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Auskunft über Patient

MtsEinsGaxm


wieso hat die patientin keine ahnung, was gefunden wurde, und warum wird sie nicht darüber informiert....?!

Aus meinen vielen Jahren im Krankenhaus/Praxis kann ich nur sagen, dass das Problem ist, dass viele Patienten es entweder gar nicht so genau wissen wollen oder es wieder vergessen oder es mit anderem, was sie irgendwo aufgeschnappt haben verwechseln. Zudem sind viele Patienten auch selektiv und lassen relevante Informationen weg.

Heute musste ich feststellen, dass der neue Arzt sämtliche Unterlagen von mir vorliegen hat.

Ich bin stinkesauer!

Zum einen muss der neue HA ja von irgendwoher gewusst haben, wer Dein letzter HA gewesen ist. Von wem, wenn nicht von Dir oder von Deinen von Dir dort gelassenen Unterlagen (Karte etc)?

Zum anderen verstehe ich nicht so ganz, dass Du so wütend bist. Dein neuer HA hat sich vorbereitet und Deine Bilder, Befunde etc. angefordert. Ein nicht ungewöhnlicher Vorgang, der auch so gefordert wird z. B. im Sinne des Strahlenschutzes, damit Patienten nicht unnötig zweimalmit Strahlen belastet wird. Ich kenne das so, dass der neue Arzt Bilder, Blutwerte etc bekommt und einen Brief vom letzten HA, wo nur kurz die Diagnosen dargestellt wird und der Verlauf. Persönliche Anmerkungen sind da nicht so üblich, auch die Akte, zumindest in meinem Bereich, wurde nicht weiter gegeben oder nur auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten.

Im übrigen wird bei den Ärzten da üblicherweise auch nicht unter einander "rumgetratscht", wie schon vermutet.

Wie hast Du Dir das denn mit dem Neuen vorgestellt? Er kommt zu Dir, kann Dich kaum untersuchen und soll Dich aber behandeln? Wie soll er das machen, wenn Bilder, alte Blutwerte, OP-Bericht woanders sind?

s$ou\ndjsxo


Zum einen muss der neue HA ja von irgendwoher gewusst haben, wer Dein letzter HA gewesen ist. Von wem, wenn nicht von Dir oder von Deinen von Dir dort gelassenen Unterlagen (Karte etc)?

Von mir nicht!

Als ich mich erkundigte, ob er neue Patienten annimmt, wurde ich gefragt, wo ich bisher war.

Ich sagte, ich möchte das jetzt nicht sagen.

Irgendwelche Unterlagen habe ich ihm auch noch nicht gegeben. es wurde ja vereinbart, erst am 1. 10. zu wechseln.

Ich hätte dann bei meiner alten Ärztin die Unterlagen selbst angefordert.

Außerdem habe ich auch von jedem Arztbericht selbst ein Exemplar. Die hätte er schon rechtzeitig bekommen!

Das Verhältnis zu meiner alten Ärztin war seit Januar diesen Jahres nicht mehr sehr gut, da sie aus Budgetgründen (wie sie mir selbst sage) selbst die medizinisch notwendigen Verordnungen nicht mehr gemacht hat.

So verschrieb sie mir das Medikament nicht mehr gegen Knochenmetastasen (ich habe Krebs) und meine schwere Osteoporose.

Außerdem bekam ich plötzlich über ein anderes Medikament ein Privatrezept und erst als ich interveniert hatte, stellte sie ein Kassenrezept aus.

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Soweit ich weiß, darf ein Arzt nicht einfach deine Unterlagen an den nächsten Arzt schicken. Ich habe gestern den Arzt gewechselt, und der neue Arzt sagte zu mir "Bitte schreibe Sie Ihren bisherigen Arzt an, damit er Ihnen die für mich relevanten Dokumente aus Ihrer Akte zur Verfügung stellt. Die darf er mir nämlich nicht ohne Ihre schriftliche Erlaubnis schicken. Wenn der Kollege es ganz genau nimmt, wird er die Unterlagen an Sie schicken und nicht direkt an mich."

S)un~fUlowexr_73


Wenn ein Arzt einen Patienten übernimmt, kann es vom Vorbehandler die Akte anfordern. Bzw. halt einen kurzen Behandlungsverlauf, aktuelle Diagnosen und Medikamente.

Was mich wirklich wundert:

Wenn Du beiden Ärzten nichts gesagt hast: Woher weiß der neue Arzt, wer Dein alter Arzt war? Es wird sich keine Praxis die Mühe machen, alle anderen Hausärzte abzutelefonieren. Bist Du sicher, dass Du und auch Dein Mann NICHTS gesagt haben? Weil von irgendwo MUSS die Info kommen.

Das Einfachste: In der Praxis anrufen und nachfragen. Deutlich machen, dass es Dich irritiert/stört.

Ich überlege, ob der Arzt evtl. über die kassenärztliche Vereinigung gegangen sein kann... oder die Krankenkassen. Wurdest du gefragt, bei welcher Kasse Du versichert bist? Vielleicht konnte die Praxis es darüber herausfinden.

Da ich selber im medizinischen Bereich tätig bin, weiß ich aber auch:

Gerade bei schweren Erkrankungen kommt es NICHT gut, wenn Patienten Kontakt von neuem und altem Arzt verhindern wollen. Das lässt Behandler oft stutzig werden. Typisch ist es nämlich bsp. bei Medikamentenmissbrauch. Weil wenn die Infos nur vom Patienten kommen, kann der Patient problemlos Infos unterschlagen, manipulieren, nur best. Berichte weiterleiten. Was letztlich zu Behandlungsfehlern führen kann und dann ist der Arzt dran.

RGHxW


Hallo,

wenn es in einer Stadt nur zwei Ärzte gibt, die Hausbesuche machen, dann ist es keine Kunst, den Vorbehandler rauszufinden (bzw. man weiß ihn dann schon sofort).

[[http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=0.7.47.6188]]

Gruß

RHW

sKoun\dso


@ RHW

Danke ür den Link.

Die Übermittlung von Patientendaten ist nur zulässig, wenn sie entweder durch eine gesetzliche Vorschrift, durch die Einwilligung des Patienten oder aber durch einen besonderen Rechtfertigungsgrund legitimiert ist; anderenfalls läuft der Arzt Gefahr, die ärztliche Schweigepflicht (§ 203 StGB i. V. m. § 9 MBO) zu verletzen und gegen datenschutzrechtliche Vorschriften zu verstoßen. Dies gilt grundsätzlich auch bei der Übermittlung von Daten von Arzt zu Arzt. In Fällen der Mit- und Nachbehandlung (z. B. Überweisung) sind Ärzte insoweit von der Schweigepflicht befreit, als dass das Einverständnis des Patienten anzunehmen ist.

Wenn man das zugrundelegt ist in meinem Fall die ärztliche Schweigepflicht verletzt worden.

MgsZEinsxam


Kann man auch anders interpretieren, der Neue behandelt Dich weiter und hier kann man auch argumentieren, dass Dein Einverständnis anzumehmen ist.

Wenn es für Dich so ein Problem ist, dann sprich mit dem neuen Arzt, wie es dazu gekommen ist, dass er Deine Unterlagen hat und sag offen, dass es Dich stört.

DIer kle|ine Prxinz


Externe Pigmentierung gefällt mir ]:D

sPo9unTdso


Der neue Arzt war heute da.

Er sagte mir, dass die Ärztin einfach meine gesamten Unterlagen an ihn geschickt hat.

Er hätte sie nicht darum gebeten.

Das glaube ich auch, denn er machte auf mich einen sehr guten Eindruck. Er war sehr bemüht, was man von meiner alten Ärztin nicht gerade behaupten konnte.

Außerdem verschrieb er mir das Medikament, das mir die andere Ärztin mit Ausreden verweigert hatte.

Ich musste ihn nicht mal darum bitten, er bat es mir von selbst an.

Das hat das schlechte Bild, das ich von Ärzten habe wieder etwas gebessert.

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