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Elektronische Gesundheitskarte Pflicht?

P!iraLtSenenxte


woher sollen wir denn wissen, was darauf gespeichert wird?

ich meine, einen Arztbrief können wir immer noch aufmachen und nachlesen, obwohl das einigen auch nicht so recht passt. ich mach das immer und kopiere mir meine sachen, ist mein gutes recht, finde ich, da es schließlich um mich geht.

aber lies mal deine karte aus! wie soll das denn gehen?

andererseits können so Stellen auf deine privatesten Gesundheitssachen zugreifen, ohne von dir autorisiert werden zu müssen, denen du vllt. nicht alles bis zum letzten auftischen möchtest. zb. einen Vaginalpilz möchte man nicht unbedingt auf den Schreibtischen des Arbeitsamtes ausgebreitet wissen.

ist bei denen aber so gang und gebe, dass man zwangsweise zu allem die Einwilligung geben muß – wenn die nun verlangen: karte her oder keine Leistung, sprich nix Miete, nix Krankenversicherung, nix zum Beißen, was willst dann machen?

man mußte auch bisher schon zu erwerbsfähigkeitsmindernden Erkrankungen alles offenlegen und sich amtsärztlich nackich machen, aber dass die dann ohne jedes Wissen und Einwilligung wirklich alles über einen wissen, auch Sachen die sehr privat sind und auch bleiben sollen müssten. das macht mir schon gewaltig Bauchweh.

inzwischen gehen bei uns gehäufte Anrufe ein, um die neue Karte durchzusetzen.

auch mit der Drohung mit dem Ablauf der bisherigen Karte und dass man dann im Notfall ohne dastehen würde. aber ist das wirklich rechtens? immerhin erfüllt man doch seine wichtigste Pflicht – zahlen! jeden monat pünktlich die Beiträge, was heißt, Vertrag erfüllt! und hat eigentlich somit ein Anrecht auf eine funktionierende Karte, auch ohne Bild und gläserne Patienten-Funktion. oder wo liege ich da falsch?

E;mma_9Peexl


andererseits können so Stellen auf deine privatesten Gesundheitssachen zugreifen, ohne von dir autorisiert werden zu müssen, denen du vllt. nicht alles bis zum letzten auftischen möchtest. zb. einen Vaginalpilz möchte man nicht unbedingt auf den Schreibtischen des Arbeitsamtes ausgebreitet wissen.

Welches Arbeitsamt hat denn ein Kartenlesegerät?

ist bei denen aber so gang und gebe, dass man zwangsweise zu allem die Einwilligung geben muß – wenn die nun verlangen: karte her oder keine Leistung, sprich nix Miete, nix Krankenversicherung, nix zum Beißen, was willst dann machen?

Dann könntest du genauso fragen, was denn wäre, wenn irgendeine offizielle Stelle als Voraussetzung für eine Leistung deine Zustimmung zur Entbindung deiner Ärzte von der Schweigepflicht fordern würde (ist bei bestimmten Versicherungen ja auch der Fall – und das lange, bevor es die Gesundheitskarte gab).

auch mit der Drohung mit dem Ablauf der bisherigen Karte und dass man dann im Notfall ohne dastehen würde. aber ist das wirklich rechtens? immerhin erfüllt man doch seine wichtigste Pflicht – zahlen! jeden monat pünktlich die Beiträge, was heißt, Vertrag erfüllt! und hat eigentlich somit ein Anrecht auf eine funktionierende Karte, auch ohne Bild und gläserne Patienten-Funktion. oder wo liege ich da falsch?

Nur weil du in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlst, heißt das ja nicht, dass du die Regeln aufstellst, unter denen du die Versicherung akzeptierst. Der nächste will gar keine Karte, der übernächste nur eine rote und wieder ein anderer möchte gern einen Fingerabdruck gespeichert haben. Wer soll denn da ein Anrecht auf was haben?


Ich finde diese Sorgen jedenfalls angesichts vieler anderer Datenerhebungen ziemlich paranoid und ich halte es für ziemlich weit hergeholt, dass irgendeine dahergelaufene Behörde (!!!) deine Daten einfach so auslesen kann. Wie gesagt, wenn sie wollten, könnten sie die Angaben ja auch ohne die Karte von dir verlangen. Dann müsstest du das eben schriftlich irgendwo angeben und die wahrheitsgemäße Angabe versichern.

P7aulione11


Die Behörden können die Daten nicht auslesen, aber irgendwann wird man zustimmen müssen, wenn z.B. der Medizinische Dienst von Arbeitsamt oder Arge darauf zugreifen will - Mitwirkungspflicht! (BTW: Betrifft mich nicht mehr, da unbefristet erwerbsunfähig).

Wie schon geschrieben, finde ich das Foto gut, den Rest nicht. Aber den Krankenkassen drohen Strafzahlungen, wenn sie die neuen Karten nicht schnell genug verbreiten, also tun sie es.

kann man da auch ein lustiges foto drauf machen? ich werd jedenfalls nicht extra eines vom fotografen machen lassen

Ich hätte Bedenken, nicht allzu ernst genommen zu werden, wenn ich jahrelang mit einem "lustigen" Foto bei allen Ärzten auftauche. Kosten müssen nicht entstehen. Ich hab ein Foto eingescannt, auf dem ich "neutral" mit drauf bin, passend ausgeschnitten und per Mail geschickt.

s&igniAferrx01


Wer diese Karte nicht will, der sollte umgehend widersprechen und die Annahme verweigern. Viele Ärzte lehnen diese ebenfalls ab. Auch ich habe vehement Einspruch erhoben und dieser wurde letztendlich dann auch von der KK akzeptiert. Man muß und darf sich nicht alles gefallen lassen! Wehret den Anfängen. >:(

Bis 2013 wird sowohl die eGK als auch die normale Versichertenkarte von jeder Arztpraxis akzeptiert.

Inzwischen wird der Widerstand gegen diesen Karten-Unfug immer größer.

Sowohl die freie Ärzteschaft, sowie inzwischen über 750 000 Bundesbürger unterstützen eine entsprechende Petition. :)^ Warten wirs einfach ab. ;-D

Lpieschexn49


Hey Leute *:) !

Wie sieht das nun eigentlich aus? Ich bin leider nicht ganz im Bilde |-o .

Ich bin gerade 18 geworden und auch mich will die Krankenkasse jetzt dazu bringen, die neue eGK zu beantragen – ich will aber nicht.

Wie setze ich das am Besten durch?

Und was blüht einem da schlimmstenfalls?

Wie gesagt, wenn sie wollten, könnten sie die Angaben ja auch ohne die Karte von dir verlangen. Dann müsstest du das eben schriftlich irgendwo angeben und die wahrheitsgemäße Angabe versichern.

In diesem Fall kann ich mich allerdings weigern :)z .

*:)

L=ileschzen49


Sowohl die freie Ärzteschaft, sowie inzwischen über 750 000 Bundesbürger unterstützen eine entsprechende Petition. Warten wirs einfach ab. ;-D

Bringt das jetzt noch was?

Ich hab auf jeden Fall vorhin gerade unterschrieben ;-D !

Wehret den Anfängen. >:(

:)^

dhob6y


Ich hatte der TK einen sehr freundlichen Brief geschrieben und ausführlich begründet warum ich die neue Karte nicht haben möchte. Meine bisherige Karte ist noch bis 2015 gültig und hatte der TK auch geschrieben, daß ich deshalb diese Karte noch solange einsetzen möchte, solange sie noch gültig ist und seitens der Ärzte akzeptiert wird.

Die TK schreibt mir jetzt:

[...]

Sobald die bisherige Krankenversichertenkarte für ungültig erklärt wird, kann ihr Arzt seine Leistungen nur noch über die elektronische Gesundheitskarte mit uns abrechnen. Ohne diese Karte kann es dazu kommen, dass der Arzt Ihnen die erbrachte Leistungen privat in Rechnung stellt. Dies möchten wir gern für Sie vermeiden und bitten Sie deshalb um ein Passbild. Vielen Dank.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aufgrund der eindeutigen Rechtslage (§ 291 Abs. 2 Satz 1 i.V. mit § 291a Abs. 2 Sozialgesetzbuch – Fünftes Buch) Ihrem Wunsch, weiterhin die bisherige Krankenversichertenkarte zu nutzen, leider nicht nachkommen können und deshalb Ihren Antrag ablehnen müssen.

[...]

Das Schreiben suggeriert, daß meine alte Karte ungültig sei, bzw. ich sie nicht weiter benutzen könne/dürfe. Starker Tobak, nicht?

Wie soll ich reagieren?

HOase#nrxeich


@ doby

Du hast PN - Wie Du reagieren sollst? - Gar nicht! - Denn Deine Karte IST bis 2015 gültig - schwieriger ist es für diejenigen (vor allem mit mehr Nervenkitzen verbunden :=o ) deren Karte in Kürze tatsächlich ausläuft. - Aber für Dich ändert sich in absehbarer Zeit gar nichts - einfach weiternutzen!

P9auIline1x1


Die Kassen MÜSSEN das umsetzen, ob es allen passt oder nicht, daher machen sie Druck. Im SGB V heißt es nämlich:

Bei Krankenkassen, die bis zum 31. Dezember 2012 nicht an mindestens 70 Prozent ihrer Versicherten elektronische Gesundheitskarten nach § 291a ausgegeben haben, dürfen sich die Verwaltungsausgaben im Jahr 2013 gegenüber dem Jahr 2012 nicht erhöhen. Absatz 4 Satz 4 Nummer 1 und Satz 5 sowie § 291a Absatz 7 Satz 7 gelten entsprechend. Für die Bestimmung des Versichertenanteils ist die Zahl der Versicherten am 1. Juli 2011 maßgeblich.

L^ieschDen4x9


Bei Krankenkassen, die bis zum 31. Dezember 2012 nicht an mindestens 70 Prozent ihrer Versicherten elektronische Gesundheitskarten nach § 291a ausgegeben haben,

Ergo kann ich doch zu den 30 % gehören, oder übersehe ich was ":/ ?

Gegen diesen ganzen Kack muss dann doch irgendwas unternehmen können!

Wie viel sollen wir uns denn noch gefallen lassen an Überwachung?

tkatua


Die 30 % sind aber wie ganz vorne beschrieben die Kinder unter einem gewissen Alter und Personen von denen kein Foto gemacht werden kann. ;-) Du wirst also schon eine neue Karte brauchen.

Glaub ich jetzt nicht.

Ich bin angeschrieben worden, dass ich die neue Karte beantragen soll und dass ich von der Bildpflicht befreit bin.

Habe dann die neue Karte ohne Bild bekommen. Auch die oben genannten Kreise bekommen die neue Karte, wennn sie in der "Lostrommel" landen.

Lviesc&hen4x9


Auch die oben genannten Kreise bekommen die neue Karte, wennn sie in der "Lostrommel" landen.

Was heißt das konkret?

U9sxi


Ich verstehe nicht, wozu man die Kasse anschreiben sollte. Entweder ein Gesetz ist in Kraft oder nicht. Persönliche Gründe und Vorlieben sind vielleicht gerechtfertigt, interessieren den Sachbearbeiter nur meist nicht und ändert auch nichts an wiederum seinen Pflichten.

Ich halte auch nichts davon und habe auf die Aufforderung nicht reagiert. Werde ich auch nicht tun, bis ich mit meiner alten Karte keine Behandlung mehr bekomme.

K3ad{hidyxa


Es bleibt aber fraglich, ob dieser Mehraufwand in angemessenem Maßstab zum Nutzen steht. Denn da die Speicherung der meisten wichtigen Daten (Notfalldaten, elektronische Fallakte, elektronische Patientenakte...) freiwillig sein soll, können Ärzte nicht davon ausgehen, vollständige Informationen zu erhalten.

Das ist eion Zitat von der Seite eines der beiden kritischen Links:

[[http://www.foebud.org/gesundheitskarte/copy_of_5-gegen-egk/]]

kann also keiner gegen meinen Willen etwas speichern, ne? ;-)

S?innPe5stätexr


Obwohl ich üblicherweise alles, was den gläsernen Menschen fördert ablehne – die EGK hätte eine Chance gehabt, ein richtig sinnvolles Werkzeug zu werden.

Speziell die E-Rezepte haben es mir angetan. Verknüpft mit einer zentralen Datenbank könnte so z.B. problemlos verhindert werden, daß Patienten per Rezept süchtig z.B. nach Benzodiazepinen o.ä. werden. Ärztehopper hätten keine Chance mehr.

Auch die elektronische Patientenakte hat Potential – ich fände es klasse, wenn ich zu einem mir fremden Arzt gehen könnte, und er könnte sich einlesend vorbereiten auf meinen Besuch, und ich muß nicht den ganzen Sermon nochmal erzählen, vergesse etwas Wichtiges, o.ä.. Das ist uninteressant bei einem gebrochenen Zeh, aber bei chronischen Krankheiten würde sich so m.M.n. die Qualität der Behandlung verbessern, weil dem Arzt einfach mehr und exaktere Informationen über den Werdegang der Krankheit vorliegen.

Leider war es scheinbar wichtiger, da Identitätsdaten und ein Foto draufzupacken %-| kann mir nicht vorstellen, daß mit den bisherigen Karten so viel Betrug geübt wurde, um diesen Quatsch zu rechtfertigen. Schade eigentlich.

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