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Ich bin so stinkig auf die Ärzteschaft

mdaripoxsa


MiRoLi

Ich habe genau zitiert, worauf ich mich bezogen habe. Nicht mehr und nicht weniger. ;-)

B8lu2ePo-wer


Ihr sprecht mir so aus der Seele. Den Großteil der Ärzte kann man getrost in die Tonne treten.

Und natürlich gibt es dafür Gründe. Nein, nicht die Gesundheitspolitik. Meines Erachtens liegt es vor allem daran, dass die Intention für viele, Arzt zu werden, nicht die ist, die es sein sollte (nämlich Menschen zu helfen). Den meisten geht es in erster Linie um das mit dem Arztberuf verbundene Prestige. Und halt um die Verdienstaussichten. Es ist wenig verwunderlich, dass so ein Mediziner dann eher wie ein Kaufmann als wie ein Arzt handelt. Mit dem Begriff Arzt schmücken die sich zwar, aber dazu gehört m.E. auch ein Arztcharakter. Wer Zwei-Klassen-Medizin betreibt, privat Versicherte gleich und gesetzlich Versicherte (unter Weißkitteln gern auch verächtlich als "Kassler" bezeichnet) erst in 2 Monaten (wenn überhaupt) dran nimmt, der ist Unternehmer, Kaufmann (einer von der schlechteren Sorte) und meinetwegen Mediziner. Aber sicherlich kein Arzt.

Der schimpft auch lieber über die Politik und beklagt sich über sein ach so knappes (sechsstelliges) Jahreseinkommen, als sich um seine Patienten zu kümmern. Die Fallpauschale hat er ja bereits, also wozu sich da noch anstrengen...

Den Vorschlag hier, dass eine ges. Krankenkasse besser wäre als die vielen, kann ich nicht nachvollziehen. Noch nie hat ein Monopol irgend etwas günstiger gemacht – aber immer teurer. Das ist doch nur eine Polemik der Ärzte ("da sind so viele Einsparmöglichkeiten wo man etwas abzapfen kann, damit wir armen Schlucker noch etwas mehr bekommen können").

HHumanz Sp+irixt


Aber die Arschloch-Quote scheint in dem Beruf einfach enorm hoch zu sein.

:)z Aber auf allen Hirachieebenen. Ich hatte vor 24 Tagen einen Sportunfall, habe mich vom Herrn Professor behandeln und operieren lassen. Meine Schwester, beruflich sehr befasst mit ärztlichen Kunstfehlern, hat mich gewarnt und mir gesagt, lass dich nicht vom Prof. operieren, lass es durch den Oberarzt durchführen. Sie hat das auch einleuchtend begründet. Ich mochte den Prof. nicht mehr vor den Kopf stoßen und hab die OP. von ihm durchführen lassen.

Ich bin jetzt in einer orthopädischen Klinik und habe alle Einlieferungsuntersuchungen hinter mir. Morgen früh um 7°° Uhr liege ich auf dem OP Tisch, dann werden die Kunstfehler des Herrn Prof. behoben. Den Rest machen die Juristen in meiner Familie.

BLen]etta


Den meisten geht es in erster Linie um das mit dem Arztberuf verbundene Prestige.

Und das weißt du woher?

Ich glaube daran nicht! Ich denke heute der Beruf Arzt hat mehr Nachtteile als Vorteile, bisher habe ich noch keinen jungen Arzt gesehen, dem es finaziell gut ging. Und selbst die "alten" haben im Durschnitt auch nur ein normales Leben mit höchsten etwas mehr übrig um in Urlaub zu fahren, oder einfacher ein Haus zu finanzieren.

B$enetxta


Meine Schwester, beruflich sehr befasst mit ärztlichen Kunstfehlern, hat mich gewarnt und mir gesagt, lass dich nicht vom Prof. operieren, lass es durch den Oberarzt durchführen. Sie hat das auch einleuchtend begründet. Ich mochte den Prof. nicht mehr vor den Kopf stoßen und hab die OP. von ihm durchführen lassen.

Sorry aber daran bist du selber schuld :=o

o.rbigtus


Keine Frage, es gibt auch unter Ärzten schwarze Schafe, aber ich wehre mich vehement gegen eine solche Pauschalverurteilung!

Man kann es den leuten aber auch nicht wirklich übel nehmen, dass sie so denken. Die meisten haben absolut keine ahnung wie es ist als arzt zu arbeiten und wie desolat das gesamte system ist. Dazu kommt, dass -wie du schon richtig erkannt hast- man ständig wegen jedem blödsinn zum arzt rennt, da ist die wahrscheinlichkeit auf einen unfähigen trottel zu treffen natürlich um einiges höher. Noch dazu nervt man damit nicht nur die ärzte sondern behindert auch die behandlung wirklich kranker.

Meines Erachtens liegt es vor allem daran, dass die Intention für viele, Arzt zu werden, nicht die ist, die es sein sollte (nämlich Menschen zu helfen). Den meisten geht es in erster Linie um das mit dem Arztberuf verbundene Prestige.

Das ist völliger blödsinn und solche aussagen sind einfach nur dumm. Tatsache ist dass man als arzt häufig 80 stunden wochen hat inklusive wochenenden, feiertage, weihnachten,...dass man sich ständig mit nichtigkeiten das leben erschweren lassen müssen (krankenkassen, bezahlung, leuten denen einfach fad ist)...dass man eine ENORME verantwortung zu tragen hat...dass man abstumpfen und abschalten MUSS um nicht selbst in die sucht oder depression zu rutschen...dass man jahrelang ausgenutzt wird...dass man jahrelang ein niedriges grundgehalt hat und nur durch massiv viele nachtdienste auf ein angemessenes gehalt kommt...usw

Natürlich gibt es auch unfähige, geldgeile trotteln, aber der großteil ist sicher bemüht um seine patienten. Es eröffnet halt niemand einen "dr. huber aus hubersdorf ist der beste" thread, sondern da wird immer nur geschrieben wenn was schiefgelaufen ist (oder man zumindest so einen eindruck hat).

H7uma$n Svpirit


Sorry aber daran bist du selber schuld

:-o :-o so hab ich das ja überhaupt noch nicht gesehen.

B5ene3tta


Du hast doch selbst gesagt, dass du eingehend davor gewarnt wurdest, noch von deiner Schwester, die da ja Ahnung hat, und du hast dich weil du diesem Prof nicht vor den Kopf stoßen willst, dem ganzen widersetzt und es doch machen lassen, und jetzt beschwerst en du dich darüber, dass die Juristen in deine Familie die Scherbeln aufkehren können :=o da hab ich echt null Mitleid. Tut mir leid...

H]uman S\pirit


Tut mir leid...

muss nicht sein.

B enextta


Mir tut es leid für die Direktheit ;-)

HSu#man` SpCirxit


*:) @:)

Bgenetxta


*:) Trotzdem gute und schnelle Besserung @:)

LjiveRrpooxl


Was vielleicht auch daran liegt, dass man gar nichts hat und gesund ist.... Da sollte man sich eigentlich freuen und nicht schimpfen.

Vielleicht haben auch so viele Teilnehmer dieses Forums schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht, weil sie denen dauernd ihr hier erworbenes Halbwissen auftischen und sie belehren wollen....? Egal, der hat ja nur ein paar Jahren studiert, ist verpflichtet jedes Jahr Fortbildungen. die viele tausend Euro kosten zu besuchen und hat womöglich mehrere Jahrzehnte Erfahrung, aber ich habe ja auf med1 was gelesen, dass ist bestimmt richtiger als dass, was mein Arzt mir erzählt....

Keine Frage, es gibt auch unter Ärzten schwarze Schafe, aber ich wehre mich vehement gegen eine solche Pauschalverurteilung!

Erstmal :)= :)= . Das trífft meiner Meinung nach den Nagel auf dem Kopf. Genau wie der restliche Beitrag von hurx, aber ich wollte jetzt alles zitieren und hab mir mal das wesentlich rausgenommen.

Meines Erachtens liegt es vor allem daran, dass die Intention für viele, Arzt zu werden, nicht die ist, die es sein sollte (nämlich Menschen zu helfen). Den meisten geht es in erster Linie um das mit dem Arztberuf verbundene Prestige. Und halt um die Verdienstaussichten.

Sag das mal den viele jungen Leuten, die mitunter mehr als 6 Jahre darauf warten ein Medizinstudium beginnen zu können. Und die Zeit bis zum Studienbeginn oftmals mit (schlecht bezahlten) Jobs im Gesundsbereich rumbringen um dann nochmal 6 Jahren zu studieren und nicht einen Cent zu verdienen. Dank der Tatsache, dass das Medizinstudium mit einen sehr hoheh Lernaufwand verbunden ist, ist es vielen auch nicht möglich regelmäßig zu jobbebn. Auf gut Deutsch: 6 Jahre lang kaum Geld verdienen/besitzen. Und dann erstmal als Assistenzarzt arbeiten. Nachts, am Wochenende, an Feiertagen, 24 Stunden am Stück. Und dafür gibts definitiv kein 6-stelliges Jahresgehalt. Weitere 6 Jahre vergehen, bis man mal Facharzt ist. Macht fast 20 Jahre bis man mal ein einigermaßen Land gewinnt.

In der Zeit kann ich dreimal BWL studieren und es mir bereits in meinem gemütlichen Büro in der Chefetage gemütlich machen. Und jede Menge Geld verdienen.

Man sollte nicht alle Menschen (bzw. in diesem Fall Ärzte) verurteilen, nur weil es ein paar gibt, die gern Halbgott in Weiß spielen.

LFivEerpxool


aber ich wollte jetzt alles zitieren

sollte natürlich heißen: aber ich wollte jetzt NICHT alles zitieren.

Das hätte dne Rahmen gesprengt.

BbluePiower


Liverpool

Man sollte nicht alle Menschen (bzw. in diesem Fall Ärzte) verurteilen, nur weil es ein paar gibt, die gern Halbgott in Weiß spielen.

Lies noch mal. Das habe ich nicht gemacht. Es gibt auch Ärzte, die diese Bezeichnung verdienen, kenn ich auch ein paar. Aber besonders typisch oder gar in der Mehrheit sind die nicht.

Weitere 6 Jahre vergehen, bis man mal Facharzt ist. Macht fast 20 Jahre bis man mal ein einigermaßen Land gewinnt.

Deine 20 Jahre sind nun etwas hoch gegriffen. Aber ja, warum studieren die nicht BWL? Ich hab noch nie etwas von einem besonderen Prestige von Betriebswirten mitbekommen. Etwas auf das der Vater besonders stolz sein und mit dem er in seinem Dorf angeben könnte ist das auch nicht, schon gar nicht wenn er selbst Mediziner ist.

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