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Chronisch krank?

MOart"inBarmosixg hat die Diskussion gestartet


Ich bin empfänger von Sozialleistungen.

Habe eine zuzahlungsgrenze von ca. 85 € jährl.

Ich bin wegen Hypertonie in Behandlng und muss regelmässig seit jahren Medikamente nehmen.Ich muss mindestens alle 2 Monate zum Arzt, um ein neues Rezept für Tabletten zu bekommen.

Gilt sowas als chronisch krank, so dass sich die zuzahlung halbieren würde?

Antworten
Sfunfl0ower_7x3


Die Definition von chronisch krank ist:

Innerhalb der letzten 12 Monate JEDES Quartal beim Arzt gewesen wg. der Erkrankung. Drohende Verschlechterung OHNE die ärztliche Behandlung.

Könnte bei Dir also passen. Hol' Dir das Formular von Deiner Krankenkasse und leg' es Deinem Arzt vor. Wenn ER es unterschreibt, hast Du es durch. Allerdings nur für das jeweilige Jahr.

tqhe s`hadowxgirl


Ich werfe auch mal eine Frage ein:

Wenn mein Freund also jedes Quartal wegen Bluthochdruck und Schilddrüsenunterfunktion zum Doc muss (Untersuchung und/oder Rezepte besorgen), dann gilt dies als chronisch krank?

Und wenn das alles erst im Juli festgestellt wurde, greift das aber auch erst im nächsten Juli? Also nach 12 Monaten?

BgirkteKnbjlBatt1x0


Bluthochdruck zählt nicht als chronische Erkrankung, wohl aber eine Schilddrüsenunterfunktion. Die KK kann auch für dieses Jahr nachträglich abrechnen, wenn du einen Einkommensnachweis, die Belege für die Einzahlung der Praxisgebühr der 4 Quartale, plus Zahnarzt, und eine Liste mit der Aufstellung aller rezeptpflichtigen Medikamente (wenn du immer bei einer Apotheke bist, kriegst du die dort ausgedruckt) einreichst, auf die du zuzahlen musst.

Was ist mit der Zuzahlungsgrenze gemeint?

M!arryP?o\ppixns


Was ist mit der Zuzahlungsgrenze gemeint?

Jeder hat eine Zuzahlungsgrenze. Das sind 2% von Einkommen, bei chronisch kranken 1%

Bekommt jemand Hartz4 liegt die Grenze bei 86,16 Euro, bei chronisch Kranken bei 43,08 Euro.

[[http://www.finanztip.de/web/abc-der-krankenkassen/zuzahlungsbefreiung.htm]]

oUthemllo


@ Birkenblatt 10

Bluthochdruck zählt bei mir sehr wohl zu den chron. Erkrankungen – genau wie sunflower_73 geschrieben hat, das ist die offizielle Definition.

F\lu*chtgexdanke


Müssen das eigentlich ärztliche Kontrollen sein oder reichen regelmäßig abzuholende Medikamente (2x im Quartal)?

oLthexllo


Also im Prinzip reichen

regelmäßig abzuholende Medikamente (2x im Quartal

ohne direkten Arzt-Kontakt; leider wird aber jeder doc -aus Abrechnungsgründen – solch einen Patienten aber auch wenigstens 2x pro Quartal persönlich sehen wollen – sonst kann er kaum etwas abrechnen, wichtig ist für ihn der Ordi-Komplex (Erstkontakt) und der Chroniker-Komplex (Zweiter Kontakt pro Quartal), bei einer oder gar mehreren weiteren Arzt-Patientkontakten verdient er nichts mehr zusätzlich.

B{irkEenblattx10


Bekommt jemand Hartz4 liegt die Grenze bei 86,16 Euro, bei chronisch Kranken bei 43,08 Euro.

Das heißt ja, dass alles, was der Patient über die genannten Beträge hinaus jährlich ausgibt, von der KK zurückerstattet wird. Da bleibt dann aber z.B. bei 86,16 Euro nicht mehr viel übrig, wenn man bedenkt, dass dann schon 40 oder 50 Euro für die Praxisgebühr weg sind, und wenn man dann noch pro Jahr Gebühren für 7 rezeptpflichtige Medikamente zahlen musste, kriegt man nichts mehr wieder.

Da kann man froh sein, wenn man ein geringeres Einkommen hat, und nachweislich chronisch krank ist.

Sdunfl(ower_J7x3


Soweit ich mich erinnere, ist auf den Antragsfomularen anzugeben, dass regelmäßige "ärztliche Behandlung" erforderlich sein muss, ohne die eine "Verschlechterung der Lebensqualität" droht. Das jetzt für den Fall, dass nicht sowas wie eine regelmäßige Dialyse o.ä. durchgeführt werden muss.

Hängt also in der ersten Instanz vom Arzt ab und wie er es bewertet. Und dann, ob die Krankenkasse es akzeptiert. Versuchen kann man es auf jeden Fall mal.

a0uVgek9nie


bei mir haben Akne und Knieprobleme (Lateralisation, die von manchen Ärzten schon als Sublux eingestuft wird) ausgereicht für chronisch krank (war damit aber auch jedes Quartal beim Arzt). SD-UF lag beim letzten Antrag noch nicht vor.

als Antrag einreichen und gucken was passiert. Mehr als ablehnen können die nicht.

chronisch Kranke scheinen jetzt lukrativer zu sein. Bescheinigung gilt jetzt für 4 Kalenderjahre. Vorher 1-2.

B8irken%blatYt1x0


Soweit ich mich erinnere, ist auf den Antragsfomularen anzugeben, dass regelmäßige "ärztliche Behandlung" erforderlich sein muss, ohne die eine "Verschlechterung der Lebensqualität" droht.

Naja, man muss regelmäßig zu den Kontrollen gehen, um die Rezepte zu bekommen. Dann ist man doch regelmäßig in Behandlung.

Hängt also in der ersten Instanz vom Arzt ab und wie er es bewertet. Und dann, ob die Krankenkasse es akzeptiert. Versuchen kann man es auf jeden Fall mal.

Das hat der Arzt doch gar nicht zu entscheiden! Die KK ist gesetzlich verpflichtet, dem Kunden alle Zuzahlungen für Medikamente und die Praxisgebühren zurückzuerstatten! Wenn ich das Geld nicht zurückerstattet kriege, (das wären bei mir immerhin 44 Euro), dann werde ich nächstes Jahr keine Medikamente mehr nehmen, und brauche dann ja auch nicht mehr zu den Kontrollen. Die Konsequenzen sind mir egal! Aber ich kann das nicht mehr bezahlen, und wenn Arztbesuche und Medikamente nicht mehr bezahlbar sind, dann muss man eben darauf verzichten.

Ich frage mich immer wieder, ob man als Mensch eigentlich noch Rechte hat.

aIugeaknixe


@ Birkenblatt

wenn Deine persönliche ZUzahlungsgrenze erreicht ist, kannst Du einen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung stellen und alle Zuzahlunsgbelege (mit Deinem Namne drauf) einreichen.

das geht auch nachträglich.

habe in einem Jahr den Antrag auf Zuzahlungsbefreiung für den Rest des Jahres beantragt nach dem ich meine 2% Grenze erreicht hatte (ging sehr schnell, war so April/Mai und ich hoffe auf Besserung).

Im jahr danach hatte ich wieder schnell die Belastunsggrenze (2%) erreicht und habe dann den Antrag auf "chronisch krank" gestellt, da ich schon die 2 Kalenderjahre zuvor jedes Quartal beim Arzt war. Antrag wurde statt gegeben und ich bekam sogar fürs Jahr zuvor eine Minderung von 2% auf 1%.

Aber ohne Antrag bekommst Du nix zurück.

Enweder du sammelst bis zum Ende des Jahres alle Zuzahlunsgbelege (darauf achten das Zuzahlung und der Name drauf steht) und reichste sie dann ein, wenn Du Deine Belastungsgrenze erreicht hast

oder

Du reichst sie dann ein, wenn Deine Belastunsggrenze erreicht hast und wirst für den rest des Jahres von der Zuzahlung befreit.

Es ist auch kein Problem, wenn sich noch was tut beim Einkommen (z.B. Weihnachtsgeld steht noch nicht fest), dann teilst Du das halt mit und Deine Belastungsgrenze wird korrigiert.

B'irken`bl&attx10


Das habe ich auch so vor. Ich war bereits bei meiner KK und habe mich dort diesbzgl. erkundigt, und der Sachbearbeiter meinte, dass ich erstmal für dieses Jahr (2011) "aufräumen" sollte, und alle Belege der Praxiseinzahlungen (von 4 Quartalen) und der Zuzahlungen für Medikamente einreichen sollte, plus einen Einkommensnachweis.

Da ich nicht mehr alle Belege hatte, bin ich letzte Woche von Praxis zu Praxis gestiefelt, um mir die nachträglich ausdrucken zu lassen. War teilweise nicht ganz einfach, weil ich in jedem Quartal bei einem anderen Arzt eingezahlt habe (plus Zahnarzt), und die das jeweils am PC zurückverfolgen mussten, weil wohl eine Menge abgerechnet worden ist...

Jedenfalls habe ich jetzt alle Belege zusammen, plus die Medikamentenliste aus der Apotheke, und Einkommensnachweis. Ich reiche das nächste Woche ein, und hoffe inständig, dass das anerkannt wird!

Es ist auch kein Problem, wenn sich noch was tut beim Einkommen (z.B. Weihnachtsgeld steht noch nicht fest),

Wenn ich zu Weihnachten Geld kriege, ist das doch ein persönliches Geschenk von meinen Verwandten, genauso, als ob ich Gegenstände bekommen würde, die den Wert haben. Das kann man doch nicht als Weihnachtsgeld, wie man es von seiner Arbeitsstelle bekommt, anrechnen! Auch, wenn es von der Verwandtschaft direkt auf mein Konto gezahlt wird.

und habe dann den Antrag auf "chronisch krank" gestellt, da ich schon die 2 Kalenderjahre zuvor jedes Quartal beim Arzt war.

Das man chronisch krank ist, muss man aber nachweisen, sonst kommt man nicht auf 1 Prozent. Man ist doch nicht automatisch chronisch krank, weil man jedes Quartal beim Arzt gewesen ist. Das muss doch eine anerkannte chronische Erkrankung sein. Wird eine Psychotherapie als solche angesehen...?

Jedenfalls will ich mein Geld zurück, weil ich sowieso schon so viele Ausgaben für Medis und Mittel hatte, die nicht verschreibungspflichtig sind. In diesem Jahr war es besonders viel!

oYt.hellxo


Das muss doch eine anerkannte chronische Erkrankung sein. Wird eine Psychotherapie als solche angesehen...?

Sicher ist eine Erkrankung, die mit einer Psychotherapie zu behandeln ist, erst mal als chronisch einzustufen.

Das heißt ja andereits nicht, dass mann lebenslang zum Psychotherapeuten gehen muss.

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