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Nur ein kranker Patient ist ein guter Patient

o%theEllo


Klasse Spruch!

S;unLflSowfer_7x3


Man sollte sich vielleicht vor Augen führen, dass CHRONISCHE Erkrankungen trotz aller ärztlichen Bemühungen eben dies sind: eine chronische, immer existente und bleibende, in der Ausprägung ggf. schwankende Krankheit. Die gemanagt, aber nicht geheilt werden kann.

Fakt ist auch, dass allgemein die Versorgung chronischer SCHMERZpatienten als unzureichend gilt.

Wenn man unzufrieden ist, steht es einem zudem frei, den Arzt zu wechseln. Ich bin etliche Orthopäden durch, bis ich als perfekten, fachlich kompetenten, menschlich netten und mich ernst nehmenden sowie medizinisch bemühten Arzt einen Chirurgen gefunden habe. Meine Ma hat im Rahmen ihrer Krebserkrankung ihrem Hausarzt nach 20 Jahren den Rücken gekehrt, weil sie nicht mehr zufrieden war mit der Versorgung.

E'hem.alig!erQ NutIzer _(#325x731)


Ich behaupte ja das in dem Moment wo man als chronisch kranker Patient gilt bzw. eine Krankheit hat die unbequem ist. weil sie intensive Behandlung bedeutet oftmals erst sieht wie gut der eigene Arzt ist. Also nicht nur fachlich sondern auch menschlich ...

7.7ergxreis


ach die armen Ärzte

es gibt solche und solche wie bein normalen Menschen *:)

a6ggnexs


@ TE:

was ist Deine chronische Krankheit?

F(rankR200x6


Und bei einem Kassenpatieten bekommt der Arzt pro Quartal (!) von der Kasse 40.-

Ich habe davon wenig Ahnung, aber verstehe ich das richtig, dass ein Arzt pro Patient 40 Euro im Quartal bekommt, also wirklich nur 40 Euro? Ich meine, die rechnen doch nach GoÄ ab, nach den einzelnen Behandlungspunkten, und da kommt weit weit mehr als 40 Euro allein schon bei einer Behandlung heraus. Kurzum, dann würden Ärzte ja bei einem Kassenpatienten ja schon Unsummen draufzahlen, wenn er nur einmal im Quartal vorbeikäme. Das kann ich mir so rein gar nicht vorstellen. ":/

By the way: Ich finde die Zitierfunktion nicht. :°(

F ranYk20006


Argh...Berichtigung...die Textstrichel waren die Zitatoption... |-o

l1eana-TBurgfexst


Ganz ehrlich, ich bin froh darum, dass wir Ärzte haben.... die mir jedes Quartal mein Kärtchen und meine 10€ nehmen und mir helfen ":/ Dass ich ohne zu Meckern oder schlecht behandelt zu werden, jedes Qartal meine Rezepte bekomme und nach dem 10. Besuch ( in einem Qartal) immer noch freundlich begrüßt, ernst genommen und gut behandelt werde.

Wenn man eben chronisch krank ist, dann muss man eben ständig zum Arzt, so ist das eben. Aber ich finde es schon fast unfair zu sagen, nur ein kranker Patient ist ein guter Patient. Kein Arzt und kein Patient such sich aus krank zu sein. ":/

m4ooUnnixght


Ich meine, die rechnen doch nach GoÄ ab, nach den einzelnen Behandlungspunkten, und da kommt weit weit mehr als 40 Euro allein schon bei einer Behandlung heraus.

Falsch.Der TE ist gesetzlich versichert. Da wird nicht nach GOÄ sondern nach EBM abgerechnet. GOÄ ist nur für Private. Und Bei den gesetzl. Versichterten ist es komplizierter zum abrechnen. Denn manche Ziffern darf man nicht doppelt abrechnen, manche nicht zusammen und und und. Und beim EBM sind es wirklich ... kaum der Rede wert was man da verdienen kann.

A%nn}aHy'men


Und wenn das ehrlich gemeint war? ":/

R<ut


Wenn ein Arzt pro Quartal nur 40, – € pro Kassenpatient bekommt, woher kommen dann die Unsummen, die jährlich von Krankenkassen als Ausgaben für Ärzte angegeben werden? Krankenhausaufenthalte und Medikamente werden ja extra aufgelistet.

Und wie kommen Ärzte auf die durchschnittlichen Verdienste vor Steuern, die durch die Presse geistern?

Die Fragen interessieren mich schon sehr lange, will deswegen mal meine Krankenkasse um Aufklärung bitten.

S[un#flowWer_73


@ Rut:

Weil letztlich extrem viele Patienten durchgeschleust werden. Eine gut gehende Hausarztpraxis hat Hunderte von Patienten...

Ein Bekannter von mir ist Allgemeinmediziner mit eigener Praxis in einer Kleinstadt (= Region, wo keiner gerne hinwill). Er kann sich eine Angestellte leisten, seine Frau arbeitet (als gelernte Krankenschwester) umsonst mit. Er verdient nicht schlecht – aber nach der ganze Absicherung (Krankenversicherung, Rentenversicherung,...) bleibt zwar ein gutes Gehalt über, aber auch keine Reichtümer. Wenn man dann die Stunden gegenrechnet (i.d.R. 12-Stunden-Tage oder mehr, da er auch Hausbesuche macht), ist es nicht viel. Er liebt aber die Freiheiten, die er in seiner Praxis hat – und die er in einem Klinikjob nicht hätte.

Und was das Arzteinkommen angeht:

Hausärzte und Psychiater stehen ganz unten. Da lacht sich jeder Radiologe schlapp, wenn er das Einkommen sieht. Es gibt halt auch bei Ärzten deutliche Einkommensunterschiede. Man sollte daher nicht pauschalisieren.

S4unflPower{_73


Ein weiteres Problem ist auch, dass der Arzt NIE weiß, was best. Leistungen wert sind. Bei GKV-Patienten haben best. Leistungen (der Arzt bekommt natürlich für best. Untersuchungen weitere Honorare) einen festen Punktwert (EBM). Was ein Punkt in Geld wert ist, schwankt aber. D.h. man weiß erst 6 Monate später, wie viel eine Leistung wert war und was man an Geld bekommt.

Obendrein gibt es eine Obergrenze, d.h. ein Arzt kann nicht unbegrenzt Punkte erbringen. Erbringt er zu viel, bekommt er dafür kein Geld mehr. Und de rPunktwert schwankt in den verschiedenen Bundesländern.Interessante Links:

[[http://www.doris-marquardt.de/THEMEN/PM_arztabrechnung.html]]

[[http://www.bdi.de/allgemeine-infos/aktuelle-meldungen/ansicht/browse/8/article/finanzierung-und-verguetung-im-mvz/135.html]] (da ist eine Tabelle mit Fixhonoraren pro Jahr, da sieht man schon die Unterschiede).

Enhe,maliQger Nu:tze(r (#325^731x)


Ich meine, die rechnen doch nach GoÄ ab

Wenn du Privatpatient bist ja, sonst nein!

Wenn ich sehe was auf den Rechnungen bei mir so alles aufgelistet ist, ist es kein Wunder das Herr Doktor die Privatpatienten mag. Andererseits: ohne die Privaten könnten wohl viele Praxen heute dich machen

S)ch6neFehexxe


Der Chirurg bei dem ich manchmal bin wenn ich einen Unfall/Verletzung hatte, hat mir erzählt, dass er pro Patient 20€ bekommt und er deshalb darauf angewiesen ist, dass er Patienten bevorzugt behandelt (orthopädische Sachen müssen länger auf einen Termin warten), die evtl. eine OP benötigen (nur damit wird Geld verdient um die Praxis am laufen zu halten)..... kein Wunder bei unserem Gesundheitssystem %-| .

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