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Patient verstorben, Zahnarzt fordert offene Rechnung

mwissma rpZle9 hat die Diskussion gestartet


hallo leute! wie verhält sich folgendes: meine mutter ist vor ca. 4 wochen verstorben, zuvor war sie beim zahnarzt, der ihr eine zahnbrücke (oder so ähnlich) anfertigte, aber die behandlung war noch nicht abgeschlossen. sie hätte noch mehrere termine gehabt. die kosten belaufen sich auf ca. 1500 euro. meine mutter war befreit, da sie erwerbsunfähig war. jetzt hat die zahnarztpraxis meinem vater angerufen und diesem mitgeteilt, das er nun die kosten übernehmen soll, die krankenkasse würde nichts mehr bezahlen. damit sind wir nicht einverstanden, wir zahlen nicht. ist das nun ein sogenanntes "künstlerpech", bleibt der zahnarzt nun auf der rechnuing sitzen oder wie ist das?? ausserdem war die behandlung gar nicht abgeschlossen, meine mutter hätte noch termine gehabt, ist aber in der zwischenzeit einfach so verstorben... wäre nett, wenn sich da jemand ein bisschen auskennen würde und mir antworten könnte. es ist echt schlimm, da hat man noch mit der trauer zu tun, und dann kommt noch sowas..... :°( :°( :°( lg missi

Antworten
Cvorne+lia5x9


Ist sie gesetzlich oder privat versichert gewesen? Bei einer gesetzlichen Krankenkasse werden die Zuschüsse direkt an den Zahnarzt gezahlt und in der Rechnung abgezogen. Schaut euch die Rechnung mal auf entsprechende Abzüge an. Der Restbetrag ist dann das, was man tatsächlich noch selber zahlen muß. Als Rechtsnachfolger seid ihr verpflichtet, für diese Schulden geradezustehen.

Bei einer privaten Versicherung ist es eher so, daß die Rechnung in voller Höhe vom Patienten bezahlt werden muß und anschließend von der Versicherung erstattet wird, soweit sie nach den Versicherungsbedingungen erstattungsfähig ist. Auch da bleibt der Restbetrag an euch hängen.

Erwerbsunfähig heißt erstmal gar nichts. Wenn sie eine Krankenversicherung hatte, zahlt erstmal die, aber auch wieder nur in Höhe der gesetzlich vorgeschriebenen Sätze. Ich könnte mir denken, daß ihr die Zuzahlung von Eigenanteilen meint. Schaut euch mal den Heil- und Kostenplan des Zahnarztes an und die Übernahmeerklärung der Krankenkasse. Da müßte eigentlich alles drinstehen, was ihr braucht. Und die Krankenkasse kann sich nicht einfach nach dem Tod ihres Mitglieds vor Zahlungen drücken! Eventuell müßt ihr aber die Befreiung bei der Krankenkasse nochmal nachweisen. Setzt euch mal mit der in Verbindung.

F+ix Xuinbd Foxxie


Meine Tochter ist Zahnmedizinische Fachangestellte im letzten Ausbildungsjahr. Eine Patientin, die dort in Behandlung war, ist auch verstorben. Ihr Ehemann muss auch die Kosten für den Zahnersatz erstatten. So traurig, wie das ist, aber das ist leider die Realität!

Mein Beileid noch zum Heimgang deiner Mutter! :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :)- :)- :)- :)- :)- :)-

LG! @:)

Cqor/nealia5x9


Auch von mir mein Beileid! :°_ Das habe ich vor lauter Zahnarzt-Geschreibe ja ganz vergessen!

mYissm#arplme9


Ist sie gesetzlich oder privat versichert gewesen?

gesetzlich, d.h.pflichtversichert bei einer gängigen krankenkasse aok

Schaut euch die Rechnung mal auf entsprechende Abzüge an. Der Restbetrag ist dann das, was man tatsächlich noch selber zahlen muß.

also, soweit ich weiß, hat sie keine rechnung bekommen, da die behandlung noch gar nicht abgeschlossen war, sie hätte noch x zahnarztbesuche vor sich gehabt :-/

meinst du den heil und kostenplan, oder was genau meinst du ??? ":/ der zahnarzt kann doch nicht einen betrag fordern, wofür er noch keine leistung gebracht hat ":/ :-|

Schaut euch mal den Heil- und Kostenplan des Zahnarztes an und die Übernahmeerklärung der Krankenkasse.

soweit ich mitbekommen habe, hat meine mutter ( ist noch gar nicht so lange her) von der krankenkasse eine übernahmeerklärung bekommen. allerdings weiß ich die höhe des betrages nicht ":/

Und die Krankenkasse kann sich nicht einfach nach dem Tod ihres Mitglieds vor Zahlungen drücken!

das wollen die aber :°( die zahnarztpraxis hat heute vormittag bei meinem vater angerufen und diesem mitgeteilt, das er die kosten von ca. 1500 euro tragen muss, da die krankenkasse nichts mehr zahlt. die zusicherung von der krankenkasse war aber vor ihrem tod.

Eventuell müßt ihr aber die Befreiung bei der Krankenkasse nochmal nachweisen. Setzt euch mal mit der in Verbindung.

meine mutter hat eine befreiungskarte. ich glaube, wenn ich bei der krankenkasse auf der matte stehe, dann flippe ich aus >:( :°( wie makaber ist das denn :°(

Coornqelia5x9


Ausflippen beim Sachbearbeiter gibt als Resultat nur einen verärgerten Sachbearbeiter, der dann erst recht "zumacht". Versuch besser, sachlich zu bleiben und zu klären, was die Krankenkasse im Todesfall bei einer unvollendeten Zahnbehandlung dieser Art übernimmt, wenn es ursprünglich einen Heil- und Kostenplan gegeben hat, der bei der Krankenkasse eingereicht und von ihr auch genehmigt worden ist. Ganz wichtig: Unterlagen mitnehmen! Geh davon aus, daß der Sachbearbeiter die Papiere nicht auf dem Schreibtisch hat, die sind irgendwo im Archiv, da braucht der ewig, bis er sie rausgesucht hat.

Die Befreiungskarte gilt wahrscheinlich für die berühmten 10 Euro pro Arztbesuch. Mit einer solchen Zahnbehandlung hat das nichts zu tun.

Das Hauptproblem dürfte sein, daß die Behandlung unvollendet ist. Der Zahnarzt hat vermutlich schon eine fertige Brücke/Krone/was auch immer da rumliegen, die jetzt wertlos ist. Aber natürlich will das Dentallabor trotzdem sein Geld dafür. Da die aber nicht mehr eingebaut wurde, könnte darin der Grund für die Verweigerung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse liegen. Ich weiß es aber nicht genau, das ist es, was ihr bei der Krankenkasse herausfinden müßt.

Ansonsten gilt: die Erben sind die Rechtsnachfolger des Verstorbenen, mit allen Rechten und Pflichten, Vermögen und Schulden. Wenn dein Vater der Erbe ist, wird von ihm erwartet, die Rechnung zu bezahlen, und wenn er das nicht tut, kann man ihm mit Vollstreckungsmaßnahmen auf die Pelle rücken. Das nur zur rein rechtlichen Seite der Sache.

L?adySxue


Eine Patientin, die dort in Behandlung war, ist auch verstorben. Ihr Ehemann muss auch die Kosten für den Zahnersatz erstatten.

Echt? In dem geschilderten Fall hätte ich gedacht, dass die Behandlung ja zu Lebzeiten der Patientin stattgefunden hat und deshalb ist in meinen Augen natürlich die KK zuständig.

Verstehe nicht, dass sich die KK weigert.

Mein herzl. Beileid – missmarple9 @:) @:) @:) :)- :)- :)-

2~1.Juxni


Habt ihr bisher nur mit dem Arzt gesprochen? Was sagt die Krankenkasse? Habt ihr da schon mit jemanden gesprochen oder nur über den Arzt?

Auch von mir mein Beileid! :)_

Sowas kommt zum blödsten Zeitpunkt...

FVix uknd= Fo xije


@ Lady Sue:

Einen Anteil zu Zahnersatz muss man ja immer zahlen. Die KK bezahlt ja immer nur einen Teil der Kosten.

@ Miss Marple:

So viel ich weiß, bezieht sich die Befreiung nur auf die Zuzahlungen bei Medikamenten u. die Praxisgebühr... ":/

LG! @:)

S[unfl<ower_7x3


1. Vom Arzt eine Rechnung anfordern, die sich auf die tatsächlich erbrachte Leistung erstreckt. Die müsste dann definitiv niedriger sein, als im Kostenplan ursprünglich veranschlagt. Darauf bestehen, dass auf der Rechnung das genau Datum bei der jeweiligen Leistung steht.

2. Diese Rechnung bei der Krankenkasse einreichen. Im Begleitbrief darauf hinweisen, dass die Leistungen zu Lebzeiten der Patientin erbracht wurden, als sie noch dort versichert war! Wenn Ihr eine Rechtsschutzversicherung habt, ggf. Fachanwalt für Medizin- oder Sozialrecht einschalten.

Zuzahlungsbefreiung spielt bei Zahnersatz keine Rolle. Der Arzt macht bei Zahnersatz einen Heil- & Kostenplan,. der wird ggf. von einem Gutachterzahnarzt überprüft. Dann kommt das okay zur geplanten Behandlung – und die Krankenkasse zahlt dabei den gesetzlich festgelegten Betrag (bei dem ja u.a. wahrgenommene Routinekontrollen beim ZA eine Rolle spielen). Den Rest trägt man selber. Oder eine Zahnzusatzversicherung.

D.h. ihr werdet einen Restbetrag zahlen müssen. Aber zunächst muss die Rechnungsabwicklung so ablaufen, wie sie ohne den Tod Deiner Mutter auch abgelaufen wäre: Rechnung einreichen, Krankenkassenanteil abwarten, Restbetrag selber zahlen.

Da steht und fällt jetzt vieles mit den korrekten Daten auf der Rechnung. Das muss unbedingt angegeben werden vom Zahnarzt!

Zum Zahnarzt würde ich den Kontakt suchen, die Situation schildern – und ihn bitten, sich bis zur Klärung noch zu gedulden.

Ggü. der Krankenkasse hilft nur sachliches Argumentieren. Ich habe regelmäßig mit denen zu tun, und wenn etwas wirkt, dann ruhiges, freundliches – aber bestimmtes Auftreten mit verdammt guten Argumenten. Ggf. durchaus auch um Gespräch mit dem Vorgesetzten bzw. "Teamleiter" bitten.

mGiss(marHple9


@:)

In dem geschilderten Fall hätte ich gedacht, dass die Behandlung ja zu Lebzeiten der Patientin stattgefunden hat und deshalb ist in meinen Augen natürlich die KK zuständig.

so war es auch :)z meine mutter war 1x in behandlung, es wären noch x andere behandlungen gefolgt, wenn sie nicht vorher gestorben wäre. mein mann musste die anderen anstehenden termine nach ihrem tod absagen die zusage bekam sie von der krankenkasse, die sich bereit erklärten, die kosten dafür zu übernehmen. ":/

Die Befreiungskarte gilt wahrscheinlich für die berühmten 10 Euro pro Arztbesuch.

unter anderem ja, auch für medikamente, transportkosten ( taxifahrten). meine mutter hatte eine schwerbehindertenausweiß fragt mich bitte nicht wieviel prozent es waren

dieser befreiungsausweis nützt aber, glaube ich, bei einem zahnarztbesuch nix ":/ :|N auf jeden fall hätte meine mutter niemals 1500 euro kosten für eine zahnbrücke oder zahnprothese zugesagt, da würde ich mir ja schon überlegen und ich bin kein rentner ob ich diese kosten auf mich nehmen würde oder nicht ":/ :-/

es hilft alles nix, ich muss das gespräch mit der krankenkasse suchen.

Ausflippen beim Sachbearbeiter gibt als Resultat nur einen verärgerten Sachbearbeiter, der dann erst recht "zumacht".

ich weiß..... aber es ist makaber :°( :°( :°( meine mutter existiert schon nicht mehr und die wollen nur geld, geld, geld, als hätte man nicht schon genug sorgen. da sind auch noch beerdigungskosten usw. :°( :°( :°(

meinen vater kann ich nicht mit zur krankenkasse nehmen, der würde in der tat ausflippen... ":/

danke für eure beileidswünsche :)_ @:) *:)

SJunfJlowe:r_73


Deine Mutter muss irgendwo aber Unterlagen bzgl. der geplanten Zahnbehandlung haben – aus denen auch hervorgeht, wie viel sie nach abgeschlossener Behandlung hätte zahlen müssen. 1500€ sind (beim Thema Zahnersatz) nicht sooo viel Geld!

Wenn Du nicht hingehen magst:

Ich telefoniere i.d.R. erstmal mit der Krankenkasse und gehe dann oft zu Briefwechsel mit Einschreiben über. ;-)

m]issm~arplxe9


Deine Mutter muss irgendwo aber Unterlagen bzgl. der geplanten Zahnbehandlung haben

hatte sie nicht... aber der zahnarzt hatte sie :)^ bin da heute nachmittag schnurstracks hingegangen. die waren alle voll nett. also: die krankenkasse hat wohl im heil und kostenplan eine summe von ca.1400 euro bewilligt, das heist der differenzbetrag würde nur noch so um die 80 euro betragen, die dann mein vater an das zahnlabor, das eine prothese angefertigt hatte, noch begleichen müsste ":/ jetzt muss ich nur noch diesen heil und kostenplan, der bewilligt ist, zur krankenkasse bringen, damit das geklärt wird. ich hoffe doch, das sie diesen betrag auch übernehmen, obwohl meine mutter in der zwischenzeit gestorben ist, aber diese arbeiten wurden ja zu lebzeiten an ihr durchgeführt. mich irritiert eben die aussage von der sprechstundenhilfe, die meinte, die krankenkasse würde nichts zahlen ":/ ":/ ich muss mit denen reden... ":/ ausserdem habe ich noch ein schreiben von der krankenkasse gefunden, indem sie bestätigen, den betrag von 1400 euro zu übernehmen. aber wie gesagt.... mal abwarten und sehen, was die von der krankenkasse zu sagen haben ":/ ":/

C|o1rnHelia5x9


ausserdem habe ich noch ein schreiben von der krankenkasse gefunden, indem sie bestätigen, den betrag von 1400 euro zu übernehmen. aber wie gesagt.... mal abwarten und sehen, was die von der krankenkasse zu sagen haben

Lies das Schreiben genau. Ist das Betrag, den die KK als Zuschuß bewilligt hat oder der Gesamtbetrag der Kosten? Das wird gerne mal verwechselt! :-/

R?HW


Hallo Miss Marple9,

auch von mir mein herzliches Beileid. :)- :)- :)-

Wenn der Bruttoverdienst unter einem bestimmten Grenzwert liegt, zahlt die Krankenkasse 100% der Kosten für den normalen Zahnersatz (Alleinstehende: 1050 Euro brutto / 2 Personen: 1443,75 Euro brutto).

Der Zahnarzt darf für die Teilleistungen Teilbeträge abrechnen.

[[http://www.erste-zahnarztmeinung.de/zahnwissen-kzvwl/zahnwissen/~festzu2005.htm#Befundklasse-8]]

Bei Problemen kann diese Stelle oft weiterhelfen:

[[http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/]]

Alles Gute und viel Kraft. :)*

Gruß

RHW

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