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Kosten Rezepte den Hausarzt Geld?

Ö ndurxdís hat die Diskussion gestartet


Ich habe mal eine Frage, die mich schon länger beschäftigt:

Ich gehe ab und an (vielleicht 1 mal alle 2 Jahre) zur HA um mir ein Rezept für die Nuvaringe (Verhütung) ausstellen zu lassen, weil es manchmal einfach mit den Terminen beim Gyn nicht passt.

Zumal ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin, ALG-II empfänger und der Gyn 45 km weit weg ist...

Zudem muss ich, seit Beginn meiner Arbeitslosigkeit vor 4 Jahren nurnoch 1 Mal im Jahr zum arzt weil ich zB mal wieder mit der Halswirbelsäule oder Magen-Darm habe. ernsthafte Erkrankungen bleiben seit Jahren bei mir aus.

ABER:

JEDES MAL, wenn ich nach einem Rezept für den Nuvaring frage kommt mir die Schwester (!) mit dem Satz: Ja, können wir nochmal AUSNAHMSWEISE machen, wg dem Budget" Blablablub. Die Schwester verpackt das jedes Mal anders...

Ok, denk ich mir: Die haben ja für jeden Patienten ein Budget. Aber wenn ich in den letzten 4 Jahren 2 Mal beim HA war für ein Rezept für den Nuvaring, wieso leieret dann die Schwester rum von wegen Budget?

Liegts an mir? Meine Cousine kann alle 3 Monate zu dieser Ärztin gehen wg Verhütungsmittel, und bekommt solche Sätze nie zu hören...

Deshalb jetzt meine Frage: Kostet es meine HA Geld, mir ein rezept für hormonelle Verhütung auszustellen?

Und wenn ja: Wie viel kostet es sie?

Vielen Dank von einer nicht immer alles verstehenden Öndudís!

Antworten
MeotnixM


Wie alt ist deine Cousine? Wie alt bist du?

Ö<ndurdxís


Ich bin 27, meine Cousine 34.

M"onxiM


mmmh, dann ist es wirklich komisch, wenn ihr beide GKV versichert seid.Und ihr bekommt den Ring beide voll bezahlt?

Ö5nd]ur*dxís


Was meinst du mit "voll bezahlt" ich muss ihn ja alleine zahlen.

WDaXterlxi


Ja, wär mir neu, wenn man das bezahlt kriegt. Glaub bis 20, dann aber nicht mehr, weil man "muss" ja nich verhüten... :=o bzw. ein Verhütungsmittel braucht man ja nicht, weil man krank ist.

Meine Frauenärztin/Schwester hat sich immer komisch mit Rezept, wenn ich länger nicht zum Termin war. Die wollten mir die Pille immer nich verschreiben, wenn ich nich jedes halbe Jahr nen Termin mach... weil man ja da regelmäßig zum Arzt muss usw... ich glaube man soll 1x im Jahr üblicherweise. Jedenfalls haben die mir, wenn ich 1,5 Jahre nicht beim Termin war, die Pille nur noch 1 Monat verschrieben und nicht 6...

Woatzerlxi


Schwester = Arzthelferin

RnHW


Hallo,

den Hausarzt kosten Privatrezepte kein Geld.

Er bekommt ein Honorar pro Quartal für die ärztlichen Behandlungen (plus Vergütung für besondere Leistungen). Die Zahl der Privatrezepte spielen keine Rolle. Die Arzthelferin macht das, was die Äreztin ihr sagt/vorgibt.

Ggf. beim nächsten Termin die Ärztin direkt fragen. Vielleicht ist die Hausärztin beim Nuvaring unsicher und möchte daher lieber das der Frauenarzt die Verordnung vornimmt. Oder die Hausärztin möchte lieber "Stammpatienten", die jedes Quartal vorbeikommen. Oder .... ?

Gruß

RHW

M,onixM


Ja, wär mir neu, wenn man das bezahlt kriegt. Glaub bis 20, dann aber nicht mehr, weil man "muss" ja nich verhüten... :=o bzw. ein Verhütungsmittel braucht man ja nicht, weil man krank ist.

Es gibt Ärzte, welche die Pille medizinisch begründen, bei Endometriose oder starker Akne zum Beispiel. Dann kann man sie auch noch mit 40 bezahlt bekommen ;-).

Privatrezepte kosten dem Arzt kein Geld und es geht auch nichts von seinem Budget ab-er wird aber für das Ausstellen bezahlt. Insofern verstehe ich das Problem der Arzthelferin nicht.

MaonxiM


Jedenfalls haben die mir, wenn ich 1,5 Jahre nicht beim Termin war, die Pille nur noch 1 Monat verschrieben und nicht 6...

Finde ich korrekt, wenn das die einzige Möglichkeit ist, eine Pilllenanwenderin zum Arzt zu bekommen. Unter der Pille muss eine regelmäßige Kontrolle stattfinden, um Veränderungen beim Blutdruck oder an den Eierstöcken frühestmöglich zu erkennen.

oIlIle |tan@txe


Oder die Hausärztin möchte lieber "Stammpatienten", die jedes Quartal vorbeikommen.

Das wäre die einzige schlüssige Erklärung. Denn sonst sind Leute, die nur ein Privatrezept wollen, gerade gut für das Budget. Budget heißt, dass der Arzt im Durchschnitt pro Patient nur für einen bestimmten Betrag Verordnungen (Kassenrezepte, Krankengymnastik...) ausstellen darf. Wenn der Arzt also viele Patienten hat, die tatsächlich viel brauchen, ist das sehr schwierig einzuhalten. Aber Leute, die nur ein Privatrezept brauchen, senken den Durchschnitt.

Frag doch die Helferin konkret danach, wenn sie wieder mal meckert.

ÖJndu[rdíxs


Werde ich auch machen, auch auf die Gefahr hin, dass die mich vor allen anderen Paienten zur Sau macht.

Die Schwester ist nämlich, nun wie soll ichs sagen, nicht gerade das, was einem unter höflich, nett und hilfsbereit vorschwebt...

Also ist der einhellige Tenor, wenn ich das richtig verstanden habe, dass die Schwester eigentlich keinen Grund zum meckern hat außer evtl Antipathie?

Naja, ist bei der ja nix neues.

W#olRfganxg


Ja, natürlich kosten Privatrezepte Geld. Umsonst ist nix – gar nix!

a) Sie kosten das Geld des Arzten, denn er muss Arbeitszeit kalkulieren der Arzthelferin, Papier, Druckertinte, Büroausstattung Prxiseinrichtung etc etc. Das gibt es alles nicht umsonst.

b) Der Arzt ist Arzt, nicht weil er ein wohltätiger Heiliger ist, sondern weil er davon leben muss. Daher muss er verdienen mit seiner Arbeit und seiner Praxis

c) Dafür muss der Patient natürlich zahlen. Warum soll das der Arzt für lau machen? Da meckert die Arzthelferin nicht und wenn sie dennoch ein Rezept umsonst ausstellt, so ist sie supernett!

z,u?za


@ wolfgang:

die ärztin wird – wie sonst auch oftmals üblich – die gkv-karte durchziehen und natürlich somit entlohnt. man sollte sich doch klar sein, dass dies klassische "verdünner" für eine praxis sind. und dies ist im grunde ebenso betrug an der versichertengemeinschaft: es wird keine gkv-leistung gegenüber dem patienten erbracht, rezeptausstellung und evtl. beratung sind privatleistung. der arzt könnte für das ausstellen des rezepts eine privatrechnung erstellen; dies ist ja nun nicht teurer als die 10,- praxisgebühr. dies wird natürlich nicht gemacht, da man so keinen "verdünner" hat.

du musst mal erleben, was man für große augen erntet, wenn man sagt, man gibt seine gkv-karte nicht über den tresen, sondern möchte die ausstellung des rezepts als privatleistung zahlen. also meine hausarztpraxis wusste sofort sehr genau, was ich da meinte! ;-D

@ moni:

in anderen europäischen anrainerstaaten (z.b. holland, frankreich) wird nicht empfohlen, alle sechs monate zum gyn zu gehen aufgrund pilleneinnahme; vielmehr kann man auch als deutsche patientin sein rezept bei einer holländischen apotheke hinterlegen, so dass man zumindest wg. eines rezepts nie wieder zum gyn muss – ausnahme präparatwechsel. meine ehemalige gyn hat gar nur drei-monats-rezepte ausgestellt, damit man immer wieder hindackeln durfte (die kontrolle: "wie geht's, alles ok?") – was soll dies anderes sein als verdünnerscheine?

Ö6ndu/rdís


Eben! Soweit ich informiert bin ist die BRD das einzige EU mitgliedsland, indem man ein Rezept braucht um die Verhütungsmittel zu bekommen.

Danke für deinen Post ZUZA

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