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Termin in Schmerzklinik?

eRlecztri_cskAy hat die Diskussion gestartet


Hi an alle,

wollte mal fragen, ob sich jemand mit Schmerzkliniken auskennt.

Mich plagen seit ca. 3 Monate diffuse Schmerzen am ganzen Körper. Mal hier, mal da, eine Weile auch überall. Besonders betroffen davon sind die Musklen, Sehen und Gelenke. Habe auch eine Vorgeschichte mit Krebs. 2009 (mit 27) hatte ich ein agressives Non Hodkin Lymphom Grad IV + Chemo + Bestrahlung. Seither ist alles gut, doch nun seit ca. 3 Monaten habe ich diese Schmerzen und sie haben sich von heute auf morgen ausgebereitet und bereiten mir wirklich keine schöne Zeit. Ich war bei ZIG ÄRZTEN.... ich habe dutzende Blutuntersuchungen gemacht auch auf Borrlien etc. etc.

Soll zum Rheumatologen (meine Entzündungswerte sind nicht dramatisch – könnte auch von der leichten Erkältung kommen) dennoch will ich alles abklären. Nur reicht es mir so langsam nach 3 Jahren dieser Ärztemarathon und plötzlich werde ich belächelt, als hätte ich sie nicht mehr alle. NULL VERSTÄNDNIS von Seiten der Ärzte, es ist wirklich der Hammer. Mir fällt nichts dazu ein. Nach meiner Geschichte werde ich einfach nicht ernst genommen, nich einmal von meinem Onkolgen. Alle schieben mich auf die Psychoschiene ab. Mag ja am Ende so sein, aber ich habe diese Schmerzen und mir bringt es nichts, den Schmerz zu ignorieren. Ich will auch nicht jeden Tag Paracetamol nehmen müssen. Mir langt es einfach, ich hab Faxen dicke!

Das Thema Fibromyalgie steht im Raum, weil ich es eingeworfen habe. Ist alles noch in einem relativ frischen Zustand und ich will so schnell wie möglich wissen, was ob es das sein könnte um Gegenmaßnahmen zu ergreifen!

Daher möchte ich mich jetzt gerne auf eigne Faust in eine Schmerzklinik in meiner Nähe begeben (Reha werde ich auch machen, habe ich bisher nicht in Anspruch genommen). Jetzt stellt sich mir aber die Frage, in wieweit ich einen Termin in solch einer Klinik auf eigen Faust bekomme ??? ? Wird man da nicht sonst vom Arzt hingeschicht ??? ?? Mein Hausarzt würde das schon machen, aber ich will ihn nicht mehr darauf ansprechen, weil er mich nicht... naja, irgendwie für ganz dicht hält oder so, so fühle ich mich zumindest.

Kann ich also einfach in der Klinik anrufen, meinen Fall schildern und einen Termin bekommen ??? ?? Wie sieht es damit aus ??? ?

Eine Antwort wäre super :-)

*:)

Antworten
_JParMvatix_


Es gibt auch Schmerztherapeuten. Willst du es nicht erst mal da versuchen? Ansonsten halt den Rheumatologen aufsuchen und abwarten, was der sagt. Du kannst auch mal ein Blutbild von dir hier rein stellen. Das muss man ja immer in Verbindung mit deinen Beschwerden sehen. Dann kann man dir vielleicht auch eher Tips geben.

Sind auch schon mal Clamydien und Yersinien ausgeschlossen worden? Hattest du mal Anzeichen eines Infekts, wie z.B. Schnupfen, Halsschmerzen o.ä.? Bist du müde und abgeschlagen?

e[lec5tricsxky


Danke erst einmal für deine Antwort.

Ja, es gibt auch Schmerztherapheuten, diese Schmerzklinik hat auch Ambulante Versorgung, sprich ich muss mich nicht gleich einweisen lassen, sondern kann auch nur ambulant zu den Untersuchungen. Was ich eigentlich vor hatte. Habe eine Klinik gefunden, in der meine Freundin schon war wegen starker Migräne, Symptomen des Kapaltunnelsyndroms und Zähneknrischen. Es hat ihr SUPER geholfen und sie war sehr begeistert davon.

Der Termin beim Rheumatologen steht ja noch gar nicht. Ich soll meine Unterlagen vorbei bringen (von meiner Krebszeit und aktuelle Blutwerte) und dort abgeben und der Arzt entscheidet dann, ob er mich evt. zu einem Notfalltermin erklärt. Wofür die Chancen nicht all zu gut stehen. Ich habe nun Schmerzen seit 3 Monaten, ich war beim Gyn, war beim Onko, beim Hausarzt, beim Urologen, beim Netprhologen, beim Hämatologen... ja wo soll ich denn noch hin gehen ??? ?? Wenn mir alle sagen: tut mir leid Frau ..... aber sie sind absolut gesund.

Ich bin doch nicht doof!!! Ich weiß doch, dass ich Schmerzen habe. Momentan suche ich noch nach einem Psychoonkolgen. War schon bei 3 Stück, aber es war total enttäuschend. Wohne halt eher ländlich, daher das Problem, dass die Auswahl nicht sooo mega groß ist, außer ich bin bereit 50 oder mehr Kilometer zu fahren und das kann ich im Moment auf Grund meiner finaziellen Situation leider nicht. Wollte dieses Jahr studieren gehen und wieder ins Leben zurück und jetzt so etwas.... und ich fühle mich wirklich von den Ärzten alleine gelassen.

Es KÖNNTE natürlich auch sein, dass es tatsächlich psyosomatischer Natur ist, nach meiner Geschichte, obwohl ich bisher glaubte, ich hätte das ganz gut weg gesteckt und auch deshalb auf Reha verzichtet habe, scheint es glaube ich nicht so ganz zu stimmen.

Alles hat vor 3 Monaten angefangen mit einem leichten Schwindel. Ich hab sofort die Panik bekommen und bin zum Arzt um mein Hämoglobin bestimmen zu lassen. Das war aber gut (war bei meiner Krebszeit nämlich MEGA schlecht). Aber seit dem ist plötzlich die Angst in mir aufgekeimt, der Krebs könne jetzt nach 2 Jahren zurück kommen. Ab da verfiel ich wirklich ins tägliche Zwangsgrübeln... was mache ich dann nur. Meine Nieren sind durch den Tumor beschädigt (ohne Dialyse oder ähnliches – dennoch sind die moderat Leistungseingeschränkt) ich kann keine hochdosierte Chemo bekommen... außer meine Nieren gehen kaputt. Dann brauche ich eine Dialyse und wahrscheinlich eine Spenderniere... wenn ich die hochdosierte Chemo mit der Stammzellenspende überlebe (meine Patentante ist den Marathon mit Spenderniere durchgegangen – HORROR) und dann... dann kann ich nichts mehr machen, ich bin von Maschinen abhängig, mein Freund wird mich verlassen und und und... aus dieser Spirale bin ich dann nicht mehr raus gekommen.

Auch wenn ich nie einen komplett Ausfall hatte mental, hat mich das über den Alltag immer mit begleitet und kaum war ich nicht abgelenkt, habe ich SOFORT wieder daran gedacht.

Allerdings muss ich sagen, waren die Beschwerden wie Schwindel und latente Übelkeit (ohne tatsächliches Erbrechen) zuerst da und dann kam kurz drauf (lagen nur Tage dazwischen, nach dem der Flankenschmerz begonnen hatte und beim Ultraschall der Arzt erwähnte, dass meine Milz etwas vergrößert sei, aber er mache sich keine Sorgen, käme sicherlich von dem Harnwegsinfekt, welcher Behandelt wurde, die Schmerzen aber blieben und die Milz auch) dieses extrem starke Angst und Panik Gefühl + Grübeln + Schwermütigkeit. OK, das habe ich jetzt eigentlich ziemlich überwunden, nachdem mein Onko mir 100% bestätigte, dass es KEIN Rezidiv und KEIN anderer Krebs ist. Aber ich denke, auch wenn es oberflächlich jetzt weg zu sein scheint, wird es irgendwo in mir drin seit, denn sonst hätte es nicht einfach so von heute auf morgen ausbrechen können, wegen einer anfänglichen Kleinigkeit.

So, jetzt stehe ich eben auch davor, dass es eine später Cancer Fatigue sein könnte (an die mein Hausarzt zum Beispiel nicht glaubt und auf die mein Onko auch nichts zu sagen hat), es könnte aber auch eine larvierte Depression sein. Das ist ja alles gut und schön, aber mir bloß ins Gesicht zu schleuldern, es ist psychosomatisch, bitte einfach den Schmerz ignorieren ist wohl das aller letzte. Denn auch eine psychosomatische Geschichte kann chronisch werden und hat eine Ursache. Ich möchte es gerne heraus finden und dagegen angehen, obwohl ich denke, dass es nicht psychosomatisch ist, aber das denkt wahrscheinlich jeder, bei dem es seelische Ursachen hat, er aber starken körperlichen Schmerz empfindet.

Auf deine Frage, nein ich hatte keine Infekte. Halsweh habe ich immer Mal wieder, liegt aber bei mir an den chronisch entzündeten Mandeln (da ist seit Jahren immer wieder Eiter dran, egal wie ich sie behandele, werde sie wohl raus opieren lassen gegen Ende des Jahres). Ich war komplett gesund, als es bei mir anfing. Jetzt gerade bin ich etwas erkältet mit Halsweh und Husten, aber ohne wirklichen Schnupfen und ohne Fieber etc. Epstein Baar habe ich auch schon vor 10 hinter mir.

Daher können auch die Entzündungswerte kommen. Habe auch seit Tagen ein Problem mit Zahnfleischentzündung, aber nicht lokal. Es bricht mal da und mal dort aus im Mund aus, dabei habe ich eine sehr hohe Mundhygiene. Ich putze 2 – 3x am Tag (mit weicher Bürste), habe blendet weiße Zähne ohne Löcher oder ähnliches. Hatte noch nie Probleme mit Zahnfleischentzündungen und jetzt andauernt. Die sind auch nicht eingebildet, sondern man sieht regelrecht die kleinen offenen Risse, die brennen und schmerzen.

Im Augenblick geht es stark Bergauf. Die Schmerzen werden immer weniger und sind fast kaum mehr wahrnehmbar. Aber das es nicht OK ist, weiß ich eben daher, dass ich jeden Tag in einer anderen Körperregion (bevorzugt Gelenke) ein Wehwechen verspüre. Meine Musklen sind viiiiiiiel empfindlicher. Und meine Sprunggelenke fühlen sich immer irgendwie "geschwollen" an, sind es aber nicht. Meine Gelenke knacken viel mehr als früher (obwohl sie das schon immer getan haben) und ich habe immer wieder hier und da Schmerzen. Aber vorallem Kopfweh. Ein ganz leichter, seit Wochenbestehender Spannungsschmerz, der alle ca. 3 Tage aufflammt. Eine Tablette hilft da zwar, aber das kann ja auch nicht die Lösung sein. Außerdem sind meine Hände und Füße oft EXTREM kalt. Eine Weile habe ich das Gefühl von kribbeln und elektrisierendem Gefühl in den Muskeln an den Armen gehabt.

Ich weiß, das bei Fibro (worauf viele Symptome einfach passen) zum Beispiel es zu Phasen zu Beginn kommt, bei denen der Schmerz komplett weg zu sein scheint. Allerdings muss ich auch sagen, ich habe keine Schlafstörungen oder Reizdarm oder ähnliches und auch die Tender Points die ich bisher ausprobiert habe, tun nicht weh. Ich schlafe wie ein Baby, habe aber trotzdem die Schmerzen. Vor paar Wochen bin ich nachts sogar aufgewacht mit starken Armschmerzen. Und als ich mich mal 3 Tage total übernommen hatte, hatte ich am 3. Tag abends starke Muskelschmerzen ÜBERALL am ganzen Körper. Das ist doch einfach alles nicht normal!!!!!!!!!!!!!!!!!

So, ich poste mal meine Blutwerte:

Gamma-GT --- > 15 (normal)

Kreatinin ---> 1,4 (0,3 höher als dürfte, aber logisch bei meiner Niereninsuffzienz)

Kalium ---> 4,2 (normal)

Leukozyten ---> 4,5 (normal)

Hämaglobin ---> 13,8 (normal)

Hämatokrit ---> 0,42 (normal)

MCV ---> 87 (normal)

MCH ---> 29 (normal)

MCHC ---> 33 (normal)

Thrombozyten ---> 173 (normal)

GPT ---> 19 (normal)

Harnsäure ---> 7,3 (erhöht um 1,2 wegen Niereninsuffzienz)

Cholesterin ---> 161 (normal)

Triglyceride ---> 76 (normal)

Eisen ---> 43 (normal)

CRP quantitativ ---> 6,6 (erhöht um 1,6)

Borrelien-AK (IgG/EIA) ---> unter 6 (normal)

Borrelien-AK (IgM/EIA) ---> unter 1,0 (normal)

Glucose ---> 82 (normal)

Erythrozyten ---> 4,9 (normal)

BSG ---> 41 (erhöht, normal bis 20)

GFR (CKD-EPI) ---> 51

Ich weiß auch nicht weiter. Ne auf die genannten Sachen habe ich mich nicht testen lassen, aber ich glaube, mein Hausarzt wird mich auch nicht mehr testen. Habe die letzetn 4 Wochen soviel Blutentnahmen gehabt, der wird mich für einen Hypchonder halten. Nach meiner Geschichte, unglaublich. Zu einem anderen Arzt gehen ist eigentlich auch Blödsinn, denn die werden einen nicht anders ansehen. Die mögen es nicht, wenn man von einem Arzt zum anderen Hüpft. Daher will ich das auch nicht mehr. Ich will in eine komplette Behandlung und ein Schmerzzentrum scheint mir das richtige. Ich würde mich noch gerne auf Candida und Zöliakie testen lassen, aber wie gesagt... bei meinem Hausarzt habe ich mein Untersuchung Kontingent ausgeschöpft!!!

Tja, daher würde ich gerne wissen, wie ich in so ein Schmerzzentrum rein komme. Kann ich mir einfach eine Überweisung von meinem Arzt geben lassen ??? ?? Was er darüber denkt ist mir Schnurzegal, denn er muss ja nicht mit den Schmerzen leben!

Danke für die Antwort im voraus!!

Wünsche noch einen schönen Tag und vorallem viel Gesundheit *:)

_:Pa}rvati_


*puh* Das ist ja ein langer Text ;-D

Ich glaube nicht, dass deine Beschwerden psychischer Natur sind. Ausschließe kann man es natürlich nicht...

Ansonsten kann ich dir nur den Tip geben dran zu bleiben und dich nicht von den Ärzten abwimmeln zu lassen. Es kann manchmal sehr lange dauern, bis die richtige Diagnose gestellt wird. Da muss man Geduld haben. Ich habe das Ganze schon selber durch.

Fibro ist oftmals auch eine Verlgenheitsdiagnose, genauso wie Reizdarm. Es ist im Grunde noch nicht mal bewiesen, dass es die Erkrankung gibt. Aber bevor die Diagnose Fibro gestellt wird, muss sowieso erst mal alles andere ausgeschlossen werden. Und meines erachtens wurde bei dir noch nicht viel getan – wahrscheinlich, weil die Ärzte nicht wissen, wo sie bei dir ansetzen sollen.

Ich habe seit Anfang des Jahres auch Gliederschmerzen. Es ist zum Glück schon wesentlich besser geworden. Nur mein linkes Bein bereitet mir noch Probleme. Mein Arzt meinte, es wäre ein Virus. Man könne aber da nichts machen. Vielleicht ist es bei dir ja auch sowas? Ich würde auch mal eine EBV-Reaktivierung in Betracht ziehen. Ich bin darauf auch getestet worden, aber bei mir war der Test negativ. Ansonsten, wie schon geschrieben, auf Chlamydien und Yersinien testen lassen.

Ich würde dir auch mal raten, dich auf Nährstoffmängel (B6, B12, Magnesium, Calcium, D3) untersuchen zu lassen. Ein Mangel kann auch zu Immunstörungen führen oder auch Muskel-und Gelenkproblemen.

Tja, daher würde ich gerne wissen, wie ich in so ein Schmerzzentrum rein komme. Kann ich mir einfach eine Überweisung von meinem Arzt geben lassen ??? ??

Ja, d brauchst du sicher eine Überweisung. Was jetzt wäre, wenn er dir keine ausstellt, kann ich nicht sagen. In dem Fall würde ich mich dann einfach direkt an das Schmerzzentrum wenden und nach dem weiteren Vorgehen fragen.

AmVM-uJooanne


Findest Du Dich vielleicht da wieder?

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Polyneuropathie]]

passiert vielen nach einer Chemo :°_

SBunfl1ower_7x3


Alternativ wäre eine auf Fibromyalgie spezialisierte Klinik eine Option.

Um eine Überweisung/Krankenhauseinweisung wirst Du aber nicht drumrum kommen. Wenn das nicht klappt, wird es vermutlich schwierig.

Das Problem ist, dass viele Ärzte kaum über ihren Horizont schauen... dann verständnislos reagieren, wenn man selber weitersucht. Oder es gerne auf die Psyche schieben (wobei Schmerzen immer eine psychische Komponente haben).

Und Fibromyalgie ist bei vielen Ärzten doch eh umstritten. Leider. Daher komme ich auf spezialisierte Klinik diesbzgl.

Schmerzen in Weichteilen sind aber definitiv KEINE Polyneuropathie! Polyneuropathie sind Missempfindungen bzw. FEHLENDE Empfindungen. Bspw. können Vibrationen nicht mehr wahrgenommen werden, wodurch bspw. das Gangbild leidet, man kleine Verletzungen an den Füßen nicht merkt,... Kommt gerne auch bei Alkoholikern und Diabetikern vor.

Lass' Dich nicht unterkriegen!

ALVM-qJoannxe


es gibt meiner Meinung nach auch Schmerzen aufgrund eines Traumas ":/

e$lect&ricsxky


Erst einmal herzlichen Dank (wirklich, meine ich sehr herzlich) für eure Ratschläge und Ideen und antworten. Es tut einfach gut zu wissen, dass es Menschen da draußen gibt, die einem glauben schenken und nicht anzweifeln, dass man Schmerzen hat.

Ich glaube, bei meinem Hausarzt ist es manchmal auch dieses Dingen... na ja, als ich damals das 1.Mal zu ihm kam mit Schmerzen, habe ich ihn gerade gewechselt, weil der Hausarzt davor mich für dumm verkaufen wollte und mir 4x mit der selben Diagnose und dem selben Medikament nach Hause geschickt hat. Also bin ich zu dem neuen Arzt gegangen (bei dem meine Mama war/ist) und habe da meine Beschwerden geschildert, obwohl ich zu dem Zeitpunkt schon eine Odysee hinter mir hatte, mit Ausschabung etc. und STÜMPER und FUSCHER von Ärzten.

Mein Hausarzt dachte 2009, mhm OK, junge Frau, kerngesund, Fazit = hat kein Bock zu arbeiten! Aber ich habe dann wirklich darauf beharrt und er machte Ultraschall und siehe da... ein RIESIGES Dings an der Gebärmutter, exorbitant aufgestaute Nieren... SOFORT ins Krankenhaus... paar Tage später die Diagnose agressives, diffuses Non Hodgkin Lymphom Grad IV. Ich dachte echt daraus hätten meine Ärzte was gelernt, aber ich scheine mich zu irren. Wäre ich damals nicht so hartnäckig gewesen, wäre ich ein paar Tage später tot gewesen.

Ich glaube mein Arzt denkt jetzt schon wieder das selbe. Ich bin seit Ende 2010 mit der kompletten Therapie zu Ende. Ich habe wirklich ein Trauma vom Krankenhaus und den Behandlungen davon getragen, aber immer Tapfer und Kopf hoch. Ich habe nie gejammert oder geweint oder meine Ärzte irgendwie "belästigt". Ich bin 1 Jahr 3 Monate mit Nierenkathetern beidseits herum gelaufen... niemand kann sich vorstellen wie es ist, wenn man mit 27 Jahren zum "Pflegefall" wird und nicht mal mehr alleine richtig duschen kann, weil einem immer zwei Schläuche mit Beuteln aus dem Körper heraus hängen, geschweige dessen, wie es ist, wenn man bei vollem Bewusstsein Drähte in die Nieren geschoben und die Fisten gewechselt bekommt. Noch heute ERSCHAUDERE ich zutiefst bei dem Gedanken. Und jetzt... ist das meine Belohnung? Das ich von den Ärzten für Dumm verkauft werde. Es ärgert mich soooo sehr, ich könnte heulen!!!

Die leitende Ärztin der Rentenkasse hat zu mir gesagt, ich soll die ersten zwei Jahre der Ausheilungszeit Zuhause bleiben und mich erholen. Das habe ich mir auch gegönnt. Ich habe Abitur gemacht, meine Ausbildung und gearbeitet seit ich 17 war.... ich habe mir die Zeit jetzt einfach genommen, auch wenn ich dem deutschen Staat damit auf der Tasche liege. Die Ärztin der Rentenkasse meinte, sie würde mich sogar gerne berenten, denn sie glaubt nicht, dass ich noch wirklich belastbar bin. Ich habe mich aber MIT HÄNDEN UND FÜSSEN dagegen geweht. Denn ich will arbeiten, aber jetzt nur noch ein bisschen Ruhe und Frieden genießen. Und dafür krieg ich so ein Verhalten von meinen Ärzten. Es ist eine bodenlose Frechheit. Ich bin einfach nur traurig!!! Ich Ende 20 und fühle mich im Moment wie 80 und kein Arzt ist gewillt, mir entgegen zu kommen und mir wenigstens Vorschläge zu machen, was man noch tun könnte. Mein Hausarzt hat KEINEN EINZIGEN VORSCHLAG gemacht. Ich habe so viel auf ihn gehalten... aber jetzt... ich bin unglaublich enttäuscht!!!

Ich habe mich übrigens schon auf Nährstoffmangel (wieder auf mein Drängen, weil ich ihm Netz schon darüber gelesen habe) untersuchen lassen. Ist alles OK. Auch Vitamin B12 ist im guten mittleren Bereich. Meine Niere habe ich untersuchen lassen. Durch Nieren können ja auch Muskeln und Gelenke weh tun, bei erhöhter Harnsäure und so. Aber daran scheint es wohl auch nicht zu liegen. Herpes habe ich leider auch. Hab ich mir 1999 beim Epstein Barr Virus zugezogen, welcher EXTREM SCHWER bei mir verlaufen ist. Die EBV Infektion hat mich damals was umgebacht und ich habe ein ganzes Jahr gebraucht um ich davon zu erholen. Musste sogar die Klasse wiederholen. Es war bis auf die Nierenkatheter noch schlimmer als mein Krebsmarathon.

Das mit der Reaktivierung ist mir TOTAL NEU und dachte schon, ich hätte alles durch im Netz, was passen könnte :-) auch die oben angegeben Page hab ich schon vor Wochen gelesen, aber das passt nicht. Fibo hat eine Weile ganz gut gepasst... aber so richtig finde ich mich darin auch nicht. Die Muskeln haben ca. 1 1/2 stärker weh getan, dann war es weg. Ansonsten habe ich einen Wanderschmerz (eine Weile meine linken letzten beiden Rippen so arg, dass ich dachte die brechen durch). Auch Morgensteifigkeit hatte ich trotz starker Schmerzen NIE. Eine Weile dachte ich, ich hätte einen Reizdarm... hab mega drauf geachtet, mit der Folge VERSTOPFUNG!!! Hab ich sonst nie Probleme. Meine Verdauung funktioniert wie ein Uhrwerk. Als ich von der Idee LOS GELASSEN HABE, war auch die Verstopfung weg. Allgemein konnte ich die Schmerzen in den ersten Wochen sehr gut steuern. Bis sie irgendwann überhand genommen habe. Mein Bauch blubbert und gluggert ganz oft, besonders wenn ich liege. MIt Blähungen habe ich es auch sehr viel. Aber sonst keinen Reizdarm oder komischen Stuhl. Mit der Blase ist es auch so. Ich gehe zwar häufiger aus Klo, aber ich hatte ja auch Bestrahlung durch die Blase und Nierenkatheter sehr lang, da hat meine Blase ihre Dehnfähigkeit eingebüst. Jetzt muss ich ca. ab 200 bis 300 auf die Toilette und da ich ca. 2 bis 3 Liter am Tag trinke, is es eben logisch.

Ich weiß, ich bräuchte noch viel mehr Behandlungen. Ich könnte mir eine Liste schreiben mit allem auf was ich gerne getestet werden würde. Hätte ich das Geld, würde ich einfach ins Labor gehen und dafür cash zahlen. Die stellen dann wenigstens keine dummen Fragen. Aber jedesmal selbst zahlen, das geht leider nicht.

Ich glaube kaum, das mein Hausarzt willens ist, mich ständig irgendwie im Blut zu testen. Ich hätte noch einige Ideen. Unter anderem auch Candida, da ich seit meiner Chemozeit immer damit kämpfe. Diffuse Schmerzen nach Chemotherpie sind bekannt, aber keiner weiß woher sie kommen. Onkologen kann man in dem Thema total vergessen. Aber ich weiß, dass verschiedene Patienten nach der Chemo starke Schmerzen erleiden ohne Grund. Ich habe wirklich Schmerzen am ganzen Körper. Eine Zeit war es ÜBERALL, jetzt ist es lokal mal hier und mal da. Auch meine FInger tun manchmal sooooo furchtbar weh, glaubt mir keiner. Wie Rheuma. Hatte ich in der Chemo schon einmal + starkes zittern. Aber die Ärzte meinten, das wäre nicht bedenklich, läge an dem hohen Kortison.

Eine Nebennierenschwäche könnte auch in Frage kommen, aber die Ärzte halten die Test für "humbug". Weiß halt nicht was ich machen soll... ich weiß, ich schreibe Romane, aber ich bin einfach verzweifelt und diese Schmerzklinik ist für mich der letzte Weg. Mein Arzt wird mir ohne Probleme eine Überweisung ausstellen, ich wollte nur wissen ob diese alleine reicht oder ob man dazu eine ärztliche Empfehlung braucht.

Ich hab einfach nach 3 Jahren Odysee keine Kraft mehr für diesen Quatsch. Ich will endlich wissen, was los ist. Bin auch so oft soooo stark müde. Ich schlafe nachts wie ein Baby lange und ausgibig. Eine Zeit lang bin ich oft aufgewacht, aber das ist jetzt auch OK. Doch selbst wenn ich 10 Stunden pennen würde, morgens wäre ich immer noch irgendwie platt. Komme manchmal sehr schwer aus den Federn und bin so dankbar, dass ich noch nicht arbeiten muss.

Die Fibogeschichte ist eine Sache für sich. Wie gesagt. Tender Points habe ich eine ganze Abhandlung gelesen darüber. Wie sie gedrückt werden müssen, mit einer Kraft von 4 kp für min. 4 Sekunden an den Sehnenübergängen usw. usw. hab ich alles probiert. Meinen Ganzkörperschmerzen zur Folge müssten einige definitiv anschlagen auf den Druck, aber das tun sie eben nicht. Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll und ich gehe auch meintenwegen stationär in eine Klinik, solange mir ENDLICH JEMAND SAGT, was mir fehlt und was ich tun kann. Ich kann einfach nicht mehr *schniefz*

Danke euch jedenfalls für eure Hilfe... für alle Vorschläge und Ratschläge bin ich dankbar... das mit der EBV Reaktivierung ist super interessant. Werde ich mal ausgibig durchlesen!!!

Wünsch euch allen noch einen schönen Abend!!! *:)

VIIIIIIIIIIIIIIIELEN DANK!!!! @:)

e@lecvtricsxky


Das war wohl doch zu lange ;-)

Wollte nur mal bescheid sagen, die Klinik möchte wohl doch ein Schreiben von meinem Arzt, das diese Untersuchungen bzw. den Weg empfiehlt. Na ja, ich hoffe einmal, er stellt mir da jetzt keine Steine in den Weg. Hab seit zwei Tagen so starke Schmerzen im linken Bein und in der rechten Schulter. So kann es nicht weiter gehen. 3 Monate voller Schmerzen langen wirklich.

Andere Untersuchungen wurden noch nicht gemacht.

Nährstoffe wurden getestet, ist alles OK.

Aber mein Arzt hat bisher NICHTS Vorgeschlagen. Alles worauf ich untersucht wurde, wurde von mir initiiert. Traurig, aber war.

Selbst wenn es keine Fibro ist, sondern wirklich nur eine lavierte Depression oder ein Traumaschmerz, muss man doch etwas tun können. Mein Arzt kann mich doch nict einfach Heim schicken mit der Aussage, bitte ignorieren Sie den Schmerz.

Na ja, hab jetzt den Schmerzbogen geschickt bekommen. Werde es ausfüllen und meinem Arzt das ganze Vorlegen, damit er mir den Wisch schreibt. Ich will endlich Hilfe und nicht 300 Jahre warten, bis alles chronisch ist und man kaum mehr was machen kann.

Danke jedenfalls für eure Hilfe!!!

*:)

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