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Bei J2-Untersuchung komplett entkleiden?

Cwarrxy91


Hallo

Du kannst mit Sicherheit darum bitten, dass dir unangenehme Teile der Untersuchung ausgelassen werden. Und das hat der Arzt dann auch so hinzunehmen, auch wenn es dafür dann vielleicht einen Vermerk in der Akte gibt. Nur sagen musst du es eben, am Besten ganz zu Beginn, dass es zum "einfach Hose runterziehen" gar nicht erst kommt. Vielleicht macht der Arzt doof und stellt den Sinn der Untersuchung in Frage, wenn du dich teilen verweigerst, aber naja! Muss dir dann egal sein und mir wäre es das – ich hätte sowas auch nicht gewollt. :-)

Selbst für Jungs, die noch durch gesetzlichen Zwang zur Musterung geladen wurden, war es übrigens möglich, die Intimuntersuchung zu verweigern, obwohl diese festgeschriebener Teil des medizinischen Checks war.

Dann kann dich bei einer freiwilligen Untersuchung erst recht keiner dazu zwingen, dich auszuziehen.

M6egaxHuhn


Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen möchtest – ruf' einfach beim Arzt an und frag' nach. Wenn dir das unangenehm ist, dann ruf zur Not halt unter fremden Namen bei einem ganz anderen Arzt (in einer anderen Stadt oder so) an.

das ist eine Gute Idee und werde ich glaube ich wirklich mal machen;)

Danke für eure Hilfe:) Jetzt habe ich wenigstens ein bisschen mehr Mut.

Gibt es trotzdem vielleicht noch jemanden, der schonmal eine J2 Untersuchung hatte?

LG

A#lexanIdraxT


Ich seh den Sinn der Intimuntersuchung nicht... dafür gibt es doch nen Spezialisten. ":/ Warum also sollte eine junge Dame vor einen Arzt nackig da stehen müssen?

A&le}xaandraxT


MegaHuhn.... Du darfst zu jeder Zeit beim Arzt "Nein" und "Stop" sagen und der Arzt muss sich dran halten. Ansonsten... einfach gehen und den Arzt melden bei den entsprechenden Behörden.

SLilvnerPearxl


Hast Du denn den Fragebogen und das Merkblatt nicht mitbekommen? Das ist eigentlich schon das Meiste. Dann wird noch der Urin untersucht. Der Arzt spricht dann alle möglichen Themen an wie Drogen, Sexualität, Berufswahl etc. Es ist im Prinzip ein begleitendes Gespräch bei Deiner Entwicklung. Es kann sein, dass er Fehlhaltungen ausschließen will und Dich danach fragt. Wenn Du Dich nicht ausziehen möchtest, musst Du das aber nicht. Untersuchungen der Brüste oder der Genitalien gehören bei der J2 nicht dazu.

Und selbst wenn Du unter 18 bist. Deine Mutter kann und darf Dich nicht zur Untersuchung zwingen und sie hat aber auch kein Anrecht auf die Ergebnisse, wenn Du ihr diese nicht mitteilen willst. Da steht der Arzt unter Schweigepflicht. Sag ihm das nochmal ausdrücklich, falls Du nicht willst, dass was weitergegeben wird. *:)

AUlexanxdraT


Und noch was: Du bist nicht verpflichtet alle Fragen zu beantworten.

tueam-pxlayer


Du hast zwei konkrete Punkte genannt: 1) du befürchtest, du müsstest dich ganz nackt ausziehen. Was fürchtet dich davor? Was ist so schlimm daran für dich?

2) du befürchtest, eine Ärztin könnte deine Brüste abtasten. Was ist denn nun daran so angstbesetzt für dich?

Hast du weitere Befürchtungen?

Hast du nur "keine Lust" auf diese Fremdbestimmung (also ein kleines Machtspielchen mit der Mutter) oder geht's irgendwie um panische Angst vor befürchteten Handlungen im Rahmen dieser medizinischen Untersuchung?

lLuciRdanxe


auf DIESE fragen würd ich an Deiner Stelle auch nicht eingehen. Da will es einer ganz genau wissen. :|N

MQegaHuxhn


1) du befürchtest, du müsstest dich ganz nackt ausziehen. Was fürchtet dich davor? Was ist so schlimm daran für dich?

2) du befürchtest, eine Ärztin könnte deine Brüste abtasten. Was ist denn nun daran so angstbesetzt für dich?

mir ist es halt einfach unangenehm. Das kann ich auch nicht erklären. Ich kenne die Ärztin nicht und bin es nicht gewohnt nackt vor unbekannten Leuten zustehen und mich von denen an den Geschlechtsorganen betasten zu lassen. Daher gehe ich auch erst so spät wie möglich zum Frauenarzt, um eine solche Untersuchung durchführen zu lassen. Mit 18!

Danke an die anderen für die Hilfe:)

M/egaHxuhn


Achso und so einen Fragebogen habe ich noch nicht bekommen Ö

b3mexd


Hallo,

man geht zum Arzt, es geht um Gesundheit, es ist eine Untersuchung.

Team-Player hat die richtigen Fragen gestellt, die ich meiner Tocher (und meinem Sohn) auch stellen würde:

- wo ist das Problem, sich vor einem Arzt auszuziehen

(der hat sicherlich schöneres und hässlicheres gesehen)

- wenn Dir was wehtut oder abfault, würdest Du Dich auch anfassen lassen

(der Arzt oder die Ärztin haben angenehmeres und ekligeres angefasst, als Dich)

- ist es eine pubertäre Trotzreaktion, das einfach mal "nicht zu wollen"???

Andererseits bin ich mir sicher,man kann und darf Dich zu nicht zwingen, notfalls gehst Du einfach aus dem Sprechzimmer raus ... *:)

Denke dran, es geht um DICH und um Deine Gesundheit!

lg.

Mvadamep Chxarenton


wo ist das Problem, sich vor einem Arzt auszuziehen

(der hat sicherlich schöneres und hässlicheres gesehen)

- wenn Dir was wehtut oder abfault, würdest Du Dich auch anfassen lassen

(der Arzt oder die Ärztin haben angenehmeres und ekligeres angefasst, als Dich)

- ist es eine pubertäre Trotzreaktion, das einfach mal "nicht zu wollen

sry aber eine 16-jährige sollte man ernst nehmen, und ich hab noch nie gehört dass man sich mit dem Alter bei einer normalen Untersuchung ausziehen muss! ich würde meiner Tochter eher davon abraten, meine Mutter hat es bei mir auch getan (sie hat schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht in ihrer Jugend, besonders mit dem Schularzt....)

geh doch mit deiner Mutter oder ner Freundin ins Sprechzimmer, und ausziehn musst du dich definitiv nicht!!

theama-plxayer


@ lucidane

Da will ich dir gleich mal den Wind aus den Segeln nehmen: Es reicht, wenn sie sich selbst diese Fragen stellt und für sich beantwortet. Nennt sich Selbstreflektion. Man beantwortet für sich selbst die Frage: Warum handle ich, wie ich handle?

An dem Beispiel von Madame Charenton sieht man doch eins: (ihre Mutter hat schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht in ihrer Jugend, besonders mit dem Schularzt). Es gibt *anerzogene* Ängste. Und gerade weil im Umfeld von Sexualorgane, Sexualität relativ wenig miteinander gesprochen wird, halten sich da Mythen und Ängste sehr gut.

Mit 16 macht man meiner Meinung nach einen großen Schritt zum selbstbestimmten Mensch: und als solcher kann ein Jugendlicher mit gesundem Selbstvertrauen ohne Furcht allein in die Untersuchung reingehen. Wenn einem bestimmte Sachen "komisch" vorkommen, frag halt den Arzt nach dem Grund. Wenn dir was sehr unangenehm ist, sprich es direkt an. Wenn dir der Arzt übergriffig vorkommt, sag es ihm sehr deutlich. Wenn er trotzdem nicht reagiert, wehre dich. Dafür braucht man auch keine Erlaubnis.

Ich nenn einfach mal zwei Beispiele, was so eine Untersuchung für Vorteile haben kann:

1) ein Jugendlicher denkt, sein Penis wäre irgendwie unnormal (zu klein/groß/dick/dünn, krumm, solche Sachen). Der Grund dafür könnte ein Realitätsverlust sein durch Pornos, wo halt mehrheitlich sehr große Penisse gezeigt werden. 2) Ein anderer hat vielleicht eine Geschlechtskrankheit.

Im Alltag legen sich beide ein Vermeiderverhalten zu: keiner darf es sehen, kein Duschen nach dem Sportunterricht, Handtuch drum und so. Dieses Vermeiderverhalten überträgt er natürlich auch auf den Arzt. Freiwillig geht er also nicht mit dem Thema hin. Problem: seine Angst bleibt über Jahre und verstärkt sich immer mehr.

Das Problem ist also sein Vermeiderverhalten. Und gerade Menschen mit diesem haben viel wahrscheinlicher Hilfe nötig. Er braucht also einen externen Druck oder eine externe Motivation. Natürlich kommt zunächst eine Abwehrreaktion, denn sein bisher so gepflegtes Vermeiderverhalten lässt sich nun nicht mehr erzwingen.

Beim Arzt in dieser Reihenuntersuchung J2 hat er nun die Möglichkeit, diese Angst anzusprechen – und ein gewisser psych. Druck des Arztes wird nötig sein: der schaut sich infolge den Penis an (und das geht nun mal nur ohne Unterhose), zeigt ihm vielleicht eine Statistik, sagt: alles im grünen Bereich. Diese Aussage könnte den Jugendlichen sehr erleichtern: ok, mit mir ist eigentlich alles normal, meine Ängste sind eigentlich unbegründet. Ein kurzes Gespräch mit dem Arzt beruhigt ihn. Schrittweise legt er infolge sein Vermeiderverhalten ab und entwickelt einen "normalen" Umgang mit seinem Körper und wider seine Angst.

Dem Jungen mit der Geschlechtskrankheit wird eine Überweisung zum Urologen empfohlen. Nach einer Behandlung dort z.B. mit Medikamenten klingt sie schnell ab und er kann sich normal entwickeln und ist endlich den psych. Stress los, den er sich selbst gemacht hat.

Naja, und Zahnarzt ist auch nicht gerade angenehm.

Ich würde die Untersuchung als Chance sehen, statt euch selbst immer größere Drohkulissen aufzubauen.

AVlexuand~rxaT


@ bmed

Ich vermisse den Respekt vor der jungen TE hier. Sie alleine entscheidet was sie will und was nicht. Auch als Erwachsene würde ich mich nicht vor jedem Arzt einfach nackig machen. Hierfür hat man seinen Vertrauensarzt.

Wenn die TE sich nicht ausziehen möchte ist es keine Trotzreaktion sondern ein natürliches Schamgefül. Sowas bekomme ich in meinen Untersuchungen auch bei Erwachsenen noch mit. Es gibt keinen Grund dies nicht zu respektieren im Fall der TE.

Die TE kann die Untersuchung sicher auch bei ihrem Vertrauensarzt machen. Und was das Intime angeht... hierfür gibt es wirklich Leute die mehr davon verstehen und auch sensibilisierter sind auf gewisse Angst und Schamgefühle.

Und was "hässlicheres sehen" angeht... kein Mensch ist hässlich... wir sind nur unterschiedlich in Aussehen und Charakter.

lKucidxane


@ Team-player

ich finde es völlig nutzlos und kontraproduktiv, einen 16-jährigen Teenager zum Arzt zu zwingen. Ich denke, dass man mit 16 durchaus in der Lage ist, selbst Initiative zu ergreifen, wenn ärztliche Unterstützung vonnöten ist.

in diesem Alter wirst du wohl keinen finden, der freiwillig vor nem Arzt "die Hose runterlässt" - das nennt man Schamgefühl und die meisten Menschen verfügen darüber.

Einerseits soll man mit 16 schon fast erwachsen sein und dann wird einem so ne Untersuchung auferlegt. Bei Kindern steht für mich die Sinnhaftigkeit so ner Untersuchung außer Frage. Doch ich weiß heute schon, dass ich meinem Sohn eine J2 Untersuchung nicht aufbürden würde.

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