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Halten sich Ärzte für was besseres?

MSonixM


Das fängt meiner Ansicht nach schon im Medizinstudium an-dabei sind ca 85% der Medizinstudenten absoluter Ausschuß (als Arzt) und sollten lieber niemals Hand an Menschen legen. Leider schleifen die Unis auch solche Medizinstudenten erstaunlich lange mit.

Meine pesönlichen Favoriten sind übrigens die Ärzte, die mit ihrem Arztkittel sogar zum Essen in die Personalkantine gehen-hauptsache es sieht jeder WER sie sind %-|. Das es extrem unhygienisch für die Patienten ist-who cares?

QnudietOschgrxün


oder wer grüßt in einer Schule, wenn er sein Kind abholt, z.B. die Putzfrau?

Meine Mutter, mir wurde aber schon als Kind eingeschärft, dass ich gefälligst auch den Hausmeister und die "Kantinenfrau" zu grüßen habe. Mache ich auch brav heute noch. ;-D

I+n7-K6og xNito


...naja, Quietschgrün, Du würdest aber als Mediziner auch die Krankenschwestern grüßen.....

S(üntxje


mein Ex-Schwager, Arzt im Krankenhaus, kann mit Pflegepersonal so genau gar nichts anfangen.

Warum?

Weil die sich- in seinen Augen – ständig in seinen Job einmischen.

Sie haben die Aufgabe des Pflegens, er die Aufgabe des Heilens.

funktionieren kann das nur, wenn das Hand in Hand geht.

Ich arbeite in einem sehr kleinen Haus, arrogante Assistenzärzte haben es bei uns dermaßen schwer, dass es sich ganz schnell wieder legt. Und wenn der Assi klug ist, dann legt er Wert auf die Erfahrung auf des Pflegepersonals ;-)

C.leo >EdwardsX v. gDav-onpxoort


Nach über 15 Jahren Krankenhausarbeit meinte meine Mutter auch, die meisten Ärzte grüßen nicht, geschweige denn reden mit einem, was bei den meisten übrigens einen hohen Unbeliebtheitsfaktor einbrachte... Ganz anders bei den einigen wenigen Ausnahmen, die jeden gleich nett behandeln und auch mal Späßle machen, die waren durchweg beliebt und man trauerte noch Jahre hinterher als diese weg waren.

Y`Elecrtra


Ein Thread für mich! Ich wollte auch fast einen aufmachen, weil ich mich so darüber aufrege. Ich arbeite auch seit einem Monat als Praktikantin im Krankenhaus und bin einfach entsetzt ab der Arroganz der Ärzte. Gestern hat zum ersten Mal einer mit mir ein Wort gewechselt und das in übertrieben aggressivem Ton, weil ich die Kaffeemaschine reinigte während er seinen Kaffee nehmen wollte. Anscheinend ärgerte er sich seit längerem darüber aber da er natürlich nie mit mir geredet hat, hat er mir das nie gesagt. Und das war nichtmal ein auswärtiger Arzt sondern ein Stationsarzt den ich schon oft gesehen habe.

Das mit dem Grüssen bekomme ich auch mit, es gibt kaum einen Arzt der mich eines Blickes würdigt. Dazu muss gesagt werden, dass ich ziemlich jung bin und auch so aussehe, aber Anstand hat noch keinem geschadet!

Ich kann aber nachvollziehen woher die Arroganz der Ärzte kommen mag. Man wird einfach jahrelang wie Dreck behandelt, das fängt schon bei mir als Praktikantin an, als Medizinstudentin bin ich dann auch nichts und als Assitenzärztin bin ich dann sowieso nur eine Gefahr für Oberärzte. Da wird man ewigs unterdrückt, muss seinen Mund halten und anständig tun. Kann gut sein, dass ich in 10 Jahren, wenn ich dann selbst Ärztin bin deswegen auch verbittert bin und den Pflegern und Assistenzärzten, die mich so herablassend behandelt haben, eins auswischen möchte.

oxrEbitxus


Meiner erfahrung nach bleiben sich ärzte und pfleger gegenseitig nichts schuldig was unangebrachtes benehmen angeht und als praktikant/student wird man bestenfalls ignoriert. Gegenseitiger respekt ist leider oftmals ein fremdwort und das eigene ego (besserwisserei hoch 10) kann nicht zurückgesteckt werden. Dadurch sind streiterein und blödes hinter-dem-rücken-lästern vorprogrammiert und das belastet das arbeitsklima. Das kommt sicher auch in anderen arbeitsbereichen vor aber im krankenhaus leiden halt dann meistens die patienten darunter.

k?einLst9eixn


Woher die Arroganz...

Tja. Wenn man schon auf der sicheren Seite steht, kann man ganz locker auf die Köpfe derer spucken, die tiefer stehen.

Das Soziale, Humane geht durch deren ultrahartes Studium manchmal eben verloren. Die, die überhaupt durch die Examina kommen, haben oft den Glanz in den Augen verloren.

Ifn-K5o$g Nlitxo


Und wenn der Assi klug ist, dann legt er Wert auf die Erfahrung auf des Pflegepersonals

und DASS betrachten Ärzte wie mein Ex-Schwager als Anmaßung.

I*llMusixo


Ich habe es immer wieder gemerkt:

Die Arroganz geht einher mit mangelndem Selbstwertgefühl, vulgo: mit den Komplexen.

Wehe, wehe, jemand kommt dahinter, dass auch ein Arzt nicht allwissend ist.

An der Uni war es genauso. Diejenigen, die zu ihren Schwächen gestanden hatten, waren zugleich auch die imponierendsten Persönlichkeiten. Die hatten es nicht nötig, arrogant zu sein.

R-ules-oJf-`Roxse


Ich verstehe auch einfach nicht warum es dieses Hirarchiedenken gibt, man könnte es doch auch Aufteilung von Kompetenzen nennen. In Einem großen Unternehmen ist es halt notwendig, dass Aufgaben verteilt werden, ansonsten würde jeder nur dass machen was ihm gefällt.

Als ich mein Praktikum machte lief eine Ärztin den Flur entlang, in eine Akte vertieft, am Schwesternzimmer vorbei ohne zu grüßen. Anstatt sich zu sagen, dass sie wohl sehr mit ihren Gedanken bei der Sache war, wurde das ganze gleich ins negative gezerrt, a la " die hält sich wohl für was besseres uns nicht zu grüßen". Ich verstehe nicht wie man alles von vornherein immer ins negative drehen muss.

Ich finde das gerade ältere Ärzte dieses Hierarchiedenken haben, weil es damals vermutlich oft im Studium erwähnt wurde, wie auch das Denken vom Gott in Weiss dem der Patient ohne wenn und aber zu glauben hat.

Auch haben aber einige Pfleger eine falsche Vorstellung von ihren Beruf. Wenn ich in anderen Foren Beiträge lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Da macht einer neben dem Beruf eine Weiterbildung zum Anästhesiepfleger und regt sich dann auf, dass er keine Narkosen machen darf. Ja was glaubt der denn, warum man dass erst nach dem Studium macht. Da kann man das Medizinstudium gleich abschaffen.

Dann sind da Schwestern im OP die sich darüber echauffieren, dass der junge Arzt im OP keine Ahnung hat und sie ihm erst alles erklären müssen und es ja viel besser wäre, wenn sie es gleich selber machen. Klar haben die mehr Erfahrung. Während die Schwester ihre Ausbildung fertig macht, macht der angehende Arzt gerade sein Abi. Demnach hat die Schwester natürlich mehr berufliche Erfahrung, weil der Arzt in der selben Zeit studiert.

Aber wenn einem pflegen nicht gefällt, dann muss man halt studieren. Aber wenn solche Pfleger und Schwestern sich im Forum schon so auslassen, dann kann ich mir vorstellen wie die mit jungen Ärzten umspringen. Man muss ja nur schauen wie solch ein Pflegepersonal mit Pflegepraktikanten umgeht.

Ich glaube dass hat aber viel mit dem berühmten Neiddenken in Deutschland zu tun.

Nervig finde ich nur wenn Pfleger mir mit dem Spruch kommen " im Ausland hat das Pflegepersonal viel mehr Kompetenzen". Klar darum ist es ja auch in diesen Ländern meist länger als 3 Jahre und vor allem auch ein Studiengang und demnach anspruchsvoller.

b#eetl2ejugixce21


Also ich muss sagen ich hab bei einigen wenigen diese Arroganz auch gespürt, aber es gab auch genug gegenbeispiele.

Der oberarzt, der die Schwestern zusammen gefaltet hat, weil die ihre Schüler nur hat putzen lassen "die Mädchen sollen hier doch was lernen"... und dann hat er uns mitgenommen und wir durften Blut abnehmen etc.... obwohl das ja nicht mal mehr auf dem Lehrplan steht, weil er meinte, ne schwester die mehr kann als Bettpfannen tauschen, würde ihm die Arbeit auch erleichtern (das war O-Ton),

Dann gab es natürlich die Schwestern die tuschelten "bei dem Arzt hier, da redet nur die Stationsleitung, allen anderen hört der eh nicht zu" und der Doc war immer verwundert, warum keiner mit ihm reden wollte, da ging einfach ein Ruf voller Vorurteile vorweg und war falsch... lach

Also gibt auch genug Schwestern die auf ihre Art "arrogant" sind und mit dem Doc nicht reden wollen.

Und ich kenn nur nette unsichere Assistenzärzte eben frisch auf der Pädiatrie die jede Schwester und sogar Schüler mal um Rat und Tipps gefragt haben ohne sich nen Zacken aus der Krone zu brechen ;-)

Auf der Neonatologie ist es auch wirklich EIN Team gewesen und nicht 2 gegeneinander, hab alle Assistenzärzte der Neo jetzt noch bei Facebook ;-) lach und ist 2 jahre her.

Woellin;gt.oxn


Hallo,

ich bin selbst Assistenzarzt und grüße morgens jeden, so wie es sich gehört. Doch es grüßt lang nicht jeder zurück, sei es nun eine Praktikantin oder eine Putzfrau. Das ist natürlich eine etwas abgehobene Art, die halten sich wohl für etwas besseres.

Für mich sind verschiedene Ursachen denkbar:

- im Elternhaus wird das schon vorgelebt ("Praktikantinnen- bzw. Putzfrauentradition")

- in der Ausbildung wird das "anerzogen" bzw. vorgelebt (bei Köcheinnen habe ich auch einen ähnlichen Eindruck)

- das Krankenhaus fördert das Hierarchiedenken ganz besonders: mit denen "da oben" will ich nichts zu tun haben...

- oder schlicht und einfach schlechte Manieren, denn die kann jeder haben, unabhängig von Studium oder Ausbildung

schöne Grüße

KFMooxdy


Und wenn der Assi klug ist, dann legt er Wert auf die Erfahrung auf des Pflegepersonals

und DASS betrachten Ärzte wie mein Ex-Schwager als Anmaßung.

Dann sind Ärzte wie dein Ex-Schwager ziemlich dämlich.

Meiner Meinung nach geht es im Krankenhaus nicht um Kompetenzgerangel. Ich heile, du trägst die Bettpfannen. Sondern um die bestmögliche Betreuung der Patienten.

Vor ein paar Jahren hab ich mal für ein Medizintechnik-Unternehmen gejobbt und musste eine Hämofiltration von einer Intensivstation abbauen und abholen. Während ich also im Patientenzimmer beschäftigt war Kabel zu sortieren (nicht ohne Schweißausbrüche), wurde ich Zeuge einer überaus interessanten Unterhaltung zwischen einem Krankenpfleger und einem jungen Assistenzarzt in der Rotation auf der Intensiv.

Der Pfleger hat den Arzt beim Legen eines arteriellen Zugangs angeleitet und Grundlagen erklärt. Nicht, weil sich der Pfleger für besonders schlau hielt oder dem Arzt zeigen wollte, wo der Hammer hängt, sondern weil er dank jahrelanger Berufserfahrung sein handwerk verstand. Tatsächlich konnte der junge Assistenzarzt viel praktisches Wissen und die Erfahrung von Jahren nutzen, die eben dieser Krankenpfleger hatte. Der Patient erlitt kurz darauf einen Herzstillstand und der Pfleger übernahm, bis zum Eintreffen der zuständigen Anästhesisten gekonnt und ruhig die Reanimation. Von Arroganz beim Arzt keine Spur. Dafür sehr viel Dankbarkeit, dass ein Arbeiten Hand in Hand möglich war.

Ich persönlich glaube, dass Krankenpflege und ärztliche Tätigkeit sich zum Wohle des Patienten ergänzen müssen. Da Pflegekräfte oft einen sehr viel intensiveren und regelmäßigeren Kontakt zu den Patienten haben, ist ihre Beobachtungsgabe ganz anders geschult, als die der Ärzte. Kluge Ärzte verlassen sich darauf und wissen das zu nutzen, ebenso, wie kluge Pflegekräfte wissen, wo ihre Grenzen sind (Ärzte sollten das bei sich allerdings auch erkennen).

In den USA heißt es: Doctors diagnose and nurses heal. Da ist was dran.

G;esund`MenRschx80


Viele (nicht alle!) Ärzte denken, dass sie Götter in Weiß sind und auf ihr schweres Medizinstudium schwören.

Meist sind die älteren (konservativen) Ärztegenerationen so hochnäsig und abwertend.

Ich denke aber, dass diese eingebildeten Charaktere in jeder Berufsgruppe üblich sind.

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