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Elektronische Gesundheitskarte Pflicht?

RJut


Ich habe aus einem Urlaubsfoto meine Kopf ausgeschnitten und an die TK per Mail gesandt.

Ich glaube gelesen zu haben, dass die auch die Kosten für ein Foto übernehmen.

Und wenn Daten zu einem späteren Zeitpunkt gespeichert werden, ist dies auch zur eigenen Sicherheit, wenn im Notfall schnell Vorerkrankungen und evtl. Medikamente bekannt sind.

T,ap;s


Dass meine persönlichen Daten gespeichert werden sollen, sehe ich auch eher kritisch...

Vom Bild abgesehen, werden vorerst wirklich nur dieselben Daten wie vorher gespeichert.

Wir haben von unserer KK vor einigen Wochen erst eine neue alte Karte bekommen, obwohl die schon längst neue ausgeben.

b!eet)leju,ice2x1


Jo eben weil viele Ärzte inklusive mein HA die neuen noch nicht einlesen kann... so ne Umstellung dauert eben teilweise jahre....

P~owe6rPuxffi


Perfekt, dann behalte ich solange auch meine alte Karte und gehöre dann eben auch zu diesen 30% :)z

Mein Frauenarzt meinte zu mir, dass er es überhaupt nicht einsieht, sich son neues Einlesegerät zu besorgen und deshalb so lange das alte verwenden will, bis es eben nicht mehr anders geht.

G l=itz~err~stWift


Mein Frauenarzt meinte zu mir, dass er es überhaupt nicht einsieht, sich son neues Einlesegerät zu besorgen und deshalb so lange das alte verwenden will, bis es eben nicht mehr anders geht.

Was aber eigentlich Unsinn ist. Die Kosten für die Lesegeräte trägt nicht der Arzt sondern die Kassenärztliche Vereinigung.

7b7ergnreis


Hab auch eine neue Karte nur:

Wozu bitte ein Foto wenn man beim bezahlen mit EC Karte noch nichtmal die Unterschrift vergleicht?

P0aulixne11


Ich bin eigentlich ein sehr kritischer Mensch, was das Thema angeht. Aber bei der Gesundheitskarte sehe ich das Problem weniger. Wo wird sie eingesetzt? Beim Arzt – wo nun wirklich persönlichste Daten vorliegen, nämlich unsere Krankengeschichte. Man nutzt sie für nichts anderes, nur Ärzte lesen die Daten ggf. ein. Wo ist da das Problem? Man sollte IMMER diverse Ärzte über die GESAMTE Krankengeschichte informieren, um angemessen behandelt zu werden und Komplikationen zu verhindern.

Nee. Das Foto finde ich okay, um Missbrauch zu vermeiden.

Aber vom Rest sind auch viele Ärzte nicht begeistert - ich erst recht nicht. Ich erzähle jedem Arzt, was eventuell relevant sein könnte. Meist auch etwas mehr, wenn mich einer auf meine sichtbare Behinderung anspricht, die in der Regel für sein Fachgebiet irrelevant ist.

Mein Hausarzt hatte auch einen Flyer runmliegen, u.a. mit Adressen von Webseiten, auf denen man gegen die Einführung protestieren konnte. Ich hab übrigens auch mal die Piratenpartei gewählt, ausschließlich, weil das die Einzigen waren, die sich gegen die Einführung aussprachen.

Die Crux ist, dass die Daten nicht auf der Karte gespeichert werden sollen, sondern Zugriff auf eine große ausgelagerte Daenbank verschaffen, in die alle Ärzte usw. reinschreiben und lesen können. Was geht es meinen Zahnarzt, den Apotheker oder meine Physiotherapeutin an, was ich vielleicht letztes Jahr der Frauenärztin erzählt habe?

Außerdem hab ich z.B. zweimal die Fehldiagnose "psychosomatisch" mit mir herumgeschleppt, bis sich mehr zufällig die wirkliche Ursache der Beschwerden herausstellte (einmal Hepatitis B, einmal heftige Verwachsungen im Bauch) . Niemand wird ín so einer Datenbank nachträglich korrigieren können. Ein neuer Doc guckt nach der Vorgeschichte rein,sieht den Quatsch und denkt erst mal: "aha...". Das Beispiel ist nur exemplarisch, schließlich wird niemand meine Uralt-Geschichten eintippen.

Außerdem stimmt auch so nicht alles, was Ärzte reinschreiben. Die schreiben schon mal "Verdacht auf...", auch wenn der Verdacht äußerst vage ist, um trotzdem eine Untersuchung zu rechtfertigen, die vielleicht primär du zu deiner eigenen Beruhigung unbedingt willst.

Außerdem wurde bis jetzt noch fast jede Datenbank geknackt, die für Hacker interessant war. Meinst du, die Gesundheitsbehörden können das besser sichern?

PoowerlPuffi


Was aber eigentlich Unsinn ist. Die Kosten für die Lesegeräte trägt nicht der Arzt sondern die Kassenärztliche Vereinigung.

Ihm geht es dabei auch nicht um die Kosten, sondern um das Prinzip und den Datenschutz :)z

Hab auch eine neue Karte nur:

Wozu bitte ein Foto wenn man beim bezahlen mit EC Karte noch nichtmal die Unterschrift vergleicht?

Dito! Auch Bilder nützen nichts, wenn sie nicht verglichen werden -und dies passiert nur in den seltensten Fällen.

Ich fände eine Reglung mit Karte und Personalausweis am stimmigsten. Das ist vllt ein unpassender Vergleich, aber ich hatte früher eine Jahresfahrkarte für die Bahn ohne Bild und jetzt meinen Studentenausweis mit Bild.

Das Zugpersonal hat ohne Bild definitiv stärker darauf geachtet, dass es sich auch wirkich um meine Karte handelt und ggf. nach dem Personausweis verlangt.

@ Pauline

Du hast es auf den Punkt gebracht, genau dies sind nämlich auch meine Bedenken.

:)D

767erugr:eixs


Fingerabdruck oder Iris.

Ich bin dafür das jeder Patient unterschreiben muss was gemacht wurde.

K@adh iUdxya


Du, der Arzt kann mir viel erzählen, was er gemacht hat. Wenn ich 3 Stunden beim Hausarzt warte und 2 x ins Labor soll und evt noch vor dem Arztgespräch essen geschickt werden, weiß ich nicht mehr im Einzelnen, was gemacht wurde – dass ich gepiekst wurde schon, aber wenn der Arzt mir was anderes erzählt als die Sprechstundenhilfe, woher soll ich das merken? Besonders wenn die Sprechstundenhilfe vereinfacht/verknappt erklärt und der Arzt das große Ganze inkl. Fachbegriffe...

K_adChidyxa


Der Hausarzt ist in ordnung aber ich hatte mal einen Arzt, der prinzipiell Rechnungen nach fast einem Jahr versendet hat, und Sachen drauf schrieb, die man vermutlich nicht gemacht hatte. Der Arzt kann mir Fachchinesisch um die Ohren hauen wie er will, wenn er es drauf anlegt, kann der mich schön verarschen...

... ich bin dagegen, zu unterschreiben, was gemacht wurde.

Nlannix77


Zum Thema Foto, ich hab ein 16 Jahre altes Passbild von mir hin geschickt. ]:D Tatsächlich hab ich mich nicht großartig verändert und das Foto da drauf ist ja eh so klein, das interssiert kein Mensch! ;-D

P{fiffWe-rlPing


Noch mal zum Thema Foto...ich konnte mein Bild bei meiner KK einfach online hochladen und hätte das auch für meine Verwandtschaft noch tun können. Das hat mich überhaupt nichts gekostet ud war eine Sache von 5 Minuten. Mittlerweile hab ich auch so eine Gesundheitskarte mit Foto, hab sie aber noch nicht gebraucht und sie liegt jetzt erstmal sinnlos im Regal herum.

Lfilxa


Als mir die neue Karte mit Foto von der Barmer/GEK Ende Januar zugeschickt wurde, wurde ich gleichzeitig aufgefordert, meine alte Karte einzuschicken oder bei meiner Zweigstelle abzugeben. Hab ich bisher nicht getan, und wenn ich hier lese, dass die neue in manchne Arztpraxen nicht gelesen werden kann, werde ich die alte wohl auch noch etwas behalten, zur Sicherheit, da ich demnächst ein Rezept und nächstes Quartal eine Überweisung brauche ...

Ich habe aber kein Problem mit der Einführung der Karte (kann das Missbrauchsargument schon verstehen; dadurch ist der Solidargemeinschaft in der Vergangenheit einiger Schaden entstanden). Außerdem sollte man mal bedenken, dass sie hilfreich sein kann, wenn man z. B. nach einem Unfall selbst keine Aukünfte geben kann und schnell Informationen gebraucht werden – z. B. über Erkrankungen, Allergien, Unverträglichkeiten ...

fKuVsslxi


Ein Kollege hat von mir ein Foto gemacht und ich habe die neue Karte online beantragt. Hat mich nichts gekostet. Ich warte noch auf die Karte.

Ich finde das mit dem Foto sehr sinnvoll und den Rest auch.

große ausgelagerte Daenbank verschaffen, in die alle Ärzte usw. reinschreiben und lesen können. Was geht es meinen Zahnarzt, den Apotheker oder meine Physiotherapeutin an, was ich vielleicht letztes Jahr der Frauenärztin erzählt habe?

Der Datenspeicher auf der Karte ist sehr gering. Daher können einige Daten auf einem Server gespeichert werden. Ein Teil der Daten sind auf der Karte, ein Teil auf dem Server. Es kann da auch nicht jeder alles lesen, weil Daten mit einem PIN gesichert werden, welcher nur der Patient kennt.

Außerdem hab ich z.B. zweimal die Fehldiagnose "psychosomatisch" mit mir herumgeschleppt,

Alle Daten auf der Karte und auf dem Server sind freiwillig. Alle Daten darf der Patient ein sehen und wenn er möchte, auch wieder löschen lassen.

Außerdem stimmt auch so nicht alles, was Ärzte reinschreiben. Die schreiben schon mal "Verdacht auf...", auch wenn der Verdacht äußerst vage ist, um trotzdem eine Untersuchung zu rechtfertigen, die vielleicht primär du zu deiner eigenen Beruhigung unbedingt willst.

"Verdacht auf" stimmt trotzdem, auch wenn der Verdacht nur wage ist. Es geht aber nicht darum eine Untersuchung zu rechtfertigen.

Man kann Diagnosen, Allergien, Medikation, ob man Organspender ist, ob eine Patientenverfügung vorhanden ist, wie man Angehörige im Notfall erreicht, Blutgruppe, usw. speichern lassen. Das finde ich sehr sinnvoll und werde ich auch machen lassen, sobald es möglich ist.

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