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Arzthelfer(innen) und die liebe Hygiene

DcieK?ru"emi


Wachmann vor jede Iso Tür? Das wird teuer.

Türen verriegeln? nicht lustig

Dann nen mir mal auch nur EINE für den Krankenhaus Alltag Praktikable Möglichkeit

ein "Tür-Absperren" geht nicht, da dies eine freiheitsentziehende Maßnahme wäre, die vom Amtsgericht angeordnet werden muss. Ist mein isolierter Patient wenig kooperativ, kann ich ihn auch nicht daran hindern, abends, wenn es etwas ruhiger in der Klinik ist, zum Rauchen in den Garten zu gehen.... aber jaaaa, die Verantwortung in einer klinik hat immer das Klinikpersonal zzz

Vielleicht Tretminen vor die Tür legen??

Dwer kleinie^ 2Prinxz


Dann nen mir mal auch nur EINE für den Krankenhaus Alltag Praktikable Möglichkeit

Ich bin nicht dafür da, praktikable Möglichkeiten zu benennen.

Sicher ist: wenn der Staat vom Bürger Steuereinnahmen haben will, so sucht und findet er praktikable Möglichkeiten.

Wenn der Chef das Surfen am Arbeitsplatz unterbinden will, so sucht und findet er praktikable Möglichkeiten.

Tbc ... .

Im (deutschen) Gesundheitswesen ist das alles nicht so bedeutungsvoll, dann krepieren die Leute halt, so what. Im Streitfall holen wir uns zwei uns wohlgesonnene Gutachter, und schon ist erwiesen, dass Opa wieder mal Keime eingeschleppt hat. Die Hinterbliebenen sind eh so fertig, die machen sowieso nix.

Für die Krankenhausfachkraft: ja, die Verantwortung dafür, was in einer Klinik passiert, hat die Klinikleitung und das Klinikpersonal. So wie in jeder Firma und Behörde die Leitung dafür verantwortlich ist, was in ihrem Haus passiert.

A7lfeonxor


Ich bin nicht dafür da, praktikable Möglichkeiten zu benennen.

Ja, ich bin auch nicht dafür da für den Weltfrieden zu sorgen. ähm ...

Sorry, aber deine Argumentation ist da ziemlich dünn.

D?er klxeince 6Prinxz


Ja, ich bin auch nicht dafür da für den Weltfrieden zu sorgen

Das erwartet ja auch niemand von dir.

A?leAonor


Ach so, ich dachte wir waren gerade dabei unlösbare Problematiken einzelnen Personen/Gruppen zuzuschieben.

bQeetleTjuicxe21


naja der Kleine Prinz scheint sich hier wie ein Prinz in sienem Luftschloss verkriechen zu wollen und die unlösbare Problematik lieber dem niederen Volk zuschieben zu wollen *grins*

Kleiner Spaß, also mal im Ernst, was kann ich dafür wenn Patienten und Besucher nicht meinen Anweisungen folgen. Auch meine Verantwortung hat spätestens da ein Ende.

DYieKr9uemi


Für die Krankenhausfachkraft: ja, die Verantwortung dafür, was in einer Klinik passiert, hat die Klinikleitung und das Klinikpersonal. So wie in jeder Firma und Behörde die Leitung dafür verantwortlich ist, was in ihrem Haus passiert.

wenn in deine Firma jemand reingerannt kommt und dort Amok läuft, bist du NICHT verantwortlich. Und wenn in der Klinik ein Patient nicht umsichtig mit seiner Infektion umgeht und sein Isolierzimmer verläßt, ist es die Klinik trotzdem??

schöne, heile Erdbeerwelt......"die da oben" sind schuld, das Fußvolk krepiert..... wie kleingeistig....

D?ieKZruYexmi


Ich bin nicht dafür da, praktikable Möglichkeiten zu benennen.

Sicher ist: wenn der Staat vom Bürger Steuereinnahmen haben will, so sucht und findet er praktikable Möglichkeiten.

Wenn der Chef das Surfen am Arbeitsplatz unterbinden will, so sucht und findet er praktikable Möglichkeiten.

Jau, ändern wir doch mal schnell die im Grundgesetz verankerten menschenrechte, dann können wir endlich die infektiösen Patienten einschließen und somit sicher stellen, dass die Infektion, wenn sie weitergetragen wird, dies ausschließlich vom Pflegepersonal getan wird.

Dwer kl&eine =Prixnz


Herr lass' Hirn regnen ]:D

A%leRonoxr


Ja bitte. Scheint nötig.

Also als mein Freund vor ein paar Monaten am Schlüsselbein operiert worden ist habe ich ihn gewaschen (gar nicht so einfach um die verdammte Naht drumherum), wir haben beide im Krankenhausbett gelegen und Filme geschaut usw. Da hätte ich auch weiß der geier was anschleppen können, da konnte mich aber keine Schwester von abhalten. Wie denn auch?

R3lmxmp


Herr lass' Hirn regnen

Ja, ist echt angesagt bei Dir. Ich lese ja nur mit, weil ich weniger dazu sagen kann als ich hier schon steht.

Aber ich kann die Damen zu 100% verstehen, auch deren Meinungen nachvollziehen. Mein Wissen darüber deckt sich mit dem. Und ich bin nicht ganz unbedarft, ich habe Berufserfahrung in der Pflege, habe schon im Krankenhaus gelegen und habe oft Angehörige besucht. Zudem ich Verwandte habe die im Gesundheitswesen arbeiten und sich auch um Hygienefragen kümmern.

Deine Anspruchshaltung ist leider utopisch.

D0ieKrusemi


Herr lass' Hirn regnen

gute Einsicht :)^

und ein eleganter Weg, wenn einem sinnvolle Argumente ausgehen.

Wieviel Insider-Erfahrung im Klinikbetrieb hast du? was ist deine Qualifikation, hier sinnvolles außer "die da oben haben Schuld und müssen sich kümmern" und "andere sollen sich gefälligst ihrer Verantwortung stellen-ich selbst trage keine" beizusteuern??

Vermutlich hast du auch wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass dem Chefarzt der Kinderklinik und Hygienebeauftragter in Bremen gekündigt wurde.

Nach dem Motto: Babys sind gestorben, der Pöbel will Genugtuung und da öffentliches Hängen verboten ist, wird der Chef rausgeschmissen.

Meine unwesentliche Meinung dazu:

1. es ist idiotisch, das Amt des Hygienebeauftragten in Personalunion mit dem des Chefarztes zu vergeben, denn der Klinikalltag läßt zu wenig Zeit, sich den Aufgaben des Hygienebeauftragten zu widmen.

2. Ein hauptamtlicher Hygienebeauftragter muss her, es liegt ein Organisationsverschulden der Klinikleitung vor, und nicht des mit Aufgaben überhäuften Chefarztes

3. mit dem Chef der Kinderklinik verläßt viel pädiatrische Expertise das Haus, da so schnell kein geeigneter Nachfolger gefunden wird. Die medizinische Versorgung wird dadurch nicht besser.

aber:

der Pöbel hat sein Bauernopfer :)=

Dcer kle4i.nOe Prxinz


Ich verfüge über erhebliche Erfahrung im Klinikbetrieb, als Patient.

Ein Glück, denn auf diese Weise bin ich nicht mit der Betriebsblindheit geschlagen, die mir hier begegnet.

Ob du es glaubst oder nicht, was mit dem Chefarzt der Kinderklinik geschehen ist, wußte ich nicht, weiß ich nicht, und es ist mir auch völlig wurscht. Ob ein Chefarzt in Personalunion auch Hygienebeauftragter ist oder nicht, ist mir genau so wurscht.

Ich bin da völlig leidenschaftslos und sehe nur nackte Zahlen.

In Deutschland erkranken alleine am MRSA ca. 160.000 Leute p.a.

In Deutschland sterben bis zu 40.000 Menschen p.a. an Infektionen mit Krankenhauskeimen.

Lies dir einfach mal den Wiki-Artikel über den Staphylococcus aureus durch. Wiki ist zwar nicht der Weisheit letzter Schluss, aber ganz allgemein und laienhaft betrachtet, dürfte der Artikel doch Anregung genug geben.

Aus ebendiesem Artikel:

Für Deutschland gehen die Schätzungen der Todesfälle durch im Krankenhaus erworbene Infektionen weit auseinander, von jährlich etwa 1500 Todesopfern[26] bis zu etwa 40.000.[27] Auch die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene schätzte 2009 etwa 40.000 Todesfälle jährlich durch in deutschen Krankenhäusern zugezogene Infektionen.[28] Das wäre deutlich mehr als die durchschnittliche jährliche Übersterblichkeit durch die saisonale Influenza. Die ungenauen Angaben liegen unter anderem darin begründet, dass MRSA in Deutschland – anders als beispielsweise in Großbritannien – nicht im Totenschein als Diagnose vermerkt wird. Es müsste zudem unterschieden werden, ob die MRSA-Infektion tatsächlich todesursächlich war oder nur eine klinisch unbedeutende Infektion bzw. Kolonisation mit MRSA bestand.

Eine MRSA-Infektion erhöht in Deutschland das Risiko, bei einem Klinikaufenthalt zu sterben, um den Faktor 2,7

In Deutschland haben nur fünf Prozent der deutschen Kliniken einen Hygienearzt – mit sinkender Tendenz

In den Niederlanden hingegen umfassen die Schutzmaßnahmen das Screening aller zur Aufnahme kommenden Patienten, den Einsatz eines Hygienefacharztes in jeder Klinik und die Abstimmung jeder Antibiotika-Behandlung mit einem Mikrobiologen. Hierunter kam es zu einer massiven Absenkung der MRSA-Prävalenz mit einer Häufigkeit von 20% der im benachbarten Deutschland auftretenden Fälle.

Auch ist die Häufigkeit von MRSA des benachbarten Raums Münster gesunken, nachdem dort seit 2006 in über 40 Kliniken im Rahmen des EUREGIO-Projektes MRSA-net ein Verfahren ähnlich dem niederländischen eingeführt wurde.

Da die Erreger im Krankenhaus meist von Pflegepersonal und Ärzten (iatrogen) verbreitet werden, ist die wichtigste Maßnahme gegen die Ausbreitung multiresistenter Erreger die gründliche Händedesinfektion. Je nach der zu verrichtenden Tätigkeit am Patienten oder der Lokalisation des MRSA beim Patienten werden zusätzlich Einmalhandschuhe, Schutzkittel und Mundschutz getragen. Die strikte Einhaltung der Händehygiene ist der wichtigste Teil der Vorsorge. Isolierungsmaßnahmen können die Übertragungsrate in Krankenhäusern deutlich verringern.[35] Führungskräften kommt dabei eine wichtige Vorbildfunktion zu.

Das sollte erst mal reichen. Ich werde hier jetzt dann eh aussteigen, weil ich keine Lust habe, mich als "Pöbel" bezeichnen zu lassen.

Aber Ihr, die Ihr im Klinikalltag drin seid, solltet Euch mal in einer ruhigen Stunde fragen, woran es liegen kann, dass es in den skandinavischen Ländern und auch in Holland so gut wie keine nennenswerten Fälle des Auftretens von Krankenhauskeimen gibt. Ob unser System wirklich so gut ist, wie es vorgibt zu sein. Oder ob da nicht vielleicht doch was verbessert werden sollte.

Oder ob Wirtschaftlichkeitsfragen, wenn es um Menschenleben geht, wirklich so viel Gewicht haben dürfen, wie sie derzeit haben. Denn dass die Leute in Krankenhäusern wie die Fliegen sterben, ist eine rein ökonomische Konsequenz.

Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn Ihr damit einverstanden seid, dass die Zahl der Verkehrstoten unter allen Umständen gesenkt werden muss – ein Verkehrstoter kostet viel Geld – und dass man im Gesundheitswesen alles so lassen soll wie es ist – bis zu 40.000 Tote p.a. sind viel billiger als der Aufwand, der getrieben werden muss, um die Zahl auf 2.000 zu senken – dann macht ruhig weiter so wie bisher.

Dner kl~e>ine+ Pri?nz


Ganz vergessen, hier der Link:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Staphylococcus_aureus]]

Btw:

[dann können wir] somit sicher stellen, dass die Infektion, wenn sie weitergetragen wird, dies ausschließlich vom Pflegepersonal getan wird.

Keine Sorge, das braucht man nicht sicher stellen, das ist schon nahezu automatisch so.

D$ieSKr/uemxi


jetzt verstehe ich dich erst recht nicht.....

In Deutschland haben nur fünf Prozent der deutschen Kliniken einen Hygienearzt – mit sinkender Tendenz

den Einsatz eines Hygienefacharztes in jeder Klinik

Ob ein Chefarzt in Personalunion auch Hygienebeauftragter ist oder nicht, ist mir genau so wurscht.

Ich bin da völlig leidenschaftslos und sehe nur nackte Zahlen.

Entweder verstehst du nicht, was du postest oder du liest dir deine kopierten Beiträge selbst nicht durch.

DAS größte Problem in Punkto Hygiene ist, dass es nicht in jeder Klinik HAUPTAMTLICHE Hygienefachkräfte gibt, darüber sind sich alle Experten einig. Und genau der Punkt ist dir "wurscht"?

sorry, aber auf dem Niveau breche ich die Diskussion mit dir ab, denn du scheinst nur nachzuplappern ohne selbst mitzudenken, sonst würde dir dein eigener Widerspruch auffallen.....

da ist das nur am Rande....

In Deutschland sterben bis zu 40.000 Menschen p.a. an Infektionen mit Krankenhauskeimen.

Denn dass die Leute in Krankenhäusern wie die Fliegen sterben, ist eine rein ökonomische Konsequenz.

ei jährlich ca 17 Mio Behandlungsfällen in deutschen Krankenhäusern kann man das ja wohl nicht als "wegsterben wie die Fliegen" bezeichnen.......

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