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Halten sich Ärzte für was besseres?

S6ünt[je


Ich persönlich glaube, dass Krankenpflege und ärztliche Tätigkeit sich zum Wohle des Patienten ergänzen müssen. Da Pflegekräfte oft einen sehr viel intensiveren und regelmäßigeren Kontakt zu den Patienten haben, ist ihre Beobachtungsgabe ganz anders geschult, als die der Ärzte. Kluge Ärzte verlassen sich darauf und wissen das zu nutzen, ebenso, wie kluge Pflegekräfte wissen, wo ihre Grenzen sind (Ärzte sollten das bei sich allerdings auch erkennen).

jep, genauso meinte ich meinen etwas flapsig kurz formulierten Satz. Und der Arzt, der sich nicht zu schlau oder fein oder arrogant ist auch mal beim Pflegepersonal nachzufragen, der wird auch ganz anderes respektiert

KEMoxody


Und der Arzt, der sich nicht zu schlau oder fein oder arrogant ist auch mal beim Pflegepersonal nachzufragen, der wird auch ganz anderes respektiert

So kenne ich das sowohl von den Ärzten, als auch vom Pflegepersonal in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Da gibt es auch jahrzehntelange Freundschaften bar jedes Standesdünkels.

b<eetle+juicxe21


@ KMoody und Süntje:

dem kann ich nur zustimmen und zum Glück kenn ich es auch nur so... in der intensivpflege ambulant ist es noch besser, da besuchen wir ja ambulanzen, kinderärzte etc und niedergelassene spezialisten. Die vertrauen auch unserem Urteil und unserer Beobachtung, immerhin sind wir 24 stundne bei dem Kind, er sieht es 5 minuten, ohne die "Schwester" kämen die da auch nicht weit. Damit geben wir aber nicht an, es geht um das Beste was man für das Kind erreichen kann, seien es passende Hilfsmittel, passende Medikation oder anderes.

AaugQust>us


Ich bin nicht aus dem medizinischen Bereich ...

Aber mir ist das auch aufgefallen, dass einige Ärzte sehr viel Wert auf ihren Titel legen. Aber auch teils sind Arzthelferinnen "angepisst", wenn man den Herrn Doktor nicht auch Doktor nennt.

Das kenne ich aus anderen akademischen Bereichen, in denen nicht soviel Wert auf den Titel gelegt wird, nicht so.

Das scheint auch am Umfeld zu liegen. Akademiker, die in Industrie/Wirtschaft einsteigen, legen meist auch mehr Wert auf den Titel und damit angesprochen zu werden. Natürlich gibt es überall Ausnahmen, aber ich rede hier von einer dem Gefühl nach signifikanten Statistik.

Zum Thema: Pflegepersonal und Ärzte habe ich die folgende Meinung: Ein Arzt weiß genau was theoretisch passiert. Er kann sich auch Zusammenhänge reimen und auf ungewöhnliche Situationen reagieren, bzw. richtig kombinieren bei seltenen / komischen Sachen. Allerdings auf Grund seiner langen "Ausbildung" fehlt im die praktische Erfahrung.

Wie und warum man theoretisch einen Zugang legt ist ihm natürlich klar. Nur ist ihm da eine Pflegekraft die das praktische Ausführen gelernt und über Jahre geübt hat, voraus. Daher sollte man schon von diesen Erfahrungen profitieren! Das bedeutet aber nicht, dass die Pflegekraft sich was besseres einbilden sollte und meint dem Arzt auch in theoretischer Sicht überlegen zu sein.

Zum Thema OP: Das theoretishe Wissen und Verständnis zu haben, es dann aber mit Verantwortung(!) praktisch umzusetzen sind zwei Paar Schuhe. Alleine die Verantwortung wird bei den ersten Malen den Arzt ganz schön hemmen. Eine OP Schwester, die das 100mal beobachtet hat und nicht die Verantwortung trägt, meint natürlich das besser zu können. Würde sie aber alleine da stehen, sähe das ganz anders aus. :=o So ist das übrigens in vielen Fällen im Leben.

Wenn man nicht die Verantwortung trägt oder nicht alleine ist, fallen einem Dinge viel leichter!

Ich kenne das aber auch anders herum: Pikierte Ärzte, weil man selbst auf einen Titel oder Abschluss nicht soviel Wert legt und damit nicht angesprochen werden möchte ;-D

rwatlovs^eta/marxa


Ich geb mal meinen Senf dazu. Ich bin aus dem nicht-medizinischen Bereich.

Bei uns ist es im Unternehmen so, dass sich die Abteilungsleiter für etwas besseres halten und viele einen das auch spüren lassen. Das lustige ist, dass sie unstudiert sind während ich Akademikerin bin (aber zz in einer Position am Ende der Hierarchiekette arbeite). Aber das binde ich ja nicht jedem auf die Nase. Ich finde deren Arroganz einfach nur lustig, während meine unstudierte Kollegin schon daran zu knabbern hat.

E`hemalige6r Nut;zer (#325x731)


Aber mir ist das auch aufgefallen, dass einige Ärzte sehr viel Wert auf ihren Titel legen. Aber auch teils sind Arzthelferinnen "angepisst", wenn man den Herrn Doktor nicht auch Doktor nennt.

Das finde ich aber ihr gutes Recht, denn der Titel ist denen ja nicht zugeflogen und da haben sie hart für gearbeitet. Daher finde ich das legitim, zumal der Titel nun einmal zum Namen gehört

A>ugu|stus


Aber mir ist das auch aufgefallen, dass einige Ärzte sehr viel Wert auf ihren Titel legen. Aber auch teils sind Arzthelferinnen "angepisst", wenn man den Herrn Doktor nicht auch Doktor nennt.

Das finde ich aber ihr gutes Recht, denn der Titel ist denen ja nicht zugeflogen und da haben sie hart für gearbeitet. Daher finde ich das legitim, zumal der Titel nun einmal zum Namen gehört

Naja die Arztausbildung ist das Schwierigste, der Titel ist in der Medizin nicht sooviel mehr Arbeit! Ausserdem hat die Arzthelferin damit ja gar nichts zu tun, wenn der Arzt nicht einmal dabei ist.

Man sollte Respekt zeigen, aber vor der Person und den Fähigkeiten und nicht wegen eines Namenzusatzes ... Ich empfinde das als arrogant und erniedrigend gegenüber anderen Leuten, wenn ich die auf meinen weggelassenen Titel ansprechen würde.

K{MYood}y


Das finde ich aber ihr gutes Recht, denn der Titel ist denen ja nicht zugeflogen und da haben sie hart für gearbeitet. Daher finde ich das legitim, zumal der Titel nun einmal zum Namen gehört

Niemand hat, zumindest in Deutschland, einen Anspruch darauf mit seinem akademischen Grad angesprochen zu werden. Und nein, der Doktorgrad ist kein Teil des Namens.

[[http://www.zimmerling.de/veroeffentlichungen/volltext/doktoranrede.htm// Link]]

A{ugustxus


Die zwei // am Ende muss man wegmachen ;-).

Du kannst aber den Titel in den Ausweis / Pass eintragen lassen! Ein DoktorTITEL ist kein akademischer GRAD, also es ist ein Unterschied zu

Diplom/Master/Bachelor/Magister/...

Dennoch stimmt es, was du sagst. Man hat keinen Anspruch darauf, so genannt zu werden. Denn obwohl er im Ausweis stehen kann, ist es kein Namenszusatz.

KwMoodAy


Einfach die zwei // wegdenken. ;-) Ich bin verwirrt.

! Ein DoktorTITEL ist kein akademischer GRAD, also es ist ein Unterschied zu

Äh doch. Tatsächlich sogar der höchste akademische Grad.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Doktor#Doktorgrad/ Doktorgrad]]

A:uygustxus


Er ist aber als einziger ein Titel. Irgendwas war da auf jeden Fall, wodurch der eine besondere Rolle einnimmt |-o

Eigentlich sollte ich das wissen, aber wie ich schon sagte ich kümmere mich nicht so darum :-p

M~onxiM


Das finde ich aber ihr gutes Recht, denn der Titel ist denen ja nicht zugeflogen und da haben sie hart für gearbeitet.

Öhh, das wage ich bei den meisten Dr. med zu bezeichnen. Gut, das Medizinstudium ist nicht ohne-aber das ist Jura und Pharmazie zB auch nicht (Mediziner die mit Pharmazeuten in einer WG zusammengelebt haben, sehen ihr Studium auf einmal mit ganz anderen Augen ;-)).

Der Dr. med ist in Deutschland Makulatur-die wenigsten haben dafür wirklich hart gearbeitet, bei den meisten entspricht der Aufwand gerade mal einer Diplomarbeit. Von Wissenschaft und wissenschaftlicher Methodik haben dementsprechend auch nicht wirklich viele Ahnung. Genau aus dem Grund werden deutsche Dr. med.s im Ausland auch belächelt und bekommen dort keine wissenschaftlichen Stellen. Deswegen gibt es jetzt an vielen Unis der BRD auch das sogenannte MD/PhD Programm, in welchem die Ärzte dann auch einen "richtigen" wissenschaftlichen Doktortitel erwerben können. ;-)

MHonixM


@ Augustus:

Professor ist eine Amtsbezeichnung, also ein Amtstitel, damit ist er auch unabdingbarer Namenszusatz. Man hat also Anspruch auf die Anrede "Prof. X"

Der Doktortitel dagegen ist ein akademischer Grad und damit kein zwingender Namenszusatz.

Ich habe das auch lange verwechselt.

KRMoodxy


Nein, der Doktorgrad ist streng genommen kein Titel. Ebenso wenig wie "Professor".

M.onihM


Der "Professor" ist eine Amtsbezeichnung, und damit ein Titel, siehe dazu [[http://de.wikipedia.org/wiki/Titel]] und [[http://de.wikipedia.org/wiki/Professor#Gesetzlicher_Schutz]]

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