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Auskunft über Patient

sNoukndso hat die Diskussion gestartet


Ich wollte den Arzt wechseln.

Ich bin wegen meiner Krankheit auf Hausbesuche angewiesen.

Deshalb habe ich einige Ärzte in meiner Nähe angerufen. Ein Arzt würde mich im nächsten Quartal übernehmen.

Ich benötigte von meiner bisherigen Ärztin ein neues Rezept für meine Medikamente.

Das Rezept kam und kam nicht.

Deshalb rief mein Mann dort an und ihm wurde mitgeteilt, ich hätte ja einen neuen Arzt und dieser soll das Medikamet verschreiben.

Ich habe meinem zukünftigen neuen Arzt nicht mitgeteilt bei welchem Arzt ich bisher war. Auch habe ich meiner bisherigen Ärztin nicht gesagt, dass ich wechseln will.

Jetzt kann ich mir nur vorstellen, dass der neue Arzt bei dieser Ärztin angerufen hat.

Dürfen die das überhaupt?

Der neue Arzt hat meine Krankenkassekarte noch nicht erhalten. Ich bin offziell noch gar kein Patient von ihm.

Darf meine Ärztin einem anderen Arzt Auskunft über mich geben, ohne meine Einwilligung?

Antworten
s-ouHn.dso


Heute musste ich feststellen, dass der neue Arzt sämtliche Unterlagen von mir vorliegen hat.

Ich habe die nicht angefordert und mein alter Hausarzt hat mich auch nicht gefragt, ob er die weitergeben darf.

Sieht so die ärztliche Schweigepflicht aus?

Ich bin stinkesauer!

B{irkeRnblattx10


Das Ergebnis ist, dass man dort höchstens ein Mal hingeht, oder nur noch im Notfall, weil gar keine Vertrauensbasis da ist.

Ich denke da ganz praktisch, dass ich wegen meiner Gesundheit hingehen MUSS, auch, weil ich Rezepte brauche. Ich zwinge mich dazu, aber wohl fühle ich mich dort nicht, und ich bin immer froh, wenn ich es hinter mir habe.

Wie gesagt – so oft wie nötig, aber so wenig wir möglich!

bpetaMaxn


Für Ärzte untereinander ist das normal,ist mir auch passiert.Ob es die gegebene

Schweigepflicht verletzt ist mir nicht bekannt. :|N

S]he4kinah


§ 9 Schweigepflicht (Muster-)Berufsordnung für die deutschen Ärzte (1997)

Wenn mehrere Ärzte gleichzeitig oder nacheinander denselben Patienten untersuchen oder behandeln, so sind sie untereinander von der Schweigepflicht insoweit befreit, als das Einverständnis des Patienten vorliegt oder anzunehmen ist.

P_apuBla


Die ärztliche Schweigepflicht gilt nicht für Ärzte untereinander. Hast du denn etwas zu verbergen? Ich empfinde das als überaus praktisch.

Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass dein Mann nicht mal eben die benötigten Rezepte holen kann.

BtiGrken0blatOt10


Kommt darauf an, WAS ein Arzt dem Kollegen genau über den Patienten erzählt....Als Patient merkt man ganz genau am Verhalten des Arztes, WAS erzählt wurde. Und wenn man vielleicht mit einem Arzt nicht so gut klar gekommen ist, dann ist es recht unangenehm, wenn der neue Arzt dann voreingenommen ist.

Auf den neuen Krankenkarten wird ja jetzt auch gespeichert, wo man gewesen ist, und weshalb.

Ich hätte am liebsten schon seit Jahren meine Krankenversicherung gekündigt, und wäre am liebsten gar nicht mehr versichert! Aber das sollte man lieber lassen.

s5oPundxso


Die ärztliche Schweigepflicht gilt nicht für Ärzte untereinander. Hast du denn etwas zu verbergen? Ich empfinde das als überaus praktisch.

Ich empfinde das als nicht richtig.

Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass dein Mann nicht mal eben die benötigten Rezepte holen

Deinen Komentar verstehe ich jetzt nicht.

Auch wenn mein Mann zu der "alten" Ärztin gegangen wäre, hätte er das Rezept von ihr nicht bekommen. Mit dem Hinweis, ich hätte ja jetzt einen neuen Arzt.

Er war heute beim "neuen" Arzt und da wurde ihm gesagt, ich wäre ja erst im neuen Quartal Patient bei ihm.

Aber ein Rezept hat er trotzdem bekommen.

_OParvaxti_


Ich finde das Vorgehen deines neuen Arztes schon merkwürdig. Wie konnte er eigentlich herausfinden, bei wem du bisher Patient warst? Da muss er ja alle Äzte in der Stadt angerufen haben ":/ Aber ist im Grunde jetzt auch egal...

Dürfen die das überhaupt?

Keine Ahnung. Ich würde mir darüber nicht den Kopf zerbrechen wie du es gerade tust.

sAounCdso


Und wenn man vielleicht mit einem Arzt nicht so gut klar gekommen ist, dann ist es recht unangenehm, wenn der neue Arzt dann voreingenommen ist.

Das ist genau der Grund, weshalb ich mich jetzt so ärgere.

MpACBxA


Ich habe auch meinen Hausarzt gekündigt und mir einen neuen gesucht. Ich musste beim neuen Hausarzt unterschreiben, dass ich

damit einverstanden bin, dass er meine Krankenakte beim bisherigen Arzt anfordern darf.

Lass Dir mal kopieren, was der bisherige Arzt über Dich mitgeteilt hat. Das kannst Du verlangen.

So war es auch beim Zahnarztwechsel. Erst Unterschrift, dann alte Akte.

f@ilitz7z0


woher dein neuer arzt den namen des alten arztes kennt frage ich mich auch...hast du ihm den namen irgendwann in einem nebensatz gesagt?

soweit ich weiß gilt die schweigepflicht auch untern den ärzten (außer wenn ein überweisungsschein vorliegt), aber ist halt die frage ob das sinn macht:

der worst case wäre dann:

dann steht dein neuer arzt bei dir im wohnzimmer, weiß daß du immer eine kleine weiße tablette nimmst (die packung wurde gestern leer und ist mittlerweile im müll, also bitte mal schnell ein rezept für die kleine weiße tablette...den namen? "ja, den müssen sie doch wissen, sie sind doch der arzt!"); irgendwelche untersuchungen da in der röhre wurden auch gemacht, was genau, ja keine ahnung; aber man hat was gefunden dabei....deshalb sollte nämlich noch eine weitere abklärung gemacht werden....welche abklärung, ja das müssen sie doch wissen, sie sind der arzt!

sicher sind nicht alle patienten so "gut" informiert, aber ich denke mal daß du eine etwas ausführlichere krankengeschichte hast, und da ist es für den neuen arzt sicher hilfreich wenn er alte untersuchungsbefunde, laborwerte und medikamentenliste hat; von da würde ich es als vorbereitung seinerseits sehen dich vernünftig betreuen zu können;

blöd ist´s natürlich wenn er nicht nur wertungsneutrale untersuchungsbefunde bekommt sondern zwischen den zeilen rauszulesen ist daß dein verhältnis zum alten doc nicht so toll war; wobei er sich das wohl selber denken kann, warum solltest du sonst den arzt wechseln wollen?

BNirkeInblatttx10


ja keine ahnung; aber man hat was gefunden dabei....deshalb sollte nämlich noch eine weitere abklärung gemacht werden....

und genau DAS finde ich fies! wieso hat die patientin keine ahnung, was gefunden wurde, und warum wird sie nicht darüber informiert....?! :-|

m3aripxosa


Lass Dir mal kopieren, was der bisherige Arzt über Dich mitgeteilt hat. Das kannst Du verlangen.

Da muss man genau unterscheiden, ob es sich um objektive oder subjektive handelt:

Auskunfts- bzw. Einsichtsrecht der PatientInnen

Das Auskunftsrecht leitet sich aus dem informationellen Selbstbestimmungsrecht (Grundgesetz), dem Einsichtsrecht aus dem allg. Arztrecht und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ab. Es bezieht sich auf 'objektive' Aufzeichnungen (naturwissenschaftlich konkretisierbare Befunde über Behandlungsmaßnahmen, Medikation, Operationsberichte, EKG, EEG, Röntgenaufnahmen, Laborergebnisse) nicht jedoch persönliche Eindrücke, fremdanamnestische Daten oder Verdachtsdiagnosen.

[[http://www.schweigepflicht-online.de/Frame_Akteneinsicht.htm]]Hervorhebung von mir

Ein subjektiver Befund (wie z.B. Der Patient zeigt externe Pigmentierung ist verschmutzt und benötigt eine forcierte Balneotherapie muss mal richtig gewaschen werden bekommt der Patient nicht unbedingt zu Gesicht.

Die genannten Diagnosen sind natürlich nur scherzhaft gemeint und beziehen sich nicht auf das Thema

m^aripIosxa


ergänze: ob es sich um objektive oder subjektive Befunde handelt:

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