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Ich bin so stinkig auf die Ärzteschaft

h]uxrx


@ soundso

Aber wenn Du das weisst, was wolltest Du dann mit Deiner Aussage bezwecken?

Die mit bekannten Arztpraxen fangen ja auch erst um 16 Uhr wieder mit der Sprechstunde an und haben zweimal in der Woche einen Nachmittag geschlossen.

s{oundxso


Der Reingewinn meines Freundes beträgt im Jahr ungefähr die Hälfte, wenn überhaupt.

Das ist aber nicht schlecht!

K<Moo{dxy


Das ist aber nicht schlecht!

Das ist nicht schlecht für eine Familie mit zwei Kindern, einer 60h Woche, nach sieben Jahren Studium und vier harten Jahren im Krankenhaus?

Das ist ein Witz!

GXenfe/rvtxe


Also kommt dein Freund mit einem Reingewinn von ca 50.000, – € gerade so über die Runden?

Gnene[rvte


Das ist nicht schlecht für eine Familie mit zwei Kindern, einer 60h Woche, nach sieben Jahren Studium und vier harten Jahren im Krankenhaus?

Das ist ein Witz!

Bist du dir darüber im Klaren, wie viele sich noch nicht einmal 2 Kinder leisten können?

Mir verschlägt es die Sprache...........hat ihn jemand gezwungen zu studieren? Was soll denn diese Aussage jetzt?

ich breche jetzt hier ab, sonst werde ich noch ausfallend.....

Ach.......sorry, ich hole noch die Sammeldose heraus und gehe von Tür zu Tür für deinen Freund.

s oundxso


Aber wenn Du das weisst, was wolltest Du dann mit Deiner Aussage bezwecken?

In deinem Beitrag kam es für mich so rüber:

die Ärzte müssen so viel Zeit in ihre Patienten investieren. Sie sind den ganzen Tag nur mit ihnen beschäftigt.

Das andere sind kaufmännische Aufgaben, die jeder Selbstständige erledigen muss und für die er nicht unbedingt Geld bekommt.

Wenn man das nicht leisten will/kann, sollte man sich nicht selbstständig machen.

PkeeK-lee


Vom Reingewinn müssen dann natürlich noch Steuern und Sozialabgaben bezahlt werden. Die sind beim 'Netto' vom Arbeitnehmer schon abgezogen. Bleiben von den sagenhaften 50.000 euro Reingewinn ungefähr 28.000 euro 'netto', das Risiko einer Selbstständigkeit und das nicht gerade geringe Berufsrisiko eines Arztes, alles ursprünglich mal finanziert durch einen recht grossen zeitlichen, finanziellen und menschlichen Einsatz. Es gibt in der Ärzteschaft durchaus die Grossverdiener. Das sind Chefärzte und Fachärzte die viel Gerätschaft brauchen.

KfMo+oydy


Bist du dir darüber im Klaren, wie viele sich noch nicht einmal 2 Kinder leisten können?

Mir verschlägt es die Sprache...........hat ihn jemand gezwungen zu studieren? Was soll denn diese Aussage jetzt?

ich breche jetzt hier ab, sonst werde ich noch ausfallend.....

Ach.......sorry, ich hole noch die Sammeldose heraus und gehe von Tür zu Tür für deinen Freund.

Oh ja und ich werde auch gleich ausfallend. Da setzt sich jemand auf den Arsch, studiert sieben Jahre, lässt sich vier Jahre im Krankenhaus herumschubsen und soll dann von der Hand in den Mund leben, damit ihm niemand nachsagen kann, er wäre ein geldgeiler Sack, der jeden Patienten bis aufs Äußerste auspressen möchte und nebenbei noch total unfreundlich seine Patienten in fünf Minuten abfertigt? Vielleicht sollte er noch geld mitbringen? Aber ja nicht verdienen wollen!

Vielleicht soll er dir noch ein paar hundert Euro monatlich überweisen, damit du besser leben kannst oder wie?

Hier geht es nicht darum, Reichtümer anzuhäufen. Hier geht es darum, dass er von den monatlichen Einkünften seine Wohnung, sein Auto – nein, kein Luxus-Schlitten, sondern eine olle Karre, die er unter anderem für seine Hausbesuche braucht, an denen er nix verdient – bezahlen kann, sich und seine Familie krankenversichern kann.

Wo bleiben denn bitte die Relationen?

mdaripxosa


Das ist nicht schlecht für eine Familie mit zwei Kindern, einer 60h Woche, nach sieben Jahren Studium und vier harten Jahren im Krankenhaus?

Das ist ein Witz!

Das sehe ich allerdings genauso wie KMoody.

Bist du dir darüber im Klaren, wie viele sich noch nicht einmal 2 Kinder leisten können?

Du meinst, diese Vielen hätten besser Medizin studiert?

Und... warum haben sie nicht? :-o

Mir verschlägt es die Sprache...........hat ihn jemand gezwungen zu studieren? Was soll denn diese Aussage jetzt?

Ach Gott, jetzt auch noch Bildungsneid. %-|

ich breche jetzt hier ab, sonst werde ich noch ausfallend....

Ist wohl besser... ;-D

Ach.......sorry, ich hole noch die Sammeldose heraus und gehe von Tür zu Tür für deinen Freund.

:-X

tUatxua


Der Reingewinn meines Freundes beträgt im Jahr ungefähr die Hälfte, wenn überhaupt.

Das ist aber nicht schlecht!

Mir müßte man erheblich mehr zahlen, wenn ich mich als Arzt mit einigen der Mitschreibern hier als Patienten beschäftigen sollte ]:D

hsurx


@ soundso

Morgens um sechs geht er aus dem Haus und kommt unter der Woche selten vor 20 Uhr nach Hause. Abends wartet Papierkram auf ihn,

Die mit bekannten Arztpraxen fangen ja auch erst um 16 Uhr wieder mit der Sprechstunde an und haben zweimal in der Woche einen Nachmittag geschlossen.

Ich hatte mich auf diesen Beitrag von Dir bezogen. Das klang für mich so, als würden Ärzte ja sehr viel Freizeit haben.

In der sprechstundenfreien Zeit werden allerdings nicht nur Verwaltungsaufgaben gemacht, sondern zum Beispiel die Hausbesuche, Gutachten, Rentenanträge, Konsilbefunde, Diktate, Fortbildungen etc. Also schon viele Dinge, die zur eigentlichen Arbeit gehören.

KUMoodxy


genervte

Und auf meinen Beitrag:

Ich denke, bei vielen ist es auch die Verbitterung über die eigene Erkrankung/en. Die Hilflosigkeit und die Frustration über andauernde chronische Schmerzen und das Wissen, dass es keine Heilung gibt, allenfalls nur Linderung und manchmal noch nicht einmal die.

Und ich weiß, wovon ich schreibe. Bei mir wurde vor einigen Jahren Fibromyalgie diagnostiziert. Der Weg zur Diagnose war lang und steinig. Und die Schmerzen waren/sind pervers.

hast du leider nicht geantwortet.

S*un:flowemr_73


Wow – heftige Diskussion.

Ich finde es schade, dass offensichtlich so wenig differenziert wird zwischen wirklich schlechten Ärzten – und GRENZEN, die einfach durch (unerforschte) Erkrankungen einfach gesetzt sind.

Ich arbeite auf Honorarbasis in einer orthopädisch-rheumatologischen Fachklinik, wo ein großer Schwerpunkt auf Fibromyalgie gesetzt wird. Ich habe immer mit Patienten zu tun, die schlechte Erfahrung gemacht haben. Zum Teil sind es schlechte Ärzte gewesen, zum Teil aber auch mangelndes Wissen zum jeweiligen Zeitpunkt. Die einen reagieren dauerhaft verbittert und aggressiv, die anderen sehen es differenzierter – und sind für mich definitiv die angenehmeren Patienten. Dass die Krankheit bleibt, ist Fakt. Dass nicht an allem die Ärzte schuld sind, auch. Dass es idiotische Ärzte gibt: Auch.


Ich habe Psychologie studiert. 12 Semester. Danach Weiterbildung zum Psychotherapeuten, die noch andauert. Seit 5 Jahren verbringe ich viele Wochenenden in Seminaren, lange Abende. Monatlich 400€ Weiterbildungskosten. Im Pflichtjahr in der Klinik verdient man trotz Studium auf einer vollen Stelle 400-700€ brutto. Im Monat. Also Schulden. Man gilt halt als "Praktikant". Eigentlich ist man bescheuert, sich auf sowas einzulassen. Kein Mensch, der einfach nur eine Lehre gemacht hat, würde freiwillig so arbeiten. So viel Zeit, Geld und Nerven investieren in seinen Job.

Ja, ich werde nach Abschluss der Weiterbildung in einer eigenen Praxis ganz gut verdienen. Zum Glück brauche ich nicht unbedingt Personal.

Aber um erstmal einen Kassensitz zu bekommen, muss ich warten. Muss ich um die 70.000-100.000€ hinblättern an in Rente gehende Vorgänger, die ihren Kassensitz abgeben. Freie = ohne Kosten zu übernehmende Kassensitze: Fehlanzeige.

Ich muss mich selber kranken- und rentenversichern. Berufshaftpflicht. Praxisräume. Fortlaufende Weiterbildungskosten. Verdienstausfallversicherung im Falle von Krankheit. Das sind erhebliche Kosten, wo das tolle Einkommen im Monat ganz arg relativiert wird. Man unterliegt immer der Kassenärztlichen Vereinigung, der Politik. DIE bestimmen, wie viel Geld man bekommt. Wer weiß schon, dass jede Leistung einen Punktwert hat – der aber von Quartal zu Quartal schwankt? Man kann somit nie kalkulieren. Es kann sein, dass man für eine Stunde in einem Quartal 90€ bekommt, im nächsten aber nur 60. Wer weiß schon, dass man sein Geld mit 3-6 Monaten Zeitverzug ausgezahlt bekommt? Ich habe gerade mein Geld für Januar-März 2011 bekommen... Ärzten geht es da nicht anders. Je nach Fachrichtung sind dann aber Geräte- und Personalkosten nicht ohne. Es relativiert sich also.

JA, mich hat niemand gezwungen. Aber um soclhe Bedingungen auf sich zu nehmen und durchzuhalten, reicht vermeintliche Geldgeilheit oder Sehnsucht nach "Halbgott in Weiß"-Status nicht. Der Weg ist verdammt hart.

Und so mancher Beschäftigter im Gesundheitswesen (Arzt, Therapeuten,...) kann nur müde lächeln über Leute, die sich über Überstunden aufregen etc. Man geht, wenn die Patienten versorgt sind – und nicht, wenn es x Uhr ist.


Abgesehen davon, dass meine Hausarztpraxis nicht erst um 16h aufmacht... dass mein Chirurg zwar Mittwoch Nachmittag keine Sprechstunde hat und Freitags nicht da ist (weil es zusätzlich in einer Klinik operiert): Meine Hausärztin ruft z.T. nach der Sprechstunde zurück, z.B. wg. Blutwerten. Das kann locker mal 20h werden.

Was man sich auch vor Augen führen muss:

Patientenkontakt ist kein Schreibtischjob, wo man bei einem Tief, Müdigkeit etc. einfach mal eine Stunde nur mit der Maus rumspielt (überspitzt formuliert!!!). Man muss auf den Punkt Leistung bringen. Ein falscher Satz kann viel kaputtmachen. Das wird hier ja deutlich an der ganzen Kritik. Aber Ärzte sind auch nur Menschen. Die Kopfschmerzen haben können, Ehekrach,... Mir kann hier keiner sagen, dass seine persönliche Leistung und Stimmung nicht auch in schlimmen Fällen Auswirkungen im Job hat. Ob es ein Fehler ist, den man dann macht. Oder ob man einen Kollegen anmault, weil man selber scheiße gelaunt ist. Ist bei Ärzten nicht anders – nur haben die halt immer nur Patienten vor sich und eine Menge Verantwortung.

Und wenn Öffnungszeiten beklagt werden: Vielleicht erkennen manche Ärzte auch einfach ihre Leistungsgrenzen. Reduzieren dann irgendwie die Patientenzahl/-zeit, um den anderen gerecht zu werden. Da kann man keinen Vorwurf draus machen. Eher im Gegenteil.

Es gibt zweifellos echte Katastrophen unter den Ärzten. Aber was hier jetzt alles kritisiert wurde: Solche Übermenschen, die immer nett, freundlich sind, alles perfekt erklären, sich unendlich viel Zeit nehmen, deren Praxis immer auf hat und wo man nie warten muss, die auf dem allerneuesten Wissensstand sind, sich alles geduldig anhören, immer gleich auch die seltensten Krankheiten sofort perfekt erkennen,... Ist das realistisch? Nein. Meiner Meinung nach.

Statt darum Ärzte pauschal zu verteufeln, würde ich lieber filtern: Wer hatte vielleicht nur einen schlechten Tag und ist beim nächsten Termin netter und gewillt, sich meine Kritik anzuhören? Und wer ist ein echter Vollpfosten und sollte boykottiert werden.

Ablehnung aber an 1 oder 2 ungeschickten Aussagen festzumachen: Keine gute Idee.

tcatxua


Dass die Krankheit bleibt, ist Fakt. Dass nicht an allem die Ärzte schuld sind, auch. Dass es idiotische Ärzte gibt: Auch.

:)= Gut gesagt, Sunflower.

Viele haben so hohe Erwartungen an den Medizinbetrieb.

Es gibt tragische Dinge, die sich trotz unseres hohem Standards in der Medizin nicht verhindern lassen.

Menschen sterben an Krankheiten. Viele Krankheiten sind nicht heilbar und manche lassen sich kaum eingrenzen oder behandeln. Manche Krankheiten zeigen sich so spät oder untypisch, dass sie von einem Arzt nicht erkannt werden, obwohl man medizinische Hilfe sucht.

Andere Krankheiten sind schwer zu "fassen" oder relativ unbekannt. Hier dauert es manchmal, bis man eine korrekte Diagnose und Behandlung bekommt. Und natürlich gibt es auch unfreundliche und fachlich schlechte Ärzte. Und... Fehler passieren. Überall im Leben aber in der Medizin sind sie manchmal mit schlimmen Konsequenzen verbunden.

Sowas ist hart für den Betroffenen. Diese Bitterkeit mag zu solchen Verzerrungen in der Wahrnehmung führen, dass alle Ärzte schlecht, unsensibel, raffgierig,.. sind.

Dennoch finde ich pauschales Abwatschen nicht hilfreich.

Den Meckerern würde ich auch mal einen Blick über den Tellerrand gönnen zu medizischer Versorgung in anderen Ländern.

Von gar keiner Versorgung über ein Zwangssystem, in dem man seinen Arzt nicht wechseln kann – ausser man zahlt voll privat über minimale Grundversorgung mit wirklich hohen Zuzahlungen für Arztbesuche und Medikamente.

Wir haben hier einen verdammt hohen Standard, es wird sehr, sehr viel bezahlt und wir haben immer noch freie Arztwahl.

S?unfElo4wer_73


@ tatua:

:)z

Ja, der Standard hier ist richtig gut. Ich freue mich zwar nicht über meinen blöden Zusatzbeitrag. Aber ich kann mir mein Team selber aussuchen... bin mehrfach 500km vom Wohnort entfernt operiert worden, weil der Arzt bei mir gepunktet hat (fachlich und menschlich).

Mit meinen ganzen Vorerkrankungen, chronischen Problemen und meiner Schwerbehinderung würde ich in anderen Ländern nicht mal mehr eine Krankenversicherung bekommen. Selbst hier scheitern alle Versuche bzgl. Zusatzversicherung ja schon.

Was dazu führt, dass ich mich gezwungenermaßen mit dem System arrangieren muss. Also mache ich das Beste draus – und das ist bei Weitem mehr als eine akzeptable Notlösung.

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