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Halten sich Ärzte für was besseres?

t.rit1raytrulaxla hat die Diskussion gestartet


Ziemlich provokant ich weiß... aber ich meine es nicht böse, will gewisse Verhaltensmuster einfach verstehen. Ich arbeite selber als Lernschwester in einem Krankenhaus. Und manche Ärzte - NICHT alle - aber sehr viele (vor allem Assistenzärzte) scheinen wirklich zu meinen sie sinds.... gestern hat ein Erlebnis das Fass zum Überlaufen gebracht... ich habe eine Schwester etwas gefragt und sie wusste es nicht so genau und hinter uns stand ein Ass.arzt. Sie fragte sie. Sie hat es wohl auch nicht genau gewusst und wurde sofort patzig und hat eine gleich eine Gegenfrage gestellt um nicht blöd da zu stehen.... sowas passiert ständig. Ich bin echt nett und man erntet eig. nur abfällige, böse Blicke. Sie vermeiden es ja auch mit uns Lernschwestern/pflegern zu reden... nur das allernötigste..... Ständig dieses überhebliche Getue.... wir sind doch alle nur Menschen und man könnte sich eig. echt gut verstehen und zusammenarbeiten. Woher kommt diese Arroganz? Klar können sie sich was drauf einbilden, dass sie Medizin studiert haben - das ist bestimmt nicht leicht - ich bewundere das. Aber man kann sich doch auch als Arzt wie ein normaler Mensch benehmen oder?

Antworten
A3leoBnor


Faden verschoben

KJetz8erixn


Vielleicht kommen einige schon aus reichem Elternhaus bzw. Vater/Mutter auch Arzt und treten deshalb so auf, besonders dann zu nicht-Akademikern.

A7drijhaxna


Hm...im konkreten Falle der Assistenzärztin die da etwas nicht so genau wusste würd ich mal sagen: Unsicherheit. Als Ärztin hätte sie es wissen müssen, denkt sie sich wahrscheinlich, darum ihre abwehrende Reaktion. Wahrscheinlich wollte sie sich vor in der Hirarchie unter ihr stehenden Personen keine Blöße geben, hatte vlt. Angst, dann nicht mehr ernst genommen zu werden.

-HR-


Sehe das wie Adrijana. Ansonsten: Klar gibt es überhebliche Ärzte. Ein etwas überhebliches Verhalten nicht Akademikern gegenüber wirst du aber nicht nur unter Medizinern vorfinden ;-)

Sie vermeiden es ja auch mit uns Lernschwestern/pflegern zu reden... nur das allernötigste..... Ständig dieses überhebliche Getue.... wir sind doch alle nur Menschen und man könnte sich eig. echt gut verstehen und zusammenarbeiten.

Kenne mich jetzt im Krankenhausbetrieb nicht allzu gut aus. Aber die Ärzte dürften wohl in der Hierarchie über Lernschwestern stehen? Ein etwas distanzierteres Verhältnis muss da nicht unbedingt schlecht sein.

RQapa0nte


Hab schon nen AiPler mitbekommen, der es nicht mal für nötig hielt ein Guten Morgen wenigstens zu erwidern ;-D who cares, an jedem Tag wächst die Zahl derer die mich am Ar*** lecken können

-R- das war damals das Erste was ich in einem Krankenhaus mitbekommen habe, es wird seeehr auf die Hierarchie geachtet, das kann man kaum mit dem distanzierten Verhalten erklären.

Wobei es auch wirklich nette Ärzte gibt mit denen man auch mal schnacken kann :)_

Mvjinnxa


Hi *:) ,

ich weiß was du meinst und kenne das Phänomen, war auch mal "Lernschwester".An was es liegt, weiß ich nicht. Ich kenne einen Arzt privat und auch dieser hat da schon etwas ausgeprägtere Ansätze. Ich glaube, die Ärzte (gerade in den Krankenhäusern) sind da so ein Völkchen für sich. Sie sind fast rundum Uhr im Einsatz, schreiben häufig nebenbei noch irgendwelche Forschungsberichte, und verlieren manchmal dann den Bezug zum Zwischenmenschlichen (überspitzt formuliert, "leichter Verlust der sozialen Kompetenz"). Habe dann damals einfach auch sehr sachlich reagiert und mir nicht anmerken lassen, dass es mich stört. Hab'aber auch schon andere Extreme erlebt. Aber das was du schreibst, ist mir in dieser Berufsgruppe auch schon häufig aufgefallen. Ärzte treffen sich privat häufig auch nur unter sich.

R6HW


Hallo,

die etwas abgehobene Art trifft man bei Ärzten häufiger an. Man merkt es z.B. auch bei Klassentreffen, wenn Ärzte dabei sind.

Für mich sind verschiedene Ursachen denkbar:

- im Elternhaus wird das schon vorgelebt ("Ärztetradition")

- im Studium wird das "anerzogen" bzw. vorgelebt (bei Juristen habe ich häufiger den gleichen Eindruck)

- das Krankenhaus fördert das Hierarchiedenken ganz besonders: es gibt sehr selten Krankenpfleger, die später Ärzte werden und beide Gruppen verstehen. In anderen Betrieben ist das anders: der Facharbeiter kann Vorarbeiter oder Meister werden, der Sachbearbeiter wird Abteilungsleiter ....

In Pflegeheimen gibt es ggf. seltener Mobbing und Burnout, weil dieser "Ärztefaktor" nicht vorhanden ist.

Gruß

RHW

H~elia_ 8x0


Ich arbeite in einem Krankenhaus, in der Küche. Und wer glaubt ein Arzt würde das Küchenpersonal grüßen, der hat sich getäuscht. (Es gibt einige, wenige Ausnahmen). Die meisten aber sehen demonstrariv zur Seite, als wäre ich eine kleine Kakerlake oder sowas..

Leider halte ich diese Ärzte nicht für sonderlich intelligent, denn wenn die dann irgendwelche Sonderwünsche haben, oder zu spät ihr Essen bestellen dann bin ich auf diesem Ohr auch taub. ]:D Wobei ich bei den netten Ärzten schonmal ein Auge zudrücke...

EnhemaUligeXr Nustzer Q(#32x5731)


Es gibt solche und solche – leider. Viele haben eine Arroganz an sich das einem schlecht wird. Aber ich kenne auch viele Ärzte sie ganz normal sind und überhaupt nicht abgehoben sind.

Manchmal steigt denen das zu Kopf. Aber das kommt wohl auf den Charakter an, viele Studenten versuchen sich ja schon damit zum profilieren das sie Medizin studieren, dabei haben sie noch nicht geleistet und das Wissen jeder Krnakenschwester ist zu dem Zeitpunkt noch höher. Aber egal, Hauptsache man kann sich großkotzig geben.

Ich denke die Gesellschaft prägt da auch noch viel, frei nach dem Motto das Arzt was ganz besonders tolles ist, aber ich finde den Beruf jetzt auch nicth toller als viele andere. Es ist halt erst einmal ein Beruf und nur weil man Medizin studiert oder Arzt ist heißt es ja auch nicht das man jetzt besonders kompetent ist :=o Das sind ja erst einmal zwei Paar Schuhe ...

Euhemaliger1 NuYtzeGr ('#32573x1)


Wir hatten damals in der Ausbildung auch Chefärzte im Haus die haben nur mit der Stationsleitung gesprochen, alle anderen waren unter ihrer Würde vom Pflegepersonal :-X

t.ritraFtruWlaxla


Oh schön, es schreiben doch noch Leute in diesem Faden *freu*

Wahrscheinlich wollte sie sich vor in der Hirarchie unter ihr stehenden Personen keine Blöße geben, hatte vlt. Angst, dann nicht mehr ernst genommen zu werden.

ja das denke ich auch, aber sowas ist doch menschlich!!! Macht solche Leute für mich schon wieder sympatisch , niemand ist perfekt und weiß alles.

Aber die Ärzte dürften wohl in der Hierarchie über Lernschwestern stehen?

Scherzkeks ;-D

aber ist das ein Grund so ein A.... zu sein??

-R- das war damals das Erste was ich in einem Krankenhaus mitbekommen habe, es wird seeehr auf die Hierarchie geachtet, das kann man kaum mit dem distanzierten Verhalten erklären.

Geeeenau :)z

Ärzte treffen sich privat häufig auch nur unter sich.

Tja da wären wir wieder bei dem Thema ob sie sich für was besseres halten und sich mit unsereins nicht abgeben wollen....

Die meisten aber sehen demonstrariv zur Seite, als wäre ich eine kleine Kakerlake oder sowas..

das ist soooo traurig.... ob die sich dessen bewusst sind, das sie es mit Menschen zu tun haben, die genauso fühlen und atmen wie sie ???

Bestimmt haben viele eine enorme fachliche Kompetenz.... aber sozial wie emotional..... ich find das einfach Schade und versteh es nicht!!! :|N

ITn-Kog3 <Nitxo


hallo,

mein Ex-Schwager, Arzt im Krankenhaus, kann mit Pflegepersonal so genau gar nichts anfangen.

Warum?

Weil die sich- in seinen Augen – ständig in seinen Job einmischen.

Sie haben die Aufgabe des Pflegens, er die Aufgabe des Heilens.

Wenn die Schwestern hätten heilen wollen, hätten sie Medizin studieren sollen.

Und diese Haltung haben/haben die meisten seiner Kollegen.

Dieser Schwager ist der erste seiner Familie mit Abitur, der erste Mediziner.

Kam über den zweiten Bildungsweg, war erst Krankenpfleger, dann Studium.

Mein jetziger Schwager , auch Arzt im Krankenhaus, ist zu allen gleich nett und freundlich.

Er hat zwar die gleiche Einstellung wie Schwager Nr. 1, läßt es aber nicht so raus hängen.

Ist eben Einstellungssache.

Er hat übrigens erzählt, dass die oberen Ärzte die unteren auch seltenst grüßen.

Scheint im KH insgesamt eine ziemliche Hackordnung diesbezüglich zu geben.

Dieser Schwager kommt aus einer Arztfamilie. Eltern, Großeltern, Brüder – alle Ärzte.

IbnV-Kog\ Nxito


,... ich glaube, dass es das nicht nur Krankenhäusern gibt....

oder wer grüßt in einer Schule, wenn er sein Kind abholt, z.B. die Putzfrau?

Q5uiertsc'hgxrün


Mhm, kenne ich so ehrlich gesagt gar nicht. Das einzige Mal, als ich ein wenig das Gefühl hatte ein Arzt hält mich für ein wenig dumm, war als ich zur Vertretung bin und der mir mit toternst erklärt hat, "dass die Ohren über Kanäle mit der Nase verbunden sind"....achwas du Scherzkeks, wer häts gedacht. Allerdings war dieser Arzt mit einem 80% Rentneranteil bei seinen Patienten gesegnet und davon größtenteils späte 70er und älter. Also ist er es wahrscheinlich nur nicht anders gewöhnt.

Einen arroganten Arzt hab ich kennen gelernt, Kleinstadtgerücht ist, dass der schon immer so war und als ich ihm mit einer Anzeige wegen Körperverletzung gedroht habe (nachdem ich 3 mal betonte, dass ich keine Grippeimpfung will und die Schwester dann meinte, sie bereitet sie schon mal vor) war der aber plötzlich auch sehr kleinlaut.

Privat hatte ich Beziehungen mit 2 Medizinstudenten.....also abgesehen von einer Medizinerparty auf die mich einer davon unbedingt mitschleppen musste, waren die nicht die Spur arrogant. Aber nach besagter Party hatte ich das Gefühl, dass die klischeehafte Arroganz von Medizinern wenn überhaupt nur ein Rudelverhalten ist, da kamen mir nämlich tatsächlich einige sehr arrogant (blöd nur, wenn man sie dann korrigiert :=o ).

Aber nee, insgesamt empfinde ich die Arroganz von Ärzten als im gesellschaftlichen Durchschnitt.

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