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Ich bin so stinkig auf die Ärzteschaft

VFev]ee87


Kann ich absolut bestätigen. Ich bin über eine Woche lang mit gefährlicher Lungenentzündung rumgelaufen und sogar beim dritten Artzbesuch weggeschickt worden mit der Begründung "Infektionen brauchen nun mal Zeit zum Abheilen", es ging mir aber immer schlechter. Bis dann nach ner Woche mal ein Arzt im Krankenhaus auf die Simple Idee kam, ein Röntgenbild von der Lunge zu machen und siehe da – schwerwiegende Lungenentzündung mit einer Woche stationärem Krankenhausaufenthalt.... Davor war eine Lungenentzündung von zwei Ärtzen ausgeschlossen worden – ohne Blutbild natürlich! ":/

Bllue8Powecr


Davor war eine Lungenentzündung von zwei Ärtzen ausgeschlossen worden – ohne Blutbild natürlich!

Blutabnahmen lohnen sich halt wirtschaftlich nicht.. :-@

VceAveM87


Das ist echt ne Sauerei. Im Krankenhaus sagten die mir, dass es 4 Tage später wahrscheinlich vorbei gewesen wär mit dem Leben.

HdelBia) 80


Vielleicht haben auch so viele Teilnehmer dieses Forums schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht, weil sie denen dauernd ihr hier erworbenes Halbwissen auftischen und sie belehren wollen....? Egal, der hat ja nur ein paar Jahren studiert, ist verpflichtet jedes Jahr Fortbildungen. die viele tausend Euro kosten zu besuchen und hat womöglich mehrere Jahrzehnte Erfahrung, aber ich habe ja auf med1 was gelesen, dass ist bestimmt richtiger als dass, was mein Arzt mir erzählt....

Wenn ich bei Med1 schreibe das ich PCOS habe dann werde ich verstanden. Ich habe 3!! Frauenärzte erlebt, denen habe ich beim ersten Vorgespräch gesagt daß ich PCOS habe, die glotzten mich verständnislos an und fragten was das denn sei. :-o

Und nein, mein PCOS wurde nicht hier bei Med1 diagnostiziert sondern von meinem früheren FA, der leider in Rente ging. Deswegen war ich ja auch gezwungen mir einen neuen zu suchen.

L5iveerpo6oxl


Aber ja, warum studieren die nicht BWL?

Weil sie eben nicht Betriebswirt sondern Arzt werden wollen. Ich wollte damit nur zeigen, dass Arzt heutzutage sicherlich nicht (mehr) der beste, einfachste und sicherste Weg ist, an Geld zu kommen.

Und so hoch ist das Ansehen von Ärzten nun auch nicht, dass man nur wegen der Prestige Arzt wird. Warum sollte man auf einen Sohn, der Manager bei BMW (oder was weiß ich was) ist weniger stolz sein als auf einen Arzt?

Das ist doch wirklich ein lächerliches Argument. Medizin studiert man nicht eben mal so, nur damit Papi in der Kneipe damit angeben kann. Klar gibt es in jedem Semester reiche Ärztschnöselkinder, die eingeklagt wurden und mit Papas guten Kontakten durchs Studium geschleift werden. Und die machen nur einen geringen Anteil aus und werden den meisten von euch auch als fertiger Arzt nicht begegenen, weil die sicherlich keine Nachtdienste in der Notaufnahme des Kreiskrankenhauses Hinterwurzelbach machen.

Und wie die 20 Jahre Zustanden kommen, hab ich dir ja bereits vorgerechnet: 6 Jahre Wartezeit + 6 Jahre Studium + 6 Jahre Facharztausbildung = 18 Jahre. Schaff man das Medizinstudium jetzt nicht in der Mindeststudienzeit, krieg vielleicht irgendwann noch ein Kind oder wechselt evtl. nochmal die Fachrichtung ist man ganz schnell bei 20 Jahren.

H<umapn Sp)irit


Also, ich möchte für meine Person klarstellen: Es gibt in allen Berufszweigen Koryphäen und Ausfälle. Mein Posting bezog sich auf meinen Einzelfall, der mich besonders wütend gemacht hat, weil ich Erfahrungswerte von mir nahestehenden Menschen ignoriert habe. Mich habe mindestens zweimal wirklich sehr gute Ärzte von der Schippe geholt und mich so behandelt, dass die damals aufgetretenen, sehr schwerwiegenden,gesundheitlichen Probleme der Vergangenheit angehören.

Ich habe nach wie vor vollstes Vertrauen in die Ärzteschaft, werde jedoch künftig wieder Rat von den Leuten einholen, die sich auf diesem Gebiet sehr gut auskennen. Nur, ... die sind derzeit einige Meilen von mir entfernt.

BDluZe5Poweir


Das ist doch wirklich ein lächerliches Argument.

Mir musst du das nicht sagen. Ich kritisiere das doch.

Klar gibt es in jedem Semester reiche Ärztschnöselkinder, die eingeklagt wurden und mit Papas guten Kontakten durchs Studium geschleift werden.

Ich sehe wir verstehen uns.

Und die machen nur einen geringen Anteil aus

Ok, in diesem Punkt nicht.

Schaff man das Medizinstudium jetzt nicht in der Mindeststudienzeit, krieg vielleicht irgendwann noch ein Kind oder wechselt evtl. nochmal die Fachrichtung ist man ganz schnell bei 20 Jahren.

Ja, und?

Dass manche länger brauchen mag schon sein. Was soll uns das nun sagen?

L4ive[rpooxl


Dass manche länger brauchen mag schon sein. Was soll uns das nun sagen?

Dass Menschen, die einen Beruf nur wegen Ansicht und Geld machen, keine 20 Jahre damit verbringen, diesen Beruf zu erreichen sondern sich einfachere und effektivere Wege suchen. Denn selbst wenn man nach 18 Jahren dann Facharzt ist, ist man oftmals noch weit entfernt vom großen Geld und auch nur einer von Vielen.

Und glaub mir, reiche Arztschnöselkinder machen einen geringen Anteil aus. Ich weiß es aus nächster Nähe. Und auch die müssen erstmal zu Ziel kommen. Denn selbst Papas Geld lässt einen nicht alle Prüfungen bestehen und nicht wenigen haben im ersten Praktikum doch noch festgestellt, dass sein kein Blut sehen können und die Sache wieder sein gelassen.

IFssUy89


Ich kenne auch viele Patienten die nie den Mund aufmachen. Abends klagen sie einem ihr Leid und morgens bekommen sie ihren Mund nicht auf in der Visite. %-|

Wie sagt man so schön? "Unwissenheit" schützt nicht vor Strafe.

Und es gibt doch in jedem Job "Flaschen". :[]

Heute beschweren wir uns über Ärzte, morgen sind es die Krankenschwestern.

Aber warum zerreißen wir nicht unsere Politiker? :)D

B>lueQPowexr


Liverpool

Dass Menschen, die einen Beruf nur wegen Ansicht und Geld machen, keine 20 Jahre damit verbringen, diesen Beruf zu erreichen sondern sich einfachere und effektivere Wege suchen.

Aber dafür kann so eine lange Zeit wie 20 Jahre nicht der Maßstab sein. Wer plant schon 20 Jahre ein, wenn er mit dem Studium beginnt. Man kann durchaus mit Anfang 30 Facharzt sein. Das ist auch in anderen Branchen nicht so viel anders. Wer irgendwie in Kategorien wie Karriere, Prestige, Verdienst usw. denkt (und um die geht es ja), plant doch das möglichst schnell durchzuziehen.

Wenn es dann bei einigen doch länger dauert, ändert das nichts an der Intention.

hnurAx


@ BluePower

Zieh' Dich doch nicht so an den 20 Jahren hoch. Was Liverpool einfach nur damit meint, und wo er/sie auch vollkommen recht hat, ist, dass es kaum einen anderen Beruf gibt, in dem man eine so lange und aufwendige Aubildung durchlaufen muss, mit so vielen Hierarchiestufen, bis man am Ende tatsächlich mal gutes Geld verdienen kann.

Ein Facharzt allein ist erst mal noch gar nichts. Arbeitet vielleicht als Stationsarzt im Krankenhaus. Bis er sich niederlassen kann, vergehen weitere Jahre. Und die Selbständigkeit kostet auch bei Ärzten erst mal richtig viel Geld, bevor sie Geld einbringt. Über's Erwerbsleben verteilt hat ein angestellter Bauingenieur in guter Position bestimmt mehr Geld verdient, als der durchschnittliche Mediziner.

Und was das Prestige angeht: Wenn ich die Äußerungen, die viele hier von sich geben als Maßstab nehme, scheint das Prestige ja wohl kein Argument ür den Arztberuf zu sein...

Im Gegenteil: Diejenigen, die sich noch zu diesem tollen Beruf durchringen, werden von allen Seiten angefeindet: Von den Kostenträgern und der Regierung, weil sie angeblich zu viel tun und zu teuer arbeiten, und von den Patienten, weil sie angeblich zu wenig tun....

S.peeddyse


Mein "schönstes" Erlebnis mit der Ärzteschaft liegt nun 4Jahre zurück. Nach einer schweren 9stündigen OP klagte ich über furchtbares Herzrasen und größer werdende Luftnot: die Stationsschwester beugte sich zu mir herab und flüsterte in mein Ohr, dass ich wohl Angst vorm Atmen hätte und nach dem Krankenhaus eine Therapie machen solle :-o ich kämpfte fast 3Tage lang und mir ging es jeden Tag schlechter. Endlich kam eine Schwester zum EKG-schreiben an mein Bett und erkannte mit geschultem Blick( was all die Ärzte in täglichen Visiten nicht erkannten), dass ich in Lebensgefahr war, nämlich eine schwere Lungenembolie hatte!!!!!!Auf Intensiv wurde dann festgestellt, dass ich bereits 3 verschlossene Areale hatte, dazu eine Lungenentzündung, Wasser im Pleuraspalt und mein Leben nur noch an einem Faden hing %:| Drei Wochen Intensiv ,anschließend 3Wochen normale Station und danach 6Wochen Reha waren die Folge und ein bleibender Lungenschaden.............Ich verlor dadurch all mein Vertrauen in die Ärzte und frage und forsche lieber selber nach, als alles vorbehaltlos zu glauben.........

p>ebxby


Was muss man als Patient eigentlich tun, um ernst genommen zu werden?

Wer KÜMMERT sich noch?

Ich wurde bislang von jedem Arzt ernst genommen. Bislang hat sich auch jeder Arzt gekümmert, manch einer sogar mehr als ich wollte. ;-D

Gesund bin ich auch noch/wieder, also haben bislang wohl die Ärzte alles richtig gemacht.

Und beneiden tu ich gar keinen Arzt mehr. Ich finde, das issn scheiss Job und ich würde ihn für kein Geld der Welt tun. Den ganzen Tag kranke Leute vor der Nase, die einem ein Ohr abkauen, sowieso alles besser wissen, bei unerwünschtem Ergebnis zum nächsten rennen oder generell nicht tun, was der Arzt sagt :=o . Ich glaub, so einen Beruf kann man gar nicht ausüben, wenn man ihn nicht wirklich mag.

Ich mag Ärzte auch nicht. Aber nicht, weil sie sich angeblich nicht kümmern, sondern weil ich lieber ohne Arzt auskomme und die Typen mich nervös machen. ;-D

s'chne%cke19x85


Es ist nicht zu bestreiten, dass es durchaus solche und solche Ärzte gibt. Meine Erfahrung: je kleiner / ländlicher das Krankenhaus, desto inkompetenter die Ärzte {:(

Mein Freund wurde von den hiesigen Kleinkrankenhäusern mehrfach fast umgebracht: einmal eine Einflussstauung, d.h. ein Tumor hat sich ums Herz verwachsen, so dass das Blut aus dem Kopf nicht mehr abfließen konnte und die Adern an den Schläfen richtig pervers aussahen, Hals und Kopf waren gleich dick. Medizinisches Fachbuch: Muss innerhalb von 24Std. per Stent behoben werden. Mein Schatz wurde 3 Wochen auf eine Allergie behandelt, bevor es den Leuten von Klinik 1 gedämmert hat, dass es keine Allergie ist. Überweisung in Klinik 2: In Klinik 2 haben wir so lange Telefonterror gemacht und gebettelt, bis wir einen MRT-Termin bekamen und "nur" 1 Monat auf das MRT warten mussten. Das MRT war dann "ohne Befund", obwohl da eine Metastase in der Größe von 8x4cm !!! saß.

Nachdem wir einfach nicht locker ließen und mehrfach!!! die Ärzte auf den pervers geschwollenen Hals und die Lymphknoten hinwiesen, wurden wir dann endlich einem HNO vorgestellt – es könnten ja die Lymphknoten verdickt sein. %-|

Der HNO aus Klinik 3 hat dann zwar erkannt, dass da wahrscheinlich eine Wucherung ist. Geplant war dann eine große OP, wo der Internist unbedingt den Rippenbogen spreizen und Lungengewebe (wtf?) entnehmen wollte (ach ja: Die Einflussstauung war da immer noch nicht behandelt) was wahrscheinlich tödlich ausgegangen wäre. Gott sei Dank (oder Glück gehabt?) wurde dann "nur" ein Lymphknoten unter Vollnarkose entnommen.

Der histologische Befund ergab dann einen bösartigen Tumor, worauf wir mit dem frisch operierten Patienten und unter dem Schock der Diagnose mit dem Privatauto und den Röntgenbildern unterm Arm in die 70km entfernte Uni-Klinik verwiesen wurden. Dort wurden dann zum ersten mal die Symptome als Ganzes untersucht, am nächsten Tag gleich Stents gesetzt usw.

Und dann soll man sich nicht aufregen? Ich kenne in meinem Bekanntenkreis ca. 4 Leute, die an Falschbehandlungen gestorben sind (aus dem Lastenkran gefallen, mit Hirnblutung übers WE unbehandelt geblieben ect.).

Schön war auch das kürzlich erlebte: Schatz hatte 39,6 Fieber, Sonntag Abend, also ab ins Krankenhaus. Dort wurde ihm von einem äußerst unfreundlichen Ärzt über die Haut Temperatur gemessen: 36,6. Auf Einspruch meines Partners wurde ihm gesagt, dass "Das Fieber inzwischen wohl gesunken ist" (3 Grad in einer halben Stunde ??? ?). Erst als ich auf dem Flur angefangen habe, irgendwelche Ärzte zu belabern, holte der Arzt mal ein "normales" Thermometer und siehe da, plötzlich war die Temperatur doch über 39 Grad %-|

Es gibt auch gute Ärzte, aber viele fühlen sich angegriffen, wenn man als Patient den Mund aufmacht, überhaupt wenn man es wagt, selbst eine Diagnose zu stellen. Wenn man schon oft einen Scheidenpilz oder eine Blasenentzündung hatte, dann weiß man doch, wie sich das anfühlt??

*Nerv*

s&kye2flozwexr


Heute bei meinem Hausarzt... ach nein, gestern, nach einem Blick auf die Uhr ;-D: ich wollte ein Medikament, was mir der Hausarzt vor wenigen Monaten verschrieben hatte, nochmal haben. Grund: es hat mir GEHOLFEN (als bisher EINZIGES der Palette, die ich für mein Leiden schon durch habe.) Ich frage den Arzt. Reaktion: ungefähr dieser Blick :-o und die Frage: "Warum soll ich ihnen DAS verschreiben?" Dann ein ellenlanger Vortrag, warum das Medi sooo schlecht ist und er es auf gar keinen Fall verschreiben kann. Ich: "Ähm, aber... " Weiter kam ich erstmal nicht. Vortrag ging weiter. Irgendwann war er mal durch damit, ich wieder: "Das Medi hat mir aber geholfen und deswegen möchte ich es noch weiter nehmen." Er redete und redete weiter. Ich: "Aber SIE haben es mir doch verschrieben!" Er: "Ja, hab ich, mach ich auch jetzt." Nun war es an mir, diesen Blick aufzusetzen :-o und mich zu fragen, warum er mir das Medi erst verschreibt, dann wieder nicht, ne halbe Stunde lang das WIRKSAME Mittel schlechtredet, nur um es am Ende doch zu verschreiben. Und das alles IM FLUR zwischen Tür und Angel, wo ungefähr gefühlte 789 andere Patienten mitgehört haben >:(.

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