittel nicht abgetötet werden können, sie sich quasi "verstecken" können.

tZaAtuxa


Hauptsache schreien, da könnte ja irgendwo ein pöhses Pakterium sein.

Die MRSA und Krankenhaushygiene Diskussion bewegt sich meiner Meinung nach auf einer ganz anderen Ebene und ist nicht von der hand zu weisen.

Ich glaube diese beiden Phänomene haben schon etwas miteinander zu tun.

Verdummender TV-Journalismus. Sensationsheisschende Reportagen über die lauernde Gefahr durch Krankenhauskeimen und MRSA... Das Ganze komsumiert von Menschen, die eben nicht genügend Ahnung von Hygiene und Übertragungswegen von Mikroorganismen haben, um beurteilen zu können, wann es auf um die Wurst geht.

Aber zumindest haben die dann ein Feindbild... ( Hat einen weißen Kittel an %-| )

D?er Ukleine hPriqnz


Vorausgesetzt, der Staat kann sich das Gesundheitswesen leisten.

Selbstverständlich! Der Staat soll keine Aufgaben übernehmen, die er sich nicht leisten kann. Und NATÜRLICH kann sich der Staat ein rein steuerfinanziertes Gesundheitswesen leisten.

Wäre ich der Staat, dann würde ich zuerst die Kostenverursacher ausfindig machen wollen, um sie auszuschalten. Nur noch eine staatliche Krankenkasse. Medikamentenprüfungen nicht mehr durch den Hersteller oder in seinem bezahlten Auftrag, sondern durch unabhängige Stellen.

Selbstverständlich!

Entweder sind die alle hohl, oder aber es ist Illusion, dass das alles so einfach mal zu verwirklichen ist.

Weder noch.

Es ist ganz einfach der reine Lobbyismus und auch die Korrumptiertheit aller Beteiligten, die vernünftige Lösungen verunmöglichen.

b8imb.oo


Das wichtige ist doch, dass sie zuverlässig die Venen treffen. %:| Im Alltag reißt man sich so oft irgendwo die Haut auf und es kommt Dreck in die Wunde, ohne dass man die Gelegenheit hat diese zu desinfizieren. Da kommen viel mehr Bakterien ins Blut, als von so einer sterilen Nadel, die sich nur an der frisch desinfizierten aber von der bösen Herlferin berührten Hautstelle kontaminiert.

Ich hab bisher immer die Erfahrung gemacht, dass wenn man nett, locker und auch etwas charmant ist, man von den Arztherlferinen immer gut behandelt wird.

War auch schonmal das Versuchskanninchen für einen Verband am Sprunggelenk. Das Mädel war total zittrig, gab zwar ihr Bestes, aber hat es nicht so ganz hinbekommen. Sie war nett, freundlich und auch noch total süß x:) , wieso sollte man dann rummosern. Sie muss das ja auch mal lernen. Dem Arzt gings dann letztlich zu langsam und er hat es dann fertig gemacht. Ihr war das dann total unangenehm. Hab ihr zugezwinkert und spaßig gesagt, dass es vermutlich nur nicht klappte, weil meine verschwitzen Sportfüße bestimmt etwas müffeln. Sie musste grinsen und wirkte etwas erleichtert. Jetzt bin ich wieder Single und die arbeitet nicht mehr dort :°(

McarleHneM


Ich bin nicht schlecht erstaunt wie ausgebildete Arzthelferinnen die Regeln des sterilen Arbeitens verletzen und ich bin entsetzt wie dieses patientengefährdende Verhalten hier im Faden auch noch relativiert wird.

Nicht jeder Patient hat ein gutes Immunsystem und die Arzthelferin kann dies dem Patienten auch nicht ansehen.

Sehe ich genauso. Zu viel ist nämlich auch nicht gut.

Es ist nicht gut Patienten keine Bakterien zu injizieren? ":/

jaaaaaa wir Arzthelferinnen sind schon bööse Geschöpfe

Polemik...

bJeet^lehjuicxe21


@ Marlene:

Ich seh immer noch nicht wo in der Beschreibung zur Eröffnung des Fadens überhaupt die Hygiene verletzt wurde.. von daher...

s]hellybaObyx93


wenn sich die arzthelferin nach jedem patienten die hände desinfiziert, ist das alles kein problem. aber das machen ja viele nicht. aber nun gut wie es in diesem fall war, wissen wir nicht.

ich arbeite selber im krankenhaus und kenne mich also mit den hygienevorschriften aus und halte mich auch daran. was aber die meisten kollegen nicht tun :=o

und meiner meinung nach ist diese angelegenheit mit mrsa nicht einfach abzutun, indem man sagt es wird mit der panik vor mrsa übertrieben und bla bla %-|

mrsa ist für gesunde menschen ungefährlich, aber was ist wenn z.B. ein krebskranker patient damit infiziert wird? und das mrsa so gut wie komplet resistent ist? und was ist damit das seeehr seeeehr viele mrsa übertragungen darauf zurück zu führen sind, das sich das fachpersonal nicht daaran hält schutzkittel ect bei einem betroffenen patienten anzuziehen?

und noch was: die hygienevorschriften für krankenhäuser in deutschland und den niederlande sind so gut wie identisch aber in den niederlande gibt es viel weniger infizierte. warum darauf kommt man jetzt selber...

und wird jemand in ein krankenhaus in den niederlande eingewiesen und er war schonmal in einem deutschen untergebracht wird er sogar isoliert und erst auf mrsa usw gestestet..

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