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Ich bin so stinkig auf die Ärzteschaft

t,at<uxa


Mit meinen ganzen Vorerkrankungen, chronischen Problemen und meiner Schwerbehinderung würde ich in anderen Ländern nicht mal mehr eine Krankenversicherung bekommen. Selbst hier scheitern alle Versuche bzgl. Zusatzversicherung ja schon.

Jo, da können wir uns die Hand reichen. :)_

Da würde sich so ein Versicherungsfuzzi in die Hose machen vor Lachen, wenn ich so eine schicke Zusatzversicherung beantragen wollte. Ich bin für meine KV quasi der Supergau, aber ich habs mir ja auch nicht ausgesucht :|N

M}etamf"etamixn


4200 Brutto ist ein normales 0 8 15 Gehalt für Leute die was gescheites studiert haben (also NatW, Medizin, Ing. W. usw) und absolut nichts besonderes.

Sowas zahlt man als Einstiegsgehalt. Der Arzt mit bei einer 60 Stundenwoche bekommt keine Gehaltserhöhung, ein guter Natw. ist irgendwann bei 5-6.000 brutto und das bei normaler 40 Stundenwoche und bezahlten 6 Wochen urlaub.

MYetPaqmfe~taOmin


DIE bestimmen, wie viel Geld man bekommt.

Wobei dich aber keiner Zwingt eine Kassenzulassung zu beantragen. Du kannst auch nur Privatpatienten behandeln oder aber du gehst in eine Land wie die USA.

SQunaflowLer_x73


@ tatua:

Ich hab's mir auch nicht ausgesucht – und mittlerweile immerhin eine Zahnzusatzversicherung. Dass ich keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekomme, muss ich hinnehmen. Dass ich ein Super-GAU bin für meine Krankenkasse: Ist halt so.

@ Metamfetamin:

1. Als deutscher Therapeut hast Du in den USA keine Chance. Und vielen anderen Ländern. Es gibt überall sehr spezielle Zulassungsverfahren.

Und was die Kassenzulassung angeht:

1. Ich möchte nicht nur Privatpatienten behandeln. Da gibt es z.T. ein Anspruchsdenken, was mit objektivem therapeutischen Vorgehen nicht zu vereinbaren ist.

2. In Regionen, wo sich eine Privatpraxis lohnt, ist die Dichte an Privatpraxen sehr hoch. Ich habe etliche Kollegen, die sich mühsam über Wasser halten und sehnsüchtig auf einen Kassensitz warten.

3. In Regionen, wo es keine hohe Privatpraxisdichte gibt, ist die Klientel auch nicht so zahlungskräftig.

Und im Bereich Psychotherapie sind SEHR VIELE Privatpatienten deutlich SCHLECHTER gestellt als Kassenpatienten. Verhindert oft eine angemessene Behandlung. Aber das wissen auch nur die Wenigsten. Und man ist immer an die Gebührenordnung gebunden. Fantasiepreise wie im Ausland sind in D nicht möglich. Zum Glück.

KpMood5y


Ich arbeite auf Honorarbasis in einer orthopädisch-rheumatologischen Fachklinik, wo ein großer Schwerpunkt auf Fibromyalgie gesetzt wird. Ich habe immer mit Patienten zu tun, die schlechte Erfahrung gemacht haben. Zum Teil sind es schlechte Ärzte gewesen, zum Teil aber auch mangelndes Wissen zum jeweiligen Zeitpunkt. Die einen reagieren dauerhaft verbittert und aggressiv, die anderen sehen es differenzierter – und sind für mich definitiv die angenehmeren Patienten. Dass die Krankheit bleibt, ist Fakt. Dass nicht an allem die Ärzte schuld sind, auch. Dass es idiotische Ärzte gibt: Auch.

Zwar bin ich lange Jahre mit meinen Schmerzen von Arzt zu Arzt gerannt, hab aber glücklicherweise irgendwann dann eine Diagnose bekommen – das ist keine Selbstverständlichkeit und dafür bin ich sehr dankbar. Es gab Zeiten, vor allem, als es mir zu Anfang sehr schlecht ging, da hab ich auch alle verflucht, aber niemand kann was dafür.

Wahrscheinlich wäre mir viel erspart geblieben, wenn man es eher erkannt hätte. Nebenwirkungen von Schmerzmitteln, die man mir leichtfertig in hoher Dosis verodnet hat – ich hätte abhängig werden können – mit denen ich noch heute ringe. Wenn ich gewusst hätte, dass ich mehr für meine Entspannung tun muss... bliblabblub, alles, was ich heute eben weiß.

Glücklicherweise kann ich mir jetzt oft selbst helfen, so dass ich dieser Tage nicht häufiger beim Arzt sitze, als "Gesunde".

Das ist mein Verdienst und der Verdienst, der Ärzte, die sich engagiert haben.

eZichokernchexn


Heute Abend habe ich einmal in diesen Forum gelesen und diesen Thread genommen.

Ich habe alles gelesen, wohlbemerkt.

Es gibt, wie in allen Berufen, begabte, faehige und leider auch unfaehige.Auch bei uns.

Man sagt ja immer, Aerzte, Retter des Lebens. Nur, sie koennen nicht immer retten.

Jemand, der dieses Studium schafft, ist schon eine Leistung. Eine Freundin von mir hatte damals aufgegeben, sie hat zur Zahnmedicin uebergewechselt.

Aber, egal ob eine Arzt, vor allen als Mensch und Helfer gut oder schlecht ist, von jeden dem ich begegnet bin sagte, ein Mensch, mit oder ohne Diagnose, braucht und sollte und darf keine Schmerzen mehr erleiden.Deshalb ist es fuer mich etwas unverstaendlich dies zu lesen...

Zwar bin ich lange Jahre mit meinen Schmerzen von Arzt zu Arzt gerannt, hab aber glücklicherweise irgendwann dann eine Diagnose bekommen

Das heisst, solange keine Diagnose, solange Schmerzen ertragen?

Auch wenn ein Arzt und mehrere keine Ahnung haben welche Krankheit dahintersteckt, die Schmerzen muessen gelindert werden.Mit Schmerzen entlaesst man doch niemanden.Deshalb verstehe ich schon, wenn man Schmerzmittel verabreicht mit der Aufklaerung der moeglichen Abhaengigkeit.Und wenn, trotz hoher Schmerzmittel die Schmerzen bestehen bleiben, kommt man in die Roehre.

Es sieht dann schon fast aus, wie ein Rennen um die Zeit.

Liegt vielleicht auch daran, da das Thema Sterbehilfe bei uns immer mal wieder aufkommt.Deshalb ist wohl bei fast allen Aerzten und das Verlangen der Patienten bei uns, Schmerzen zu lindern, keiner hat Schmerzen zu ertragen.

Auch habe ich hier gelesen, ein Arzt nennt einen Patienten Simulant. Ich nehme es mal so ab, normal ist dies aber nicht.

suodundxso


4200 Brutto ist ein normales 0 8 15 Gehalt für Leute die was gescheites studiert haben (also NatW, Medizin, Ing. W. usw) und absolut nichts besonderes.

Das kann man nicht verallgemeinern.

Die Gehälter sind je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Es kann sein, dass man bis zu 1000€ weniger bekommt wie in einem anderen Bundesland.

Außerdem bekommen Frauen für denselben Beruf grundsätzlich ein geringeres Gehalt, das bis zu 1000€ geringer sein kann als das Gehalt eines Mannes.

lPe sVang rexal


4200 Brutto ist ein normales 0 8 15 Gehalt für Leute die was gescheites studiert haben (also NatW, Medizin, Ing. W. usw) und absolut nichts besonderes.

Sowas zahlt man als Einstiegsgehalt. Der Arzt mit bei einer 60 Stundenwoche bekommt keine Gehaltserhöhung, ein guter Natw. ist irgendwann bei 5-6.000 brutto und das bei normaler 40 Stundenwoche und bezahlten 6 Wochen urlaub.

Träum weiter ;-D Die Realität holt dich schon noch wieder ein. *:)

1Rtox3


Für diejenigen, die sich jenseits der Vorurteile mal mit echten Zahlen beschäftigen wollen:

[[http://www.dkgev.de/pdf/1093.pdf Arbeitszeit, Gehalt etc. der Krankenhausärzte]]

[[http://www.welt.de/wirtschaft/karriere/junge-profis/article13356626/Wo-Jung-Akademiker-das-meiste-Geld-verdienen.html Einstiegsgehälter Akademiker]]

Interessant finde ich auch den Vergleich von [[http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/a-787195.html Arzt bzw. Psychologe im Praktikum]]

Mein Fazit: Gerade bei Ärzten wird die berufliche Situation übertrieben schlecht dargestellt, um den Mythos des selbstlosen Halbgotts in Weiß aufrecht zu erhalten. Dazu passt auch:

Die Abbrecherquote im Medizinstudium ist unglaublich gering: gerade einmal 5% im Jahre 2006 (Quelle: Hochschul-Informations-System HIS in Hannover). Das bedeutet jeder der etwas Fleiß an den Tage legt kommt hier durch. Im Vergleich hierzu liegt die Aussiebquote beim Chemiestudium konstant bei 65-70 (GdCH Statistik)

Ich habe selbst mehrere Jahre Vorlesungen, Praktika und Prüfungen für Mediziner abgehalten. Wir haben die Order erhalten letztendlich alle etwa 400 Medizinstudenten die jedes Semester anfingen "durchzulassen".

ASnnalIena6x4


@ 1to3

Wenn man selbst an Kliniken gearbeitet hat und sich auch jetzt noch in der Materie auskennt, weiß man, dass diese Darstellung => [[=> Arbeitszeit, Gehalt etc. der Krankenhausärzte]] (bezeichnenderweise von der deutschen Krankenhausgesellschaft verfasst!), nichts mit der Realität zu tun hat.

Dort werden die Arbeitszeiten abgebildet, die die Klinikärzte laut Arbeitszeitgesetzt theoretisch arbeiten dürfenNICHT die wirklichen Arbeitszeiten. Wenn sie diese angeben würden, hätten viele Klinken mit Sicherheit Arbeitsrechtprozesse und Schließungen zu befürchten.

Meine Arbeitszeit im Krankenhaus betrug damals wöchentlich ca. 60-65 Stunden (OHNE Bereitschaftsdienste).

Die Bereitschaftdienste wurden (und werden immer noch), obwohl sie am Wochenende und nachts geleistet werden, nicht besser, sondern schlechter bezahlt als die reguläre Arbeitszeit.

(Weil man angeblich so viel Ruhe und Schlaf findet im Dienst und somit nur 70% seiner Zeit wirklich arbeitet.)

deshalb gilt:

die sich jenseits der Vorurteile mal mit echten Zahlen beschäftigen wollen

dies sind KEINE echten Zahlen ! :|N

Schönen Gruß,

A.

eyiAcho>ern!chxen


Ein Arzt sollte nach so einem Studium, und nach den wirklich vielen Stunden in einer Woche, auch gut bezahlt sein. Gut bezahlt sollte auch ein Testpilot sein.Jeder sollte gut bezahlt sein, der eine hohe Verantwortung traegt bei Menschenleben.

Es kommt eben darauf an, warum jemand Arzt werden moechte. Fuer mich ist es entscheident.

Persoenlich kenne ich einen alten Arzt im Ruhestand. Dieser sagte einmal... "auch im Ruhestand, man hoert nicht auf, Arzt zu sein." In diesen Satz liegt soviel Menschlichkeit, und man kann nur hoffen, er ist kein Einzelfall.

S~unfkloweDr_x73


Der von Ito verlinkte Spiegel-Artikel beschreibt die nackte Wahrheit – zumindest aus Psychologensicht... Stecke da selber seit 5 Jahren drin und weiß es daher.

@ Soundso:

Ärztinnen verdienen genauso viel wie Ärzte. Da i.d.R. Tarifverträge für den öffentlichen Dienst (oder daran angelehnte kirchliche Tarifverträge) gelten. Da gibt's keinen Geschlechterunterschied. Es gibt feste Einstufungen und Gehaltsteigerungen abhängig von Jahren der Berufstätigkeit. Und die Kssenärztlichen Vereinigungen, die quasi die niedergelassenen Ärzte bezahlen, machen auch keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Leistung ist Leistung, egal von Mann oder Frau erbracht!

f[usssli


Genervte ihren Eingangspost klingt etwas anders, als in ihrem anderen Thread: [[http://www.med1.de/Forum/Orthopaedie/597226/]]

Da wird ein wenig geguckt, meine Beschwerden (....aber was ist mit den Schmerzen an dieser Stelle?) ignoriert und ich mit 8 verschiedenen Medikamenten, unter anderem Opiaten, nach 5 Tagen entlassen

Da wurde doch nichts ignoriert. Du bekamst ja Medikamente und Opiate sind Schmerzmittel.

Ach ne.......die Blutwerte, wurden die überhaupt schon genauer angesehen? Nö, aber die Schilddrüse ist völlig ok, ein winziger Knoten. Solche Id......, ich bin unter ständiger Bewachung, weil ich zwei schnellwachsende kalte Knoten habe und es bösartig sein/werden könnte. Ok, man gibt zu, dass man von der Materie wohl doch nicht so viel Ahnung hat.

Du kamst nach einem Sturz mit dem Fahrrad in die Klinik und wurdest geröngt. Da kontrolliert man keine Blutwerte. Das ist unnötig. Dafür ist Dein Hausarzt zu ständig. Die Schilddrüse ist da auch überhaupt nicht relevant. Du kamst wegen dem Bein in die Klinik. Dazu bist Du unter "ständiger Bewachung". Mit dem Bein warst Du in der chirurgischen Ambulanz. Klar, dass sich Chirurgen nicht mit der Schilddrüse aus kennen. Das ist ja auch ein anderes Fachgebiet. Ich finde es ein Unding, zu erwarten, dass Ärzte sich in allen Fachgebieten aus kennen.

Den Schmerz hielt ich fast ein Jahr aus, dann suchte ich einen Orthopäden auf.

Der stellte dann einen Bruch nach Maisonneuve fest und überwies mich zum MRT. Fast alles Bänder im Sprunggelenk aussen waren ab.

Das liegt in Deiner Verantwortung. Du hättest schon viel früher zu einem Orthopäden gehen können.

Bei einer Maisonneuve-Fraktur ist das Bein instabil und es kommt zu einer Fehlstellung. Da wartet man doch nicht ein Jahr.

Ich bin wegen einer Sekretabsonderung aus einer Brust zu einer neuen FÄ gegangen, weil mein Gyn. leider verstorben war. Die zog sich nur an der jährlichen Vorsorge hoch und nahm mein Problem nicht wirklich ernst. Ich wurde von Hüh nach Hott geschickt

Die jährliche Vorsorge ist sehr wichtig. Wenn Du Krebs bekommst, möchtest Du doch auch nicht, dass er zu spät diagnostiziert wird. Da würdest Du Dich auch über die FÄ auf regen. Klingt für mich so, als ob man es Dir nicht recht machen könnte. Sie nahm Dich sehr wohl ernst. Ansonsten hätte sie Dich nicht von Hüh nach Hot geschickt.

Ich werde in diese Praxis auch nicht mehr gehen. Ich kam mir vor, wie eine Simulantin. Vielleicht hätte ich dem Doc mal sagen sollen, dass ich 10 Jahre gar nicht beim Arzt war,

Unwahrheiten zu erzählen ist auch nicht in Ordnung.

dass die meisten Ärzte mündige Patienten schätzen

Da kann ich aus 20jähriger Berufserfahrung sagen, dass dies nicht so ist. Für einen Arzt gibt es nichts Schlimmeres, als einen Patienten, der Nein sagt und der fragend nachhakt. Schnell wird der Patient dann als psychisch auffällig, oder schwierig (nervig) eingestuft.

Meiner Erfahrung nach schätzen Ärzte mündige Patienten. Ich habe mehrere chronische Erkrankungen, war schon viel in Kliniken und bin oft beim Arzt. Mit den Ärzten habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Nur bei zwei nicht. Ich wurde immer ernst genommen, darf alles fragen, mich selbst mit ein bringen, "nein" sagen, Ideen äußern, sagen was ich denke, meine Erfahrungen schildern und sagen, was mir schon geholfen hat und was nicht. Außer eben bei den zwei nicht. Ich bin aber auch cooperativ, teste auch mal ein Medikament, nehme die verordnete Dosis ein und nicht mehr oder weniger, komme pünktlich zu Terminen oder sage rechtzeitig ab. Ich bereite mich auf der Termin vor. Was meine Probleme sind, was ich fragen will, usw.

Klar, es ist leicht gesagt: Such dir doch einen anderen Arzt. Beim Orthopäden muss man 6-8 Wochen auf einen Termin warten, wenn es gut geht. Da ist man u.U. ein Jahr lang auf der Suche nach dem Richtigen und hat weiter seine Schmerzen, oder haut sich so lange mit Schmerzmitteln zu. Und wenn man dauernd nur an Ignoranten gerät, macht das auch irgendwann mürbe.

Ist etwas dringend und man hat Schmerzen, bekommt man meiner Erfahrung nach viel schneller einen Termin. Meiner Erfahrung nach sind die wenigsten Ärzte ignorant. Ich vermute, das ist nur das Gefühl von den Patienten. Das mit dem einen Jahr finde ich total übertrieben. Bei Deinen 6 – 8 Wochen wäre das 6 Ärzte.

Mit akuten Schmerzen darf dich kein Arzt abweisen.

Theoretisch! Da sagst du am Telefon, dass du nicht mehr laufen kannst (ich hatte einen Fersensporn. Jeder, der damit geschlagen ist, weiß wovon ich rede!) ud ob es nicht einen früheren termin gäbe, da bekommst du die Antwort:" Dann müssen Sie sich halt einen anderen Arzt suchen." Habe ich auch gmemacht und das Ganze auch der KK gemeldet, die mir antwortete, dass sie auf Terminvergabe keinen Einfluss hätte. Ich bin dann zu einem Chirurgen gegangen, wo ich innerhalb von 2 Tagen einen Termin bekam. Röntgen, Rezept für Einlagen, das hat keine Viertel Stunde gedauert

Der Arzt hatte dann wohl zu viele Patienten und hatte einfach nicht die Zeit. Es gibt auch Ärzte, welche so viele Patienten haben, dass sie keine neuen mehr an nehmen können. Außerdem bekamst Du ja noch innerhalb von zwei Tagen einen Termin und wurdest behandelt. Weiß nicht, was es da zu kritisieren gibt.

Und wie gesagt: Ich bin kein mediz. Laie.

Warum erwähnst Du das dauernd? Das ist das dritte Mal.

Ich werde Ärzte so gut es gehr meiden-habe ich ja auch 10 Jahre erfolgreich getan.

Wenn Du Ärzte erfolgreich gemieden hast, solltest Du Dich auch nicht über Hüftschmerzen beklagen.

In der regionalen Tageszeitung stand dieser Tage ein Leserbrief einer Dermatologin, die sich tierisch aufregte über ihren Verdienst ( Pauschale von 13,90 € wurde glaube ich genannt)

Hat sie tausend verschiedene Patienten im Quartal, verdient sie 13.900 €. Damit bezahlt sie die Arzthelferin, die Reinigungskraft für die Praxis, Miete für die Praxis oder Rate am Kredit, Steuern, Versicherungen, die Miete für ihre Wohnung, für Wohnung und Praxis Strom, Wasser, Heizung, Telefon. Sie finanziert ihr Auto. Braucht sie für die Hausbesuche. Kundendienst, TÜV, AU, Benzin oder Diesel, Reifen, Reperaturen, Steuern, Versicherung. Dann braucht sie noch Geld für ihren Lebensunterhalt. Dafür reichen 13.900 € nie im Leben aus.

Ich habe übrigens auch 20 Jahre als Krankenschwester gearbeitet!

Das vierte mal. Dann solltest Du alles aber besser wissen.

Woher weißt Du, dass sie Botox spritzt?

Weil das in der Praxis über TV-Gerät als Eigenwerbung läuft!

Du kennst sie und die Praxis. Was machst Du bei einer Dermatologin, wenn Du Ärzte doch erfolgreich meidest.

Da einem hier das Wort im Mund herumgedreht wird und einige auch noch privat und persönlich involviert zu sein scheinen:

Ihr habt Recht und ich meine Ruhe!

Du erwähnst ja auch ständig, dass Du 20 Jahre als Krankenschwester gearbeitet hast. Damit bist Du auch involviert. Ich bin auch der Meinung, die anderen haben recht.

Ein paar nette Beispiele: Mein Söhnchen fiel von der Schaukel, er war noch recht klein, er schrie und jammerte, konnte nicht mehr auftreten, also ab ins KH in die Notaufnahme. Dort die Frage des Arztes, ratlos über das weinende Kind gebeugt: Ja, und was soll ich nun mit ihm machen? Ich etwas perplex: Vielleicht röntgen, ob etwas gebrochen ist?

Er blickte genervt drein und ließ ein Bein röntgen, das war nicht gebrochen. Ich hatte genug und einen Termin in einem Kinderkh am nächsten Tag (wegen einer fälligen Herzuntersuchung), natürlich war das falsche Bein geröntgt worden, das andere war gebrochen. Ja, ich hätte auf der zweiten Röntgenaufnahme bestehen können, aber der hätte den schwer zu entdeckenden Haarriss eh nicht gesehen, hat ja die erste Aufnahme kaum angeschaut.

Mit weinenden, jammernden, kleinen Kindern ist das so eine Sache und sie können nicht immer sagen, wo es genau weh tut. Der Arzt kann nicht hell sehen. Was heißt da "natürlich" wurde das falsche Bein geröngt? Wenn Dir das so klar war, warum lässt Du das andere Bein dann nicht auch nöch röntgen? Dein Sohn hatte Schmerzen. Sorry, das finde ich ein Unding. Du kannst auch gar nicht beurteilen und gar nicht wissen, ob er den Haarriss nicht gesehen hätte. Für einen Arzt, der sich mit Röntgenbildern aus kennt, reicht ein kurzer Blick.

Zweites Beispiel, gleiches KH, Notaufnahme weil mein Darm gerissen war. Man gab mir Schmerzmittel und ließ mich die ganze Nacht liegen, der Darmriss deckelte sich zum Glück, darum lebe ich noch.

Vermutlich war zu viel los. Blut wurde bestimmt abgenommen. Nachts sind auch nicht so viele im Labor. Das dauert dann etwas länger bis die Werte kommen. Woher soll der Arzt wissen, dass Dein Darm gerissen war? Gegen die Schmerzen bekamst Du etwas. Wäre es Dir in der Nacht viel schlechter gegangen, hätte man sich bestimmt um Dich gekümmert. Ohne Blutwerte kann man Dich nicht operrieren.

Folgende Op verlief gut, dann hatte ich über Jahre zunehmende Schmerzen im linken Unterbauch. Die Odyssee mit den Ärzten begann, ein Psychiater war auch dabei wegen diagnostizierter Hypochondrie.

[...]

Tolle Voraussetzungen, gut, ich ließ es machen. Ergebnis: Narbengranulat. Man hatte vor 7 Jahren mit unauflösbaren Fäden Innennähte am Darm gemacht und darum hatte sich alles Mögliche gesammelt und wurde so groß, dass man es von außen tasten konnte.

Das ist ganz blöd gelaufen. Woher sollten die Ärzte wissen, dass damals in der Klinik mit unauflösbaren Fäden die Innennähte gemacht wurden. Dafür kannst Du nur dem Arzt in der Klinik verantwortlich machen und Du hättest rechtliche Schritte einleiten können. Die anderen Ärzte können nichts dafür.

f8us5sxli


Ein Freund von mir (Arzt und Engel) drängte mich zu einer OP, ich konnte um Weihnachten kaum mehr laufen vor Schmerzen, er hatte einen Narbenbruch diagnostiziert.

[...]

Ohne seine (falsche) Bruchdiagnose würde ich immer noch schmerzgebeugt laufen.

Er hat Dir zwar das Leben gerettet, aber auch er konnte den Grund nicht diagnostizieren. Er stellte eine falsche Diagnose. Seine falschen Diagnosen können bei anderen auch Folgeschäden verursachen. Zu mal die Schmerzen atypisch für einen Nabelbruch waren. Wie sieht es bei diesem Arzt mit der Kompetenz aus?

Meine Freundin z.B. die an Schweinegrippe erkrankte, der Arzt der die Röntgenaufnahme machte, sah die Lungenentzündung, durfte sie aber nicht diagnostizieren, die Ärztin, die das durfte, sah die Lungenentzündung nicht und schickte meine Freundin nach Hause. Die Schweinegrippe testete sie auch nicht, obwohl das gerade in dieser Zeit war. Ergebnis, ein halbes Jahr Intensivstation mit Hoffen und Bangen, ob sie überlebt, mit bleibender Herzerkrankung, die operiert werden muss.

Du hast das Röntgenbild gesehen und kannst es beurteilen? Glaube ich kaum. Die eine Ärztin dürfte eine Lungenentzündung nicht diagnostizieren, weil sie mit ihrer Ausbildung noch nicht so weit war. Die andere Ärztin hatte keine diagnostiziert. Also hatte Deine Freundin dort noch keine Lungenentzündung und diese erst nach dem Röntgen entwickelt. Das gibt es auch. Wie kommst Du dazu, zu behaupten, die Ärztin hätte die Lungenentzündung nicht erkannt, obwohl Deine Freundin eine hatte? Das kannst Du gar nicht wissen.

Die Ärztin hat die Schweinegrippe nicht getestet. Woher weißt Du dann, dass sie die Schweinegrippe hatte?

Aber auch andere, wirklich, als meine Mutter starb, lag sie im besten aller Krankenhäuser mit Ärzten, die sie sterben ließen in einer menschenwürdigen und liebevollen Umgebung, mit kleinen Hilfen, die eigentlich wohl so nicht erlaubt waren.

Das finde ich total daneben. Das darf nicht sein. Hilfen, die nicht erlaubt sind, sind strafbar. Du lobst damit Straftaten. Schlimm, dass für Dich Straftaten in Krankenhäusern kein Problem, nicht schlimm sondern liebevoll sind. Das Krankenhaus ist nicht das aller beste, sondern das aller letzte.

Von vielen Jahren "Hypochondrie" kann ich bestätigen, dass meine Facharztbesuche ebenfalls unnötig waren. Weil ich möchte nicht wissen, was in den Diagnosen stand, die mein Hausarzt bekommen hat. Ich finde es ganz schön überheblich, einem Patienten, der offensichtlich Beschwerden hat und die abklären lassen will, den Besuch beim Facharzt abzusprechen, wenn nichts herauskommt, ist das nicht eigentlich das bessere Ergebnis?

Damit wird der Krankenkasse unnötig Kosten verursacht. Es reicht, wenn man zu einem Facharzt geht, wenn man von Hausarzt dort hin überwiesen wird. Unnötige Facharzt Besuche und das ganze Ärztehobbing verursachen für die Krankenkassen am meisten Kosten. Da braucht man sich nicht wundern, wenn dann im Gesundheitssystem wieder irgendwo Geld eingespart wird. Ich fände es sehr gut, wenn man alle Arztbesuche und Diagnose auf der Versicherungskarte ab speichern würde und unnötige Arztbesuche, unnötige Untersuchungen die Patienten selbst bezahlen müssten.

Das Internet hat mir in vielen Bereichen geholfen, gerade weil mir die Infos zeigten, was ich bestimmt NICHT habe. Ich habe mir dadurch so manchen Gang zum Arzt erspart.

Ich finde es nicht hilfreich zu wissen, was ich nicht habe. Außerdem kann das auch mal nicht stimmen. Bei ernsten Sachen geht man zu Arzt. Egal was das Internet sagt.

Aber es ist Fakt, dass Leute heute zum Arzt gehen mit "Beschwerden", bei denen früher niemand auch nur über einen Arztbesuch nachgedacht hätte.

Früher starben die Leute nicht an Krebs. Sie wussten gar nicht, dass sie einen hatten. Ich glaube mich auch zu erinnern, dass früher die Menschen in jüngeren Jahren starben, gibt es da nicht eindeutige Statistiken?

Das ist etwas anderes. Früher gab es auch viele Medikamente und Impfstoffe noch gar nicht. Es waren nicht alle Erkrankungen bekannt.

Es geht z. B. darum: Mit einer Erkältung und Fieber muss man nicht zum Arzt. Eine Erkältung geht eine Woche ohne Arzt und 7 Tage mit Arzt. Fieber ist die körpereigene Abwehr. Daher soll man Fieber nicht senken. Ich finde es auch übertrieben, wenn Erwachsene mit Fieber in die Notaufnahme gehen. Wird einem das Fieber zu hoch, nimmt man halt eine fiebersenkende Tablette. Da kann man warten bis man zu einem Arzt in die Sprechstunde kann.

Ach und jetzt fällt mir noch eine Geschichte einer Bekannten ein.

Erstaunlich wie viel negatives Du über Ärzte zu erzählen hast. Ich finde nur nicht alles so nagativ. Bei dem Ärztebashing bist Du und soundso am meisten dabei.

Mein Hausarzt kam, weil ich mich seit einigen Tagen schlecht fühlte . Er schaute mir kurz ins Gesicht und sagte, das Medikament könnte man in der Apotheke abholen. Es war Antibiotika. Mein Bekannter (Arzt) kam am nächsten Tag auf Besuch. Er meinte, das Antibiotika würde meistens bei Lungenentzündung verschrieben. Er hörte mich ab. Alles in Ordnung. Er meinte,ich solle die Antibiotika in die Tonne klopfen. Der Hausarzt hatte meine Lungen nicht abgehört und sonst gab es auch keinen Grund für diese Verordnung.

Du schreibst, es gab keinen Grund für die Verordnung von dem Antibiotikum. Dein Bekannter meint, es wäre alles in Ordnung. Warum macht dann Dein Hausarzt bei Dir einen Hausbesuch? Wenn eh Dein Bekannter es besser weiß, kein Medikament nötig ist und alles in Ordnung ist. Das Antibiotikum würde "meistens" bei Lungenentzündung verschrieben, aber nicht immer. Man kann es auch für andere Erkrankungen ein nehmen. Eine Therapie mit Antibiotikum sollte man nie ab brechen, weil man dann Resistenzen entwickeln kann. Das sollte Dein Bekannter als Arzt wissen. Seine Aussagen und die Aufforderung das Antibiotikum in die Tonne zu klopfen sind sehr inkompetent. Er sollte auch wissen, dass Medikamente nicht in die Tonne gehören.


Was mich total wütend macht: Diese Liste [[http://www.top-docs.de/]] wird hier im Forum sehr oft verlinkt. Hier im Thread haben einige den Wunsch geäußert, die Ärzte anonym auch mal negativ kritisieren zu können.

» Diese Seite ist auch auf deine Hilfe angewiesen. Trage deine positiven Arzterfahrungen einfach hier ein. «

Bei dieser Liste sind nur positive Arzterfahrungen erwünscht. Negative Erfahrungen dürfen nicht öffentlich gemacht werden. Von diesen erfahren die Patienten auch nichts. Das finde ich nicht in Ordnung. Klar sind das dann "Top Docs", wenn keine Kritik öffentlich ist. Das finde ich den Patienten gegenüber unfair.

[[http://www.top-docs.de/include.php?path=login/arztinfo.php&id=333]]

Die Ärztin hat am Telefon eine Verdachtsdiagnose gestellt und ein verschreibungspflichtiges Medikament verordnet. Das ist ein Unding und das aller letzte. Die Patientin lobt das auch noch.

Diese Privatärztin behandelt auch Patienten nur über das Telefon und E-Mail. Es gibt Patienten, die diese Ärztin, ihre Ärztin noch nie persönlich gesehen haben und von ihrer Ärztin auch noch nie untersucht wurden. Ihre Patienten loben das auch noch. Wo gibt es das denn? Ich finde das nicht normal.

Ich habe mich auch gefragt, ob das so alles rechtlich auch in Ordnung ist. Ich habe diese Liste mit Hinweis auf diese Ärztin in einer E-Mail an die Polizei und an die Ärztekammer geschickt. Ich habe auch angefragt, ob man diese Liste löschen kann. Ich hoffe, das geht.

Bei den ganzen Ärzten auf der Liste gibt es lange Wartezeiten. Klar, wenn die Liste so oft veröffentlicht wird. Die regulären Patienten haben diese Ärzte ja auch noch. Eine Userin hier im Forum hatte erzählt, dass sie bei einer Ärztin zum Blut ab nehmen war. Ihre Ergebnisse bekam sie über das Telefon gesagt und welche Medikamente sie sich in der Apotheke kaufen soll. Sie habe Eisenmangel, usw. weitere Informationen und Erklärungen bekam sie nicht.

Die Userin konnte sich nur ein Medikament kaufen. Das andere konnte sie sich nicht leisten.

Wenn mein Arzt meine Blutwerte kontrolliert, bekomme ich einen Termin um die Werte mit ihm persönlich zu besprechen und nicht am Telefon. Die Zeit nimmt er sich für mich. Ich würde mich nicht so am Telefon ab fertigen lassen.

Brauche ich ein Medikament, bekomme ich ein Rezept und nicht nur gesagt, was ich mir in der Apotheke kaufen soll. Dort bekommt man nicht immer das billigste. Mein Arzt schaut im PC nach, was das billigste ist und verschreibt mir das. Für Medikamente, die man selbst bezahlen muss, gibt es extra die grünen Rezepte.

Ich finde schlimm, dass so eine Liste hier im Forum verlinkt wird.

tzh$eh sha1drowrgirl


Bei den ganzen Ärzten auf der Liste gibt es lange Wartezeiten. Klar, wenn die Liste so oft veröffentlicht wird.

Wie kommst du darauf? ???

Bei Dr. De La Roche in Oldenburg habe ich innerhalb von vier Stunden einen Temin bekommen. In die radiologische Praxis in Bremerhaven hätte ich drei Wochen nach dem Anruf kommen können.

Übrigens war ich nur einmal zum Ultraschall und zur Blutuntersuchung beim Nuklearmediziner. Zum Schluss hat er mir gesagt, dass ich in einem halben Jahr wiederkommen soll wegen Ultraschall – und hat einige Tage später den Befund an meinen Hausarzt geschickt, der mir dann die Medis verschrieben hat und die Blutwerte überprüft.

Ich finde es ehrlich gesagt nicht so schlimm, wenn bei Dr. Brakebusch einiges telefonisch läuft ":/

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