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Nur ein kranker Patient ist ein guter Patient

SfunfSlowerX_7x3


Privatpatienten sind wichtige Einkommensquellen... aber machen eben auch nicht den Großteil der Patienten aus.

Aus der Anzahl der Privatpatienten resultiert auch das Einkommensgefälle:

In Regionen mit wenig Privatversicherten (= "soziale Brennpunkte" in Großstädten, strukturschwache ländliche Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern) verdienen Ärzte daher deutlich weniger als in noblen Vierteln von Großstädten. Mal etwas verallgemeinernd dargestellt.

Es gibt einfach nicht pauschal das "tolle Arztgehalt"! Deswegen gehen einigen Regionen auch zunehmend die Allgemeinmediziner aus.

Eahemalig#er Nuetzer (k#325731)


Das stimmt, daher buhlen die Praxen ja auch regelrecht um die Privatpatienten: getrennte Wartezimmer, Privatpraxen und sonstige Nettigkeiten.

Sehe ich beim Orthopäden ja. Aber es gibt ja heute kaum noch Praxen die das nicht machen ...und sei es über die ganz billige Schiene "in 6 Wochen haben wir einen Termin! Ach sie sind Privatpatient?? Morgen habe ich da noch was!"

Einerseits freue ich mich dann ja, andererseits ist mir die Sonderbehandlung peinlich. Ich will nicht anders behandelt werden als andere Patienten ....

S!ucnflofwer_:7x3


Hmm... bei meien (zahlreichen ]:D ) Ärzten hat niemand gesonderte Wartezimmer etc. Und ich bekomme überall auch in angemessener Zeit Termine und erlebe zu 99% bei neuen Ärzten erst NACH Terminvereinbarung die Frage, wie ich denn versichert sei. Ist meinem Erleben nach oft eher abhängig von zeitlicher Flexibilität als von Versicherungsstatus.

Bei meinem Chirurgen erlebe ich immer wieder genervte Privatpatienten, weil er die Leute in der Reihenfolge abarbeitet, wie sie Termine hatten. Wenn's dnan im OP länger gedauert hat und Notfälle zwischenkommen, sitzen die genauso lange. ]:D

Privatpraxen:

Wenn man keinen Kassensitz bekommt, unbedingt in einer best. Stadt bleiben will, diese eine entsprechende Klientel hat: Warum nicht? Ich erlebe es im Bekanntenkreis eher selten (gibt's aber auch) als "snobistische" Sichtweise, sondern Entscheidung aufgr. mangelnder freier/bezahlbarer Kassensitze. Je nach Region und Fachgebiet kämpfen diese Praxen teilweise ganz schön. Hohe Kosten, weil der schöne Schein ja stimmen muss. Wenn dann die Patientenzahlen nicht stimmen...

EOhemal;iger* Nu;tzer (#32"5731)


Ich habe das hier in der Gegend schon häufiger gesehen das Wartezimmer getrennt werden und meine beiden Orthopäden trennen das ja auch. Mein Rücken Doc hat nur eine Privatpraxis, behandelt GKV Patienten nur stationär und mein Kniedoc hat ja die reguläre Praxis, die versuchen aber die Privaten aus der normalen Sprechstunde rauszuhalten und in der Privatpraxis zu behandeln (von meinem Rückendoc). Ist halt ein Gebäude ...

Und der Ortho wo ich früher war hatte auch getrennte Wartezimmer, den Sinn habe ich allerdings nie verstanden ...

Ich weiß nicht wie schnell ich einen Termin bekommen würde, war ja nur in der Ausbildung geseztlich versichert, kann dazu also nichts sagen. Aber gerade auch die MRT Praxis fragt immer nach Versicherung und hat extra Termine für PKV Patienten.

S chn+eehexxe


Aber gerade auch die MRT Praxis fragt immer nach Versicherung und hat extra Termine für PKV Patienten.

Das Zauberwort ist auch hier wieder Budget, da Untersuchungen (z.B. MRT) bei Privatpatienten das Budget nicht belasten können hier unbegrenzt MRT's gemacht werden und deshalb halten sich die Praxen dafür immer Termine frei. Würdest du ohne Lohn arbeiten wollen?

E0hemaliger N{utzer (#e32573x1)


Würdest du ohne Lohn arbeiten wollen?

Hab ich das irgendwo geschrieben??

S4unflow)erv_73


Ich kann entweder auf einen Facharzt- oder MRT-Termin warten. Wenn es wirklich dringlich ist, ruft mein Arzt an und macht einen Termin. Da gibt's dann auch ein MRT innerhalb von 2-3 Tagen. Oder noch schneller. Alles schon gehabt.

Mein Chirurg hat auch zwei Wartezimmer. Wenn das 2. kleine voll ist weiß ich: Heute dauert's. Es ist nur ein Ausweichraum, wenn es wirklich voll ist.

Ganz ehrlich?

Ein Arzt, der wirklich ganz bewusst trennt, wäre bei mir vom ersten Gefühl her ein NoGo.

E9hemaligLer ENutze'r (#3=2x5731)


Hab ich persönlich kein Problem mit. Deshalb suche ich mir jetzt keinen anderen Orthopäden. Da sind mir andere Dinge wichtiger

S(chnee{hexxe


Chronisch Kranke sind auch für die Krankenkasse seit der Einführung des Gesundheitsfonds wichtig, denn .....

.... die Verteilung der Gelder auf die Kassen erfolgt nach folgendem Prinzip: Für jeden Versicherten erhalten die Krankenkassen einen Pauschalbetrag vom Bund. Dies geschieht unter Berücksichtigung eines sogenannten morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs, der Alter, Geschlecht und Krankheit der in einer jeweiligen Kasse Versicherten finanziell in Form von Abschlägen anrechnet. Krankenkassen mit vielen älteren oder kranken Mitgliedern erhalten so eine Entschädigung für die – im Vergleich zu anderen Kassen – erhöhten Kosten.

Quelle [[http://www.finanzcheck.de/gesetzliche-krankenversicherung/info/gesundheitsfonds/1260]]

S'unfClow;er_73


Naja, ich habe bei den sehr auf Privatpatienten bedachten Ärzten (v.a. Orthopäden) halt oft erleben müssen, dass ihre Behandlungsansätze auch eher... ähem... privatversichert orientiert sind. Außer IGeL-Vorschlägen oder Selbstzahler- Behandlung kam da nix. Mein Chirurg hat für mich als Kassenpatientin das Maximum ausgereizt und ich hab' ein gutes Niveau erreicht. Das hat so mancher Orthopäde nicht mal versucht. Einer sagte mir direkt mal: Das, was lt. Kasse gemacht werden kann, werde ich nicht mal versuchen, weil ich es für nicht ausreichend halte. Ähem. Ja nee klar.

Sowas ärgert mich. Klar gibt's als GKV-Patient die eine oder andere Begrenzung oder Sache, wo man selber zahlt. Aber die Behandlung von vornherein NUR außerhalb GKV-Leistungen zu planen: :(v

Und es waren bei mir immer die Ärzte, die in der Praxis, im Web o.ä. Privatversicherte sehr umwerben.

Ezhepmaligerl Nutzer T(#32x5731)


Naja, ich habe bei den sehr auf Privatpatienten bedachten Ärzten (v.a. Orthopäden) halt oft erleben müssen, dass ihre Behandlungsansätze auch eher... ähem... privatversichert orientiert sind

Kann ich bei meinem Orthopäden nicht behaupten, ich kenne auch einige GKV Versicherte die dort behandelt werden und die fühlen sich da nicht schlecht versorgt.

Mag aber mit Sicherheit solche und solche geben. Der Orthopäde wo ich früher war gehört allerdings in die Kategorie Privat hat Vorrang. Aber da wundert mich das auch nicht um ehrlich zu sein.

Ich denke das mein Knie Doc die Privatpraxis mitnutzt hat sich halt ergeben, weil die Privatpraxis halt existiert und die Sprechstunde unten auch ohne Private schon rappel voll ist.

Es gab ja auch Jahre da gab es die Privatpraxis noch nicht .....

Aber ansonsten kann ich nicht behaupten das es nur ums Geld verdienen bei mir geht ....weil da mit Sicherheit noch zich andere Dinge möglich wären die gut Geld bringen würden ...

SPchn$eehexxe


Das hat so mancher Orthopäde nicht mal versucht. Einer sagte mir direkt mal: Das, was lt. Kasse gemacht werden kann, werde ich nicht mal versuchen, weil ich es für nicht ausreichend halte. Ähem. Ja nee klar.

Mein Orthopäde hat mir kürzlich auch IGe-Leistungen für mein Knie angeboten:

- 3 Spritzen für 251,37€

- 9 x Kernspin-Resonanz-Therapie für 767, – €

Ich hab doch keine 1000€ übrig für Therapien, deren Nutzen nicht mal nachgewiesen ist. %-|

Aber damit können sich die Ärzte natürlich ihr Einkommen ordentlich aufbessern und müssen sich nicht mit den Kassen rumärgern.

SEunfloqwerF_7x3


@ Mellimaus:

Wenn's ein guter Orthopäde ist und die Entwicklung mit der Privatpraxis erst kam, ist's ja okay. Wer mir aber nach nicht mal 5 Minuten Untersuchung/Anamnese gleich vorbetet, dass er mir eh nicht helfen kann als Kassenpatient – das ist kein guter Ortho. ;-)

@ Schneehexe:

Naja, mein Chirurg hat auch schon mal an mir verdient durch Zusatzleistungen. Aber halt immer sehr klar gemacht, dass es Optionen wären. Kein Muss und auch kein Ende seiner Bemühungen, wenn ich es ablehne. Ebenso ist er mir aber auch entgegengekommen (neues Hyaluronsäure-Produkt zum Einkaufspreis statt knapp 300€).

Manches KANN halt helfen. Wenn man da Bedarf hat und das Geld investieren möchte: Warum nicht. Ätzend wird es m.M.n., wenn der Arzt dann NICHTS anderes vorschlägt, den Vorschlag nicht kritisch hinterfragt – und noch beleidigt ist. Ich konnte mir als Studentin und jetzt in Weiterbildung vieles effektiv halt nicht leisten. Wir haben trotzem deinen guten Weg gefunden.

SLun=flWo\wer_7x3


"einen" guten Weg gefunden und nicht "deinen" guten Weg gefunden.

E(hemalig]er N1utzerI (#325731x)


Wenn's ein guter Orthopäde ist und die Entwicklung mit der Privatpraxis erst kam, ist's ja okay. Wer mir aber nach nicht mal 5 Minuten Untersuchung/Anamnese gleich vorbetet, dass er mir eh nicht helfen kann als Kassenpatient – das ist kein guter Ortho

Nee als Patient bekommt man schon die Zeit die man braucht und wenn es mal ne halbe Stunde ist. Dadurch wartet man dann halt auch dementsprechend.


Man muss halt für sich abwägen welchen IGEL Leistungen man probieren möchte und welche nicht. Manche kann aber durchaus helfen, unabhängig davon ob es Studien belegen oder nicht. Aber dazu muss man es eben auch einmal probieren.

Meine ACP Spritzen sind auch eine IGEL Leistung die mir momentan die PKV zahlt. Wenn ich irgendwann nicht mehr privat versichert bin, und der Tag wird kommen, dann werde ich das Geld aber wohl selber berappen, weil es bislang das einzige ist was mir annähernd hilft meine Schmerzen in Schach zu halten. Auch wenn mir dann die 180€ pro Spritze weh tun werden. Aber dann lieber weniger im Geldbeutel als nicht oder nur schlecht laufen können

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