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Brauche dringend Hilfe zum Thema Palliativpflege

H"erbsts1onnenstraxhl hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

bin neu hier und erhoffe mir, hier vielleicht einen Rat von Betroffenen oder mit der Thematik Vertrauen zu bekommen.

Ich versuche mich kurz zu fassen, was schwer fällt.

Mein 87jähriger Großvater liegt seit 4 Wochen in einem Krankenhaus – Lungenkrebs Endstadium. :°( Wir alles wissen, dass er bald den Kampf verlieren wird. Jetzt muss er verlegt werden, weil das Krankenhaus den Aufenthalt dort nicht mehr vertreten kann. Er soll in ein Hospiz oder auf eine Palliativstation. Ein Pflege zuhause ist nicht möglich, da er rund um die Uhr medizinisch versorgt werden muss. :°( Nun ist es aber so, dass erst in ca. 6 Wochen ein Platz in einem Hospiz frei wird. Jedoch plädieren die Ärzte im jetzigen KH darauf, dass er dringend verlegt werden muss. Gespräche mit einem Sozialdienst und jemandem aus der Palliativpflege brachten als Alternative nur das Pflegeheim mit Palliativstation oder ein KH mit einer entsprechenden Pflegestation. Jedoch müsste in diesem Fall meine Großmutter die gesamten Kosten übernehmen, was sie jedoch nicht kann.

Ist es tatsächlich so, dass meine Großmutter die Kosten tragen muss, damit mein Großvater ärztlich versorgt werden kann? Auch wenn sich diese Station in einem Krankenhaus befindet?

Die Situation ist schon traurig und verzweifelnd genug... Wir verlieren einen lieben Menschen und keiner kann einem richtig Auskunft geben. Hinzu kommt, dass mein Großvater schon immer Lungenkrank aufgrund seines früheren Berufes war und der Krebs ein Folge daraus sein könnte. Darauf bekommt er auch eine spezielle Rente. Müsste diese Berufsgenossenschaft sich nicht kümmern? Wir wissen keine Rat mehr und müssen ständig neue schnelle Entscheidungen treffen.

Gibt es vielleicht hier jemanden, der sich mit dieser Thematik auskennt und uns einen Tipp geben kann? Ich bin für jeden, auch noch so kleinen Rat, sehr dankbar. :°_

Liebe Grüße

Antworten
G=our5mevta


Wurde der Medizinische Dienst eingeschaltet? So wie du es beschreibst würde dein Opa bestimmt eine Pflegestufe bekommen und die Kosten würden dann nicht komplett an deiner Oma hängenbleiben.

R8obbDi84


Und jeh nach Pflegestufe kann deine Oma auch geld vom Sozialamt bekommen, wenn die das alleine nicht tragen kann. Ich weiß das von meiner Oma sie war ein Pflegefall und meine Mutter konnte für die kosten auch nicht aufkommen, und dann hat das Sozialamt das gemacht.

Aber auch müsste dein Opa am besten in ein KH. Ich bin selbst Pflegekraft zwar noch in der Ausbildung aber mein Mann ist eine Exe. Und ich bekomme das Ständig mit er Arbeitet im Pflegeheim, und mir wachsen jedes mal Grauen haare darüber, was da so ist mit dennen die so kurz vorm Ende stehen, wie die mit dennen um gehen und sowas, was ihr als aussenstehende gar net mit bekommt. Zu dem die i Pflegeheim auch nicht jedes Medikament geben dürfen und dafür der Arzt wieder kommen muss.

Ich an euer Stelle würde ihn wirklich ins KH geben ich denke das ist er besser aufgehoben. Und wegen dem Finanziellen müßt ihr euch wirklich ans Sozialamt wenden die können euch da weiter helfen, sobald dein Opa eine Pflegestufe hat, und ich denke bei der VOrgeschiche wird es mind 2 oder 3 sein.

LG

Ejhema$liger NYutzer (B#3939x10)


Inwiefern muss er rund um die Uhr medizinisch versorgt werden? Ich kenne einige Schwerstkranke, die zu Hause gepflegt werden. Zusammen mit dem ambulanten Pflegedienst sollte das möglich sein. Sogar mit einem Heimbeatmungsgerät.

Miartiesnchen


devil, ich sehe das grundsätzlich genau so. Eigentlich geht das, und es ist für den Patienten sicher auch angenehmer. Wenn jedoch (was wir noch nicht wissen) der Großvater nur mit seiner Frau zusammenlebt, die dann höchstwahrscheinlich auch 80+ ist, stelle ich mir das Ganze schon schwieriger vor. In dem Stadium braucht der Patient ja leider schon oft Hilfe beim Aufrichten, Aufstehen, Gehen etc. (oft reichen Gehhilfen überhaupt nicht mehr – zu wenig Muskeln). Wenn dann zB nachts irgendetwas ist, kann die Großmutter das in ihrem Alter sicher kaum alleine wuppen.

GoourEmxeta


In dem Stadium braucht der Patient ja leider schon oft Hilfe beim Aufrichten, Aufstehen, Gehen etc. (oft reichen Gehhilfen überhaupt nicht mehr – zu wenig Muskeln). Wenn dann zB nachts irgendetwas ist, kann die Großmutter das in ihrem Alter sicher kaum alleine wuppen.

Bei einem Lungen-Ca im Endstadium in dem Alter wird er selbst das nicht mehr können und bettlägerig sein. Da ist die gleichaltrige (?) Ehefrau wohl überfordert.

H'erhbstson{nenstTrahl


@ Gourmeta:

Ja, der med. Dienst ist schon lange eingeschaltet worde. Mein Opa war vor einigen Wochen mal ein paar Tage zuhause (als er noch stabil war ) und damals waren die da und haben alles in die Wege geleitet. Bis er damals ins KH kam, war er bereits Pflegestufe I ... aber in der Zwischenzeit hat sich ja alles dramatisch verschlechtert.

@ Robbie:

Das mit dem Sozialamt wurde uns gestern auch mitgeteilt. Jedoch wissen nicht, ob meine Oma auch die Kosten tragen muss, wenn er nun in ein anderes Krankenhaus mit Palliativstation verlegt wird? :°( Mein Opa ist, wenn er zu sich kommt, bei klarem Bewusstsein und er will nicht in ein Pflegeheim. Er will kein neues Zuhause. :°( Er sagt (soweit man ihn noch verstehen kann), er muss in ein anderes Krankenhaus. Mein Opas einzigster Wunsch war es niemals in ein Altenheim oder Pflegeheim zu müssen. Wir denken alle, dass er einem KRankenhaus auch am besten versorgt werden kann.

@ devil:

Ja, wir haben auch die Möglichkeit lange in Betracht gezogen in zuhause zu pflegen. Jedoch ist das mittlerweile nicht möglich. Meine Großmutter, selbst 85 und krank, ist zum einen nicht in der Lage und zum anderen sagen die Ärzte dass es praktisch nicht möglich ist. Er "erstickt" mehrmals am Tag und in der Nacht, so dass er sofort ärtzlich versorgt werden muss. Er bekommt Bluttransfusionen etc. und ist ans sämtliche Geräte angeschlossen. Der Arzt meinte, im Notfall sind 10 min zulange, dann wäre er erstickt. :°( Natürlich wäre es das schönste wenn er zuhause sein könnte...

@ Martinchen:

Genau so ist es. Er lebt mit meiner Oma zusammen, die selbst zu gebrechlich. Wir – die anderen müssen wohl oder übel arbeiten gehen – so schwer uns das auch fällt.

Er kann sich nicht mehr aufrichten. Kann manchmal nichtmal die Augen öffnen. Essen und Trinken geht gar nicht mehr – schon seit Wochen nicht. Er braucht rund um die Uhr Sauerstoff. Er kann nichts mehr Greifen und auch wenn man denkt, jetzt kann es nicht mehr schlimmer werden... es wirds trotzdem.

Ich weiß mir keinen Rat mehr.... Jeder Verein, Dienst etc. verweist an an jemand anderen. Dabei scheint mir dass der ganze Verwaltungskram im Vordergrund steht und die eigentliche Trauer die man empfindet echt in den Hintergrund gestellt wird.

Danke Euch allen für die lieben Antworten.

fvet7tna'ep9fcAhenhuepfxer


Er bekommt Bluttransfusionen etc. und ist ans sämtliche Geräte angeschlossen.

Dir ist schon bewusst, dass es das auf einer Palliativstation nicht mehr gibt?

Er bekommt vielleicht noch Sauerstoff zur Unterstützung, wenn es unbedingt sein muss. Sonst arbeiten die dort gegen die Schmerzen, Übelkeit, etc.

Alles, was das Leben und in diesem Fall Leiden verlängert, wird dort weggelassen.

Bei meinem Opa hat die Krankenkasse übrigens die Zeit auf der Palliativ bezahlt..

Guourmxeta


Habt Ihr auch mal bei der Krankenkasse nachgefragt? Es gibt auch so etwas wie eine "soziale Indikation" für einen Krankenhausaufenthalt und ich denke, die ist bei Euch gegeben.

Ich weiß, es ist schwer zu der ganzen Sorge und dem Kummer, sich auch noch diese Sachen erkämpfen zu müssen.

RMobbix84


Da muss ich fettnaepfchenhuepfer recht geben. Auf der Palliativstation bzw Pflege, wird nur das "nötigste" gemacht. Der Patient bekommt Medikamente gegen die Schmerzen ggf auf Wunsch und wenn er kann noch was zu essen, wird etwas Frisch gemacht, ansonsten bekommt er nur noch flüßigkeit zufuhr. Das war es aber auch schon, alles was sein Leiden verlängert wird weggelassen. Er ist ja wenn er schon auf Palliativstation soll schon in dieser Sterbe Phase d.h lange wird es nicht mehr dauern. Patientin von uns war auch in der Phase sie hatte Atem Aussetzer von mehr als 10 sek., sie wurde auch nur noch Frisch gemacht, und hat Flüßigkeitzufuhr bekommen und Medikamente gegen die Starken Schmerzen.

Sterbende haben sehr oft sehr Starke Schmerzen wenn sie langsam anfangen den rücktritt an zu gehen.

Also KH bezahlt normalerweiße die Krankenkasse nur Pflegeheime müsst ihr bzw das Sozialamt dann tragen. Erkundige dich mal bei seiner Krankenkasse die haben doch so Telefonhotmail 24std am Tag.. einfach anrufen sitation erklären..

G$ourm"etxa


nur Pflegeheime müsst ihr bzw das Sozialamt dann tragen.

Pflegeversicherung?

H+erDbstsonenen4stxrahl


@ fettnäpfechenhuepfer:

Ja, das ist uns bewusst. :°( Bereits in der letztens Woche im jetzigen KH wurden keine Bluttransfusionen mehr gegeben.

@ Gourmeta & Robbi84:

Wir haben gleich nochmal ein Gespräch mit der Berufsgenossenschaft und der Knappschaft. Mal abwarten was dann passiert. Man ist selbst nur so "informationslos", weil man ja früher nie damit gerechnet hat. Es ging ihm bis zum noch "einigermaßen" gut und er wollte nie zum Arzt, ist sogar noch Auto gefahren etc. Daher kam das alles so plötzlich.

@ Gourmet:

soweit ich das heute erklärt bekommen habe, zahlt die Hälfte die Pflegeversicherung und die andere Hälfte der Patient bzw. Anghöriger. Muss mich da aber gleich noch richtig schlau machen.

Nochmals ganz ganz lieben Dank Euch allen!

R_obbxi84


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