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Arzthelfer(innen) und die liebe Hygiene

sfchnat5terDguschxe


Monika65

Patienten haben größtenteils keine Ahnung davon, das kann man auch nicht erwarten.

Warum eigentlich nicht? Das Grundwissen der Patienten über Hygiene reicht doch aus, das Personal schlechtzureden. Da sollte es auch für das eigene Verhalten reichen oder wenigstens dazu, das Personal durch entsprechende Hinweise zu unterstützen. Das wäre mehr im eigenen Interesse als sich später anonym im Internet zu beschweren.

Die Patienten, die tatsächlich keine Ahnung haben, und einfach mal das vergessene Stethoskop begrapschen, nachdem sie sich ausgiebig am Hintern gekratzt haben, sind sicher auch nicht diejenigen, die gleich Zeter und Mordio schrei(b)en, wenn die Hygienemaßnahmen nicht ihren Vorstellungen entsprechen.

d=eas\tgt


hmmm...*überleg* ... nein ich habe keinen arzt/pflegeberuf .

was dir geschehen ist ,ist übel und mit sicherheit anzuprangern.

nur ,in einer arztpraxis wegen blutabnahme und ohne fingerdesinfizieren,so ein fass aufmachen,find ich persönlich ... .

wer in afrika(drittweltland) ne op hinder sich hat (ich),sieht das warscheinlich nicht mehr so eng*denk*

t-atu3a


@ beetlejuice

Da wo ich lag ( war oft lange im KKH, da bekommt man schon viel Einblick in die Abläufe ;-) ) haben die Schülerinnen und oft auch die Praktis die Klingeln abgearbeitet. Beim Alarmklingeln ist dann immer die Examinierte gespurtet, auch wenn sie gerade ihr Gerät auf dem Nachtisch hatte.

Persönliches Highlight in meiner Erfahrung – Schwester rast mitten beim Einmalkathetern weg, weil Alarm ;-D

bdeetlWeju$icxe21


@ tatua:

schön aber nicht auf jeder station rennen zu jeder zeit schüler oder Pratktikanten rum... *lächel*

DNer Fklekine 9Prinxz


Warum eigentlich nicht? Das Grundwissen der Patienten über Hygiene reicht doch aus, das Personal schlechtzureden.

Ich bin da jetzt nur drauf gekommen, weil ich gestern diesen Report-Bericht über MRSA gesehen habe.

Und wenn bei uns 20% der Patienten an Krankenhauskeimen erkranken und in den Niederlanden 2%, dann liegt das, unabhängig davon, ob man ein Grundwissen von Hygiene hat oder ein fundiertes Spezialwissen, auf der Hand, dass das Krankenhauspersonal hygienisch gesehen unter aller Kanone ist.

Es ist nun mal das Personal, das die Fehler macht, und es ist nicht die Saugglocke, die kann nämlich gar nix aus eigener Kraft heraus.

Am Ende ist es dann doch nicht das Personal, sondern das System, aber sage das mal einem, dem sie das Bein amputieren mussten, weil seine Wunden nicht mehr heilten.

t<atuxa


Vielleicht sollte man das noch viel deutlicher machen, mit großen und einfach verständlichen Aushängen in jedem Krankenzimmer etc.

Das ist wirklich eine gute Idee

Gleich oben sollte stehen.

Sie sind hier bei uns einem hohen Risiko ausgesetzt sich mit Problemkeimen wie MRSA zu infizieren, wenn sie folgende Dinge tun:

b~eetleju{ice2x1


Haben die in dem bericht auch erwähnt, dass 20% Krankenhauskeime(welche überhaupt ich mein da gibts auch auf ner skala von 1 bis 10 ungefährliches und gefährliches) auch ein erworbener Schnupfen in nem KH nachweislich ist eine nosokomniale Infektion (also im KH erworben und kommt mit in die statistik... grins)

ähmmm das fast alle wirklich schwer betroffenen menschen sowieso immunsuppressiv sind darum schwer zu therapieren aufgrund von alter, krankheit oder gesundheitszustand? ist nun nicht so das ein gesunder 30 jähriger ins Krankenhaus geht, kriegt MRSA und geht ohne Beine wieder raus... das sind sicher schlimmer Ärztefehler die dann das nicht erkennen und unbehandelt lassen und DANN und auch erst dann kommt es soweit.

Ich bin auch dagegen Fehler zu vertuschen und ich finde Pat dürfen auch ihr Recht einfordern oder einklagen (tun sie eh viel zu wenig) aber auf der anderen Seite, warum muss ich in so nem Beruf unfehlbarer sein als der Pilot oder Busfahrer?

Mnonmikah65


schnattergusche

Das Grundwissen der Patienten über Hygiene reicht doch aus, das Personal schlechtzureden.

Nein, tut es nicht, die Kenntnis über Krankenhauskeime geht wirklich weit über Grundwissen hinaus. Hier gehts nicht um ein paar Alltagsbakterien, wer nicht speziell in diesem Bereich ausgebildet ist, hat in der Regel so gut wie kein Wissen darüber, außer vielleicht dass sie existieren.

Es liegt ja auch nicht nur am Personal, sondern an den Abläufen an sich, deshalb werden ja jetzt auch Maßnahmen ergriffen, Hygieneverordnungen, mehr Hygienefachkräfte in den Krankenhäusern. Man könnte sich an den Niederlanden orientieren, dort ist ein Screening bei der Aufnahme von bestimmten Patienten Usus. Tatsache ist, dass bei uns etwas unternommen werden muss, und wie so oft, sind auch die Kleinigkeiten wichtig. Damit wären wir wieder bei der TE.

D?er tklecin e KPrinz


aber auf der anderen Seite, warum muss ich in so nem Beruf unfehlbarer sein als der Pilot oder Busfahrer?

Was ist denn das für eine Frage?

Unfehlbar gibt es nicht.

Aber wer Fehler nicht vermeidet, die vermieden werden könnten (was der Busfahrer oder der Pilot zu 99,99% schaffen), hat in einem Heilberuf für mein Dafürhalten nichts verloren.

Das hier

auch ein erworbener Schnupfen in nem KH nachweislich ist eine nosokomniale Infektion (also im KH erworben und kommt mit in die statistik... grins)

glaube ich nicht. Ein Schnupfen, im Krankenhaus erworben, ist keiner der Krankenhauskeime, die in dem Bericht gemeint waren.

t.atxua


Hier gehts nicht um ein paar Alltagsbakterien, wer nicht speziell in diesem Bereich ausgebildet ist, hat in der Regel so gut wie kein Wissen darüber, außer vielleicht dass sie existieren.

Veto

Es geht genau um ein paar Alltagsbakterien.

Erstaunlich viele gesunde Menschen in DE haben MRSA-Keime im Nasenabstrich und – oder auf der Haut.

Der Keim macht auch nix bis wenig, wenn man ihn nicht in offene Wunden und sonstige Schnellautobahnen in den Körper bringt, am besten noch bei Menschen, deren Immunsystem in den Knien ist.

Die holländische Lösung ist nicht (mehr) auf DE übertragbar. Die allgemeines Durchseuchungsrate hier ist schon zu hoch.

MRSA ist in Krankenhäusern gezüchtet worden, aber er ist schon lange nicht mehr auf diese begrenzt.

HzannaL-Mapria


Unsere Krankenhäuser gehören zu den gefährlichsten Orten in diesem Land...

Da die Pflege in Deutschland keine eigene Lobby hat, kursieren immer noch solche oder diese Ammenmärchen wie "Schwestern trinken den ganzen Tag Kaffee und scheren sich nicht um die Patienten..." und was man sonst noch den Karbolmäuschen von jeher andichtet, die nur den Herren Doktoren schöne Augen machen, sich gern bei Kaffeekränzchen über die privaten Details der Patienen austauschen und ansonsten sowieso kein Privatleben besitzen, weil sie am liebsten Tag und Nacht in der Klinik sind um Menschenleben zu retten.... o:) Wenn man dann auch noch Fan von "Schwarzwaldklinik", "Schwester Stefanie" &Co. sein sollte, ist eh Hopfen und Malz verloren. :|N

Liebe Med1-Patienten, willkommen im 21.Jahrhundert! Selbst im vom Ex-Gesundheitsminister Rösler so gepriesenem "Jahr der Pflege" hat sich nichts, aber auch gar nichts an den für Laien nicht vorstellbar katastrophalen Arbeitsbedingungen der Pflegenden zum Besseren geändert. Im Gegenteil. Wir leben im Zeitalter der gesundheitsvernichtenden Sparmaßnahmen, des Lohndumpings durch Tarifvernichtung mittels Ausgliederungen im ganz großen Stil! Das heißt Personalängpässe bis hin zum Kollaps, Hilfskräfte in allen Bereichen und damit Qualitätsverlust, der bis zu gefährlicher Pflege reicht – und was das schlimmste ist: die Geschäftsführungen wissen es und nehmen es in Kauf, um ihre Zahlen in den grünen Bereich zu bekommen! :(v %:|

Kleiner Prinz, was du erlebt hast, ist noch gar nichts! Warte ab, bis du ins Pflegeheim kommst. Heute mag noch der Standart "satt und sauber" zwar lieblos, aber realisierbar erscheinen. Beim bestehenden Trend ist in wenigen Jahren der Personalschlüssel so dünn und die Qualifikation des Personals so mau, dass du froh sein kannst, wenn du jemanden erwischst, der noch deine Sprache spricht und dir vielleicht einmal am Tag irgendetwas essbares gibt, dich vielleicht – soweit möglich – aus deiner Sch*** holt. Die Toilette siehst du dann eh nicht mehr.... ]:D

Ich kann einfach dieses pingelige Geschnattere nicht mehr hören! Pflegekräfte ersticken in einem Berg von Hygiene- und Dienstvorschriften, die als Auflagen von den MDK-Schreibtischhengsten täglich vermehrt und verändert werden. Die Einhaltung wird zwar gefordert, geprüft wird aber lediglich in der übertrieben aufwendigen schriftlichen Dokumentation. Da ist es nicht wichtig, was gemacht wurde, sondern ob es auch auf Papier festgehalten wurde... %:| Und weil die Schwestern schon zu 50% reine Bürokratiearbeiten erledigen müssen, bleibt immer weniger Zeit für die eigentliche Arbeit am Patienetn. Ganz zu schweigen von der Überbelastung, denn 300-500 Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto gelten als normal, dazu Schicht- und Bereitschaftsdienste. Dass da so mancher Handgriff nicht mehr ganz realisiert wird, ist doch völlig menschlich. Und anstatt die Schwester höflich auf ein mögliches Versäumnis hinzuweisen, wird natürlich viel lieber Gift und Galle hinter ihrem Rücken gespiehen, gelästert und geklagt... und dafür steckt man dann gern die MRSA-lastigen Köpfe zusammen.... ehrlich: ich habe für dieses Gejammere absolut kein Verständnis. Jeder der auch nur kurze Zeit wirklich in der Pflege gearbeitet hat, weiss genau, was Pflegefachkräfte heute leisten müssen. Das ist echt übermenschlich und deshalb ist diese Spezies auch vom Aussterben bedroht. Das wird man bald sehr deutlich als Patient spüren müssen. :)z

t1a'tuOa


@ Hanna-Maria

??? Ich bin auch eine med1-Patientin und schreibe mir hier seit Seiten die Finger fusselig, um zu vermitteln, dass die Schwestern und Pflelger einen guten Job machen – oft unter schwierigen Umständen. Gerade weil ich ogt im Krankenhaus war, weiß ich das.

Pack doch die ganz pauschale Keule mal wieder ein. ;-)

Es kann doch nur darum gehen, dass wir alle an einem Strang ziehen, um wieder mehr Geld in die Pflege zu bekommen – sonst gibt es ein ganz böses Erwachen...

M|oni|ka6x5


Habe jetzt glücklicherweise keine so schlechte Erfahrung mit Pflegeheimen, eher zu meiner Überraschung bessere als erwartet. Teurer geworden ist es allerdings erst jetzt wieder, die Finanzierung ist echt ein Riesenproblem.

b'eetlej,uice2x1


Jo Hanna – Maria!!!

:)= :)^

Das Veto von Tatua unterschreibe ich auch!! Der Zug ist abgefahren.

@ Der kleine Prinz:

Genau so was wie ein Schnupfen oder ne Bronchitis kommt aber ungeschönt mit in die statistik rein und so kommen 20% zustande, du glaubst doch nicht das jeder 5. Patient mit nem eitrigen Bein entlassen wird?

Und mein Beispiel von Pilot und Busfahrer bezog sich natürlich auf mein eigenes Statement 2 seiten vorher: Ich arbeite nach bestem wissen und gewissen MEHR kann ich nicht tun. Und ich behaupte das tun fast alle!

KC. Puxtt


Auf jeden Fall ist extrem auffällig, auch hier wieder sofort, dass, sobald ein Mangel im Gesundheitsbetrieb Krankenhaus oder Arztpraxis angesprochen wird, sich alle, die im Krankenhaus oder beim Arzt arbeiten, geradezu zusammen schließen und gegen die, die Grund zur Beschwerde haben, schießen

Ich fand zB nicht, dass ich "geschossen" habe. Ich wollte nur nicht, dass verallgemeinert wird. Es gibt sicherlich unhygienisches Personal, bzw. welche, die nicht korrekt nach Hygieneplan arbeiten, aber ich wehre mich dagegen, dass Du alle in einen Topf wirfst.

Aber so bilden sich eben offenbar mal wieder 2 Fronten. Unnötig eigentlich, denn wir wollen doch alle das gleiche, nehme ich an.

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