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Ich bin so stinkig auf die Ärzteschaft

MMirsaUnmuir


Eine komplikationslose Mittelohrentzündung muss sicherlich nicht vom HNO-Arzt behandelt werden.

Bei mir schon :=o aber ich habe ja auch eine Vorgeschichte. Aber immerhin stimmst du mir zu, deine Frau kann sich irren und ob eine Mittelohrentzündung komplikationslos verläuft, stellt sich immer erst hinterher heraus, bei mir war es damals auch hinterher, dass sich herausstellte, dass sie eben NICHT komplikationslos verlaufen ist und wenn ich als Kind beim HNO gewesen wäre, hätte ich mir vielleicht viel erspart (wobei das natürlich nicht sicher ist). Die Leistung und das Können deiner Frau will ich keinesfalls irgendwie herabwürdigen, versteh mich nicht falsch. Mir stieß nur dieser Satz sauer auf, dass Leute beim Facharzt sind, die da eigentlich nicht hingehören. DAS kann man nicht immer im Voraus sagen und ein Facharzt ist nun einmal jemand mit den geeigneten Geräten in der Praxis, der genauere Diagnosen machen kann, falls er sein Metier beherrscht.

hQurxx


Aber schön dass zugibst, nicht neutral zu sein. Dann kann ich mir die Diskussion mit dir ja sparen.

Sehr gerne.

Mich verwundert allerdings deine Definition des Begriffs "Diskussion". Zu einer Diskussion gehören zwar Sachlichkeit, aber keinesfalls Neutralität.

Und solche Bemerkungen

Ich dachte, du bist erwachsen.

sind weder sachlich, noch erwachsen

Mpirsa~nmixr


Wenn ich wählen könnte, wäre mir aber ehrlich gesagt ein unfreundlicher Arzt, der sein Fach beherrscht lieber, als ein Gutmensch, der keine Ahnung hat.

Der Prof, der meine Niere operierte, war so einer. Er herrschte mich an bei der Voruntersuchung, war ein Rüpel sondergleichen, hörte kaum zu, wusste aber was zu tun war, operierte hervorragend, fuhr danach in Urlaub und die Komplikationen mit 42° Fieber überließ er dann den Ärzten, die bei der OP nur zugesehen hatten.

D$umxal


hurx

Wenn ich wählen könnte, wäre mir aber ehrlich gesagt ein unfreundlicher Arzt, der sein Fach beherrscht lieber, als ein Gutmensch, der keine Ahnung hat.

Ich nehme den kompetenten Arzt.

Zu viel Empathie und Mitgefühl bedeuten auch, dass man auf Dauer an dem ganzen Elend zerbrechen kann, was man jeden Tag sieht. Als Arzt muss man auch eine gewisse "professionelle Distanz" wahren, um psychisch unbeschadet diesen Beruf ausüben zu können. Das ist beim Pflegepersonal nicht anders.

Das ist bei allen Berufen so, bei denen das menschliche Wohlbefinden im Zentrum steht. Psychologen, (Sozial)Pädagogen, Lehrer, Erzieher, Pfleger, Mediziner...

h@urxx


Wenn ich wählen könnte, wäre mir aber ehrlich gesagt ein unfreundlicher Arzt, der sein Fach beherrscht lieber, als ein Gutmensch, der keine Ahnung hat.

Ein Arzt, der nicht angemessen mit Patienten umgehen kann, beherrscht sein Fach nicht.

Bei Hausärzten und den konservativen Fachbereichen gebe ich Dir uneingeschränkt recht. Ich hatte jetzt aus aktuellem Anlass eher Chirurgen vor Augen. Ein Spezialist der Handchirurgie muss meinetwegen gar nicht sprechen können, wenn er dafür so operiert, dass man danach seine Hand noch bewegen kann, obwohl eine Kappsäge mehrere Knochen und Sehnen durchtrennt hat.

DWumXal


bei denen das menschliche Wohlbefinden

und Entwicklung. Kurz: Steht der Mensch im Zentrum, dann ist Empathie unerlässlich. Wer diese nicht mitbringt, sollte etwas anderes machen.

hKuZrxx


Mir stieß nur dieser Satz sauer auf, dass Leute beim Facharzt sind, die da eigentlich nicht hingehören. DAS kann man nicht immer im Voraus sagen und ein Facharzt ist nun einmal jemand mit den geeigneten Geräten in der Praxis, der genauere Diagnosen machen kann, falls er sein Metier beherrscht.

Nein, man kann nicht immer im Voraus wissen, ob ein Patient zum Facharzt gehört oder nicht. In deinem Fall ist deinem Hausarzt sicherlich deine Vorgeschichte bekannt und deshalb auch die Überweisung kein Thema.

Mir war schon klar, dass ich wahrscheinlich genau so ein Beispiel auswähle, bei dem direkt jemand dagegen halten kann... :-)

Aber Du sagst ja selber, dass wahrscheinlich nicht alle Facharztbesuche notwendig sind. Bei Patienten ohne Vorgeschichte (Die man seinem Hausarzt natürlich auch anvertrauen sollte) spricht doch nichts dagegen, eine offensichtlich nicht lebensbedrohliche Erkrankung zunächst durch den Hausarzt behandeln zu lassen. Schließlich sind das auch Ärzte, oft mit größerer Erfahrung als ein frisch niedergelassener Facharzt.

h(urxx


@ Dumal

und Entwicklung. Kurz: Steht der Mensch im Zentrum, dann ist Empathie unerlässlich. Wer diese nicht mitbringt, sollte etwas anderes machen.

Leider fehlt Menschen, die keine Empathie besitzen, unter anderem meistens auch die Fähigkeit, genau diesen Umstand zu erkennen...

KPMoeodxy


Wenn ich wählen könnte, wäre mir aber ehrlich gesagt ein unfreundlicher Arzt, der sein Fach beherrscht lieber, als ein Gutmensch, der keine Ahnung hat.

Eben.

Mir persönlich muss kein Arzt die Hand tätscheln, wenn ich krank bin. Ich möchte adäquat diagnostiziert und therapiert werden. Weder brauche ich Meditationsgongs in der Praxis, noch ein "erzählen sie mal einen Schwank aus ihrem Leben". Wenn ich das wollte, würde ich es ihm sagen.

Wobei ich wirklich selten zum Arzt gehe und eigentlich auch nur, wenn ich selbst mit meinem Latein und freiverkäuflichen Mitteln am Ende bin.

Meine persönliche Theorie ist ja, dass unser Gesundheitssystem sehr viel besser funktionieren würde, wenn nicht jeder mit seinen Nichtigkeiten zum Arzt rennen würde – die Deutschen sind im internationalen Vergleich die häufigsten Arztrenner.

a>.8fisxh


Mir persönlich muss kein Arzt die Hand tätscheln, wenn ich krank bin. Ich möchte adäquat diagnostiziert und therapiert werden.

Ja, aber genau daran hakt es doch. Wenn man den Eindruck hat, der Arzt höre einem nicht richtig zu oder nehme das Gesagte nicht ernst, weil er sowieso schon seine Diagnose im Kopf hat, wie soll man dann an eine adäquate Diagnose glauben?

K1Mo\odxy


Ja, aber genau daran hakt es doch. Wenn man den Eindruck hat, der Arzt höre einem nicht richtig zu oder nehme das Gesagte nicht ernst, weil er sowieso schon seine Diagnose im Kopf hat, wie soll man dann an eine adäquate Diagnose glauben?

Wenn er einen guten Ruf hat, stört mich nicht, dass er vielleicht menschlich nicht sozialkompatibel ist. Habe ich von vornherein den Eindruck, er würde mir nicht zuhören und beim Händeschütteln schon eine Diagnose, suche ich mir einen anderen Arzt. Vielleicht passt er auch einfach nicht zu mir.

Mein Augenarzt zum Beispiel. Ziemlich ruppig, etwas schusselig, aber grenzgenial, was sein Fachgebiet angeht. Bei ihm hatte ich zu Anfang auch den Eindruck, er würde nicht zuhören, weil er immer an seinen Geräten herumgefummelt und mich nicht einmal angeschaut hat – weit gefehlt. Er stellte später Fragen zu Dingen, die ich ihm erzählt habe und hat mich so gründlich untersucht, wie ich es selten erlebt habe. Auch wenn ich nicht gerne mit ihm befreundet wäre, würde ich zu ihm als Arzt immer wieder gehen.

G&e/ne)rZvt;e


Da habe ich ja eine Lawine losgetreten :=o

Ok, ich kannte mal einen Arzt, der war mein Hausarzt und einer der "alten" Sorte der sich Zeit nahm und bei dem ich lange Wartezeiten deshalb gerne in Kauf nahm. Der sich die Krankenakte durchlas und nachfragte. Mich berat und ernst nahm.

Dann gab es den Arzt, der bei meiner 3 jährigen Tochter ohne jegliche Untersuchung Leukämie diagnostizierte, das sähe er sofort. Er wäre erfahren.....sie sähe ganz ganz typisch aus. Der mir, im 7.Monat schwanger, riet, sofort ins Krankenhaus zu fahren, um überhaupt noch etwas erreichen zu können, es wäre im Endstadium.Tränenüberströmt ging ich mit meinem Kind zum letzten Mal zum Spielplatz, ich weiß nicht, wie ich zum Krankenhaus kam und haderte mit mir, warum ein Kind sterben muss, wenn ein anderes kommt.

Und dann gab es den Arzt im Krankenkaus, der meine Tochter und mich AUFnahm, im wahrsten Sinne des Wortes. Der versuchte zwischen dem ganzen Geheule zu erfahren, was passiert war. Der mich beruhigte und fürchterlich schimpfte. Der innerhalb von 30 Minuten wusste, dass es keine Leukämie war und zum Dank für sein Verhalten dem ersten Arzt einen Blumenstrauß schickte und in zusätzlich anrief, ich hätte durch seine völlig absurde Diagnose fast mein ungeborenes Kind verloren.

Mein Zahnarzt ist toll, meine ehemalige Zahnärztin hat mich über den Leisten gezogen.

Ich hätte noch viele weitere Beispiele und ich finde es völlig normal, dass mehr negative als positive Beispiele gebracht werden.

Und ich gelobe, ich werde mich niemals mehr über einen Arzt beschweren, werde mein Gehirn ausschalten wenn ich mit ihm rede und seinen Anweisungen ohne nachfragen folgen.

Wer zwingt eigentlich einen Arzt diesen Beruf zu ergreifen? Das Einkommen ist minimal, das Ansehen war auch schon besser und die Arbeitszeiten zu lang. Undankbare kritische Patienten vergällen einem dem Spaß am Beruf.

aV.fixsh


@ KMoody

Habe ich von vornherein den Eindruck, er würde mir nicht zuhören und beim Händeschütteln schon eine Diagnose, suche ich mir einen anderen Arzt.

Wenn man die Zeit/Möglichkeit dazu hat, kann man das natürlich tun. Wenn man sich akut schlecht fühlt oder in der Notaufnahme sitzt, hat man dafür vielleicht keinen Nerv – und da man ja gefälligst erst zum Arzt gehen soll, wenn man kurz davor ist, auseinander zu fallen (und ich z.B. mich daran halte und erst dann bei Ärzten aufschlage, wenn ich auf dem Zahnfleisch gehe), kommt die Situation wohl häufiger vor als die, das man ganz in Ruhe den passenden Arzt für sich sucht. Sollte man vielleicht tun, wenn man gesund ist, dann hat man Zeit und Nerven dazu.

K^MAoody


Wenn man die Zeit/Möglichkeit dazu hat, kann man das natürlich tun. Wenn man sich akut schlecht fühlt oder in der Notaufnahme sitzt, hat man dafür vielleicht keinen Nerv – und da man ja gefälligst erst zum Arzt gehen soll, wenn man kurz davor ist, auseinander zu fallen (und ich z.B. mich daran halte und erst dann bei Ärzten aufschlage, wenn ich auf dem Zahnfleisch gehe), kommt die Situation wohl häufiger vor als die, das man ganz in Ruhe den passenden Arzt für sich sucht. Sollte man vielleicht tun, wenn man gesund ist, dann hat man Zeit und Nerven dazu.

Vielleicht habe ich bisher auch wirklich immer Glück gehabt? ":/

Ich habe nie einen wirklich dramatisch schlechten Arzt erlebt und wenn ich so krank war, dass es mir schlecht ging, habe ich immer eine adäquate medizinische Behandlung erhalten. Allerdings hatte ich auch nur zwei Situationen, in denen es ernst war. Und da dann mehr Ärzte um mein Bett, als mir lieb war.

ac.f{is;h


Und ich gelobe, ich werde mich niemals mehr über einen Arzt beschweren, werde mein Gehirn ausschalten wenn ich mit ihm rede und seinen Anweisungen ohne nachfragen folgen.

Japp. Werd am besten gar nicht krank, diese Patienten dürften den meisten Ärzten die liebsten sein.. nein, warte. ":/

Ich weiß nicht, ob das eine Sache der Zeit ist, aber vielen Ärzten scheint auch das Bewusstsein dafür zu fehlen, dass ihre Aussagen für den Patienten überprüfbar sind. Damit meine ich nicht auf Sachverstand basierende Einschätzungen, sondern Fakten. Mir ist es zweimal passiert, dass mir ein Arzt (nicht zweimal derselbe) schlicht ins Gesicht gelogen hat. Das herauszufinden hat mich eine Sekunde des Stutzens und eine Minute im Internet gekostet. Und da ging es wie gesagt nicht um Einschätzungen, sondern um Aussagen a lá "Dieses Medikament gibt es in Deutschland nicht" u.ä.

Ob das nun eine Lüge oder Unwissen war, ist mir als Patient ehrlich gesagt egal.

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