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Arzt verweigert Behandlung – Was tun?

K-nüfxgen hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

ich stürzte im April schwer mit dem Fahrrad und luxierte mir unter anderem die linke Schulter. Aufgrund von vielen Weichteilschäden luxierte die Schulter immer wieder bei jeder Kleinigkeit; es war einfach nichts mehr da, was den Oberarrmkopf im Gelenk hielt.

Ich lag längere Zeit stationär in einem Krankenhaus, wo aber außer intensive Schmerztherapie nix weiter unternommen wurde. Man sagte mir, man müsste operieren, aber es trauen sich hier keine Ärzte ran, da schon voroperiert und instabil in alle Richtungen.

Ich machte mich daraufhin selber auf die Suche nach einem Schulterspezialisten in der näheren Umgebung, da ich wirklich am Ende war. Schmerzen ohne Ende und nix passiert.

Zum Glück fand ich eine orthopädische Fachklinik, die auch auf Schultern spezialisiert sein sollte. Ich schilderte mein Problem per Mail im Kontaktformular und schon wenig später klingelte das Telefon, ich solle mich sofort auf den Weg machen.

Das Krankenhaus, in dem ich bisher lag, zeigte sich sofort verständnisvoll und machte zügig alles fertig für eine Verlegung. Ich sollte mich in der Fachklinik gleich beim Chefarzt melden, doch leider dauerte die Taxifahrt ziemlich lange, sodass der Chef nicht mehr da war und ich in der Notaufnahme der Klinik landete. Während der Taxifahrt ist mir die Schulter ein weiteres Mal luxiert. Ich hatte stärkste Schmerzen und endlich wurde ich aufgerufen. Der Arzt dort untersuchte mich nicht einmal, er machte nur ein Röntgenbild, was ich aberleider nicht sah und meinte ich solle mich nicht so anstellen, die Schulter wäre doch im Gelenk...ich solle mir einen ambulanten Termin für nächste Woche holen. Der Typ war sowas von arrogant und von oben herab. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, mir fehlten die Worte, weil er mich einfach so nach Hause schickte, obwohl die Schulter luxiert war und ich unerträgliche Schmerzen hatte. Dass die Schulter luxiert war, erfuhr ich dann ein paar Tage später, als ich zum ambulanten Termin in der Klinik war, wo der Chefarzt selber fast sprachlos war und meinte, "So hat er Sie aber nicht wirklich gehen lassen?!"

Sorry für die lange Geschichte, ist länger geworden als gedacht.

Ich war so wütend, fühlte mich verarscht und völlig hilflos.

Kann man gegen diesen Arzt irgendwie vorgehen?

Wäre über Hilfe sehr dankbar

Antworten
D8ie AVnon6ysme


Du kannst es auf jeden Fall der Ärztekammer melden. Evtl. kommt auch eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung in Betracht ":/ da meldet sich hier aber sicher noch jemand, der sich besser auskennt, ggf auch wie es mit Schadensersatz/Schmerzensgeld aussieht. Hast du eine Rechtsschutzversicherung?

JTacksgLirxl


Also an deiner Stelle, würde ich mir die Geschäftsleitung raussuchen und dort einen saftigen Beschwerdebrief schreiben...

Ich musste letztes Jahr zur Ausschabung wegen einer Fehlgeburt. War also psychisch am Ende und die Schwestern und die Chafärztin haben mich behandelt wie eine Aufsätzige...Ich soll mich nicht so anstellen...

Hab dann einen Beschwerdebrief an die Geschäftsleitung vom Krankenhaus geschrieben und wurde zum klärenden Gespräch eingeladen ]:D Die hatten vor ihrem Chef so den Arsch offen, dass die vor mir zu Kreuze gekrochen sind...

Hat mir damals sehr geholfen

S>unf.lowxer_73


Warum hast Du bei dem Termin mit dem Chefarzt nicht deutlich Deinen Unmut geäußert? Wenn er den Fehler SELBER zugegeben hat? DAS wäre der richtige Moment gewesen!

Ansonsten bleibt noch das Beschwerdemanagement der Klinik. So eine Beschwerdestelle haben die meisten Kliniken – und wenn etwas bewirkt werden soll, dann durch eine offizielle Meldung.

Inwiefern willst du jetzt gegen den Arzt vorgehen? Was ist Dein Ziel? Willst Du Geld, willst Du klagen? Oder einfach nur dem Arzt deutlich machen (lassen), dass es so nicht geht?

Schadensersatz und Schmerzensgeld und Klage wg. unterlassener Hilfeleistung: Viel Spaß! ]:D

K#nvüfxgen


Erst einmal danke für die Antworten bisher.

Einen Brief an die Geschäftsleitung werde ich auf jeden Fall schreiben und eine Beschwerde an die Ärztekammer wäre wohl auch ganz gut.

Warum hast Du bei dem Termin mit dem Chefarzt nicht deutlich Deinen Unmut geäußert? Wenn er den Fehler SELBER zugegeben hat? DAS wäre der richtige Moment gewesen!

Ich war in dem Moment so baff und sprachlos, weil ich so überrascht war, dass der den Fehler zugegeben hat und war auch einfach froh, dass da endlich jemand war, der mir half. Bin leider nicht so schlagfertig, um da richtig zu reagieren. Klar, im Nachinein wäre es das Beste gewesen da gleich seinen Unmut richtig zu äußern.

Ich möchte dem Arzt vor allem deutlich machen, dass so ein Verhalten gar nicht geht. Nicht umsonst legen die den Eid ab. Schadensersatz und Schmerzensgeld ist denke ich schwierig ohne Rechtsschutzversicherung?

FJranke2006


Ok, ich würde zwar auch auf jeden Fall dazu raten, Beschwerde bei der Ärztekammer einzureichen, aber groß passieren wird da nichts. Mir wurde von Ärzten auch schon sehr übel zugesetzt, aber Beschwerden verliefen im Sande. Und für eine zivilrechtliche Klage habe/ hatte ich weder Geld noch Energie. ":/

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